Beschreibung des Vorschlags
Für die Umsetzung der Ringlinie wird die Wiedereröffnung der Queichtalbahn benötigt. Diese ehemalige Bahnverbindung zwischen den Kreisstädten Landau in der Pfalz (~50.000) und Germersheim (~21.000) ist schon seit Langem im Gespräch (Antrag als „Ausbaukonzept West-Ost-Korridor“ für den Bundesverkehrswegeplan 2015). Die Strecke würde dabei auf der aktuell ungenutzten Strecke von Lingenfeld bis Landau verlaufen und für die Nutzung durch die Karlsruher S-Bahn entsprechend mit Mittelflur-Bahnhöfen und Oberleitungen in der ortsüblichen Stationsdichte ertüchtigt werden.
Ab Bruchsal würde die bestehende S-Bahn [S33] entsprechend bis zum Hauptbahnhof Karlsruhe verlängert und fortan durch den KVV als Linie [S33] betrieben werden. Am anderen Ende der Strecke in Landau führt die Bahnstrecke dann auf der Maximiliansbahn bis „Winden“ und weicht dort über „Kandel“ nach „Wörth Badepark“ ab, um fortan bis „Karlsruhe Hbf“ auf der Strecke der [S5] zu verkehren und somit den Ring zu schließen.
Die Fahrtdauer auf dem Ring betrüge insgesamt etwa 1h 50min.
Die Fahrzeit würde auf der Verbindung zwischen Germersheim und Landau etwa 25 Minuten betragen, was die aktuelle Fahrzeit mit dem Buss in etwa halbieren würde. Aktuell findet täglich zu den Stoßzeiten ein sehr dichter Individualverkehr auf den parallel verlaufenden Strassen statt. Es gibt einfach kein attraktives Nahverkehrsangebot zwischen den Kreisstädten, denn eine Fahrt mit dem Zug von Landau nach Germersheim dauert mit Umstieg in Wörth am Rhein etwa 1,5h. Der Bus fährt nur selten und benötigt auch etwa 1h. Das ist für eine zu überbrückende Strecke von etwa 20km eine viel zu lange Zeit.
- Karlsruhe > Bruchsal ~ 15min
- Bruchsal > Germersheim ~ 25min
- Germersheim > Landau ~ 25min
- Landau > Winden ~ 15min
- Winden > Wörth ~ 15min
- Wörth > Karlsruhe ~ 15min
Fahrzeugpark:
Bei einer Taktung von 30min würden so 8 Züge der Zweisystem-Stadtbahnfahrzeuge „ET 2010“ von Bombardier zum Einsatz kommen – 4 je Fahrtrichtung im Ring.
Die folgenden Anschluss-Beschreibungen erfolgen von Karlsruhe aus gesehen gegen den Uhrzeigersinn:
Der Bahnhof Landau böte dem Reisenden direkte Anschlüsse nach:
- Karlsruhe [RE6] [RE 21] [RB51]
- Kaiserslautern [RE6] (zum Berufsverkehr)
- Neustadt an der Weinstraße [RE6] [RE 21] [RB51] [RB53] [A34 (SNCF)]
- Pirmasens [RB55]
- Weißenburg/Wissembourg [A34 (SNCF)] [RB53]
Für die Stadt Landau selbst ergäbe sich daraus zudem eine direkte Verbindung zum EKZ Bornheim welches auch das Stammhaus der Hornbach-Baumärkte beherbergt. Aktuell ist dieses sehr beliebte Einkaufszentrum nur sehr umständlich via ÖV zu erreichen.
Der Bahnhof Germersheim böte dem Reisenden direkte Anschlüsse nach:
- Karlsruhe (über Mannheim > Heidelberg > Bruchsal) [S4]
- Karlsruhe (über Wörth) [S51] [S52]
- Karlsruhe (über Graben-Neudorf) [RE4]
- Ludwigshafen und Mannheim (über Speyer) [S3] [S4] [RB49 (BASF Werklinie)]
- Mainz (über Ludwigshafen) [RE4]
- Bruchsal (über Mannheim > Heidelberg) [S3]
- Wörth am Rhein [RB49 (BASF Werklinie)]
Weitere Umsteigebahnhöfe wurden namentlich hervorgehoben.
