Beschreibung des Vorschlags
Achtung: Gesamte Streckenlänge wird wahrscheinlich nicht korrekt angezeigt.
Dies ist mein erster Vorschlag in diesem Forum. Bewertet ihn gerne und gebt mir ggf. eine Rückmeldung. Auch gerne, wenn der Text zu kompliziert geworden ist. Danke
Hintergrund & aktuelle Situation:
Die Züge zwischen Münster und Rheine sind vor allem in der HVZ teilweise sehr voll. Zudem fallen viele Verbindungen aufgrund diverser Umstände oft aus oder Wagen fehlen. Nachmittags kommt es oft vor, dass die Züge, die Nachmittags in Münster in Richtung Rheine fahren, so voll sind, dass in MS Zentrum Nord keine Leute mehr in den Zug passen und eine Stunde auf den nächsten Zug warten müssen.
Außerdem ist die aktuelle Taktung in diesem Bereich sehr ausbaufähig. In einem Zeitfenster von einer halben Stunde fahren bis zu 4 Regionalzüge, in der folgenden halben Stunde kein einziger.
Abfahrten in Münster in Richtung Rheine:
Jede Stunde um:
– :05 -> RE15 nach Emden (Nur mit Zwischenhalt in Greven und Emsdetten / Einzelne Züge auch mit Zwischenhalt in MS Zentrum Nord, Reckenfeld und Rheine-Mesum)
– :13 -> RB65 nach Rheine (mit allen Zwischenhalten / Nur HVZ)
– :24 -> RE7 nach Rheine (Nur mit Zwischenhalt in Greven und Emsdetten / Am Wochenende nur jede 2. Stunde)
– :31 -> IC nach Emden / Norddeich Mole (ohne Zwischenhalt bis Rheine / Fährt alle 2 Stunden)
– :35 -> RB65 nach Rheine (mit allen Zwischenhalten)
– :36 – :04 -> Kein Zug
In die Gegenrichtung sieht das Ganze ähnlich aus.
Deshalb bietet sich ein zusätzlicher Regionalexpress oder eine Regionalbahn mit Abfahrt um ca. :50 in Münster an.
Linienauswahl:
Ich suche somit eine Linie, welche ca. um 50 in Münster Richtung Rheine abfahren kann und ca. 70 Minuten später wieder in Münster ankommt.
Folgende Linien decken diese Anforderungen ab: Ich habe die Vorteile (+), sowie Nachteile (-) der einzelnen Linien dazugeschrieben:
- RE42 Münster – Essen: Ankunft in MS :50 oder :52, Abfahrt in MS :07, :11 oder :13
+ Hohe Kapazität der Züge (4x Dosto oder 2x Flirt 3)
+ Sehr interessante, neue Ziele für Rheine, Emsdetten und Greven (Neue Verbindung ins Ruhrgebiet)
+ Ausreichender Fahrzeugpark der DB
– Verspätungsanfälligkeit - RB63 Münster – Coesfeld: Ankunft in MS :49, Abfahrt in MS :08
+ Wenig Zugkreuzungen, da der RB63 in MS auf Gleis 2E fährt
– Geringe Kapazität (Oft 1x Talent 1)
– Dieseltriebzüge verbrauchen unnötig Treibstoff auf der Strecke Münster-Rheine - RB89 Münster – Paderborn: Ankunft in MS: 49, Abfahrt in MS :10
+ Wenig Zugkreuzungen, da der Zug in MS auf Gleis 3 oder 4 fährt
+ Hohe Kapazität (2x Vierteiliger Flirt)
– Eurobahn hat aktuell kein zusätzliches Personal
– Verspätungsanfälligkeit auf der Strecke
– Strecke wird so ähnlich bereits vom RE7 bedient -> Wenig neue, interessanten Ziele aus Rheine - RB67 Münster – Rheda-Wiedenbrück: Ankunft in MS: 45, Abfahrt in MS:17
– Zug müsste in MS Hbf wenden
– Es müssten in Münster viele Gleise gekreuzt werden
– Geringe Kapazität (Oft 1x Talent 1)
– Eurobahn hat aktuell kein zusätzliches Personal
– Dieselzug - Zusätzlicher Takt des RB65
– Keine neuen Reiseziele verfügbar
– Eurobahn hat aktuell kein zusätzliches Personal
– Fahrzeugpark der Eurobahn wahrscheinlich zu klein, da bereits aktuell häufig Wagen fehlen
Aufgrund all dieser Umstände habe ich mich dazu entscheiden, eine Verlängerung des RE42 weiter zu verfolgen.
