Beschreibung des Vorschlags
Inspiriert von den Gleisanlagen von https://extern.linieplus.de/proposal/herzstueck-wuerzburg-s-bahn-modell-zwickau/ im Bereich des Hauptbahnhofs gefällt mir mittlerweile die Idee ganz gut, ähnlich wie in Erfurt, die Straßenbahn Würzburg einmal quer unter den Gleisanlagen zu führen und somit den Umstieg zwischen Bahn und Tram auf ein Mindestmaß zu verkürzen (Tram raus – Treppe hoch – ICE rein). Nördlich des Bahnhofes würde ich dann die Eisenbahnfläche auf ein Mindestmaß zurückbauen, und auch noch ein neues Stadtviertel „Bahnstadt“ einrichten, was dann durch die neue Strecke auch direkt an die Innenstadt angebunden wird. Außerdem soll es eine (möglicherweise unterirdische) Wendeschleife für die endenden Trams geben.
Der Halt „Berliner Platz“ der Tram wird wegfallen.
Im weiteren Verlauf würde ich dann die Tram auch über die Uniklinik und Lindsleinsmühle nach Grombühl verlängern, damit in dieser Ecke auch endlich eine Tram verkehrt und die Buslinien auf diese ausgerichtet werden können.

Gute Idee, und meiner Meinung nach besser als eine Gleisverbindung zwischen Eisen- und Straßenbahn.
An sich nicht schlecht. Dennoch ein paar Anmerkungen:
1. Die Straßenbahn hat aktuell im Bereich Hauptbahnhof-Wagnerplatz eine eigene Trasse, die von der Straße getrennt ist, daher sehe ich keinen Vorteil in dem teuren Tunnel unter dem Hauptbahnhof und allen Bahnsteigen.
2. Den Haltestellenabstand finde ich etwas gering im Verglich zur dortigen Bevölkerungsdichte.
3. Der geplante Umbau des Bahnhofsvorplatz und die schon in Bau befindliche Erweiterung zur Uniklinik wurden nicht wirklich mit einbezogen. Inbesondere die ersten beiden Haltestellen werden schon an etwas anderer Stelle gebaut.
„Die Straßenbahn hat aktuell im Bereich Hauptbahnhof-Wagnerplatz eine eigene Trasse, die von der Straße getrennt ist, daher sehe ich keinen Vorteil in dem teuren Tunnel unter dem Hauptbahnhof und allen Bahnsteigen.“
Der Vorteil ist ein kurzer Umsteigeweg zwischen den Zügen und der Straßenbahn.
Die Verkürzung beträgt maximal 1min, das sind 100m Fußweg. Dafür könnte man einen extrem teuren Tunnel einsparen.
Deswegen plädiere ich ja für einen Entfall des Umstieges, aber das passt dir ja scheinbar auch nicht …
Ich steige öfters am Hauptbahnhof um. Der kurze Fussweg war nie ein Problem.
Du versuchst gerade mit viel Geld ein Problem zu lösen, das nur für sehr wenige Fahrgäste existiert.
Das steht in keinem Kosten-Nutzen Verhältnis.
Logisch, prinzipiell kann man sich den Tunnel auch sparen, denn für den Bahnhofsvorplatz gibt es ja schon genug Pläne. Nur wenn man die Fläche hinter dem Bahnhof noch entwickeln will, würde es Sinn machen.
Hinter dem Bahnhof sind Weinberge, die steil aufwärts gehen. Da wird nix entwickelt.
https://goo.gl/cc3cbm ich hab mal ne Karte gezeichnet, wie ich mir das vorstelle.
Setzt aber die Verlegung des Betriebswerks z.B. nach Würzburg-Zell voraus, was aber durchaus gehen würde und auch betrieblich kein großes Hindernis ist (Züge können dann neu ohne Richtungswechsel von Würzburg in die Abstellung!)
Ah, ich verstehe. Das Thema Bahnbetriebswerk lasse ich mal unkommentiert, da mir hinten und vorne das spezifische Detailwissen fehlt, um eine Verlegung nach Würzburg-Zell qualifiziert zu bewerten.
Da ließe sich städtebaulich sicher was schaffen, die unsägliche Nordtangente in den Keller, und der Tramtunnel als bauliche Verbindung zur Innenstadt. Ist alles aber natürlich ein gewaltiger Aufwand, da sich die Umsteigebeziehungen zwar etwas, aber nicht den Aufwand entsprechend fundamental verbessern würden. Soll heißen: ich verstehe den Sinn, aber sehe jetzt nicht das ganz große Bedürfnis danach.
