Beschreibung des Vorschlags
Der Verkehr in Wiesbaden kommt an die Grenzen. Das Projekt Citybahn wurde von den Stimmbürgern abgelehnt. Für den Anteil im ÖPNV zu steigern, braucht es einen zuverlässigen und Pünktlichen ÖPNV. Mit einer unterirdischen S-Bahn kann dieses Problem behoben werden. Auf Grund von Grundwasser und den vielen Tunnelkilometern ist aber mit sehr hohen Kosten zu rechnen. Ab Wiesbaden Ost Richtung Wiesbaden City soll eine S-Bahn-Stammstrecke erstellt werden, die ausschließlich von S-Bahn-Züge befahren wird.
Damit ein stabiler 15-Minuten-Takt nach Taunusstein-Hahn möglich ist, muss die Strecke durchgängig 2-gleisig sein. Aus diesem Grund besteht der Vorschlag zwischen Wiesbaden und Taunusstein aus einer komplett neuen Linienführung. In der Innenstadt sind die Haltestellen so gedacht, dass man diese nicht unter Gebäuden erstellen muss. Mit der direkteren Linienführung zwischen Wiesbaden Hochschule und Taunusstein sind auch höhere Tempos möglich und somit auch eine kürzere Reisezeit. Dadurch das die Linie grösstenteils im Tunnel verläuft, ist sie bei Schnee viel weniger Störungsanfällig und somit Zuverlässiger als wenn man die Bestandsstrecke reaktivieren würde, die grössten Teils durch Waldgebiete verläuft. Ab Taunusstein nach Bad Schwalbach soll dann die alte Strecke reaktiviert werden, außer bei Seitzenhahn ist für die neuen Haltestelle eine direktere Linienführung gedacht.
Tunnels
Citytunnel: ca. 4.5km
Taunussteintunnel: ca. 5km
Verbindungen
S1: Verlängerung von Wiesbaden Hbf nach Wiesbaden Klarenthal und 15min Takt
S8: Verlängerung von Wiesbaden Hbf nach Taunusstein (15min Takt) / Bad Schwalbach (30min Takt)
S9: aufgelöst -> Linie fährt als S8 über Mainz
S6: Verlängerung bis Wiesbaden HBF (ohne Halt zwischen Mainz HBF und Wiesbaden HBF)
RB75: Fährt neu als Ersatz der S9 über Mainz-Kastel nach Mainz-Bischofsheim
Durch den Abtausch der Linie S9 und RB 75, kann auf der S8 zwischen Taunusstein Hahn und Mainz Hbf ein 15-Minuten-Takt realisiert werden. Zwischen Wiesbaden Klarenthal und Wiesbaden Ost fahren dann 8 Züge pro Stunde. Damit das S-Bahn Angebot angenommen wird, muss das Busnetz angepasst werden. Eine wichtige Rolle soll der neue Umsteigeknoten Wiesbaden Hochschule bilden. Von dort aus sollen Buslinien starten oder enden, womit ein Umstieg auf die S-Bahn oder andere Buslinien nötig wird. Mit dieser Maßnahme soll auch zum Teil der Busverkehr in der Innenstadt reduziert werden. Mit der neuen Haltestelle Wiesbaden Theodor-Heuss-Ring soll ein weiterer Umsteigeknotenpunkt erstellt werden und dadurch eine bessere Verteilung der Fahrgäste im Busnetz erfolgen.
Zusammenfassung
+ Leistungsfähiges Transportmittel
+ Schnelle Verbindungen
+ unabhängig von Staus
+ Entlastung Busnetz in der Innenstadt
+ Bessere Verteilung der Fahrgäste in Zug und Bus
+ Höhere Zuverlässigkeit im Winter durch Tunnels
– Hohe Kosten durch viele Tunnelkilometer
– Hohe Kosten durch Grundwasser

Diesen Vorschlag finde ich sehr gut
Vielen Dank!
Für mich sinnvoll wäre es ausschließlich die S1 nach Bad Schwalbach verkehren zu lassen und dafür die S8 in der HVZ oder auch außerhalb bis zur Hochschule RheinMain zu verlängern. Die S6 kann bis Hahn verkehren aber so wird vermutlich zu viel Verkehr auf die Aartalbahn gebracht.
Viele Wiesbadener wären schon zufrieden, wenn die S6 bis WI-Hbf oder WI-Dotzheim verkehrt.
Die S1 könnte ja auch in der HVZ im 15 Minuten Takt bis Bad Schwalbach verkehren und so die Busse 273 und 274 vollständig ersetzen, wenn die Anwohner mit den entsprechenden Ausbau Maßnahmen einverstanden sind. Ansonsten herrscht durchgehend ein 30 Minuten Takt.
