Beschreibung des Vorschlags
Es gab schon einige Ideen für eine S-Bahn nach Velbert, aber Velbert hat den Nachteil, dass Velbert-Mitte um einiges höher als Velbert Tal (Langenberg und Neviges) liegt, um genau zu sein, etwa 100 m. Deswegen möchte ich, dass die Bahn erstmal eine Art Karussell fährt, d. h., nachdem sie aus der Prinz-Wilhelm-Bahn (Essen-Velbert-Langenberg-Wuppertal) abzweigt, soll sie mehrmals im Kreis fahren, um sich so bergauf zu schrauben. Diese Schraube soll 200 m Radius (Mindestradius bei Nebenbahnen sind 180 m, bei Hauptbahnen 300 m), d. h. 400 m Durchmesser haben. Kaum hat sich die Bahn hoch geschraubt, fährt sie entweder auf die Niederberbahn bei EMKA auf oder fährt in einen S-Bahn-Tunnel unter der Friedrich-Ebert-Straße, der zwei unterirdische Bahnhöfe am Willy-Brandt-Platz und am ZOB hat, was optimale City-Erreichbarkeit und Umsteigebeziehungen zum Busverkehr bedeuten. An der Eulenbachbrücke stößt diese auf die Niederbergbahn.

Das sieht mir mal wieder nach einem sehr „kreativen“ Vorschlag von dir aus ums mal so zu sagen.
Auf die Wirtschaftlichkeit und die Sinnhaftigkeit einer solchen Konstruktion inklusive Tunnel gehe ich mal nicht ein, stelle aber mal die Frage, ob bei solchen geologischen Schwierigkeiten nicht eine Zahnradbahn (wie in Stuttgart) einen größeren Nutzen hätte. Wenn überhaupt käme ja nur eine Stichstrecke in Frage, die so von einer Bahn bedient werden könnte. Wenn der Busverkehr so ausgelastet sein sollte, dass es unbedingt einen besseren Anschluss bedarf könnte das noch die eheste Lösung in meinen Augen sein.
Oh Gott! Eine solche Spirale kannst du auf deiner Modellbahn bauen, um mit den Zügen eine Etage höher zu kommen.
Wie unlogisch eine solche Strecke ist, kannst du schon daran erkennen, wie viel Kilometer Strecke du errichten müsstest. Diese Kilometer in die Landschaft geschlängelt, zwecks künstlicher Höhengewinnung, würde vermutlich jede Menge weiterer Orte erschließen, aber nein, du baust lieber eine Spirale! Ich frage mich, ob du das wirklich ernst meinst, oder uns veräppeln willst. Das wirst du jetzt wahrscheinlich wieder vehement bestreiten, aber wer soll dir das noch glauben, wenn immer wieder sowas kommt. Deinem Verhalten nach muss man davon ausgehen, dass du und veräppelst.
Hinzu kommt, dass du nach dieser Spirale auch noch in den Tunnel gehen willst. Das könnte man auch ohne diesen Unsinn. Dann läge der Tunnel halt etwas tiefer.
Ich will niemanden veräppeln, ich habe nur drüber nachgedacht, wie man die Niederbergbahn schneller an die Prinz-Wilhelm-Bahn anbinden kann und so ein Bild von so einer Spirale habe ich meine ich schon irgendwo mal gesehen. Auch hat jemand anderes eine so direkte Strecke vorgeschlagen und du hast ihm auch geraten, dass es nicht so einfach möglich ist, auf 2,5 km Strecke 120 m Höhe zu überwinden.
Eine andere Möglichkeit wäre natürlich, südlich von Tönisheide eine Verbindung zu schaffen. Die Linie 649 braucht jetzt auch nur 15 Minuten von Velbert nach Neviges, sodass man dazwischen nicht unbedingt diese Spirale in die Landschaft setzen müsste. Das Problem ist nun einmal, dass Velbert-Mitte 100 m bis 120 m höher als Velbert-Tal liegt. Und um 100 m Höhenunterschied zu überwinden, bedarf es natürlich bei sagen wir 40 Promille 2,5 km. Will man weniger Promille, wird die Entwicklungsstrecke natürlich entsprechend länger. Die Formel: Quadratwurzel aus ((Höhenunterschied in m * 0,001)^2 + (Höhenunterschied in m / Steigung in Promille)^2) = Entwicklungslänge in km. Aber ich kann natürlich versuchen diese 2,5 km anders einzuzeichnen.
Wenn ich jemandem schreibe, dass seine vorgeschlagene Strecke zu steil ist, heißt das doch nicht, dass eine solche Spirale nötig ist! Es sollte nur heißen, dass es so nicht geht und eine andere Route vorzuschlagen wäre.
