Umbau Bad Oldesloe

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Beschreibung des Vorschlags

(graue Linien = bestehende Strecken, braun = Strecken, die neu gebaut oder verlegt werden müssen)

 

Die aktuelle Version des Deutschlandtakts sieht deutlich weniger Verkehr durch Bad Oldesloe vor, als ich es für realistisch halte. Z.B. halte ich einen stündlichen RE Hamburg-Bad Oldesloe-Kiel (z.B. auch hier schon vorgeschlagen von Verkehrswende) und einen stündlichen RE Lübeck-Bad Oldesloe-Kiel für realistisch. Außerdem halte ich den aktuell geplanten T120 nach Kopenhagen für sehr unrealistisch, da zum Fahrplanwechsel 2026 bereits zehn Verbindungen täglich zwischen Hamburg und Kopenhagen angeboten werden, was eher einem T60 nahekommt. Die aktuelle Fahrzeit beträgt fast fünf Stunden zwischen den zwei Metropolen. Mit der Inbetriebnahme der Fehmarnbeltquerung halbiert sich die Fahrzeit auf nur noch 2,5 Stunden. Ich halte daher einen T60 für realistisch und zu bestimmten Zeiten sogar noch Verstärker, sodass es zu einem T30 kommen kann. 

 

Die Strecke Bad Oldesloe-Neumünster wird elektrifiziert und für 160km/h ausgebaut. Folglich rechne ich mit zwei neuen stündlichen REs (Kiel-Bad Oldesloe-Lübeck/-Hamburg). Da die Strecke zwischen Elmshorn und Neumünster sehr störungsanfällig ist, rechne ich im Bahnhofsbereich Bad Oldesloe auch mit Fernverkehrszügen nach Neumünster bzw. Kiel. 

Mit der aktuellen Infrastruktur müssten beide RE mindestens einmal das Gegengleis kreuzen. Mit dem Überwerfungsbauwerk im Norden können die Kreuzungen vermieden werden. So können die RE aus …

  • Kiel nach Hamburg an den Gleisen 3, 4 und 5 halten
  • Kiel nach Lübeck an den Gleisen 6, 7 und 8 halten
  • Lübeck nach Kiel an den Gleisen 3, 4 und 5 halten
  • Hamburg nach Kiel an den Gleisen 6, 7 und 8 halten

 

Die Hauptbaumaßnahme dieses Vorschlags ist das Überwerfungsbauwerk südlich von Bad Oldesloe sowie der viergleisige Ausbau. Die Strecke sollen auf 160-200km/h ausgebaut werden. Durch das neue Überwerfungsbauwerk müssen die S4 und der „RE87“ (Hamburg-Bad Oldesloe-Kiel) die Vogelfluglinie nicht mehr höhengleich kreuzen, was eine Kapazitätserhöhung zur Folge hat.

 

Bahnsteignutzung:

Gleis 1 & 2: S4. (Bahnsteighöhe: 96cm)

Gleis 3: RB82 (Neumünster<>Bad Oldesloe)

Gleis 4: „RE87“ (Kiel/Lübeck>Hamburg), RE (Lübeck>Kiel) , RE8(0/X) (Lübeck>Hamburg)

Gleis 5 & 6: Hauptstrang von/nach Lübeck (RE8(0/X) und Fernverkehr)

Gleis 7: „RE87“ (Hamburg>Kiel/Lübeck), RE (Kiel>Lübeck), RE8(0/X) (Hamburg>Lübeck)

Gleis 8: 

 

Durch die neuen Bahnsteige kann z.B. auf der Relation Lübeck-Neumünster bahnsteiggleich umgestiegen werden. Der RE8 aus Lübeck würde an Gleis 5 halten und die Bahnen nach Neumünster würden entweder von Gleis 4 oder 5 abfahren. Während der RE8 im Bahnhof hält, kann dieser z.B. von einem ICE aus Kopenhagen über Gleis 6 überholt werden. In die andere Richtung halten die RE8 auf Gleis 8 und werden über den Hauptstrang auf Gleis 7 überholt. 

 

Bahnverkehr in Bad Oldesloe

Perspektivisch rechne ich mit folgendem Verkehr in der Hauptverkehrszeit in Bad Oldesloe:

(in der HVZ pro Stunde und pro Richtung)

  • 2-3x RE Hamburg-Lübeck (RE8, RE80, RE8X)
  • 1x RE Hamburg-Kiel („RE87“)
  • 1x RB nach Neumünster (RB82)
  • 1x RE Lübeck-Kiel
  • 2x S4 nach Bad Oldesloe
  • 2x ICE nach Kopenhagen
  • 2-3x Güterverkehr (ggf. über Büchen, aber aktuell noch nichts geplant)

Ich komme also auf 11-14 Züge pro Richtung! Das Überwerfungsbauwerk würden ca. 4-5 Züge nutzen.

 

Offizielles Vorhaben

Die offiziellen Baumaßnahmen sehen wie folgt vor: badoldesloe.de

Im Zuge der Baumaßnahme werden die vorhandenen Bahnsteige 3 und 4 des Bahnhofs Bad Oldesloe für die S-Bahn umgebaut. Die Anpassung umfasst unter anderem die Bahnsteigverlängerung des Bahnsteiges an Gleis 3 auf 210 m. Um die nötige Länge von 210 m entwickeln zu können, wird die Weiche W20 in Richtung Hamburg verschoben. Hierfür wird eine Anpassung der Trassierung des Gleises 13 auf einer Länge von rund 130 m erforderlich. Zusätzlich wird das vorhandene Überholgleis 39 auf eine Nutzlänge von 835 m verlängert. Dafür wird im Norden die stillgelegte Weiche W65 zurückgebaut und ein Lückenschluss hergestellt. Im Süden werden die Weichen W103N, W104N, W105N und W106N Richtung Hamburg verschoben, so dass die geforderte Nutzlänge erreicht wird.

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