Beschreibung des Vorschlags
Der Personenverkehr auf der Strecke zwischen Amt Neuhaus und Brahlstorf wurde 1968 eingestellt. Obwohl auf Grund des schlechten Zustands der Gleise die Höchstgeschwindigkeit am Ende auf 10 km/h beschränkt war, und die Fahrt auf der 10,7 km langen Strecke somit über eine Stunde dauerte, gab es bis zuletzt Fahrgäste.
Heute könnte die Situation anders aussehen: Brahlstorf ist an den hochwertigen Regionalverkehr angeschloseen (RE 1), das allgemeine Verkehrsaufkommen ist stark gestiegen, und Amt Neuhaus selbst hat durch den Beitritt zum BRD 1990 und somit dem Wegfall der nahen innerdeutschen Grenze ebenfalls einen (kleinen) Aufschwung erlebt.
Und: Auf der einen Seite von Neuhaus befindet sich die Elbe, die nur auf Fähren zu überqueren ist, auf der Straße nach Brahlstorf eine Gewichtsbeschränkte Brücke, die keinen Busverkehr zulässt. Und so regiert in Amt Neuhaus das Auto, einen ÖPNV – gibt es schlichtweg nicht. Ein Wiederaufbau der gut 10 km langen Bahnstrecke sollte dies auf einen Schlag deutlich ändern.
Problem: 3 Jahre nach der Wende wechselte die Gemeinde das Bundesland, und liegt seitdem in Niedersachsen. Daher überquert die Strecke seither eine Landesgrenze, was die Finanzierung einer Reaktivierung bürokratisch erschwert. Da es dennoch nicht unmöglich sein sollte, denke ich, ist es auch nicht völlig unrealistisch.
So soll die Strecke gestaltet sein: Sie beginnt an einem kurzen Stumpfgleis, am bestehenden Bahnsteig in Brahlstorf, und ist daran anschließend mit einem Weichenpaar mit der Bahnstrecke Hamburg-Berlin verbunden. Im weiteren Verlauf werden insgesamt drei Straßen gequert: die Schützenstraße und der Mittelweg in Brahlstorf, sowie die Dorfstraße in Preten. Dies sollten durch modern gestaltete und gesicherte Bahnübergänge geschehen.
Insgesamt gibt es 3 neue Haltepunkte: Preten, Dellien und Amt Neuhaus. Außer der Verbindung zum bestehenden Gleisnetz werden keine Weichen benötigt. Bei den Haltepunkten sollte es sich um einfache Bahnsteige der Bahnhofskategorie 7 handeln.
Die Strecke sollte für 80 km/h ausgelegt sein, so dass die Fahrzeit mit 2 Zwischenhalten etwa 13 Minuten beträgt.
Fahren soll eine 2-stündliche RB, die nur diesen Streckenabschnitt bedient. Der Fahrzeugeinsatz sollte sich etwa im Bereich des Lint 27 oder der BR 641 befinden.
Der Fahrplan soll dann etwa so aussehen (x=gerade, y=ungerade):
Brahlstorf
x:43 Ankunft RE 1 aus Rostock
y:16 Ankunft RE 1 aus Hamburg
y:21 Abfahrt RB nach Amt Neuhaus
Amt Neuhaus
y:34 Ankunft RB aus Brahlstorf
Aufenthalt 51 Minuten
x:25 Abfahrt RB nach Brahlstorf
Brahlstorf
x:38 Ankunft RB aus Amt Neuhaus
x:44 Abfahrt RE 1 nach Hamburg
y:16 Abfahrt RE 1 nach Rostock
Aufenthalt 48 Minuten, Beginn von vorne. Umlaufdauer 2 Stunden, Ein einziges Fahrzeug wird benötigt.
Die Umsteigezeit nach Hamburg beträgt somit in beide Richtungen 5/6 Minuten, die Umsteigezeit in Richtung Schwerin/Rostock leider über eine halbe Stunde.

Als Stichstrecke erscheint mir das ganze nicht sonderlich sinnvoll, die Dörfer sind doch arg klein.
Wie wäre denn eine Verbindung von Lüneburg nach Schwerin über deine Strecke mit dem was Richtung Bleckede noch an Gleisen vorhanden ist? Könnte auch als Ausweichstrecke gut funktionieren.
Als Neubaustrecke inkl. Elbbrücke? Das klingt in keiner Weise rentabel. Außerdem hat die Bleckeder Kleinbahn viele enge Kurven und ist daher sehr langsam, da wäre man zwischen Lüneburg und Schwerin über Büchen vermtl. immer noch schneller, daher auch sehr geringer Nutzen. Halte ich für unrealistisch. Wenn du dir die Beschreibung durchliest, wirst du feststellen, dass der Vorschlag alles versucht, um möglichst wenig zu kosten. Eine Neubaustrecke mit Elbbrücke kostet hingegen sehr viel.
Ein gut getakteter Bus hätte mindestens denselben Effekt und wäre um einiges billiger.
Das ein Bus denselben Effekt hätte glaube ich nie und nimmer. Wenn man momentan von dort irgendwo hin will hat man zwei Möglichkeiten: Entweder Auto für die Gesamtstrecke, oder aber Auto als Zubringer zur Bahn. Wie will man die Leute dazu bringen, vom Auto als Bahn-Zubringer auf einen Bus mit exakt der selben Funktion umzusteigen? Da greift man maximal das Potential von sehr umweltbewussten Menschen und der Altersgruppe U18 ab. Mehr nicht. Wenn man aber gar keinen Bahn-Zubringer mehr braucht, weil die Bahn selbst plötzlich in fußläufiger Entfernung ist, sieht das ganz anders aus. Ist zu großen Teilen eher ein psychologisches Ding, hat aber einen stärkeren Effekt als man oft denkt, gerade in solchen Situationen wie hier. Wird oft auch als „Schienenbonus“ betitelt.