Situation RE42:
Der RE42 verkehrt aktuell halbstündlich von Münster nach Essen und stündlich weiter nach Mönchengladbach. An der Verbindung Münster – Mönchengladbach möchte ich nichts ändern. Dieser fährt in Mönchengladbach immer zur Stunde :22 ab und kommt in Münster genau 2 Stunden später an. Da der RE7 zu dieser Zeit schon nach Rheine verkehrt, habe ich mich nur auf die Verbindung Essen – Münster konzentriert. Der Zug fährt stündlich um :46 ab und ist ca. eine Stunde später um :50 bzw. :52 in Münster. Dieser wartet dann bis :07, :11 oder :13 auf Gleis 14 in Münster, auf die Rückfahrt. Genau diese Verbindung wird von mir im folgenden RE45 genannt, um Verwechslungen mit der Verbindung RE42 (Münster – Mönchengladbach) zu vermeiden.
Fahrplan:
Einen kompletten Fahrplan habe ich hier als PDF hochgeladen.
Kurzfassung: Der neue RE45 wird stündlich von Münster weiter nach Rheine verlängert. Die Abfahrten in Münster sind entweder um :52 oder um :54, je nach dem, ob der RB63 weiter nach MS Zentrum Nord fährt. Er erreicht Rheine um :22 oder um :25, je nach Anzahl der Zwischenhalte. Er wendet dort und fährt dort um :36, :39, :40 oder :43 zurück und erreicht Münster um :07, :08 oder :11 und hat immer 2 Minuten Aufenthalt.
Sonstige Informationen:
In der HVZ soll der Zug an jeder Haltestelle auf dem Abschnitt Münster – Rheine halten, um einen angelehnten 20-Minuten-Takt im zukünftigen S-Bahn Bereich zu realisieren. Am Wochenende und außerhalb der HVZ wird an den Stationen MS Zentrum Nord und MS-Sprakel nicht gehalten, da MS-Zentrum Nord nur ein Verwaltungsstandort ist und MS-Sprakel zu klein. Beide Stationen werden ebenfalls von Stadtbussen bedient.
Der Halt Münster-Albachten muss in Richtung Essen Hbf auf Vier Verbindungen leider entfallen, weil eine Anfahrt in :07 in Münster leider nicht umsetzbar ist, wenn der Zug aus Rheine kommt.
Das Abfahrtsgleis in Münster in Fahrtrichtung Essen muss zwischen Gleis 8 und 9 variieren, damit keime Komplikationen mit den Linien RB64, RB65, FLX und ICE Linien in Richtung Süden zu verhindern.
Maßnahmen zur Umsetzung:
- Es sind keine infrastrukturellen Maßnahmen notwendig.
- Es muss ein weiteres Zugpaar auf dieser Strecke eingesetzt werden, um dieses Angebot zu bedienen. (Aktuell fahren 3 Umläufe, mit der Verlängerung müssten es 4 Umläufe werden)
- Die RB66 nach Osnabrück muss in Münster auf ein anderes Gleis ausweichen, um Platz für die neue Verbindung auf Gleis 8 zu schaffen. Die RB66 kann dann auf Gleis 14 ausweichen, da dies dann frei wird.
- Minimale Fahrplananpassungen auf anderen Linien -> Beschrieben in: Komplikationen
- Da sich der Streckenverlauf zwischen den beiden Angeboten des RE42 unterscheidet, kann man über eine Umbenennung einer Linie nachdenken, um mehr Transparenz zu schaffen. Zum Beispiel RE45 (Ruhr-Ems-Express).
- Linie muss in den Nahverkehrsplan NRW eingefügt werden.
Vorteile:
- Keine infrastrukturellen Maßnahmen nötig. (Alle Gleise und Weichen liegen bereits)
- Der Bahnhof Rheine bietet mit dem Gleis 8 eine gute Wendemöglichkeit, da es bisher nur stündlich von :50-:10 vom RE7 besetzt ist.
- Bei hoher Verspätung kann in Greven auf Gleis 3 die Fahrt beendet und umgedreht werden, sodass die Folgefahrten nicht unter der Verspätung leiden. So können Verspätungen von bis zu 40 Minuten abgefangen werden, ohne den Bahnhof Münster zu blockieren, wenn man von einer Mindestwendezeit von 10 Minuten ausgeht.