Außerdem, wenn wir schon beim Thema Städtebau sind: der Bahnhofsvorplatz wurde ja erst vor einige Jahren umgestaltet, und Tunnelrampen sind selten für ihre Schönheit bekannt. Muss man zumindest aufpassen drauf.
Vollste Zustimmung. Sehe ich genauso. Bewegung ist schließlich auch gesund und 200m oder auch mal 500m Fußweg stellen für die meisten kein Hindernis dar.
Die Strecke zwischen Pestalozzistraße und Lengfeld gefällt mir ganz gut. Das wass du am Hauptbahnhof vorhast ist aber so niccht umsetzbar. Bedenke, dass direkt am nördlichen Ende der Gleisanlagen der Hang beginnt. Dort willst du ein Tunnelportal und dann gleich unter den Gleisen durch – Das ist steigungstechnisch vielleicht irgendwie hin zu bekommen, aber nicht einfach. Das Problem ist, dass du mit der Nordtangente eine viel befahrene Schnellstraße höhengleich kreuzt. Beim Bau der Straße hat man peinlich genau darauf geachtet dass sie kreuzungsfrei ist und dafür aufwändige Über- und Unterführungen gebaut. Die kannst du nicht mit der Tram einfach kreuzen.
Außerdem bin ich der Meinung dass bei mir das Kosten-Nutzen-Verhältnis besser sein dürfte. Die größte Einzelinvestition, ein Tunnel mit Hst unter dem Hbf, haben wir beide drin, ein paar hundert Meter Straba-Neubau haben wir auch beide drin, bei mir kommt jediglich der Umbau der Straba-Strecke Bahnhofsplatz-Residenzplatz dazu. Dafür entfällt aber bei mir der Umstieg zwischen Stadt und Region komplett, bei dir verkürzt sich jediglich der Fußweg.
Ja, mit hat auch an sich nur die Idee des Tunnels gefallen, da er wirklich den einfachsten aller Umstiege zwischen Fernverkehr/Regionalverkehr und Tram bietet. Dass es kostentechnisch leicht irrsinnig ist, ist mir schon klar 😉
Wenn man nun noch wüsste, wie stark das Betriebswerk noch ausgelagert ist, dann könnte man ggf. es nämlich nach z.B. Zell oder woandershin umlegen. Die Nordtangente könnte dann parallel zum nördlichsten Bahnsteig geführt werden und im Anschluss ein neues Wohnquartier entwickelt werden, was zum einen super an die Stadt angebunden ist, zum anderen aber auch direkt im „Grünen“ in Hanglage liegt. Ich glaube, dieses Bild hatte ich auch bei dem Entwurf vor Augen, denn dann würde im gesamten Projekt auch die Tram einen positiven Nutzen abwerfen. Aber das ist ja wieder Stadtentwicklung und nicht LiniePlus 😉
Die Gleise und Gebäude nördlich das Hauptbahnhofs werden nicht so schnell verschwinden. Im Rahmen des barrierefreien Umbaus des Hbfs wollte man den Fußgängertunnel bis auf die andere Seite bauen. Das ist aber am Betreiber der Gebäude und der Gleise (DB Netz?) gescheitert, die einen langjährigen Bedarf prognostiziert haben.
Ich halte einen Tunnel unter dem Hauptbahnhof für unnötig. So groß ist Würzburg nicht, dass sich das rechtfertigen ließe. Auch nicht mit einer Straßenbahn in Richtung Grombühl. Wie ich oben schon schrieb, wird es in naher Zukunft kein bewohntes Bahnhofsviertel-Nord geben. Viel mehr würde es vielleicht Sinn machen, den Vorplatz architektonisch an das Gebäude anzuschließen. Vielleicht durch ein Glasdach? Planungen zur Neugestaltung des Vorplatzes gibt es schon einige. Diese hier gefällt mir bzgl. Straßenbahn persönlich am besten.
Weiter möchte ich dich gerne auf eine Seite der WVV aufmerksam machen. Dort werden die Planungen in Richtung Uni-Klinik beschrieben.
Und für eine Tram über Grombühl hinaus gab es auch schon einen Vorschlag. Dieser geht zwar nach Versbach, aber die Strecke zum Tal ist sicherlich besser realisierbar.
Nach Lengfeld halte ich diese beiden Vorschläge für besser, da mehr Menschen erreicht werden: