7 Kommentare zu “Verlängerung RE60 Niedersachsen/Nordrhein-Westfalen

  1. Das wäre eine extrem lange RE-Verbindung. Der RE60 ist ja schon heute verspätungsanfällig, das würde sich durch diese Verlängerung noch mal verschärfen. Der D-Takt sieht ja sogar vor, die Linie auf Hannover – Rheine zu kürzen. Realistischer wäre aus meiner Sicht eine Integration der Anbindung Nordhorns in die RB Bielefeld – Osnabrück – Hengelo.

    1. Ja, das stimmt natürlich. Der RE60 ist mit rund 270 Kilometern ohnehin schon eine der längeren Regionalexpress-Linien. Andere Linien in NRW sind ähnlich lang, zum Beispiel der RE6/RRX mit etwa 280 km oder der RE10 mit rund 293 km.

      Was die Verspätungsanfälligkeit betrifft, fällt mir auf, dass die Probleme oft weniger am Fahrzeug oder Fahrplan selbst liegen, sondern vielmehr an der Infrastruktur: überlastete Streckenabschnitte, Signalstörungen oder ähnliche Engpässe. Damit eine derart lange Linie dauerhaft zuverlässig betrieben werden kann, wäre an einigen Punkten ein gezielter Infrastrukturausbau notwendig.

      Im Zielkonzept 2040+ der LNVG ist sogar eine Verlängerung des RE60 bis nach Leer vorgesehen – das wäre eine noch deutlich größere Ausweitung als der von mir vorgeschlagene Abschnitt. Andererseits habe ich auch keine Hinweise gefunden, dass eine Kürzung der Linie angedacht ist. Falls du hierzu genauere Informationen hast, würde mich das sehr interessieren.

      Eine Anbindung Nordhorns an die RB61 (Bielefeld – Osnabrück – Hengelo) halte ich theoretisch für machbar aber praktisch jedoch für eher ungünstig. Der Zug müsste in Nordhorn Kopf machen, was einen zusätzlichen Umweg bedeutet. Gerade bei Verspätungen besteht die Gefahr, dass dieser Halt entfallen würde.

      1. Andere Linien in NRW sind ähnlich lang, zum Beispiel der RE6/RRX mit etwa 280 km oder der RE10 mit rund 293 km.

        In NRW ist das aber durchaus sinnvoll, da die Ballungsräume selbst unglaublich groß sind. Das ist in NDS anders.

        Damit eine derart lange Linie dauerhaft zuverlässig betrieben werden kann, wäre an einigen Punkten ein gezielter Infrastrukturausbau notwendig.

        Oder die lange Linie wird in der Mitte gebrochen, gleicher Nutzen bei geringeren Kosten.

        Im Zielkonzept 2040+ der LNVG ist sogar eine Verlängerung des RE60 bis nach Leer vorgesehen – das wäre eine noch deutlich größere Ausweitung als der von mir vorgeschlagene Abschnitt.

        Halte ich auch nicht für sinnvoll, allein schon, weil dann in Hannover nicht mehr klar ersichtlich ist, dass der RE1 die schnellere Option nach Leer ist als der RE60 mit Zugziel Leer.

        Andererseits habe ich auch keine Hinweise gefunden, dass eine Kürzung der Linie angedacht ist. Falls du hierzu genauere Informationen hast, würde mich das sehr interessieren.

        S.o., steht so im D-Takt.

        Eine Anbindung Nordhorns an die RB61 (Bielefeld – Osnabrück – Hengelo) halte ich theoretisch für machbar aber praktisch jedoch für eher ungünstig. Der Zug müsste in Nordhorn Kopf machen, was einen zusätzlichen Umweg bedeutet. Gerade bei Verspätungen besteht die Gefahr, dass dieser Halt entfallen würde.

        Nein natürlich nicht mit Wende in Nordhorn (das wäre ja eine erhebliche Verlängerung für die Strecke nach Hengelo) sondern als Flügelkonzept. Vorderer Zugteil nach Hengelo, hinterer nach Nordhorn, Flügelung in Bad Bentheim, ist betrieblich sehr günstig und gibt Nordhorn überregionale Direktverbindungen.

  2. Das stimmt natürlich, jedoch fährt der RE60 zwar überwiegend aber nicht nur in Niedersachsen. Grade zwischen Osnabrück und Hannover ist der RE60 sehr gut besucht.

    Oder die lange Linie wird in der Mitte gebrochen, gleicher Nutzen bei geringeren Kosten.

