viergleisiger Neubau/ Ausbau Stuttgart–Ulm

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Beschreibung des Vorschlags

Laut Zielnetz Stuttgart, welcher auf Beschlüssen basiert, soll eine S10 über die Filstalbahn von Geislingen/Göppingen nach Schwabstraße geführt werden. 

Ich muss aber ehrlich sagen dass der D-Takt Entwurf zur Region Stuttgart wirklich miserabel ist. Es werden keine Maßnahmen wie im Zielnetz beschrieben berücksichtigt. Bezogen auf die Filstalbahn bedeutet dies folgendes:

– im Mittel 3 stündliche Güterzugverbindungenn

– 3 stündliche Fahrten des Personennahverkehrs:

 – RE8 aus Stuttgart via Filstalbahn nach Ulm und Friedrichshafen als Express mit wenigen Halten

– RE5 und RE7 aus Stuttgart via Filstalbahn nach Ulm mit Halt an allen Stationen

Bezogen auf das heutige Angebot wäre dies keine Verbesserung. Für die Maßstäbe 2050+, wo die Nachfrage steigen muss, sowie das Angebot attraktiver werden muss ist das also weit unterdimensioniert.

Im Zielnetz wird die S10 folgend konzipiert:

– warscheinlich im T30 (der City-Tunnel mit unbedingtem Ausbau bspw. ETCS hätte auch mit der S62 die Kapazität für einen T15)

– Halt an allen Stationen, auch zwischen Plochingen und Bad Cannstatt 

Kritik und Verbesserungsvorschläge 

Ich denke dass auf der S10 ein T15, gerade wegen der dichten Besiedlung des Filstals und der hohen Berufspendleranzahl in den Landkreis Esslingen und nach Stuttgart. Ein T30 wäre für eine S-Bahn nach Stuttgarter Maßstäben, für eine solch bedeutende Achse zu wenig.

Mit Halt an allen Stationen zwischen Plochingen und Bad Cannstatt würde die Fahrt 15 Minuten länger dauern! Das wäre im Vergleich zu heutigen Fahrzeiten eine massive Verschlechterung. 

Im D-Takt gibt es eine stündliche Expressverbindung Ulm – Stuttgart via Filstalbahn. Für eine gute Anbindung von Geislingen (Steige) und das Oberzentrum Göppingen wäre diese Verbindung natürlich gut. Da es nur eine stündliche Verbindung ist, dürfte ein Großteil der Fahrgäste auf Stuttgart – Ulm fallen, wofür es allerdings eine schnellere Verbindung via SFS gibt. Diese sollte gestärkt werden, denn so entstünde eine einheitliche, leistungsstarke Achse Friedrichshafen – Stuttgart im T30. 

Als Ersatz dafür soll eine neue stündliche Achse via Filstal entstehen, welche vorrangig für insgesamt wenige Menschen eine schnellere Verbindung vorallem aus Göppingen nach Stuttgart und Ulm darstellen soll. Die restlichen Kapazitäten sollen durch die S10 aufgefangen werden.

Deswegen:

– T15 auf der S10 mindestens nur zur HVZ und bis Göppingen

– Entfall des Großteils der Stationen zwischen Plochingen und Bad Cannstatt 

– RE8 via SFS Wendlingen – Ulm

– RE5 als Expressverbindung, Entfall RE7

Zielnetz Filstalbahn 

Linie RE5

Pforzheim Hbf – Vaihingen (Enz) – Stuttgart Hbf – Esslingen (Neckar) – Göppingen – Geislingen (Steige) – Ulm Hbf

– täglich T60, zwischen Esslingen und Ulm nur Halt an folgenden Stationen:

   – Plochingen, Göppingen, Geislingen (Steige)

Linie RE8X

Würzburg Hbf – Lauda – Bad Friedrichshall Hbf – Heilbronn Hbf – Stuttgart Hbf – Stuttgart Flughafen – Merklingen Schwäbische Alb – Ulm Hbf – Biberach (Riß) – Ravensburg – Friedrichshafen Stadt

– täglich T60

Linie RB16

Ulm Hbf – Amstetten – Geislingen (Steige) (- Süßen – Eislingen (Fils) – Göppingen)

– Mo-So T60, Sa 12-18 T30

– Mo-Fr HVZ T30, Geislingen – Göppingen T60

Fahrplan S-Bahn

Linie S10

Schwabstraße – Stuttgart Hbf – Bad Cannstatt – Esslingen (Neckar) – Plochingen – Uhingen – Göppingen – Eislingen (Fils) – Süßen –   Geislingen (Steige)

