Beschreibung des Vorschlags
Hier mein Vorschlag zur Reaktivierung der Bahnstrecke Osthofen – Eich – Guntersblum als S-Bahn-Strecke
Bauliches:
Die Strecke erhält zusätzlich zum Bestand eine Verbindungskurve nach Worms. Zusätzlich zu den früheren Bahnhöfen erhalten manche Orte noch zusätzliche Haltepunkte, um ein dichteres Angebot anbieten zu können. Zudem werden Rheindürkheim und Eich Kreuzungsbahnhöfe.
Betriebliches:
Die bis jetzt in Worms endenden Züge der S6 werden verlängert und befahren dann im Stundentakt diese Strecke. Der Bahnhof Guntersblum wird dann zur besseren Anschlussaufnahme nach Mainz auch von der RE 4/14 bedient.
Mir fehlen einige Angaben hierfür:
1.wie sieht die Strecke jetzt aus?
2.Gibt es bauliche Besonderheiten die im Betrieb berücksichtigt werden müsste?
Vor ein paar Jahren hätte ich die Chance als recht gut eingestuft. Mittlerweile bin ich da deutlich zurückhaltender.
Nach meinen Informationen ist die Strecke mittlerweile entwidmet und zumindest teilweise abgebaut.
Das wird dann ganz schwer, weil neue Eisenbahnstrecken z. B. keine klassischen Bahnübergänge mehr haben dürfen und die Strecke neu gebaut werden muss. Das macht die Sache schon richtig teuer und ich vermute, dass der Bestandsschutz dann schon nicht mehr greifen dürfte, weil die Strecke nicht stillgelegt ist, sondern nicht mehr existiert.
Auch kann ich nicht beurteilen, ob die Trasse noch komplett „frei“ ist oder schon überbaut ist. In einzelnen Bereichen war die Trasse aber im letzten Jahr noch frei. Allerdings sind die Bahnhöfe, die ich gesehen habe, auch alle am Ortsrand gewesen. Entscheidend ist da sicherlich Worms-Rheindürkheim. Hier verläuft die Trasse mitten durch den Ort bzw. Stadtteil.
Unabhängig davon, enden kaum S-Bahn-Linien in Worms die weiter geführt werden können. An der Strecke selbst wohnen aber auch kaum mehr als 10.000 Menschen. Daher wäre ein Pendeltriebwagen durchaus eine günstige Alternative, zumal Triebwagen in der Region um Worms eingesetzt werden.
Die Elektrifizierung der Strecke kostet viel Geld und wird die Strecke ziemlich sicher nicht wirtschaftlich werden lassen. Es gibt zwar auch für die von Dezember ab betriebenen neuen S-Bahn-Fahrzeugen eine „Akkuversion“ (diese werden im Raum Freiburg eingesetzt) – wird dieses Fahrzeug aber regelmäßig an die S-Bahn nach Mannheim gehängt, werden mindestens 3-4 neue Fahrzeuge dieses Typs benötigt.
Auf Ausweichstellen würde ich ebenfalls verzichten wollen, sofern es betrieblich nicht nötig ist. Und schon gar keine 2 Ausweichstellen.
Genauso sieht es mit den Haltestellen aus. Die Orte „Eich“ (ca. 3.700 EW) und „Gimbsheim“ (ca. 3.000 EW) benötigen nicht unbedingt 2 Haltestellen.
Bei Osthofen ist eine Haltestelle abseits der Ortschaften. Auch diese ist nicht nötig. Das reduziert weiterhin die Kosten.
Ob ein Halt des RE4 / RE14 in „Guntersblum“ wirklich Sinn macht, kann ich nicht bewerten, weil nicht klar ist, wann die Linie fahren soll und somit Guntersblum erreichen soll.
Fazit:
Ist die Strecke entwidmet, wird es die Linie vermutlich sehr schwer haben. Schon der Neubau der Trasse wird teuer – auch wenn „nur“ die Schienen fehlen. Muss die Trasse nach Kriterien eines Neubaus neu erstellt werden, dürfte der letzte Zug vermutlich abgefahren sein.
Also mein letzter Stand war, dass keine neuen Bahnübergänge mehr gebaut werden sollen (nicht dürfen!). Wo langsame Nebenbahnen auf wenig frequentierte Straßen treffen sind BÜs auch weiterhin möglich.