Beschreibung des Vorschlags
Ich schlage eine Verlängerung der in einem frühen Planungsstadium befindlichen Tram-Südtangente nach Gräfelfing vor. Diese soll vom S-Bahnhof Gräfelfing bis zum Waldfriedhof führen und, soweit möglich, auf einer eigenen Trasse verkehren
Das Projekt bringt folgende Vorteile:
- Tangentiale Verbindung: Der Effekt der Südtangente wird verstärkt, da nun eine durchgehende, schnelle Verbindung zwischen Gräfelfing und Ostbahnhof besteht, welche den Münchner Süden (Hadern, Sendling, …) erschließt. Gleichzeitig fungiert die Tram als Zubringer zur U3, U6 und zur S-Bahn in Gräfelfing und Harras.
- Geschwindigkeit: Durch den großen Haltestellenabstand kann die Tram mit einer hohen Durchschnittsgeschwindigkeit fahren.
- Städtebau: Zwischen Igelgarten und Waldhüterstraße führt die Strecke durch kaum bebautes Gebiet. Hier könnte ein neues Stadtviertel entstehen und mit relativ geringem Aufwand auch nachträglich neue Haltestelle(n) eingefügt werden.
- Kosten: Die Strecke wird nicht billig, aber verglichen mit einer U6-Verlängerung nach Planegg (welche man sich damit sparen könnte) dürften die Kosten wohl um einiges geringer ausfallen.
Ich schlage einen durchgehenden T5 auf der Relation Gräfelfing-Ostbahnhof vor, dieser soll wie folgt realisiert werden:
- Bus 268 fährt aktuell einen T20 und folgt ab der Station „Martinsried Nord“ der Tram. Geplant ist eine Verkürzung, der Bus soll von Martinsried Nord zum U-Bahnhof fshren und dort enden. Außerdem erhält der Bus 265 einen Halt in Igelgarten.
- Bus 160 fährt auch im T20 und folgt ab Martinsried Nord der Tram, dieser Bus soll, genau wie der Bus 268 in Martinsried U-Bahnhof halten.
Wenn wir diese Einsparungen durch die Straßenbahn ersetzen, erhalten wir bereits einen T10. Somit halte ich einen T5 auf der Strecke Gräfelfing – Waldfriedhof für sinnvoll und realistisch. Da der X30, welcher durch die Südtangente ersetzt werden kann, im Abschnitt Harras-Ostbahnhof bereits im T10 fährt, halte ich einen T5 auf dem gesamten Abschnitt Gräfelfing Ostbahnhof für sinnvoll und realistisch.

Die richtige Kategorie für Straßenbahnen ist „Straßen-/Stadtbahn (niederflur)“. Außerdem scheint die Tram-Südtangente gerade kein sonderlich aktuelles Projekt zu sein, laut der MVG-Seite zu ihren Tramprojekten ist man da gerade erst beim Stadium der (fertigen?) Machbarkeitsstudie, das sollte auf jeden Fall in der Beschreibung genannt werden. Der Satz „Durch den großen Haltestellenabstand kann die Tram mit einer hohen Durchschnittsgeschwindigkeit fahren.“ muss auch eher relativ gesehen werden. Durchschnittlich 600m sind für moderne Trams nichts besonderes, limitiert wird die Geschwindigkeit von den Ampelschaltungen sowie Sicherheitsaspekten weshalb man in der Stadt selten schneller als 50 fährt. Warum ist genau diese Tram-Verlängerung sinnvoll? Welche spezifischen Verbindungen können schneller bedient werden? In welchem Takt soll hier vorraussichtlich gefahren werden? Da weißt die Beschreibung noch einige fehlende Sachen auf.
Hallo Jan_Lukas, vielen Dank für dein umfrangreiches Feedback, das ich mir gerne zu Herzen nehme.
Da habe ich von mir auf andere geschlossen, ist ergänzt. Ich halte es dennoch sinnvoll, jetzt schon mit der Erweiterung los zu planen. Dann ist man offensichtlich schneller fertig, außerdem kann man damit einen höheren Nutzen-Kosten-Faktor für die Strecke Waldfriedhof-Ostbahnhof erreichen, was für den Erhalt von Fördermitteln essenziell ist
In Augsburg fährt die Tram teilweise 60km/h auf dem Mittelstreifen, das sollte hier das Ziel sein, solange es die Straßenführung zulässt (zB. auf dem Abschnitt Igelgarten – Waldhüterstraße). Außerdem kosten Einstieg/Ausstieg viel Zeit, ergo weniger Halte -> weniger Fahrzeit. Außerdem haben die Haltestellen meiner Rechnung nach einen durchschn. Abstand von 750m, was meines Wissens durchaus ungewöhnlich viel ist. Aber ja, schnell ist relativ und an eine U-Bahn kommt das nicht ran.
Ich habe einiges an Erklärungen dazu ergänzt. Ich halte diese Verlängerung für die sinnvollste, weil sie die schnellste Verbindung zum nächstgelegenen (westlichen) S-Bahnhof ist. Somit ist diese Strecke dann auch eine gute (und günstigere) Alternative zur U6 nach Planegg.
Relationen von Gräfelfing + S6 südlich von Gräfelfing in Richtung Hadern, Sendling, Untergiesing. Wenn man Regios in Gräfelfing halten lässt, profitieren auch Fahrgäste aus Weilheim, Murnau, Garmisch, Kochel etc.
Außerdem Relationen zwischen Martinsried, Hadern, Sendling, welche eher abseits der U6 liegen, und auch von dort aus in Richtung Ostbahnhof.
Ich hoffe, das ist jetzt gefixt:)
Das Problem ist immer, dass man meistens auch versucht der Straßenbahn und dem restlichen Verkehr auf der Straße die gleiche Ampelphasen zu geben. Meistens heißt das: gleiche Höchstgeschwindigkeit und während die Ampel rot ist wird gehalten. Aber das ist immer sehr stark Streckenabhängig, da kann man nicht wirklich direkte Vergleiche ziehen.
Den Haltestellenabstand berechnet LiniePlus auch (zumindest wenn der Vorschlag so wie hier gezeichnet ist) und kommt da auf 650m. Das ist leicht mehr als ich von einer modernen Straßenbahn erwarten würde, was aber dem nicht durchgängig bebauten Gebiet rund um die Strecke geschuldet ist. Würde man dort zwei weitere Haltestellen hinzufügen wäre man bei ganz normalen Straßenbahn-Halteabständen.
Die restlichen Ergänzungen zur Begründung sind so gut.