Beschreibung des Vorschlags
Am Bahnhof Eberbach gab es an einem ebenerdigen Reisendenübergang in der Vergangenheit leider einen tödlichen Unfall (siehe Bericht). Aus diesem Grund sind aktuell die Gleise 3 und 4 betrieblich gesperrt und der Verkehr wird über die verbleibenden Gleise abgewickelt. Der Reisendenübergang ist notwendig, da es ansonsten keinen weiteren Zugang zum Bahnsteig 4/5 gibt, von welchem die Odenwaldbahn abfährt.
Konzept
Durch Anpassungen in der Zufahrt insbesondere aus Richtung Heidelberg wird das Gleis 2 das neue Durchgangsgleis Richtung Heidelberg (die Regelgeschwindigkeit sollte möglichst 80 km/h betragen). Sowohl Gleis 1 als auch Gleis 2 werden auf 210 m für S-Bahn-Dreifachtraktion verlängert. Gleis 3 wird zusätzlich auch an die Strecke aus dem Odenwald angebunden, sodass z.B. bahnsteiggleiche Umstiege zur S-Bahn möglich werden. Gleis 5 wird außer Betrieb genommen und somit das Gleis 4 über eine ebenerdige Fußwegeverbindung an das nördliche Ende des Fußgängerstegs angebunden (theoretisch kann Gleis 5 auch als Stumpfgleis aus Richtung Odenwald verbleiben, aber für das geplante Fahrplanangebot wird dies nicht benötigt). Gleis 4 wiederum wird ebenfalls auf 210 m verlängert, jedoch in östliche Richtung.
Betriebsablauf
Der Regelverkehr entlang der Neckartalbahn wird über die Gleise 1 und 2 abgewickelt, dabei verkehren die S-Bahnen regelhaft zum 00/30er-Knoten. Die Odenwaldbahn wendet an Gleis 3 und bietet somit einen bahnsteiggleichen Anschluss zur S-Bahn (zumindest in einer Richtung). Für wendende S-Bahnen ist Gleis 2 aus Richtung Heidelberg auch ohne Kreuzung des Gegengleis künftig erreichbar – in solchen Fällen können Züge auch über Gleis 4 nach Heidelberg verkehren, wo es auch einen 210m langen Bahnsteig gibt.
Insgesamt erscheinen die vier Bahnsteiggleise für das künftige Verkehrsangebot mehr als ausreichend dimensioniert und bieten gegenüber dem Bestand einen sicheren, bahnsteiggleichen Übergang. Der bestehende Reisendenübergang über die Gleise kann ersatzlos entfallen, da Gleis 4 von Norden ebenerdig an den Fußgängersteg angebunden wird. Mit dargestellt sind auch weitere Fußwegeverbindungen, welche für die Anbindung der P&R-Parkplätze im Westen an Gleis 4 notwendig werden.

Wäre es da nicht einfacher, vom östlichen Fußgängersteg aus eine Verbindung zum Bahnsteig 4/5 zu schaffen? Zum Bahnsteig 2/3 ging es ja auch irgendwie.
Das wäre doch eine Maßnahme, die man jetzt schon anwenden könnte? Warum wird das nicht bereits gemacht? Immerhin wäre das besser als Gleis 3 und 4 zu sperren. Wenn die Odenwaldbahn das Gleis 4 nutzen würde, müsste man wahrscheinlich nichtmal baulich etwas verändern.
Der Rest des Vorschlags scheint sich darauf zu fokussieren, die Kapazität zu erhöhen? Von der Notwendigkeit dafür abgesehen, wäre es schön, wenn eine entsprechende Motivation bzw. Zielsetzung Eingang in die Beschreibung finden würde. Denn mit der Kreuzung und dem Personenunfall scheint es mir wenig zu tun zu haben.
Falls es einen Bericht zu dem Unfall gibt, wäre es gut, diesen zu verlinken, wenn man ihn schon als Grund für die Umbaumaßnahmen sieht.
danke für die Anmerkungen, den Bericht habe ich oben in der Beschreibung verlinkt.
Gleis 3 und 4 werden gesperrt, damit der ebenerdige Fußgängerüberweg dauerhaft offen ist. Damit braucht man aber Gleis 5 für die Odenwaldbahn. Der Vorschlag hier dagegen ist eher eine mittelfristige Maßnahme, welche auch eine entsprechende Planung benötigt und daher nicht ad-hoc umgesetzt werden kann.
Ich denke, wenn es einfach möglich gewesen wäre, hätte man es ja auch damals gemacht, als der Steg errichtet wurde – den Bahnsteig gibt es ja schon länger. Daher bin nicht nicht davon ausgegangen, dass es eine Option ist.
Naja, ich überlege mir ein Konzept, wie ich den ebenerdigen Fußgängerüberweg obsolet mache. Am einfachsten wäre es, Gleis 3 an die Odenwaldbahn anzuschließen und Gleis 4/5 stillzulegen. Aber um ein bisschen betriebliche Flexibilität zu bekommen (z.B. S-Bahn-Langzüge, etc.) gibt es noch ein paar begleitende Maßnahmen und den Außenbahnsteig an Gleis 4.
Die Situation mit der Schranke ist wirklich ein Witz, wenn es nicht so traurig wäre. Ein Berg von Vorschriften die beachtet wurden und heraus kommt eine Situation die geradezu einlädt aufs Gleis bis zur Schranke zu laufen. Nötig wären eben zwei Schranken gewesen.