Beschreibung des Vorschlags
In der U-Bahn-Station Karlsplatz kreuzen sich die Linien U1, U2 und U4, wobei die beiden letztgenannten in derselben Ebene halten. Die U2 beginnt/endet am Karlsplatz und fährt über Rathaus weiter nach Aspern, jedoch soll sie zwischen Karlsplatz und Rathaus künftig durch die U5 ersetzt werden, welche über Rathaus weiter zum Frankhplatz verkehrt, und dafür aus Aspern kommend vom Rathaus aus zum Matzleinsdorfer Platz umgeklappt werden. Die U5 soll außerdem vom Karlsplatz via St. Marx weiter zur Gudrunstraße verlängert werden.
Die Station Karlsplatz hat bautechnisch jedoch die blöde Situation, dass die U2/U5 und U4 zwar in derselben Ebene halten, jedoch als Linienbahnhof, sodass Umsteiger stets Treppe runter und Treppe wieder rauf steigen müssen. Allerdings halten beide U-Bahnen an Mittelbahnsteigen. Daher schlage ich vor, die Ebene der Linien U2/U5 und U4 zum Richtungsbahnhof umzubauen, was dann ein bahnsteiggleiches Umsteigen auf den beiden Relationen U4 Hütteldorf <-> U5 Frankhplatz und U4 Heiligenstadt <-> U5 Gudrunstraße ermöglicht. Da aufgrund der Kreuzungsfreiheit einige Kunstbautent notwendig sind, schlage ich gleichzeitig eine Verlängerung der U2 (alt)/U5 zum Schwarzenbergplatz vor, welche mit Umbau der U-Bahn-Station Karlsplatz errichtet werden soll. Eine Verlängerung zum Schwarzenbergplatz ist mit dem Umbau erforderlich, da eine Kehrmöglichkeit östlich der U-Bahn-Station Karlsplatz eingerichtet werden muss. Allerdings würde ich die U5 über den Schwarzenbergplatz weiter bis zum Rennweg führen, weil dort eine Umsteigebeziehung zu den S-Bahnen hergestellt werden kann.

Oh, schön und sinnvoll wäre das schon. Allerdings müsste auch der ganze Karlsplatz umgegraben werden, was den wichtigsten Knoten in den Netzen der Wiener Linien mit Ausnahme der tiefliegenden U1 mittelfristig lahm legen würde. Der Komfortgewinn wäre schon beachtlich, ist jetzt aber auch nichts, was unbedingt sien muss.
Das seltsame Design geht übrigens auf die verworren-verschlungene Entstehungsgeschichte der Wiener U-Bahn zurück. Die U2 wurde am Karlsplatz 1980 eröffnet, die U4 fährt seit 1978 vom Karlsplatz ab. Die Trasse der U4 ist aber viel älter: sie wurde als Teil der Wientallinie der sogenannten Wiener „Stadtbahn“ schon 1899 eröffnet.
Dass der ganze Karlsplatz ungegraben werden müsste, sehe ich nicht. Die Station würde ja gar nicht verändert werden. Lediglich westlich der Kärntner Straße müsste eine Baugrube zur Verbindung der beiden Streckengleise hergstellt werden, und östlich der Canovagasse für die Verbindung der U4, sowie als Startplatz für die Tunnelbohrmaschinen zum Schwarzenbergplatz.
Die Idee finde ich gut. Ich kann zwar aus den Planungen zur U5 nicht erkennen, dass sie einmal über St. Marx zur Gudrunstraße fahren soll, aber das kann natürlich trotzdem sein. Hast du da einen Link?
Zumindest die Verlängerung zum Schwarzenbergplatz wäre für diesen Umbau natürlich unverzichtbar, weil sonst keine Kehrmöglichkeit vorhanden wäre. Da der Schwarzenbergplatz aber wenig zweckmäßig erscheint, könnte man auch über eine Verlängerung bis Rennweg nachdenken, wo Anschluss zur S-Bahn bestünde. Mehr fände ich dann doch recht gewagt.
Rennweg – Gudrunstraße (westlich der Ostbahn) ist Teil des U-Bahn-Zielnetzes der Wiener Linien.
Die U2 hält an Seitenbahnsteigen!
Auch wenn der Vorschlag schon kalter Kaffee zu sein scheint, will ich dieses Detail keineswegs vorenthalten.