Mit der Reaktivierung der Aartalbahn Limbrg-Diez-Wiesbaden kann eine RB im Stundentakt verkehren und Bis WI-Eiserene Hand oder WI-Chaussehaus die S1 verstärken. Ab da fährt die RB 24 nach Dotzheim und vielleicht darüber hinaus nach Wiesbaden Hbf.
Habe das Konzept bei den Linien nochmals überarbeitet. Mein Ziel ist es Hauptsächlich, das Taunusstein mit Mainz gut zu verbinden. Denke auf der kurzen Strecke zwischen diesen Orten gibt es am meisten Menschen die Profitieren würden.
Dein Anliegen habe ich aber im Vorschlag eingebunden.
Ich denke zum Start muss der 30 Minuten Takt reichen. Weil der Plan ist nur eine Reaktivierung und nicht ein Ausbau der Strecke beim start. Beim 15 Minuten Takt müsste eine Grössere Strecke Zweispurige sein, damit sich keine Verspätungen anhäufen, die dann aufs ganze Netz Einflüsse habe könnte.
Bei einer Reaktivierung würde die RB bis nur bis Taunusstein fahren, von da an übernimmt dann die S-Bahn die Personen nach Wiesbaden. Zwischen Taunusstein und Wiesbaden Klarenthal könnte man dann auch die S1 verlängern und so einen 7.5 Minuten Takt erstellen. Schienenkapazität wäre ja dann vorhanden mit dem zweispurigen Tunnel. Die Bestandsstecke soll mit der Inbetriebnahme des Tunnel aber komplett zurückgebaut werden.
Wenn du „nur eine Reaktivierung und nicht ein Ausbau der Strecke“ möchtest, wieso enthält sie dann die Tunnels? Wie ich das sehe, ist die Strecke doch auf großen Abschnitten neu trassiert und das auch noch unterirdisch. Teurer geht es bekanntlich nicht. Nun kann man natürlich fragen, ob ein Tunnel unter Wiesbaden sinnvoll ist, aber nur von einer Reaktivierung zu sprechen, ist auf jeden Fall falsch. Das gilt genauso für den Tunnel, mit der du die Eiserne Hand unterfährst. Dabei zweifle ich ganz besonders am Nutzen. Du sparst zwar ein paar Minuten Fahrzeit, aber zu gigantischen Kosten. Ich glaube kaum, dass sich das lohnen kann.
Bei der Reaktivierung geht es nur um den Abschnitt zwischen Taunusstein und Bad Schwalbach wie es im Beschrieb des Vorschlag steht. Im Kommentar geht es auch nur um den Abschnitt zwischen Taunusstein und Bad Schwalbach.
Die Tunnels sind kostentechnisch sehr teuer und dass es nicht teurer geht, stimmt ja auch. Aber wie willst du die Verkehrsprobleme in Wiesbaden lösen. Strassenbahn wurde bekanntlich abgelehnt und mehr Busse macht keinen Sinn mehr. Deswegen die Linienführung durch die Stadt Wiesbaden, damit auch möglichst viele Buskunden auf die Bahn umsteigen und so das Busnetz entlastet werden kann. Aber auch neue ÖPNV-Kunden sollen so gewonnen werden, da man viel schneller durch die Stadt kommt von Klarenthal oder von Taunusstein. Die Reise wird für diese Orte sehr viel angenehmer und zuverlässiger, was einen grossen Gewinn für den ÖPNV ist.
Für die Strecke zwischen Wiesbaden und Taunusstein gehe ich davon aus, dass ein Ausbau der Bestandsstrecke auf zweigleisig auch aufwendig und teuer wird. Im Winter ist mit Einschränkungen zu rechnen wegen dem Schnee und Ästen auf der Strecke, womit die Tunnelvariante die Zuverlässigere ist. Die kürzere Fahrzeit ist wichtig, aber noch wichtiger ist, dass man von Taunusstein direkt in die Wiesbadener Innenstadt und nach Mainz kommt und dies rasch und ohne Umsteigen. Das sehr gute Angebot hat seinen Preis, aber es ist es meiner Meinung nach Wert, wenn man die Personen rund um Taunusstein und Bad Schwalbach auch auf den ÖPNV locken will und so weniger Autos in Wiesbaden haben will.
Man könnte den Autoverkehr in Wiesbaden auch dadurch verringern, dass man das Autofahren innerhalb der Innenstadt nur Anwohnern erlaubt. Man kann ja dann auf die Busse ausweichen, dann sehen die Leute, was sie von der idiotischen Ablehnung der Straßenbahn haben. Mit dieser S-Bahn könnte man zwar sicher viele Autofahrer aus den benachbarten Wohngebieten in den ÖPNV locken, aber eben auch nur von dort. Mit einer Straßenbahn, die man für das gleiche Geld flächendeckend einrichten könnte, wären aus einem weitaus größeren gebiet Autofahrer in den ÖPNV zu locken. Die Straßenbahnplanungen sind nicht für alle Zeiten gestorben.