Takt Mo-Fr HVZ

– Schwabstraße – Süßen: T15

– Süßen – Geislingen (Steige): T30

Takt Mo-Fr NVZ/Samstag

– Schwabstraße – Plochingen: T30

– Plochingen – Eislingen (Fils): T15

– Eislingen (Fils) – Geislingen (Steige): T30

Takt Sonntag

– Schwabstraße – Süßen: T30

– Süßen – Geislingen (Steige) T60

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Zwischen Plochingen und Bad Cannstatt wird nur an folgenden Stationen gehalten:

– Oberesslingen, Esslingen (Neckar), Untertürkheim

Den T15 führe ich bis Eislingen (Fils), da diese fast 30.000 Einwohner hat, und hier regulär nur die S-Bahn hielte. Zur HVZ wäre er auch bis Süßen/Salach wichtig, da hier fast 20.000 Menschen leben, und in Süßen für die Einwohnerzahl überdurchschnittlich viele Arbeitsplatz sind (5000), um den Pendelverkehr im Landkreis Göppingen zu stärken.

Zur NVZ und Samstags ist ein T15 nicht zwingend notwendig, aber Standard in der Region Stuttgart. Um Überangebot zu vermeiden, möchte ich wenn möglich diese Fahrten auf die S1 durchbinden. Ich denke nicht dass auf dem Abschnitt bis Kirchheim (Teck)/Nürtingen zur NVZ und an Samstagen ein T15 auch in Zukunft notwendig ist.

Zudem hätte ich es auch gern wenn zu Zeiten des T15, eine stündliche Fahrt als S10X gefahren wird.

Diese würde zur Beschleunigung folgende Halte auslassen:

– Salach, Göppingen Reusch/Bodenfeld, Faurndau, Reichenbach (Fils), Oberesslingen, Untertürkheim

Infrastruktur

Zur Umsetzung dieser Maßnahmen wären auf der Filstalbahn definitiv zusätzliche Gleise für die S-Bahn notwendig. Da nicht überall Platz für 4 Gleise ist, muss man flexibel mit 3- und 4gleisigkeit arbeiten.

Bis zum Abzweig Plochingen sollen 2 zusätzliche Gleise entstehen. Hier zweigt ein Gleis für die S10 mit einem Überwerfungsbauwerk über die anderen Gleise ab. Der Abschnitt bis Reichenbach bleibt dreigleisig. 

Bis Faurndau bleibt die Viergleisigkeit bestehen. In Ebersbach, Uhingen und Reichenbach entstehen zusätzliche Bahnsteige. Ich Versuche zusätzliche Bahnhofumbauten so stark zu minimieren wie möglich. Ab Faurndau bleibt die Strecke wieder dreigleisig. 

Weiter sind keine weiteren Umbauten (außer Anhöhung von Bahnsteigen auf 960 mm) nötig, aber in Eislingen wären für endende Züge eine weitere Bahnsteigkante notwendig. 

Zur besseren Erschließung der Kernstadt Göppingen schlage ich 2 zusätzliche Halte bei Reusch und Bodenfeld vor. 

Nach Süßen wären keine weiteren Ausbauten nötig, da bis auf die stündlichen RB16-Langläufer keine zusätzlichen Fahrten bestünden. Optional wäre auch dieser Vorschlag von Eurozug.  Die S10-Langläufer bis Geislingen können hier geflügelt werden.

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6 Kommentare zu “viergleisiger Neubau/ Ausbau Stuttgart–Ulm

  1. Eine S-Bahn bis Göppingen halte ich nicht für sinnvoll, da die Fahrtzeit aufgrund der zahlreichen Zwischenhalte zwischen Stuttgart und Göppingen zu lang wäre.
    Auch der Komfort der S-Bahnen entspricht nicht unbedingt den Anforderungen an eine solch lange Fahrt.

    Ich fände es daher besser, wenn die S-Bahn nur bis Plochingen fährt (der Ast dahinter bis Kirchheim ist auch eher Regionalverkehr) und hinter Plochingen dann die MEXe die Feinerschließung bieten würden.
    Ein T15 Stuttgart-Geislingen (halbstündlich weiter bis Ulm) mit allen Halten zwischen Ulm und Plochingen und beschleunigt weiter bis Stuttgart in Kombination mit einem T30 des RE würde ich für angemessener halten.

    1. Eine S-Bahn bis Göppingen halte ich nicht für sinnvoll

      Ob es eine S-Bahn wird oder nicht, ist nicht besonders wichtig. Wichtig wäre nur das Taktschema.

      aufgrund der zahlreichen Zwischenhalte zwischen Stuttgart und Göppingen zu lang wäre.

      Auch der Komfort der S-Bahnen entspricht nicht unbedingt den Anforderungen an eine solch lange Fahrt.

      Es ist richtig das S-Bahn-Wagen keine Toilette besitzen, und dass sie darauf ausgelegt sind, mehr stehende Fahrgäste aufzunehmen, da sie eben meistens Massentransportmittel darstellen.

