Beschreibung des Vorschlags
Mein Vorschlag für eine zweite U-Bahn-Linie in Leipzig. Sie folgt dem vorgeschlagenen zweiten Leipziger S-Bahn-Tunnel unterscheidet sich aber von diesem in der Haltestellendichte. Die U2 ist 16,887 km 19,467 km lang (19,761 km 22,341 km mit den U3-Verzweigungen). In Lindenau und im Bereich des Torgauer Platzes habe ich Verzweigungen vorgesehen für eine weitere U-Bahn-Linie 3, welche die Linie 7 im Westen Leipzigs zwischen Lindenau und Böhlitz-Ehrenberg ersetzen, sowie im Osten Thekla neu anschließen soll. Die U-Bahnhöfe Lindenauer Markt und Torgauer Platz werden als Turmbahnhöfe gebaut, wobei die zweite U-Bahn-Ebene eine Bauvorleistung ist, um die U3 später einmal zwischen Diakonissenhaus/Wielandstraße und Volksgarten über Thomaskirche, Leipzig Markt (S) und Nikolaikirche statt über den Hauptbahnhof zu führen.
Zusammen mit der ebenfalls komplett unterirdischen U-Bahn-Linien 1 und 3 bildet sie Leipzigs U-Bahn-Netz.
Die Straßenbahnlinie 8, 14 und 15 werden eingestellt. Als Ersatz für die Linien 8 und 15 im Leipziger Westen dienen die hier vorgestellte U2, sowie die nahegelegene S1. Als Ersatz für die Straßenbahnlinie 14 verkehrt künftig die Straßenbahnlinie 2 zum S-Bahnhof Plagwitz und wird über diesen hinaus zum U-Bahnhof Lindenau Bushof verlängert. Die Straßenbahnlinie 7 benutzt im Leipziger Osten künftig zwischen Annenstraße und Torgauer Platz den Linienweg der Linie 8 und dann zwischen Torgauer Platz und Heiterblick den der Linie 3E und ab Heiterblick verkehrt sie entlang ihres regulären Linienwegs weiter nach Sommerfeld. Die Straßenbahnstrecke zwischen Sellershausen und Paunsdorf U-Bahn-Depot wird nicht abgebaut, sondern von der Straßenbahnlinie 7 weiterbedient und um eine Neubaustrecke zwischen Paunsdorf U-Bahn-Depot und Sommerfeld ergänzt, sodass die Linie 7 ab Sommerfeld ihren regulären Linienweg weiter bis Paunsdorf-Nord fahren kann. Allerdings erhält die Linie 7 noch eine weitere Neubaustrecke von der Haltestelle Portitzer Allee durch die Wodanstraße bis zum S-Bahnhof Heiterblick, welcher dann der neue Endpunkt der Linie 7 wird.
Das Straßenbahndepot in Prausdorf wird zum U-Bahn-Depot umfunktioniert.

Also wenn ich den Zeitungsartikel richtig verstanden hab, schlägt er eine S-Bahn vor, du aber ein U-Bahn. Auch wenn ich noch nie ein Leipzig war, erscheint mir eine direkte Schienen-Verbindung vom Hbf zum Lindenauer Markt / Plagwitz doch wesentlich, vor allem für die Züge aus südlicher Richtung.
Alles darüber hinaus erzeugt meiner Meinung nach einen zu starken Parallelverkehr zur Linie 8 / 15 oder willst du diese dann einstellen?
Und noch eine Frage: warum setzt du eine Station mitten in den Schönauer Park?!
Das ist eine interessante Idee. Abgesehen davon, dass Leipzig zu klein ist, um eine U-Bahn zu rechtfertigen, könnte man damit das Straßenbahnnetz deutlich reduzieren (falls man das will). Mit dieser U-Bahn würde ich die Einstellung der Linien 7, 8, 14 und 15 für wahrscheinlich halten. Östlich des HBFs würde die 3 und 3E den Weg über Dresdner und Torgauer Straße nehmen und so die 7 ersetzen. Die 12 würde nach Meusdorf verlängert werden und dort die 15 ersetzen.