Update: Ringlinie
Ich finde den Gedanken diese Linien als Ringlinie verkehren zu lassen sehr interessant. Es entstünde tatsächlich ein (sogar persönlicher) Mehrwert für die Region. Danke dafür an @LSP für den Gedanken. Ich habe es daher grad fix in der Mittagspause in den Plan aufgenommen.
Sie [S33] würde somit – aus Karlsruhe kommend, an der Haltestelle „Alte Bahnmeisterei“ in Wörth dem Verlauf aktuellen [S5] bis „Wörth Badepark“ folgen und anschliessend über Kandel > Winden > nach Landau führen. In Winden ergäbe sich somit auch ein direkter Anschluß an die [RB54] nach Bad Bergzabern.
Presseartikel zu diesem Thema:
www.rheinpfalz.de
www.wochenblatt-reporter.de

Könnte man machen aber, wäre eine schnelle Anbindung an Karlsruhe nicht eher über Kandel (mit elektrifizierung) nicht schneller?
Primär geht es bei dieser Verbindung um den Lückenschluss zwischen Landau und Germersheim. Von Landau sowie Germersheim kommt man etwa alle 30min nach Karlsruhe. Allerdings sind die Anschlüsse durch die unterschiedlichen Netzbetreiber derart schlecht aufeinander abgestimmt, dass man so etwa 1,5h zwischen den beiden Orten braucht.
Im Prinzip (scrollt man die Karte etwas weiter heraus) ist es ein offensichtlicher Lückenschluss innerhalb dieser Metropolregion (Metropolregion Rhein-Neckar) mit 2.403.537 Millionen Einwohnern.
P.S.: Man könnte auch eine Regionalbahn pendeln lassen, aber da die Karlsruher S-Bahn qualitativ hochwertigere Angebot darstellt, habe ich mich dafür entschieden. Gerade in den kalten Tagen dieses Jahres sind in der Region primär die Regionalzüge der Bahn ausgefallen. Die S-Bahnen und der A34 der SNCF fuhren größtenteils zuverlässig weiter.
OK aber eine Verbindung über Kandel wäre wiegesagt schneller und Zeitsparender aber man könnte auch ein Konzept aus beidem überlegen.
PS. Wieso genau wurde mein Kommentar davor abgelehnt?
Eigentlich hast Du recht. Ich denke als Ringstrecke wäre sie sogar noch wertvoller. Ich arbeite das mal zusätzlich aus nach Feierabend.
gibt´s schon als vorschlag…
Mein Vorschlag befindet sich noch in der Erarbeitungsphase und ist somit regelmässigen Änderungen unterworfen. Er hat sich seit dem deutlich weiter entwickelt.
Der besagte Teilabschnitt ist zwar der für die Umsetzung benötigte Neubau-Bereich meiner Linie, doch geht der Vorschlag weit darüber hinaus.
Jetzt bin ich wirklich überrascht! Du hast gerade erst verkündet, dass wir deinen Account und deine Vorschläge löschen sollen, und am selben Tag erstellst du einen neuen und gut ausgearbeiteten Vorschlag? Wie soll man das nun verstehen?
Ich sehe keinen Grund diesen Vorschlag und deinen Account zu löschen. Wenn du es willst, dann werden wir dass natürlich machen (Nicht ich, ich weiß nicht, wie das geht, aber andere), aber warum gibst du dir dann noch so viel Mühe für diesen Vorschlag?
Da habe ich mich auch etwas gewundert. Aber…
Er wollte das weil er dachte das seine er hier irgendwie auf ne Halbsperre gesetzt wurde (Kommentare freischalten usw.) aber dann hat Intertrain im erklärt das bei eigenen Vorschlägen Kommentare nun mal durchgehen und bei „fremden“ sie erst moderiert werden.
Das ist eigentlich ganz einfach: Es gab – seit meiner Bitte vor zwei Tagen – ein wenig interne Kommunikation. Ich wurde gebeten diesen Schritt noch einmal zu überdenken, da man es schade finden würde meine Vorschläge löschen zu müssen, da sie interessant seien.
Mein Beweggrund zu gehen war ja, dass Ihr ein bewehrtes System habt diese Community zu administrieren und das war für mich ok. Nach dem ich dann aber – anhand einiger genannter Beispiele – feststelle, dass ebenjenes System offensichtlich von meinen Erwartungen abweicht, entschied ich mich, den Weg mit dem geringsten Widerstand für alle zu gehen und mich zu verabschieden. Da ich ja gerade erst ein paar wenige Tage an Board war nahm ja ich nicht an, dass man mich bereits bitten würde zu bleiben oder Ähnliches. Zudem verfolgte ich auch den Kommunikationsverlauf, in Bezug auf die von mir hinterfragten Vorgänge.