Außerdem müsste für einen Bus die Straße erst Schwerlast-ertüchtigt werden, siehe Beschreibung. Das kostet auch Geld. Dieses sollte in das Gleis investiert werden, der Effekt ist deutlich größer.
Ich dachte beim Bus eher an (Preten-Dellien-)Neuhaus-Rosien-Sückau-Brahlsdorf.
Wenn du so argumentierst, macht die Bahn noch weniger Sinn. Das Auto steht direkt vor meiner Haustür, die Bahn einige Meter weiter weg. Umsteigen muss ich soweiso un das Auto ist schneller.
Der Bus hätte den Vorteil, dass er mitten im Ort halten könnte und nicht am Ortsrand und so kürzere Wege bieten würde. Außerdem ist er deutlich billiger in der Anshaffung und braucht keine zusätzliche Infrastruktur. Wenn da einige tausend Leute wohnen würden, würde sich eine Bahn vielleicht lohnen, aber warum sollte man für 5000 Einwohner einen Zug 10km lang pendeln lassen, der dann 85% der Zeit nur dumm rum steht und den Rest meist fast leer fährt?
Die Gegend wird immer Autofahrerland bleiben. Das wird sich nicht mehr zurückdrehen lassen.
Wenn man so an die Sache ran geht, und aufgibt bevor man angefangen hat, dann hast du Recht.
… wobei man schon die Kirche im Dorf lassen sollte: Neuhaus hat keine 1200, Dellien keine 200 und Preten kaum 100 Einwohner – ne Bahnstrecke bekommt man mit den paar Hanseln niemals halbwegs volkswirtschaftlich sinnvoll betrieben.
Anbindung an den ÖPNV gerne. Ein Anrufsammeltaxi o.ä. sollte dort aber in allen Lebenslagen ausreichen.
Ein Anrufsammeltaxi hätte vermutlich ca. Null Benutzer. Wer sollte auch mit so etwas zum nächstgelegenen Bahnhof fahren, wenn man auch ein eigenes Auto hat? Wenn der Bahnhof aber näher rückt und fußläufig erreichbar ist, ist das etwas anderes.
Und nein, du brauchst jetzt nicht wieder noch drei mal schreiben, dass das deiner Meinung nach nix wird, ich habs schon beim ersten mal verstanden.
> Ein Anrufsammeltaxi hätte vermutlich ca. Null Benutzer
Und deine Eisenbahn wäre rappelvoll? Ja nee is klar. Um mit dieser Strecke ein wenigstens einigermaßen messbares KNV zu erhalten, müsste fast die gesamte Einwohnerschaft einmal am Tag nach Brahlstorf fahren. Und wieder zurück. Ich bin mir sicher: Das macht die bestimmt.
JAA DOCH!!
Du musst es mir nicht immer fünf mal sagen, wenn du einen Vorschlag nicht gut findest! Siehe mein Kommentar darüber, 18:01 Uhr am 4. März.Und auch Sarkasmus und Zynismus sind nicht nötig, damit ich verstehe, welche Meinung du hast.
Eine stichhaltige Idee niedergeschrieben, wie du fast die gesamte Einwohnerschaft dazu bringen willst einmal am Tag nach Brahlstorf fahren, und wieder zurück, wär jetzt aber zielführender als der Versuch, mir den Mund zu verbieten, meinst du nicht auch?
Ich mein, wenn dir ersteres gelingt, hab auch ich gegen deine Eisenbahn nichts einzuwenden.
Zustimmung @Richard, das wäre gerade in einer Gegend wie dieser ein wichtiger Grund. Ich mein, nicht dass es nicht klappen könnte, es wird halt verdammt schwer und zu 99.9% unwirtschaftlich.
@Alle: Nicht aufregen, niemand wird den anderen überzeugen und umstimmen können. Wenn man unterschiedlicher Meinung ist, sollte das akzeptiert und nicht ewig ausdiskutiert werden. Man kann auch dem anderen mal das letzte Wort lassen und sich einfach sein Teil denken.
Wer sollte auch mit so etwas zum nächstgelegenen Bahnhof fahren, wenn man auch ein eigenes Auto hat?
Ein Sammeltaxi oder vielleicht besser „Rufbus mit Flächenbedienung“ kann ja auch in den ÖPNV integriert werden, sprich ich zahle für die Beförderung von meiner Haustür bis zum Hamburger Hbf. Glaube doch ziemlich, dass dies deutlich attraktiver ist als erstmal zum Bahnhof zu laufen, gerade da das Gebiet des Amt Neuhaus ja ziemlich stark in Nord-Süd-Richtung ausgestreckt ist und somit die Bahn auch nur ein Bruchteil sinnvoll bedienen würde.
Ökonomisch wäre es auch vertretbar, die P+R-Flächen an den Bahnhöfen zu erweitern und die Bewohner zu Mitfahrgelegenheiten anzuregen – aber das ist ja nichts für hier 😉
Ich habe mir hier Gedanken gemacht, wie man die Stichstrecke Brahlstorf – Neuhaus reaktivieren und nach Lüneburg weiterführen kann.