Eine direkte Strecke nach Velbert müsste wegen der Höhenunterschiede eben gewisse Umwege in Kauf nehmen, so wie diese hier.
Ja das leuchtet ein. Übrigens es heißt nicht Velberg, sondern Velbert und in der Stadt hat meine Oma gelebt, bis sie dann vergangenes Jahr im November im Alter von 88 Jahren gestorben ist. Deswegen kenne ich mich in der Ecke aus. Aber Ulrich habe ich mich verrechnet (also was die Entwicklungslänge betrifft) oder nicht, weil aus meiner Studienzeit in Wuppertal kenne ich diese Formeln, das hatten wir in Bahnsystemtechnik. Und Steigung weiß ich, ist das Verhältnis zwischen Höhenunterschied und der Strecke die in der Ebene zwischen den Punkten zurückgelegt werden würde. Ein Bogen wäre nötig, entweder als Spirale zwischen Neviges und Velbert-Mitte oder über Wülfrath (kostet aber verdammt viel Fahrzeit zwischen Velbert und Wuppertal) oder südlich von Tönisheide direkt auf die Prinz-Wilhelm-Bahn. Möchte man 100 m mit 33,3 Promille (wie sie z. B. bei der Steilrampe Erkrath-Hochdahl vorliegt) überwinden, dann wären 3 km Entwicklungsstrecke nötig. Aber so eine Spirale bietet den Vorteil, dass sie einmal eingelenkt mit einer durchgehenden und auch hohen Geschwindigkeit durchgefahren werden kann, sodass sie recht zügig und schnell den Höhenunterschied überwindet. Aber dafür passt sie nicht immer besonders gut in die Gegend. Vielleicht wäre auch eine S-Bahn mit Zahnradantrieb möglich, da sie mehr Steigung schafft. Aber das ist alles Spekulation.
Nur Fakt ist der Umweg über Wülfrath bedeutet eine S-Bahn von Velbert nach Wuppertal, die weit aus länger als 30 Minuten und damit länger als der heutige SB66 bräuchte. Mit so etwas kann man nicht unbedingt den VRR beeindrucken, wenn man die dazu bringen möchte die Strecke zu reaktivieren. Manchmal bedarf es dann im bergigen Gelände dann eben kostspieligeren Lösungen mit z. T. auch Tunneln.
Wenn du schon einen Tunnel für Velbert planst, dann überlege doch lieber, wie tief die Stationen liegen müssten, wenn du ohne diese Spirale, auf kurzem Weg dorthin zielst. Das geht ja schließlich, die Stationen müssten nur relativ tief liegen.
(Für „Velberg“ entschuldige ich mich, ich korrigiere es.)
‚Mit so etwas kann man nicht unbedingt den VRR beeindrucken‘
Meinst Du jetzt ernsthaft, dass Du mit so nem Spiraltunnel den VRR ‚beeindrucken‘ kannst? Das einzige was daran beeindruckend ist, ist die Ignoranz gegenüber dem Terrain. Mir sind da ned im Albula und auf solche Ideen würde kein Tunnelbauer mehr jemals kommen, erst recht nicht für so ne Strecke.
Ich denke die Spirale deattraktiviert die Strecke deutlich.
Ich schließe mich an: Bautechnisch höchst interessant, aber da wir ja vorhatten, Vorschläge zur Verbesserung des ÖPNV einzubringen, ist der Vorschlag eher der Kategorie „Fantasiemüll“ einzuordnen.
Löschen würde ich den Vorschlag aber bitte nicht.
Jetzt möchte ich noch erläutern, warum eine solche Verbindungs-NBS zwischen Velbert-Mitte zur S9 auf der Strecke zwischen Neviges und Langenberg aus ÖPNV-Gesichtspunkten keinen Sinn macht, selbst wenn in der Region alles flach & eben wäre und keine Steigung existieren würde.
Ich denke, das dies vielleicht nicht jedem klar sein könnte und hoffe, dass sich der geneigte Leser folgendes einmal vor Augen führt. Stellen wir uns also ruhig einmal vor, die Spirale wäre nicht notwendig, es gäbe keine Steigung.
Eine solche Verbindungsstrecke wäre dann trotzdem unangebracht, weil…
[Strecke Velbert Mitte – Neviges ist unnötig] …der Bahnverkehr zwischen Velbert-Mitte einerseits und Wuppertal bzw. Mettmann/Düsseldorf andererseits nicht auch noch über Velbert-Neviges (ca. 19.000 Einwohner) abgewickelt werden soll, sondern über Wülfrath (ca. 43.000 Einwohner). Wülfrath soll ja auch in den Genuss kommen, Anbindung an einen regionale, durchgebundene Bahnlinie zu erhalten. Neviges hat schon einen Bahnanschluss mit S9 und RE49. Das habe ich in den Kommentaren zu diesem Vorschlag noch ausführlicher erläutert.