- Freie Strecke, da wie oben beschrieben zu dem Zeitpunkt weder Nah- noch Fernverkehr auf der Strecke befindet. (Güterverkehr ausgenommen)
- Die eingesetzten 4 Doppelstockwagen (Aktuell auch 1/3 Umläufen auch 2x Flirt 3) bieten eine hohe zusätzliche, aber wichtige Kapazität für die Strecke (Im Einzugsgebiet leben ca. 150.000 Menschen) -> Deutlich weniger Menschen müssen im Zug stehen (Aktuellen stehen sehr viele Personen auf den wichtigsten Verbindungen oder kommen gar nicht erst in den Zug)
- Direkte Verbindung von Rheine, Emsdetten und Greven ins Ruhrgebiet (Zeitersparnis 10-15 Minuten, Für Reckenfeld und Mesum noch mehr)
- Direkte Verbindung von bisherigen RE42-Stationen zum Wirtschaftsstandort Münster Zentrum Nord (Zeitersparnis: 8 Minuten und kein Umstieg mehr nötig)
- Bessere Taktung und Verbindung kann Autofahrer überzeugen, den Zug zu nutzen.
- Umsteigemöglichkeit vom RE45 zum ICE nach Amsterdam (Zeitersparnis: 18 Minuten)
- In Rheine kann vom IC (Bald ICE) aus Berlin in den RE45 umgestiegen werden.
- Folgende Fahrzeitverkürzungen (Auswahl):
Fahrzeitverkürzungen (Relevante Verbindungen):
- Dülmen – Greven/Emsdetten/Rheine: 10 Minuten
- Dülmen – Münster Zentrum Nord (HVZ): 15 Minuten
- Münster/Greven/Emsdetten – Amsterdam (Umstieg in Rheine): 20 Minuten
- Münster/Greven/Emsdetten -Berlin (Umstieg in Rheine): 10 Minuten
- Amsterdam – Emsdetten/Greven/Münster (Umstieg in Rheine): 15 Minuten
- Reckenfeld/Mesum – Emden (Umstieg in Rheine): 15-20 Minuten
Nachteile:
- Ein zusätzliches Zugpaar inkl. Personal müsste eingesetzt werden (Zuvor 3 Züge, Neu 4 Züge)
- Der Halt Münster-Albachten muss auf dieser Relation in Richtung Essen Hbf 3-4 mal am Tag ausfallen
- Abfahrtszeiten variieren je Stunde um ein Paar Minuten
- Es wären nach meiner Stichprobe nur 64,95% der Züge des RE45 in Münster nach Rheine halbwegs pünktlich abfahrbereit (Zwischen 0 und 8 Minuten Verspätung), mehr dazu unten.
- Folgende mögliche Komplikationen, die jedoch lösbar sind:
Komplikationen:
RE 15 Emden – Münster Hbf
- Manchmal nutzt der RE15 nach Münster in Rheine das Gleis 8, auf dem zu der Zeit der RE45 stehen würde. Dieses Gleis könnte dann vom RE15 nicht mehr genutzt werden und müsste auf Gleis 3-5 ausweichen. Warum Gleis 8 manchmal genutzt wird, weiß ich nicht.
- Lösung: Der RE15 nutzt nur Gleis 3-5.
RB63 Münster Zentrum Nord – Coesfeld
- Dieser fährt zur Stunde um :52 von Münster Hbf nach Münster Zentrum Nord ab. Wenn der Zug eine leichte Verspätung hat, wirkt sich diese auch auf den neuen RE45 aus. Dies sollte allerdings keine großen Folgen haben, da in Rheine genug Wendezeit besteht. In Münster Zentrum Nord fahren die beiden Züge dann auf unterschiedliche Gleise und blockieren sich nicht mehr.
- Lösung: RB63 kommt um :49 in MS Hbf an. Man könnte die Haltezeit von 3, auf 2 Minuten reduzieren. Die RB63 fährt dann um :51 nach MS-Zentrum Nord auf Gleis 2 oder 1. Der RE45 kann dann um :54 weiterfahren und kommt auf Gleis 3 an. Auf der Strecke MS Hbf – MS-Zentrum Nord sind 3 Minuten zwischen 2 Zügen vorgesehen. (Bsp.: RE15 -> Emden, Abfahrt :05 in MS Hbf und, RB64 -> Enschede, Abfahrt :08 in MS Hbf)
RB64 Münster Hbf – Enschede
- Die RB64 fährt jede Stunde um :08 in Münster auf Gleis 4 los. Der RE45 soll manchmal auf Gleis 8 zeitgleich in Münster ankommen. Somit kreuzen sich die Wege in diese Zeit im Gleisvorfeld von Münster. Ein Tausch der Gleise ist nicht wirklich umsetzbar.
