Beschreibung des Vorschlags
Die Strecke zwischen Zürich und Winterthur ist die meistbefahrene Eisenbahnstrecke in der Schweiz. Aktuell wird der Brüttener Tunnel zwischen Dietlikon/Bassersdorf und Winterthur geplant. Als Ergänzung in mittfristiger Zukunft schlage ich diesen Tunnel unter dem Zürichberg parallel zum bestehenden S-Bahn-Tunnel vor.
Aktuell verkehren alle Fernverkehrszüge via Flughafen. Mit der Eröffnung des Brüttener Tunnels sind Fernverkehrszüge geplant, welche den Flughafen umfahren und auf der Strecke Winterthur-Zürich ohne Halt verkehren (einige ev. mit Halt in Oerlikon). Mit diesem Tunnel könnten diese Züge weiter beschleunigt werden und die Kapazität auf dieser vielbefahrenen Strecke weiter erhöht werden. Die Fahrt nach Winterthur und in die Ostschweiz würde weiter beschleunigt.
Die Züge würden direkt in den 2014 eröffneten unterirdischen Durchgansbahnhof einfahren. Eventuell bräuchte es dazu Kapazitätsanpassungen am Hauptbahnhof.
Eine Nutzung durch S-Bahnen würde selbstverständlich nicht ausgeschlossen werden. Durch diese Linienführung wird es auch möglich, Stadelhofen zu umfahren und diesen somit zu entlasten, beispielsweise für vereinzelte Züge ins Zürcher Oberland, sofern dies sinnvoll wäre.

Würde tatsächlich Sinn machen. Gerade für internationalen Fernverkehr ist der Halt am Flughafen überflüssig, da der Hauptbahnhof unmittelbar weit weg ist. Theoretisch wäre Winterthur – Zürich in unter 10 Minuten leicht machbar.
Vielen Dank für dein positives Feedback 😊
Der internationale FV auf der Achse beschränkt sich derzeit auf jeweils zweistündliche ECs aus Stuttgart und München – wenn Sie denn fahren. Und für den nationalen FV ist der Flughafen tatsächlich für Zubringerleistungen sehr wichtig, immerhin erschließt der Zürcher Airport fast das ganze Land.
Ob sich das für ein paar sprinterähnliche Züge rentiert – puh, so viele Taktlinien musst du erstmal haben. Wenn in Oerlikon irgenwann mal gar nichts mehr gehen sollte – okay, davor tue ich mich mit der Rechtfertigung schwer.
Dazu kommt der hohe bauliche Aufwand mit vermutlich jahrelangen Sperrpausen am Hauptbahnhof, der Bahnhof Löwenstrasse ist baulich nicht auf zusätzliche Abzweige vorbereitet.
Natürlich müsste die Sinnhaftigkeit dieser Idee durch Experten bestätigt werden. Allerdings geht es hier nicht nur um die zweistündige Verbindung Richtung München.
Aktuell (bis in die nächsten 1-2 Jahrzehnte) ist die Sinnhaftigkeit dieses Tunnels sicherlich nicht gegeben – es wäre ein Ausbau von hohen Kosten und wenig Nutzen: Wenn man der SBB traut, einen fahrbaren Netznutzungsplan 2035 geschaffen zu haben, dann erübrigt sich dieses Vorhaben auf absehbare Zeit.
Obwohl ich die Idee vollends nachvollziehen kann, befürchte ich dass sie mittig in einer „alles oder nichts“ Situation stecken geblieben ist: Ein solcher Ausbau könnte sich meines Erachtens nach erst in einem neuen Ausbauschritt, einer Art Quantensprung rentieren – da machen 1-2 Milliarden auch nicht mehr viel aus 😉
Ein solcher möglicher Quantensprung wäre die Durchbindung eines solchen Tunnels über einen dritten Durchgangsbahnhof an die Gotthardachse – der Bahnhof Löwenstrasse ist aktuell nicht an den Zimmerberg Basistunnel I angeknüpft – und an einen möglichen Durchstich Zürich bis Aarau/Olten/Bern (z.B. https://www.citrap-vaud.ch/wp-content/uploads/2012/11/NZZ23.6.14S7.pdf oder https://www.ebp.global/ch-de/projekte/konzeptstudie-direktverbindung-aarau-zuerich).
Dies könnte die nationale Paradestrecke Ostschweiz-Winterthur-Zürich-Mittelland-Bern hochleistungsfähiger machen, die Ostschweiz direkt an die Zentralschweiz und das Tessin anbinden, sowie bessere internationale Durchbindungen wie München-Zürich-Mailand oder Wien-Zürich-Genf beschleunigen
Hey vielen Dank für den wohlwollenden Kommentar! Das hat mich sehr gefreut. Natürlich ist die Umsetzung eines solchen Tunnels absolut unrealistisch, und es geht mir vor allem um ein Gedankenspiel. Ich stimme mit deinem Kommentar eigentlich vollends überein.