Beschreibung des Vorschlags
Die Gemeinde Hamberge im Kreis Stormarn, mit ca. 1900 Einwohnenden, ist einer der wenigen unmittelbaren Vororte Lübecks ohne (regelmäßige) direkte Busverbindung in deren Innenstadt sowie zum ZOB. Bad Schwartau (20.000 EW), Stockelsdorf (16.000 EW), Sereetz (4000 EW), Klein Wesenberg (750 EW), Krummesse (1600 EW), Groß Grönau (3800 EW), Herrnburg (5300 EW), Selmsdorf (3000 EW), Dassow (3900 EW) sowie Niendorf (2600 EW) verfügen allesamt über eine mindestens stündlich verkehrende, umstiegsfreie Anbindung an das Lübecker Stadtzentrum – entweder unmittelbar durch die Stadtwerke Lübeck Mobil oder durch Regionalbusse.
Derzeit die einzige Möglichkeit von Hamberge nach Lübeck mit dem ÖPNV zu kommen, ist die Linie 8130 der Autokraft zwischen Reinfeld und Lübeck-Buntekuh. Möchte man jedoch weiter, ist bislang ein Umstieg an der Haltestelle Buntekuh nötig (bis auf einmal täglich gegen 8 Uhr morgens), was eine deutliche Hürde für die Nutzung des Busses darstellt. Daher sieht mein Vorschlag vor, die bislang an der Haltestelle Hamburger Straße endende Linie 6, die von dort aus nach Lübeck-Blankensee startet, einmal in der Stunde in westliche Richtung zu verlängern, um diese Lücke im Netz zu schließen. Diese würde zwischen der Lübecker Stadt- und der Hamberger Gemeindegrenze lediglich die Haltestelle Poggenpohl anfahren, da die Siedlungsdichte in diesem Abschnitt sehr gering ist. Die Haltestellen Hohenstiege und Autobahnbrücke würden weiterhin durch die Linie 8130 bedient werden.
Da es in Hamberge keine Wendemöglichkeit für Busse gibt, würde die 6 noch darüber hinaus in den Lübecker Ortsteil Reecke verkehren, der bisher über keine Busanbindung verfügt. Das dortige Gefallenendenkmal wird von einer Schotterstraße umrundet, welche zu einer Endhaltestelle für Busse umgebaut werden könnte, ähnlich wie in Groß Parin (Linie 10) oder in Gothmund (Linie 12). Da die Straßen von und nach Reecke jedoch ziemlich eng sind, was einen Begegnungsverkehr mit Bussen merklich erschweren würde, schlage ich eine Einbahnstraßenregelung im Ziegeleiweg sowie in der Salzwiese vor. Aufgrund der Siedlungsstruktur von Reecke dürfte sich dadurch kaum ein Nachteil für die Anwohnenden ergeben.