- Lösung: Die RB64 fährt erst in den betroffenen Stunden um :09 in Münster los, direkt nachdem der RE45 angekommen ist. Eine Verspätung der RB infolgedessen sollte es nicht geben, da im Fahrplan genug Puffer eingeplant ist. Die Änderung findet max. 8 Mal täglich statt.
Im Verspätungsfall:
Im Verspätungsfall des RE45:
Ich habe mithilfe von Bahn.Expert die Verspätungen des Kurztaktes des RE42 bei Ankunft in Münster innerhalb der vergangen Woche (9.3.26-15.3.26) analysiert. Es gab insgesamt 105 Fahrten innerhalb dieser Woche, die für mich nach dem hochgeladenen Fahrplan weiter bis nach Rheine verlängert werden sollten.
Ich habe dabei folgende Kategorien mit Konsequenzen erstellt:
(A) Max. 3 Minuten Verspätung: Eine Pünktliche Abfahrt (auf die Minute) in Münster in Richtung Rheine wäre (aufgrund der Puffer) möglich.
(B) 4-10 Minuten Verspätung: Verspätete Abfahrt in Münster, aber keine Auswirkungen auf andere Fahrten
(C) 11-15 Minuten Verspätung: Verspätete Abfahrt in Münster, die auch Auswirkungen auf andere Fahrten haben könnte
(D) 16-25 Minuten Verspätung: Zug könnte bis nach Rheine Fahren, allerdings könnte die Folgefahrt leichte Verspätung erhalten
(E) 26-40 Minuten Verspätung: Zug soll nur bis Greven fahren, da eine Weiterfahrt bis Rheine die Folgefahrt zu viel Verspätung aufnehmen würde
(F) Ab 41 Minuten Verspätung: Zug muss bereits in Münster wenden
Dabei waren 25 Züge (23,81%) im Bereich A, 43 Züge (40,95%) im Bereich B, 18 Züge (17,14%) im Bereich C, 9 Züge (8,57%) im Bereich D, 1 (0,95%) Zug im Bereich E, 9 (8,57%) Züge im Bereich F. Zu beachten ist, dass 7 der 9 Züge im Bereich F aufgrund externer Umstände (z.B. Bombenentschärfung in Münster) ausgefallen sind.
Es lässt sich feststellen, dass leider nur 64,95% der Züge mit maximal 8 Minuten Verspätung in Münster Richtung Rheine abfahren könnten. Ich habe mich für die eine Verspätung von 8 Minuten als Grundlage entschieden, weil bei einer Abfahrt um :02 der RE15 immer noch pünktlich in Münster abfahren kann. Während der HVZ, also wenn der RE45 zusätzliche Zwischenhalte einlegt, kann es allerdings zu Rückstau des RE15 kommen.
Verspätungsfall anderer Linien:
Wenn der RB63 auf Coesfeld zu spät in Münster ankommt muss individuell entschieden werden, ob er den RE45 blockiert. Oft fällt der RB63 zwischen MS Hbf und MS-Zentrum Nord schon ab 5 Minuten Verspätung aus.
RE15 muss Verspätet in Rheine nach Münster abfahren:
- Der RE15 fährt spätestens zur regulären Abfahrtszeit des RE45 ab – RE15 fährt zuerst
- Der RE15 fährt min. 5 Minuten nach der regulären Abfahrtszeit des RE45 ab – RE45 fährt zuerst
- Sonst muss individuell entschieden werden
Zukunftsaussichten:
- Im Zielnetz 2040 ist diese Verbindung aktuell nicht verankert. Auf der Strecke Münster – Rheine sind auch keinerlei Verbesserungen zu sehen. Lediglich auf der Strecke zwischen Münster und Recklinghausen soll eine neue RE bzw. RRX Verbindung dazu kommen.
- Diese RE-Linie soll mittelfristig (eventuell nach einem Testzeitraum) in das Nahverkehrsnetz aufgenommen werden und langfristig in das Netz der S-Bahn Münsterland.