      Außerdem wären zusätzliche Zwischenhalte eben nur die neu gebauten, welche ich auch als Regionalbahn trotzdem beibehalten würde, sowie der Halt Mittnachtstraße. Oberesslingen und Untertürkheim zu überspringen wäre nicht das Ende der Welt…..

      einem T30 des RE würde ich für angemessener halten.

      Das wäre aber nicht so gut für Eislingen, Süßen und Ebersbach. Wenn RE, dann zumindest stündlich noch ein Halt zumindest in Eislingen.

      Ein T15 Stuttgart-Geislingen (halbstündlich weiter bis Ulm) mit allen Halten zwischen Ulm und Plochingen

      Der Geschwindigkeitsvorteil wäre aber  sehr gering. Außer Mittnachtstraße ist nämlich kein zusätzlicher Halt ab Plochingen obligatorisch. Wenn der höhere Fahrzeugkomfort nicht das Wichtigste ist, würde eine S-Bahn das auch machen, plus den Vorteil der viel breiteren Erschließung Stuttgarts (Bad Cannstatt, Stuttgart-West), sowie bessere Umsteigebeziehungen zur Stadtbahn.

      Ich sehe den so großen Vorteil einer Regionalbahn nicht.

      Und man kann auch den RE gerne auf einen T30 bis Geislingen verdichten. Aus dem Filstal gibt es Tendenz steigend aktuell um die 80.000 Pendler, der Großteil davon in den Landkreis Esslingen oder in die Landeshauptstadt Stuttgart. Also 6 Fahrten/Stunde nach Stuttgart wären aus meiner Sicht nicht besonders überdimensioniert.

      1. Ob es eine S-Bahn wird oder nicht, ist nicht besonders wichtig. Wichtig wäre nur das Taktschema.

        Das würde ich nicht so sehen, schließlich planst du extra für die S-Bahn die Anhebung der Bahnsteige auf 96cm, was wiederum bedeutet, dass dort keine Güterzüge langfahren können, schließlich ragt ein 96cm-Bahnsteig ins Lichtraumprofil rein.

        Außerdem wären zusätzliche Zwischenhalte eben nur die neu gebauten, welche ich auch als Regionalbahn trotzdem beibehalten würde, sowie der Halt Mittnachtstraße. Oberesslingen und Untertürkheim zu überspringen wäre nicht das Ende der Welt…..

        Zwischen Stuttgart Hbf und Plochingen würden die Regios nur in Esslingen halten (14 Minuten Fahrtzeit), die S-Bahn hat hingegen 9 zusätzliche Halte und braucht daher satte 29 Minuten.

        Mit der von dir unterstellten Express-S-Bahn sähe das zwar anders aus, allerdings wäre ein solches Expressangebot auf den S-Bahngleisen aus Gründen der Fahrplanstabilität eher weniger sinnvoll.

        Zwischen Plochingen und Göppingen würde es natürlich keine Unterschiede geben.

        einem T30 des RE würde ich für angemessener halten.

        Das wäre aber nicht so gut für Eislingen, Süßen und Ebersbach. Wenn RE, dann zumindest stündlich noch ein Halt zumindest in Eislingen.

        Für Eislingen, Süßen und Ebersbach wäre dafür der viertelstündliche MEX vorhanden.

        Wenn der höhere Fahrzeugkomfort nicht das Wichtigste ist, würde eine S-Bahn das auch machen

        Mit dem Fahrzeugkomfort ist aber nicht nur die etwas bessere Polsterung der Sitze gemeint, sondern auch ein WC an Bord und vor allem die Anzahl der Sitzplätze.
        Eine Dreifachtraktion Baureihe 430 kommt bei 210 m Länge auf 558 Sitzplätze, die künftigen Coradia Stream HC kommen in Doppeltraktion (ebenfalls 210 m Länge) auf 760 Sitzplätze.
        Auch erlauben die Fernbahngleise höhere Geschwindigkeiten als die S-Bahngleise.

        1. Gerade mit Stuttgart 21 wäre eine S-Bahn für das Filstal definitiv interessant, da die Regionalzüge ja künftig nach Esslingen in den Tunnel Richtung Hbf abbiegen. Der MEX wäre also die primäre Verbindung zum Hbf, die S-Bahn würde aber mit den Halten in Ober-und Untertürkheim sowie Bad Cannstatt den Osten der Stadt abdecken. Ein weiterer Vorteil gegenüber einer Taktverdichtung des MEX ist, dass man bei der S-Bahn vermutlich mehr Spielraum für Angebotserweiterungen als im S21-Bahnhof haben wird. Wenn man hier Fahrgäste auf die S-Bahn verlagern könnte wäre das sicherlich auch ein Pluspunkt.

          Ob die S-Bahn ein Express sein soll oder nicht sei mal dahingestellt, rein von den Trassen sollte das aber schon umsetzbar sein, weil hier ja nur die S1 fährt und auch eigene Gleise hat.

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