Westlich des HBFs würde die 3, wie bisher die 14, zum Felsenkeller fahren und ab dort auf ihrem angestammten Weg, während die 3E am HBF endet. Die 2 könnte zum S-Bf. Plagwitz fahren und die 14 ersetzen, während eine neue Linie (vielleicht die 7) ab Grünau Süd über Adler, Felsenkeller, Lindenauer Markt nach Böhlitz-Ehrenberg fahren würde, um dort die 7 zu ersetzen und als Zubringer zur U-Bahn dienen müsste. Eine weitere E-Linie könnte als U-Bahnzubringer ab Straßenbahnhof Leutzsch (Reaktivierung einer Betriebsstrecke – eine tolle Sache!) über Lindenauer Markt – Felsenkeller – Adler nach Knautkleeberg fahren, wodurch auch von hier aus ein schneller Anschluss zur U-Bahn möglich wäre.
Die 4 müsste zwischen Goerdelerring und Waldplatz über Westlatz umgeleitet werden. Langfristig könnte sie dann auch über Augustusplatz – Wilhelm-Leuschner-Platz – Westplatz fahren, um so in diesem Bereich die 8 zu ersetzen, dazu wären aber noch entsprechende Verbindungskurven am Augustusplatz einzurichten.
Stillgelegt werden könnten die Strecken:
– Paunsdorf Nord – S Bf. Sellerhausen – H.-Liebmann-/Eisenbahnstr. / Wiebelstr.
– Lindenauer Markt – Miltitz / Grünau Nord
– Goerdelerring – Straßenbahnhof Angerbrücke
Natürlich könnte man mit der U-Bahn als Rechtfertigung auch noch weitere Strecke aufgeben, schon allein um die durch den U-Bahnbau sehr schlecht gewordene Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Das würde natürlich nicht gelingen, weil die Straßenbahn das sinnvollste und wirtschaftlichste Verkehrssystem für eine Stadt wie Leipzig ist.
Fazit: Eine solche U-Bahn wäre eine Katastrophe!
Man geht inzwischen davon aus, dass die Bevölkerung der Sachsenmetropele auf 720.000 Menschen ansteigen wird, weswegen es ja die Überlegungen für den zweiten S-Bahn-Tunnel gibt. Aber vielleicht würde das Anwachsen auf 720.000 Menschen den Bau eines zweiten S-Bahn-Tunnels, aber wohl keiner Voll-U-Bahn in Leipzig leisten.
Was hältst du, Ulrich Conrad, eigentlich von der Idee, die Leipziger Straßenbahn nach dem Vorbild der Stadtbahn Köln zur einer Stadtbahn Leipzig auszubauen, sprich dafür zu sorgen, dass sie fast ausschließlich auf eigenen besonderen Bahnkörpern verkehrt, stets durch die LSA-Steuerung dem MIV bevorrechtigt wird und eventuell in der Leipziger Innenstadt oder auf verkehrsreichen Straßen auch Tunnelstrecken benutzt, welche allerdings nicht etliche Kilometer lang sind. Außerdem sollten die Haltestellen der Stadtbahn Leipzig alle 75 m lang sein und die Bahnen der Stadtbahn Leipzig allesamt Zweirichtungsfahrzeuge sein, welche 36 m lang und 2,65 m breit sind und in Doppeltraktion verkehren.
Davon halte ich nichts. Ein solcher Umbau wäre wahnsinnig teuer und würde nicht viel bringen. Vorrang an LZA geht auch so, und von Zweirichtungswagen halte ich schon doppelt nichts. Sie sind technisch aufwändiger und teurer (doppelt so viele Türen und Führerstände) haben dafür aber weniger Platz für Sitzplätze. Ich wäre eher dafür bei künftigen Fahrzeugbeschaffungen auf ausreichend Sitzplätze zu achten, denn ein zahlender Gast sollte im Regelfall sitzen können. Im eigenen Auto kann das ja auch jeder. Wenn man Autofahrer in den ÖPNV locken will, geht das nicht mit Stehplätzen.