Einbindung in die S-Bahn Münsterland:
Laut den aktuellen Planungen der S-Bahn Münsterland verkehrt die Linie S2 mit den aktuellen Zwischenhalten und MS Südkreuz/Preußenstadion zwischen Münster und Dülmen und wird dann als RE42 nach Essen bzw. M’Gladbach durchgebunden. Es ändert sich somit nichts am RE42, außer die Umbenennung zwischen Münster und Dülmen und der neue Zwischenhalt.
Auf der Strecke zwischen Münster und Rheine verkehrt die RB65 zukünftig als S5 und erhält zusätzliche Halte in MS-Coerde, MS Nordkreuz und wird über das Südkreuz bis Hiltrup verlängert.
Der RE45 soll dann die S5 zwischen Rheine und Münster zu einen 20-Minuten-Takt verdichten und an halten Haltestellen halten. Zwischen Münster Hbf und MS-Zentrum Nord entfällt die RB63 und es wird die neue zweistündlich-verkehrende S9 mit stündlicher Verlängerung nach Steinfurt verkehren. Der RE45 könnte dann zwischen Dülmen und Rheine als S2 verkehren.
Zuletzt bearbeitet am: 17.03.26 (20:15)

Sehr gut ausgearbeiteter Vorschlag! Auch als Ortsunkundiger kann ich die Begründung nachvollziehen und die Fragen, die mir einfielen, wurden alle beantwortet, insbesondere den Abschnitt Komplikationen fand ich gut, der fehlt gewöhnlich 🙂
Mit der ausführlichen Beschreibung des Ist-Zustandes sowie der Idee scheint mir der Vorschlag sinnvoll und umsetzbar zu sein. Ich teile die Einschätzung zu den Verstärkerzügen.
Vielen Dank für deinen Kommentar,
Schön, dass du meine Einschätzung teilen kannst.
Ich habe den Abschnitt Komplikationen nun ebenfalls nochmal um einige Lösungsvorschläge ergänzt. Ebenfalls ist der Abschnitt Linienauswahl neu. Ich habe diese Passagen noch abgeändert, um mehr Transparenz in meine Gedanken zur Linie zu schaffen. Ich dachte mir: Falls die Verlängerung irgendwann mal realistisch in die Umsetzung käme, möchte man bestimmt noch wissen, warum ich genau diese Linie genommen habe. Vielleicht kannst du dir die Passagen nochmal durchlesen und deine Meinung abgeben. Ich hoffe es ist nicht zu viel geworden. Danke
Ich find’s toll, dass du dir so viele Gedanken dazu machst.
Bei den Komplikationen würde ich im Sinne von LiniePlus vorschlagen, eine Lösung für diesen Vorschlag zu benennen. Die anderen Ansätze können drin bleiben und wie bei der Linienauswahl verglichen werden, nur sollte ein Vorschlag ein einziges Gesamtkonzept beinhalten. Ist ein bisschen doof, dass man Varianten nicht wirklich darstellen kann, aber an dieser Stelle sollte das, glaube ich, kein Problem sein.
Wenn du zwischen den 3 Möglichkeiten keinen großartigen Unterschied siehst, könntest du das natürlich dazuschreiben. Zu viel wird’s erst, wenn du anfängst, dich zu wiederholen, aber das sehe ich hier noch nicht.
Ich habe mich alternativ jetzt dafür entscheiden, nur noch eine Lösung für das Problem darzustellen. So ist der Text nochmal übersichtlicher und die, meiner Meinung nach, beste Option bleibt. Vielen Dank für deine Mithilfe.
Hi
Ein sehr gut ausgearbeiteter Vorschlag. Super, dass du erklärst, warum sich genau diese Linie gut dafür eignet.
Ich hab aber leider noch nicht ganz verstanden, warum genau die Strecke Rheine – Münster mehr Verkehr braucht. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das nicht ganz stimmt. Eigentlich ist nur die Rb65 überfüllt, der Re7 und vor allem der Re15 sind auf der Strecke nicht so voll. Das könnte z.B. daran liegen, dass diese nicht in Zentrum Nord, Sprakel, Reckenfeld und Mesum halten.
LG!