Nicht dass ich das jetzt überbewerten würde, aber zumindest sehe ich einige meiner Entscheidungskriterien als hinreichend – durch das Folgegeschehen und meine Selbstreflexion – entwertet, um einen neuen Anlauf zu versuchen. Versuch macht kluch.
BTW: Ist es irgendwie möglich derlei Kommunikation via E-Mail/Messenger zu führen? Ist ja eigentlich themenfremd in Bezug auf den Vorschlag 🙂
Jetzt mal Klartext: Gehts du nun oder nicht?
Steht doch im Text?!
zumindest sehe ich einige meiner Entscheidungskriterien als hinreichend – durch das Folgegeschehen und meine Selbstreflexion – entwertet, um einen neuen Anlauf zu versuchen. Versuch macht kluch.
Es freut mich, dass du dich zum Bleiben entschlossen hast. Ein paar Anfangsschwierigkeiten können immer mal passieren, da sollte man aber keine große Sache draus machen. Und natürlich muss man auch damit leben, dass bestimmte Dinge, wie auch Vorschläge, nie allen gefallen. Wenn man mit sowas an die Öffentlichkeit geht, muss man daher auch mit Widerstand oder Diskussionen rechnen. Unsere Plattform kann dir aber ein gutes Werkzeug sein, um deine Ideen weiter zu verbessern. Es ist eine Sache sich selbst über Vekehrsfragen Gedanken zu machen, aber in der Diskussion mit anderen können oft noch viele weitere Aspekte angesprochen werden, mit denen du deine Ideen perfektionieren kannst. Eine Veröffentlichung von Ideen auf Linie Plus kann daher eine ideale Generalprobe sein, bevor man damit an die breite Öffentlichkeit wie Presse oder Politik tritt.
Vielleicht macht es dir aber auch nur einfach Spaß Vorschläge zu erstellen ohne weitere Gedanken, in jedem Fall kannst du dafür gut Linie Plus nutzen. Für weitere Fragen können wir aber auch gerne das Forum nutzen. 🙂
Letzteres wird genau mein Anwendungsgebiet sein. Danke für die nette Einladung dazu 🙂
Zunächst einmal ein Hinweis an Herrn Conrad: Anmerkungen zu Usern gehören hier nicht hin! Wir wollen sachlich über den jeweiligen Vorschlag diskutieren bzw. Standpunkte austauschen.
Ich halte den Vorschlag einer Ringlinie nicht für sinnvoll. Zunächst ist es so, dass Fahrgäste immer nur einen Teil der Strecke nutzen. Aus meiner Sicht ist es besser, wenn für Fahrgäste mehr umsteigefreie Verbindung entstehen. Mit Ringlinien ist das meist nicht oder nur teilweise der Fall.
Ich möchte aber auf die Teile der Strecken noch einmal näher eingehen und meine Ablehnung begründen.
Karlsruhe – Bruchsal:
Aktuell hält die S3 nur wenige Male am Tag in Weingarten und Untergrombach, obwohl z. B. Weingarten ein größerer Ort mit rund 10.000 Einwohner ist und der Verkehrsbedarf Richtung Heidelberg und Mannheim erheblich größer ist, als nach Menzingen und Odenheim.
Dies wird u. a. damit begründet, dass die Streckenauslastung so hoch ist. Das stimmt zwar grundsätzlich, ist aber trotzdem nur ein vorgeschobener Grund. Denn würde die S3 in den 2 Orten immer halten, würden zwar vermutlich erheblich mehr Fahrgäste aus den Orten die S-Bahn nutzen. Die Wirtschaftlichkeit der Stadtbahnlinien S31/S32 ist aber dann auf diesem Teil der Strecke (Karlsruhe -Bruchsal) wohl kaum noch gegeben, weil die allermeisten Fahrgäste der Strecken aus Menzingen und Odenheim in Richtung Karlsruhe heute bereits in Bruchsal aussteigen.