    Das ist zwar Richtig, löst aber meiner Meinung nach das Problem nicht. Es gibt grade auf den Laufweg des RE60, viele Möglichkeiten wo es sinnvoll ist, die Infrastruktur auszubauen. Langfristig darf man nicht an der Infrastruktur sparen, wenn diese dringend benötigt wird.

    Mit dieser kürzeren Linienverlängerung (anders als die LNVG plant), möchte ich schon die wichtige Ost-West Verbindung aufrecht erhalten. Eine alternative wäre sonst das der RE60 den Laufweg der RB61 bis nach Hengelo übernimmt. Dann könnte die RB61 mittels Flügelkonzept ab Schüttorf oder Bad Bentheim nach Nordhorn/Gronau verkehren. So ergeben sich dann neue Verbindungen und Anschlüsse.

    1. Das stimmt natürlich, jedoch fährt der RE60 zwar überwiegend aber nicht nur in Niedersachsen.

      Ich hab ja auch nichts Gegenteiliges behauptet. Um meinen Punkt von oben zu präzisieren, derart lange RE-Linien haben in sehr dicht besiedelten Regionen (Rhein-Ruhr) eine Rechtfertigung oder wenn hunderte Kilometer keine Knotenbahnhöfe erreicht werden. Beides ist hier aber nicht gegeben.

      Es gibt grade auf den Laufweg des RE60, viele Möglichkeiten wo es sinnvoll ist, die Infrastruktur auszubauen. Langfristig darf man nicht an der Infrastruktur sparen, wenn diese dringend benötigt wird.

      Das ist ein Allgemeinplatz und hat rein gar nichts mit dem zu tun, was ich geschrieben habe. Natürlich ist ein Ausbau der Infrastruktur an vielen Stellen anzustreben, dennoch sollten wir Infrastruktur effizient nutzen und nicht durch überlange RE-Strecken mit wenig durchgehendem Verkehr belasten.

      Mit dieser kürzeren Linienverlängerung (anders als die LNVG plant), möchte ich schon die wichtige Ost-West Verbindung aufrecht erhalten.

      Warum um alles in der Welt braucht Osnabrück eine Direktverbindung im Regionalverkehr nach Braunschweig?

      Eine alternative wäre sonst das der RE60 den Laufweg der RB61 bis nach Hengelo übernimmt.

      Ein RE Braunschweig <-> Hengelo? Welche Vorteile bringt das?

      So ergeben sich dann neue Verbindungen und Anschlüsse.

      Allgemeinplatz. Welche Verbindungen ergeben sich, welche Anschlüsse ergeben sich, wer braucht das, welche Verbindungen und Anschlüsse gehen eventuell auch verloren?

      Hauptnachteil eines solchen RE wäre im Übrigen, dass teure Fahrzeuge mit internationaler Ausrüstung und Zulassung stundenlang durch Südostniedersachsen fahren, weit weg von der Grenze.

      1. Das ist ein Allgemeinplatz und hat rein gar nichts mit dem zu tun, was ich geschrieben habe. Natürlich ist ein Ausbau der Infrastruktur an vielen Stellen anzustreben, dennoch sollten wir Infrastruktur effizient nutzen und nicht durch überlange RE-Strecken mit wenig durchgehendem Verkehr belasten.

        Einerseits hast du bei diesem Punkt recht, andrerseits ist es so, das grade beim SPNV das Angebot die Nachfrage schafft. Die Strecke Hannover – Minden wird entweder ausgebaut oder entlastet (NBS Bielefeld<>Hannover). Da der Stundentakt sowieso kommt, wird zwischen Rheine und Braunschweig an bestimmten stellen so oder so ausgebaut. Das Teilstück zwischen Rheine und Bad-Bentheim bzw. in meinem Vorschlag weiter nach Gronau, müsste dafür an bestimmten stellen auch ausgebaut werden. Dies erachte ich schon als Sinnvoll, da sowohl geplant ist Bad-Bentheim als auch Gronau zu Knotenbahnhöfen auszubauen, es soll in Zukunft dann Verbindungen in allen Himmelsrichtungen geben. Ich finde es schade das man dann die Linie aus Osnabrück kommend dann in Rheine enden lassen würde, da sowohl Nordhorn als auch Gronau (bei gegebener Streckenreaktiverung) schon größere Städte sind (> 50.000 Einwohner) die schlechte Verbindungen Richtung Süden/Norden haben.

        Warum um alles in der Welt braucht Osnabrück eine Direktverbindung im Regionalverkehr nach Braunschweig?