Hi,
Danke für dein Feedback. Ich bin Pendler auf dieser Strecke und bin meistens entweder mit dem RE15 um 6:55, der RB65 um 7:24, oder dem RE7 um 7:33 morgens in Münster. Der RE15 ist dabei jeden einzelnen Tag voll. In Greven sind meiner Erfahrung nach keine Sitzplätze mehr Verfügbar. Auch wenn der Zug planmäßig Zweiteilig ist. Oft ist es auch so voll, dass sich einige Fahrgäste nicht mehr an den Haltestangen festhalten können. Vor allem, wenn der Zug nur einteilig ist. Die RB65 danach ist planmäßig mit 3x dreiteiligen Flirt Wagen ausgestattet. Also insgesamt 9 Wagen. Wenn diese 9 Wagen zum Einsatz kommen, ist das oft ausreichend. Auch wenn Leute, die in Sprakel einsteigen, stehen müssen. Oft kommt es aber dazu, dass nicht alle 3 Wagen eingesetzt werden. Dann wird es voll. Außerdem liegen zwischen den 2 Zügen 30 Minuten Abstand. Das könnte flexibler sein. Der RE7 danach ist von der Kapazität ausreichend.
Nachmittags sehe ich das in Gegenrichtung ähnlich. Der RE7 hat dort auch eine volle Auslastung aber wer sich anstrengt, findet noch Sitzplätze. Der ist meines Empfindens nach hauptsächlich leer, wenn er so viel Verspätung hat, dass die RB65 vor dem RE7 in Münster abfahren kann. Dann, und auch so schon, ist die RB65 voll. Der RE15 ist meines Empfindens nach immer voll. Wer erst 2-3 Minuten vor Abfahrt einsteigt, findet eigentlich keinen Platz mehr, egal wo. Auch bei Events am Wochenende sind die Züge oft sehr voll, unter anderem weil der RE7 zweistündlich fährt.
Aber genau dann, wenn du feststellst, dass die RB65 überfüllt ist, sollte es doch Sinn ergeben, einen weiteren Zug zu haben, der an allen Zwischenstationen hält, oder nicht?
Also für mich ist diese Verbindung im ÖPNV in der HVZ zwingend notwendig. Am Wochenende ist es mehr ein Wunsch und eine tolle Addition für die Region.
Ich könnte mir, als Ergänzung, auch eine zweistündliche Verlängerung am Wochenende vorstellen. Aktuell fährt der RE7 immer in der geraden Stunde um :24 von Münster nach Rheine. Am Wochenende könnte man den Langtakt des RE42, also Mönchengladbach – Münster, nach Rheine verlängern, damit die Abfahrt jede ungerade Stunde um :24 erfolgen kann. Somit wechseln sich die Linien stündlich ab, was auch ganz Interessant wäre. Allerdings hat dieser Langtakt oft eine hohe Verspätung, im Gegensatz zum Kurztakt Essen – Münster. Deshalb wäre das wahrscheinlich wiederum uninteressant. Außerdem müssten stündlich neue Züge in Münster bereitgestellt werden und können nicht einfach wenden.
Ich würde ganz einfach sagen dass eine dauerhafte weiterführung nach Rheine absolut sinnvoll ist. Es braucht keine abgespeckte Version mit nur in HVZ oder nur am WE alle zwei Stunden. Wenn in den ÖPNV investiert werden soll, dann bitte sinnvoll – und das ist es hier mit nur einem Kurs mehr entlastet man die Strecke Münster – Rheine, die ich aus meiner Erfahrung (vielleicht 4-5Mal, aber trotzdem habe ich einen Eindruck) oft sehr überlastet ist. Und da ist es wahrscheinlich für Menschen an der Strecke einfacher mit einer festen Abfahrtszeit zu rechnen anstatt zu checken ob es doch schon 15 oder erst 14 Uhr ist und der nicht fährt.
Danke für dein Feedback,
Ich finde auch, dass man gut einen Stundentakt machen kann. Vor allem weil die Investitionen nicht wirklich hoch sind. Man benötigt nur einen weiteren Umlauf und keine Infrastrukturmaßnahmen, die viel Geld kosten und erreicht eine deutliche Verbesserung für den ÖPNV im Münsterland.