Bevor also eine S-Bahn nach Germersheim / Landau dort fährt, sollte zunächst die S3 zumindest in den genannten Ortschaften immer halten. Aktuell ist geplant in 2-3 Jahren stündlich eine S-Bahn halten zu lassen. Die 2. S-Bahn pro Stunde soll weiterhin die Orte nicht bedienen. Diese S-Bahn hat aber klar vorrang – vor eine Linie nach Landau.
Eine weitere Linie ist schön, aber kaum umsetzbar, auch wegen der starken Auslastung der Gesamtstrecke Bruchsal – Karlsruhe (durch Fern- und Güterverkehr und den „langsamen“ Stadtbahnverkehr).
Bruchsal – Landau:
Ein Gutachten hat erst im Herbst festgestellt, dass die Fahrgastzahlen auf dem Abschnitt Germersheim – Landau für eine Reaktivierung der Strecke nicht ausreichen. Eine Reaktivierung der Strecke Germersheim – Landau ist für diese Linie bzw. diesen Weg wohl daher auf absehbarer Zeit nicht umsetzbar.
Selbst mit einer Verlängerung von Bruchsal nach Karlsruhe sind die Fahrzeiten kaum kürzer als wenn Fahrgäste in Germersheim in die „langsame“ Stadtbahn Richtung Karlsruhe umzusteigen.
Landau – Winden:
Auf diesem Abschnitt fahren bereits 3 Linien. Der RE (Kaiserslautern -) Neustadt – Karlsruhe, die RB Weißenburg – Neustadt sowie die RB Karlsruhe – Neustadt. Keine der Linien würde ich verändern wollen. Zumal in naher Zukunft geplant ist, dass die RB Weißenburg – Neustadt nach Straßburg verlängert werden soll. Hier gibt es einfach wichtiger Projekte.
Winden – Wörth:
Die Stecke ist aktuell nur 1-gleisig. Ein Ausbau wird zwar seit Jahren gewünscht, gestaltet sich schwierig (auch wenn aktuell ein Teilausbau zwischen Kandel und Winden geprüft wird).
Bei einer 3. Linie auf der Strecke halte ich es für besser z. B. die Linie von Bad Bergzabern nach Karlsruhe zu verlängern und so in Winden eine Umsteigemöglichkeit von der RB Weißenburg – Neustadt in Richtung Karlsruhe zu schaffen. Somit wären 3 Reisemöglichkeiten pro Stunde auf der Strecke Neustadt – Karlsruhe (wenn auch 1x mit Umsteigen) möglich.
Die heutige Infrastruktur (Winden – Bad Bergzabern) hat noch eine Lücke, so dass zumindest alle 2 Stunden(pro Richtung) ein solcher Zug zusätzlich auf das Gleis gebracht werden könnte. Auch die Umsteigemöglichkeiten in Winden zur Weiterfahrt von Neustadt in Richtung Karlsruhe würden passen. Für die Fahrgäste wäre eine solche Linienführung – zumindest in den Hauptverkehrszeiten – sinnvoller, weil hier eine weitere Direktverbindung nach Karlsruhe besteht und zudem eine günstige Umsteigemöglichkeit für die RB nach Weißenburg und umgekehrt.
Wörth – Karlsruhe Hbf:
Auch hier kommen wir bald an die Kapazitätsgrenzen.
Aktuell fährt hier der RE (Kaiserslautern -) Neustadt – Karlsruhe, die RB Karlsruhe – Neustadt sowie die Stadtbahn Wörth – Karlsruhe bzw. Germersheim – Karlsruhe. Letztere allerdings nicht zum Hbf, sondern ins Zentrum von Karlsruhe. Allerdings fahren die Stadtbahnen auch über die Rheinbrücke.
Hier sind aber in den nächsten Jahren stündlich weitere Verbindungen Germersheim – Karlsruhe (S3) sowie Straßburg – Wörth – Karlsruhe geplant. Zum Hauptbahnhof sind das also mindestens 4 Linien pro Stunde. Ganz nebenbei ist auf dem Streckenabschnitt auch noch Güterverkehr.
Derzeit wird die Strecke Wörth Bahnhof – Wörth Badepark von der AVG mit der Stadtbahn betrieben. Es ist anzunehmen, dass für eine Fahrt mit der S-Bahn dort erhebliche Anpassungen an der Strecke bestehen. Auch ist die Frage, ob die Elektrifizierung für 750 V oder für 15.000 Volt erstellt wurde und somit die Strecke für die S-Bahn überhaupt nutzbar ist. Ob der Kurvenradius der Strecke für „normale“ Bahnfahrzeuge geeignet ist, ist auch mehr als fraglich.