        Es geht hier ja nicht nur um die Gesamtverbindung. Vor allem von Pendler werden die Teilbereiche (Rheine <> Osnabrück, Osnabrück <> Hannover und Hannover <> Braunschweig) genutzt. Generell erlebe ich eine sehr hohe Auslastung grade zu Spitzenzeiten. Es macht dann betrieblich schon Sinn so eine Verbindung zusammen zulegen.

        Ein RE Braunschweig <-> Hengelo? Welche Vorteile bringt das?

        Es wäre eine Alternative wenn die RB61 das Flügelkonzept mit den Zielen Nordhorn/Gronau durchsetzen würde (Alternativ Vorschlag von mir). Eine andere Linie müsste dann den Laufweg zwischen Bad Bentheim und Hengelo übernehmen.

        Allgemeinplatz. Welche Verbindungen ergeben sich, welche Anschlüsse ergeben sich, wer braucht das, welche Verbindungen und Anschlüsse gehen eventuell auch verloren?

        Als Anhang an meinem Vorschlag findest du diverse Projekte die sich noch in Planung/Umsetzung befinden. Zum einen das Projekt Euregio-Rail (Zwolle-Münster-Hamm (Verlängerung RE13)) und (Hengelo-Dortmund) im Zusammenhang mit der S-Bahn Münsterland, sowie auch die Streckenreaktivierung zwischen Gronau-Bad Bentheim-(Coevorden). Sollten diese Projekte umgesetzt werden (ca. bis ins Jahr 2040), dann könnte es mit meinem Vorschlag noch einfacher sein neue Verbindungen zu ermöglichen. Neue Anschlüsse für die Grafschaft würden sich in Richtung Süden (Münsterland, Coesfeld, Ruhrgebiet und Enschede) ergeben. Für das West-Münsterland würden sich neue Anschlüsse in Richtung Norden/Westen (Grafschaft, Emsland, Rheine, Hannover sowie weiter nach Berlin und Amsterdam durch den FV) ergeben. Aktuell ist durch die Reaktivierung nur eine Stündliche Verbindung vorgesehen, welche mit unattraktiven Umstiegszeiten nicht den gewünschten Nutzen erbringen könnte. Mit der Verlängerung eines Regionalexpress (Wenige Halte) würde ein 30min Takt zwischen Bad Bentheim und Gronau entstehen.

        Würde der RE60 wie in meinem Vorschlag verlängert werden, dann könnte es in Gronau eine überschlagende Wende geben (Nachteil: Man braucht ein Fahrzeug mehr) wodurch Verspätungen nicht sofort an Folgezüge weitergegeben werden.

        Hauptnachteil eines solchen RE wäre im Übrigen, dass teure Fahrzeuge mit internationaler Ausrüstung und Zulassung stundenlang durch Südostniedersachsen fahren, weit weg von der Grenze.

        Das stimmt, jedoch ist dies bei vergleichbaren Linien ähnlich. Meiner Meinung nach sind solche Verbindungen essentiell, so wachsen z.B. die Regionen Twente bzw. Overijssel und die Grafschaft weiter zusammen, obwohl diese direkt neben einander liegen. Man muss natürlich schauen welche Linie/n will man über die Grenze schicken und welche nicht.

        Bin generell offen für andere Konzepte oder Linien, jedoch darf nicht immer alles an einem Infrastrukturausbau und/oder mangels Wirtschaftlichkeit scheitern. Das Ziel des SPNV ist ja grade die Pendlerströme von der Straße auf die Schiene zu verlagern, dafür braucht es auch ein gutes Angebot in ländlicheren Gegenden damit diese schnell in die Ballungszentren kommen und umgekehrt.

        1. Da der Stundentakt sowieso kommt, wird zwischen Rheine und Braunschweig an bestimmten stellen so oder so ausgebaut.

          Das stimmt für den Abschnitt Hannover – Braunschweig einfach nicht, dort besteht schon heute ein Halbstundentakt.

          Das Teilstück zwischen Rheine und Bad-Bentheim bzw. in meinem Vorschlag weiter nach Gronau, müsste dafür an bestimmten stellen auch ausgebaut werden. Dies erachte ich schon als Sinnvoll, da sowohl geplant ist Bad-Bentheim als auch Gronau zu Knotenbahnhöfen auszubauen, es soll in Zukunft dann Verbindungen in allen Himmelsrichtungen geben.

