Köln: Vorlaufbetrieb Nord-Süd-Stadtbahn zur Arnoldshöhe

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Beschreibung des Vorschlags

Die dritte Baustufe der Nord-Süd-Stadtbahn bis zur Arnoldshöhe wird wohl 2029 fertiggestellt. Da die Sanierung der Einsturzstelle am Waidmarkt aber wohl noch bis mindestens Ende 2032 dauert, kann die neue Strecke wohl nur im Vorlaufbetrieb bis zur Severinstraße in Betrieb genommen werden. 

Die Frage ist, wie man die Strecke zur Arnoldshöhe nutzbar machen kann, ohne die Linie 17 einzustellen oder einzuschränken. Zwischen Bonner Wall und Severinstraße sind die beiden Tunnelröhren nämlich komplett getrennt: Das bedeutet, eine Bahn die in eine Röhre einfährt, muss aus der selben wieder herausfahren. Es gibt hier keinen Gleiswechsel (Der eigentliche Gleiswechsel ist genau das, was am Waidmarkt eingestürzt ist).

Die Linie 17 fährt in Einfachtraktion im 10-Minuten-Takt und nutzt die beiden Röhren jeweils abwechselnd. Sie benötigt 3 Minuten vom Bonner Wall zur Severinstraße, hat dann dort 8 Minuten Wendezeit und benötigt dann wieder 3 Minuten zurück zum Bonner Wall. Danach ist der Tunnel für 6 Minuten frei.

Ich könnte mir vorstellen, dass man jeweils zwei Bahnen kurz hintereinander in die selbe Röhre einfahren lassen könnte und dann in umgekehrter Reihenfolge wieder heraus. Wenn beide Linien in Einfachtraktion unterwegs sind, reicht die Bahnsteiglänge an der Severinstraße locker aus, dass beide Bahnen dort gleichzeitig an einem Bahnsteig stehen. Dort muss nur eine entsprechende Signalisierung eingebaut werden. Ein Gleiswechsel an der Haltestelle Marktstraße ist bereits vorhanden.

Eine Tunnelröhre könnte wie folgt belegt werden:

  • Linie 17: Bonner Wall xx:x7 → Severinstr. xx:x0; Wendezeit 10 min; Severinstr. xx:x0 → Bonner Wall xx:x3
  • Linie 6: Bonner Wall xx:x9 → Severinstr. xx:x2; Wendezeit 6 min; Severinstr. xx:x8 → Bonner Wall xx:x1
  • Danach ist die Tunnelröhre für 4 Minuten frei

Am anderen Linienende hat die Linie 17 in Rodenkirchen bzw. Sürth 10 Minuten Wendezeit, die Linie 6 an der Arnoldshöhe ca. 13 Minuten (überschlagene Wende). Damit sind beide Linien nur jeweils ca. die Hälfte der Zeit tatsächlich am fahren, die andere Hälfte ist Wendezeit. Diese großzügigen Pufferzeiten sind unbedingt nötig, um das fragile Betriebskonzept aufrecht erhalten zu können.

Genug Wagen für die neue Linie sollte die KVB eigentlich haben, da die neue Linie nur 4 Umläufe in Einzeltraktion braucht. Nach Anschaffung der 30 Wagen der neuesten Serie HF6 wurden nur 6 Wagen ausgemustert. Mir ist bewusst, dass es durch einen Wartungsstau aktuell trotzdem regelmäßig Fahrzeugmangel gibt, der sollte bis 2028 aber gelöst sein.

Eine betriebliche Besonderheit noch: Sollte die Linie 17 verspätet sein und daher erst nach der Linie 6 in die Tunnelröhre einfahren, müssen die beiden Fahrer an der Severinstraße ihre Bahnen tauschen, damit die Linie 6 trotzdem zuerst von der Severinstraße abfahren kann. Der Fahrer der Linie 6 sollte dann bereits am Bahnsteig stehen, um möglichst schnell die Bahn der Linie 17 (die dann zur Linie 6 wird) übernehmen zu können.

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2 Kommentare zu “Köln: Vorlaufbetrieb Nord-Süd-Stadtbahn zur Arnoldshöhe

  1. Über eine Vorlaufbetrieb der Strecke auf der Bonner Straße nachzudenken wäre gut, aber die Linie 6 wäre eine Insellösung. Ich hätte da einen auch Vorschlag, da es an der Marktstraße und von der Rheinuferstrecke Gleiswechsel gibt.
    Linie 17 nutzt nur das Gleis in Richtung Severinstraße und verkehrt alle 10 min als kurze Linie, aber an der Haltestelle Severinstraße halten beide Züge hintereinander am Bahnsteig, aber der Zug letzte, der eingefahren ist, muss wieder zuerst rausfahren.
    Gleiches bei der Linie 6, die das Gleis von Severinstraße in Richtung Marktstraße nutzt. Hier gilt gleiches Prinzip, verkehrt alle 10 Minuten als kurzer Zug und an der Haltetelle Severinstraße halte beide Züge.
    So hätten beide Linien ihre eigenen Bahnsteige in der NSS.

    1. Ich stehe gerade etwas auf dem Schlauch und verstehe nicht wirklich was du meinst, kannst du das vielleicht nochmal genauer erklären? Wenn die Linie 6 und die Linie 17 jeweils ihre eigenen Tunnelröhren bekommen, wieso stehen dann trotzdem zwei Bahnen an der Severinstraße am selben Bahnsteig?

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