Das Befahren von Stadtbahnfahrzeugen der ganzen Strecke ist auch nicht sinnvoll. So ist die Geschwindigkeit der Fahrzeuge für „normale“ Bahnstrecken einfach viel zu gering. Hinzu kommt, dass immer noch sehr viele „Museumsfahrzeuge“ durch die AVG eingesetzt werden. Ein ebener Einstieg ist auf einigen Strecken noch immer nicht möglich. Fahrradabstellplätze gibt es nur teilweise – und wenn es solche gibt, dann viel zu wenig und meist auch keine Befestigungsmöglichkeit. Diese Fahrzeuge sind für kurze Strecken im Stadtbereich (oder wie hier auf kurzen Strecken innerhalb des Nachbarorts) geeignet, nicht aber für solche lange Strecken. Das wäre selbst zu den heute noch eingesetzten Dieselfahrzeugen eine erhebliche Verschlechterung. Nicht ohne Grund musste bzw. muss die AVG nun gerade im Badischen einige Stadtbahnlinien an einen anderen Betreiber abgeben.
Auf der Strecke Wörth – Germersheim wird in naher Zukunft eine Stadtbahnlinie durch die Weiterführung der S-Bahn (S3) ersetzt. Dies hat auch seine Gründe. Die Fahrgastzahlen der Stadtbahn sind hinter den Erwartungen (vermutlich auch durch die lange Fahrzeit bzw. die fehlende Direktverbindung zum Karlsruher Hbf) zurückgeblieben.
Fazit:
Der Nutzen für die Fahrgäste dürfte überschaubar sein. Es sind erhebliche Investitionen auf den Strecken nötig. Allein das Offensichtliche wie die Elektrifizierung Wörth – Landau – Germersheim oder den Bereich der Stadtbahnlinie Wörth Badepark – Wörth Bf dürfte erheblich sein. Hinzu kommt die Sanierung der Schienenstrecke Germersheim – Landau und der Kapazitätsengpass Karlsruhe – Bruchsal.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass in absehbarer Zeit weitere Linien von der AVG abgegeben werden. Außerdem ist die Linie Wörth Badepark- Karlsruhe Zentrum durchaus sinnvoll und für einen Stadtbahnbetrieb aufgrund der Kürze gut geeignet.
Keine der heutigen Linien würde verändern wollen – allenfalls noch Bruchsal – Landau. Und hier sagt die Kosten-Nutzen-Analyse keinen guten Wert voraus. Auch das muss man (leider) anerkennen. Selbst wenn aber diese Linie ein positives Ergebnis hätte, wäre eine Weiterführung von Landau in Richtung Neustadt sinnvoller, als zurück in Richtung Süden.
Zudem sind die Umsteigemöglichkeiten in der Pfalz heute recht gut auf andere Linien abgestimmt. Gerade bei den Stadtbahnen ist das regelmäßig nicht der Fall. Mit der neuen S-Bahnlinie müssten diese erst einmal durch neue (ähnlich gute) erstellt werden.
Zu guter Letzt, sind für das Südpfalz-Netz mittlerweile Akkutriebwagen bestellt worden. Auch die Linienvergabe hat nach meiner Kenntnis bereits stattgefunden. D.h. zwar nicht grundsätzlich, dass keine Veränderungen möglich sind – aber diese müssen sehr gut begründet sein. Und das sehe ich hier nicht. Größere Veränderung sind also erst in 15-20 Jahren denkbar.
Ich empfehle für den Streckenabschnitt Landau – Germersheim das Konzept von dem User „Vrobix“ https://extern.linieplus.de/proposal/reaktivierung-landau-germersheim/
Die Chancen für eine Umsetzung halte ich für erheblich höher, u. a., weil die Investitionen sich im Wesentlichen auf die Strecke Landau – Germersheim beschränken. Lediglich 1-2 Ausweichstellen sind auf weiterführenden Strecken erforderlich und natürlich weitere Fahrzeuge. Hinzu kommt, dass für diesen Vorschlag ein richtiger Mehrwert für Benutzer des ÖPNV entsteht, den ich bei der Ringlinie für die große Masse an Fahrgästen (leider) nicht sehe.