[Strecke Velbert Mitte – Langenberg ist unnötig] …die Velberter kaum schneller sind auf dem Weg nach Essen, wenn sie mit einer Bahnlinie von Velbert Mitte über Langenberg nach Essen fahren im Vergleich zu einer Bahnlinie, die von Velbert Mitte über Heiligenhaus und Essen-Kettwig nach Essen verkehrt, die erschließungstechnisch mehr Sinn macht und kostengünstiger zu realisieren wäre. Zur Verdeutlichung ein auf Schätzungen basierter Fahrtzeitvergleich: Bahnlinie A Velbert Mitte – Langenberg – Essen (Fahrtzeit: ca. 32 Minuten); Bahnlinie B Velbert Mitte – Heiligenhaus – Kettwig – Essen (Fahrtzeit: ca. 38 Minuten). Hinzu kommt, dass zwischen Velbert Mitte und Langenberg eine Verbindungs-NBS notwendig ist, wenn man dagegen mit Bahnlinie B auf der Niederbergbahn bleiben kann. Es geht noch weiter: mit Bahnlinie B wird Heiligenhaus noch zusätzlich und auch gut erschlossen (knapp 30.000 Einwohner). Mit Bahnlinie A wird der Zugverkehr in Langenberg, Kupferdreh etc. überdimensioniert, da von dort bereits nach Essen Linie S9 und RE49 verkehren. Diese Linien reichen schon heute aus, um den Bedarf von Langenberg/Kupferdreh nach Essen zu decken. Wozu also dort noch die Bahnlinie A? >> bei Vorschlag A handelt es sich auch um eine deutliche Fehlallokation von ÖPNV-Leistungen.
[Neubaustrecke Velbert-Mitte – Kupferdreh] …eine NBS zwischen Velbert-Mitte und Kupferdreh viel besser wäre, als eine Verbindungs-NBS von Velbert-Mitte zur Trasse der S9/RE49. Die NBS zwischen Kupferdreh und Velbert-Mitte hat Bahn4Future mit diesem Vorschlag hier eingebracht. Mir gefallen zwar teure NBS weniger gut, deshalb habe ich ja ein Konzept erstellt, bei dem die Bahnlinien auf der Niederbergbahn bleiben, aber wenn es eine NBS in der Region geben sollte, dann am ehesten zwischen Velbert-Mitte und Kupferdreh. Man solle doch bitte auch hier die Fahrtzeit schätzen: bei einer NBS zw. Velbert-Mitte u. Kupferdreh benötigen Fahrgäste gut 20 Minuten, um von Velbert-Mitte nach Essen zu gelangen. Das ist deutlich schneller, als die Fahrtzeiten der Alternativvarianten, die ich in Punkt 2 dargestellt habe. Weiterer Hinweis: auch die Autofahrer benötigen mindestens 20 Minuten zwischen Velbert-Mitte und Essen-Zentrum.
[Bahnstrecke zur Erschließung der Ortsteile innerhalb Velberts] …weil eine Bahnverbindung zwischen Langenberg bzw. Neviges und Velbert-Mitte nicht gerechtfertigt ist, wenn sie nur Langenberger bzw. Fahrgäste aus Neviges nach Velbert-Mitte transportieren soll. Eine solche inner-kleinstädische Erschließung mit Bahnverkehr rechnet sich nicht, Fahrgäste aus Neviges oder Langenberg können gerne mit dem Bus nach Velbert-Mitte fahren.
Ich hoffe, ich konnte beitragen dazu, weshalb eine Verbindungsstrecke als NBS zwischen Velbert-Mitte zur Strecke der S9 kurz vor Neviges auch dann keinen Sinn macht, wenn diese Strecke auf flachem Land gebaut werden könnte. Ich würde mich freuen, wenn sich jeder dies einmal vor Augen führt.
…und einen Tunnel durch Velbert-Mitte würde ich ebenfalls ablehnen aus Kostengründen. Erschließungstechnisch würde ein Tunnel zudem kaum Vorteile bieten. Denn die Niederbergbahntrasse verläuft auch schon quer durch Velbert-Mitte. Und alle Velberter Buslinien können mit entsprechenden Haltepunkten der Niederbergbahn oder leicht geänderter Linienführung der Busse verknüpft werden. Am alten Bf. Velbert könnte ein neuer ZOB entstehen.