Beschreibung des Vorschlags
Langsam, aber stetig wächst das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz zusammen. Zum ersten Mal seit dem Boom des kommerziellen Flugverkehr in den 60/70ern wird die Schiene zeitlich wieder konkurrenzfähig. Was noch fehlt: eine gemeinsame Vermarktung des Netzes. Wird niemals passieren, also möchte ich einen ersten Schritt wagen. Ein gemeinsames Netz an internationalen Sprintern, die primär auf den Airline-Markt der Geschäftsreisenden ausgelegt werden. Dies soll Kurz- und Mittelstrecken erschließen, auf der die Möglichkeit zum HGV besteht. Ziel ist ein eingängiges, unkompliziertes Reisen: gemeinsame Buchung über die Mitgliedsländer hinweg, wenig zeitraubende Zwischenhalte, eine gemeinsame Marke. Und welche Zuggattung schreit mehr nach grenzübergreifenden Reisen als der gute, alte Trans-Europ-Express?
Die dargestellten Linien sollen, wenn nicht anders erwähnt, bestehenden HGV nur ergänzen, nicht ersetzen. Dies soll eine Serie an Vorschlägen werden, wenn prinzipiell Interesse am Konzept besteht. Fokusstädte des angedachten TEE-Netzes sind Paris, Zürich, Brüssel, Frankfurt am Main und Mailand.
TEE 2.0, was?
Internationale Sprinter auf HGV-Strecken zwischen Zentren, zwei bis vier Zugpaare täglich. Primär Business-freundlich in den Tagesrandlagen, tariflich je nach Land regulären HGV gleichgestellt, reservierungspflichtig, gemeinsame Netzvermarktung. Fokussieren auf mittlere Distanzen, die zeitlich dem Flugzeug halbwegs Konkurrenz bieten können. Aus Effiziengründen Nutzung von regulärem Rollmaterial, also keine Neuauflage der VT 11.5. Nationale Sprinter und der Sonderfall Eurostar werden nicht ins Netz integriert, der auf den Stammachsen (Paris – Lille – Brüssel – Köln / Amsterdam) schon sprintähnliche Thalys wird Teil des Netzes.
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Linien
TEE 1: Paris Est – Strasbourg Ville – Frankfurt Hbf
TEE 2: Paris Est – Strasbourg Ville – Stuttgart Hbf – München Hbf
TEE 3: Paris Nord – Brussel Zuid/Bruxelles Midi – Aachen Hbf – Köln Hbf (zweimal täglich)
TEE 4: Paris Nord – Brussel Zuid/Bruxelles Midi – Rotterdam Centraal – Amsterdam Centraal (zweimal täglich)
TEE 5: Frankfurt Hbf – Köln Hbf – Aachen Hbf – Brussel Zuid / Bruxelles Midi
TEE 6: Frankfurt Hbf – Köln Messe/Deutz (tief) – Duisburg Hbf – Amsterdam Centraal
TEE 7: Paris Gare de Lyon – (Mulhouse Ville) – Basel SBB – Zürich HB
TEE 8: Paris Gare de Lyon – Bellegarde-sur-Valserine – Genève Cornavin
Weitere Linien folgen bei Interesse!
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Dieser Vorschlag
Direktverbindung zwischen der französischen Hauptstadt, der Quasi-Hauptstadt der EU sowie Belgiens (ohne Quasi), sowie nach Amsterdam und dem Oberzentrum Köln. Der Halt in Aachen ist aufgrund des Systemwechsels alternativlos.
Noch zu bauen
Wünschenswert
- Umfahrung Aachen
- Beschleunigung Umfahrung Antwerpen
Bonus
- Entmischung Brussel Noord

Gern als Sprinter mit Halt in Düsseldorf und Essen weiter nach Hamburg 🙂
Ich weiß nicht, ob das zu lange wird. Wie gesagt, Fokus ist für mich der Geschäftsverkehr. Der Thalys fährt von Paris nach Köln 3:14, ohne Lüttich etwas weniger. Fährt man um 6:00 in Paris ab, ist man gegen 09:00 in Köln. Das ist gut. Viel später darf es dann aber nicht werden, sonst wird es zumindest für Eintagesreisen uninteressant. Vielleicht noch bis Düdorf oder Essen, aber ob Hamburg sich dann noch lohnt? Ab der Hohenzollernbrücke wirds dann ja auch allgemein langsamer.
Ich hatte schon mal eine ähnliche Linie aus Berlin (noch mit anderem Hintergedanken) vorgeschlagen, vielleicht wäre das ja was?