Zusätzlich muss man sich mal fragen, ab wie viel Auslastung so eine Verbindung sinnvoll ist. Für mich sollte das Ziel sein, dass alle Menschen, die im Zug sitzen möchten, auch sitzen können und relativ flexibel abfahren können. Man kann diese Verbindung meiner Meinung nach schwierig ablehnen, mit der Begründung, dass die meisten Leute ja noch gerade so in den Zug passen, auch wenn sie stehen müssen. Auf diesem Standard müssen wir uns nicht bewegen, deshalb diese Verbindung. Ich hoffe mein Kommentar war jetzt nochmal verständlich.
Hi
Danke für deine Antwort. Zufälligerweise war ich selber am Wochenende nochmal unterwegs und hab da gemerkt, dass du tatsächlich Recht hast. Somit hätte man insgesamt 5,5 Regionalzüge in der Hvz und 4,5 außerhelb dieser. Das erscheint zwar ein wenig zu viel, aber mittlerweile denke ich auch, dass die Strecke das braucht. Sie wird ja kaum vom Fernverkehr befahren und ist zweigleisig, also denke ich, dass da auch infrastrukturell nicht im Weg steht.
Liebe Grüße aus Münster!
Moin,
Danke für deine Antwort. Nach meiner Rechnung sind es in der HVZ 4,33.. Regionalzüge in der Stunde (1x RE15, 1x RE7, 1x RE42/RE45, Alle 3 Stunden 2x RB65, ansonsten 1x) und am Wochenende bzw. außerhalb der HVZ 3,5 Züge (1x RE15, 1x RE42/45, 1x RB65, Alle 2 Stunden 1x RE7). In Anbetracht dieser Zahlen wirkt es auch gar nicht mehr so viel. Wenn die Eurobahn ihr Personalproblem beheben können würde, wären es 5 Züge in der HVZ.
Infrastrukturell sehe ich auf freier Strecke auch keine Komplikationen. Nur der Hauptbahnhof Münster könnte problematisch werden. Aber auch nur im Verspätungsfall. Dafür sind im Fahrplan aber auch kleine Puffer eingeplant.
Grüße zurück aus Münster 🙂
Stimmt, mein Fehler! LG
Update 10.10.25
Inzwischen hat die Eurobahn ein Hochlaufkonzept gestartet, bei dem 6 zusätzliche Fahrten im Berufsverkehr stattfinden. Diese finden aktuell allerdings nur morgens statt. Dies führt allerdings zu erheblichen Komplikationen und macht die Situation meiner Meinung nach bisher sogar schlechter.
Nun gibt es zum Beispiel eine weitere RB65 von Rheine nach Münster, die um 6:51 in Münster ankommt. Dies entlastet aktuell den nachfolgenden RE15, der 5 Minuten später in Münster eintrifft, sodass bereits dort positive Effekte zu spüren sind. Zu diesem Effekt kann es außerdem auch kommen, weil National Express ebenfalls ein Hochlaufkonzept gestartet hat und ein RE7 bereits um 6:33 in Münster ankommt. Also eine Verdopplung der Züge, die zwischen 6:25 und 6:55 in Münster ankommen.
Nun zum Problem: Dadurch, dass die Eurobahn weitere Züge einsetzt, fehlen die Wagen an anderen Stellen. Zum Beispiel bei der RB65, die um 7:24 in Münster ankommen soll. Die, meiner Erfahrung nach, meist ausgelastete Verbindung des Tages. Diese ist bisher mit 3×3 Flirt gefahren, welche auch voll ausgelastet waren. Seit dem Start des Hochlaufkonzeptes fahrt dieser Zug nur noch mit 2×3 Wagen. Im DB Navigator kam auch an keinem Tag bisher die Meldung, dass einige Wagen fehlen. Also scheint dies erstmal Planmäßig zu sein. Diese 2 Wagen sind täglich maßlos überfüllt. Außerdem kommt es dadurch zu deutlich längeren Haltezeiten und Verspätungen von bis zu 10 Minuten. Dadurch verspäten sich natürlich auch Folgezüge. Hier sind die Ankunftszeiten des Zuges RB65 (52309) dieser Woche (Planmäßige Ankunft: 7:24): Mo 7:34, Di 7:31, Mi 7:33, Do 7:31, Fr 7:47 (Quelle: Bahn.expert). An den Fahrtzeiten lässt sich auch gut erkennen, dass an jedem Haltepunkt ab Greven im Durchschnitt 2-3 Minuten gehalten werden musste, weil der Zug viel zu voll war.
Deshalb die diese zusätzliche Linie mit einer Verbindung mit Ankunft um 7:08 in Münster eine notwendige Ergänzung.