          Ok, spricht ja nichts gegen Knotenbahnhöfe. Aber dafür braucht es keine Direktverbindungen nach Braunschweig. Für Bad Bentheim wäre das sogar schädlich, da die über Bad Bentheim hinaus nach Norden verlängerte Linie Braunschweig – Nordhorn ja verhindert, dass in Bad Bentheim ein Umstieg aus Neunhaus (- Coevorden) erfolgen kann. Die Trasse zum Umstieg ist ja durch den RE belegt. Besser geeignet für dieses Ansinnen wäre eine RB Gronau – Bad Bentheim – Nordhorn – Neuenhaus (- Coeverden), die in Bad Bentheim mit einem Aufenthalt von ca. 10 Minuten den Gegenzug kreuzt und dort in dieser Zeit Umstiege zu und von der RB nach Osnabrück und Hengelo ermöglicht.

          Ich finde es schade das man dann die Linie aus Osnabrück kommend dann in Rheine enden lassen würde, da sowohl Nordhorn als auch Gronau (bei gegebener Streckenreaktiverung) schon größere Städte sind (> 50.000 Einwohner) die schlechte Verbindungen Richtung Süden/Norden haben.

          Dass du es schade findest ist doch kein Argument! Und für besser Verbindungen nach Süden/Norden sorgt dein Vorschlag auch nicht, der erspart nur ein bis zwei Umstiege bei der Fahrt nach Osten. Für eine bessere Verbindung nach Norden/Süden wäre die von mir oben angesprochene RB viel besser geeignet, da sie eine Nord-Süd-Verbindung ermöglicht.

          Vor allem von Pendler werden die Teilbereiche (Rheine <> Osnabrück, Osnabrück <> Hannover und Hannover <> Braunschweig) genutzt. Generell erlebe ich eine sehr hohe Auslastung grade zu Spitzenzeiten.

          Klar, aber eben nicht über diese Teilabschnitte hinaus.

          Es macht dann betrieblich schon Sinn so eine Verbindung zusammen zulegen.

          Nein gerade die Durchbindung in Hannover ist nicht sinnvoll, da sie die Verspätungsanfälligkeit massiv erhöht, ohne, dass es nennenswert durchgehende Fahrgäste gäbe. Hat ja Gründe, dass die HVZ-Verstärker aus Richtung Westen in Hannover enden und nicht auf die ganztägigen T30-Verstärker Hannover – Braunschweig durchgebunden werden.

          Es wäre eine Alternative wenn die RB61 das Flügelkonzept mit den Zielen Nordhorn/Gronau durchsetzen würde (Alternativ Vorschlag von mir). Eine andere Linie müsste dann den Laufweg zwischen Bad Bentheim und Hengelo übernehmen.

          Dass es eine Alternative wäre, sit kein Argument. Was würde diese Alternative für Vorteile bringen? Es gibt keinen durchgehenden Pendelverkehr auf dieser Strecke, für eine RE-Linie wäre das viel zu lang und damit zu unzuverlässig.

          Neue Anschlüsse für die Grafschaft würden sich in Richtung Süden (Münsterland, Coesfeld, Ruhrgebiet und Enschede) ergeben. Für das West-Münsterland würden sich neue Anschlüsse in Richtung Norden/Westen (Grafschaft, Emsland, Rheine, Hannover sowie weiter nach Berlin und Amsterdam durch den FV) ergeben.

          Die oben angesprochene Verbindung Gronau – Bad Bentheim – Nordhorn – Neuenhaus (- Coeverden) wäre für diese Umstiege viel besser geeignet, der verlängerte RE ist ungeeignet.

          Das stimmt, jedoch ist dies bei vergleichbaren Linien ähnlich.

          Es gibt keine vergleichbaren Linien (stundenlange grenzüberschreitende Nahverkehrslinien).

          Meiner Meinung nach sind solche Verbindungen essentiell, so wachsen z.B. die Regionen Twente bzw. Overijssel und die Grafschaft weiter zusammen, obwohl diese direkt neben einander liegen.

          Braunschweig liegt aber in keiner dieser Region, auch Hannover, Minden und Osnabrück liegen dort nicht.

          Man muss natürlich schauen welche Linie/n will man über die Grenze schicken und welche nicht.

          Nein du musst schauen was du hier vorschlägst, den RE 60 über die Grenze zu verlängern ist nicht sinnvoll.

          Bin generell offen für andere Konzepte oder Linien, jedoch darf nicht immer alles an einem Infrastrukturausbau und/oder mangels Wirtschaftlichkeit scheitern.

          Das ist unsinnig, die volkswirtschaftliche Wirtschaftlichkeit muss immer gegeben sein.

          Das Ziel des SPNV ist ja grade die Pendlerströme von der Straße auf die Schiene zu verlagern, dafür braucht es auch ein gutes Angebot in ländlicheren Gegenden damit diese schnell in die Ballungszentren kommen und umgekehrt.

          Ach was, aber das kann man halt unter jeden Vorschlag schreiben.

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