Beschreibung des Vorschlags
Dieser Vorschlag ist eine Ergänzung zu jonas.borg’s SFS Osnabrück – Bremen.
Da ich finde, dass in Diepholz auch weiterhin mindestens ein schneller stündlicher RE halten sollte (bevorzugt über die SFS, ähnlich München-Nürnberg-Express), könnte Diepholz zu einem Zubringerbahnhof ausgebaut werden. Hiermit kann der noch bestehende Rest der alten Verbindung Diepholz – Nienburg reaktiviert werden, am anderen Ende durch eine Neubaustrecke die Verbindung Delmenhorst – Hesepe angebunden werden.
Zwischen Diepholz und Sulingen gibt es noch Güterverkehr, eine stündliche RB sollte da aber rein passen. In Diepholz müsste unter Umständen dreigleisig ausgebaut werden, um nicht den Fernverkehr zu behindern. In Steinfeld habe ich mich für eine (etwas längere) südliche Einfädelung entschieden, um problemlos Richtung Vechta und vielleicht (Utopie-Alarm) irgendwann wieder nach Cloppenburg weiterfahren zu können. Will man das nicht, wird in Steinfeld ein zweites Stumpfgleis gebaut, Steinfeld ist nur ein eingleisiger Haltepunkt.
Damit wäre das zentrale Niedersachsen an eine mögliche Schnellfahrachse Ruhrgebiet – Bremen/Hamburg angeschlossen. Neben den RE-Verbindungen kann man dann auch über einen vereinzelt in Diepholz haltenden IC nachdenken.
(Sollte es einen ähnlichen Vorschlag geben, bitte ich das zu entschuldigen – mit der Gegend bin ich nicht wirklich vertraut und habe auf die Schnelle nichts gefunden.)

Von dieser Linie halte ich nichts. Diepholz hat mit weniger als 17.000 Einwohnern nicht das Zeug zum IC-Halt. Ein RE wäre okay, aber Zubringerlinien nach Sulingen und Steinfeld? Sulingen hat knapp 13.000 Einwohner. Dafür kann man keine über 30 km lange Strecke rechtfertigen. Wer soll denn die stündliche RB nutzen?
Eine Neubaustrecke in das knapp 10.000 Einwohner zählende Steinfeld errichten zu wollen, ist noch utopischer. Warum wählst du als Ziel nicht wenigstens das 26.000 Einwohner zählende Lohne oder die mit knapp 32.000 Einwohnern noch größere Stadt Vechta als Ziel? Das wäre von Diepholz aus kaum weiter, aber dafür sinnvoller.
Mit Steinfeld wollte ich einen Richtungswechsel in Diepholz vermeiden, von Steinfeld kann man ja auch problemlos nach Lohne und Vechta weiterfahren.
Dass es mit den Fahrgastzahlen auf beiden Ästen schwierig wird, ist mir klar – zumindest von Diepholz bis Sulingen liegen aber immerhin Gleise. Da hoffe ich zumindest auf den infrastruktuellen Wert. Die Neubaustrecke zur Strecke Delmenhorst – Hesepe hielt ich für recht naheliegend, auch wegen dem Schienenstummel im Süden von Diepholz und der vergleichsweise kurzen Distanz. Mein Vorschlag basiert ja auf jonas‘ SFS, und da war die Idee, aus beiden Richtungen nach Diepholz einen Anschluss zu bilden.
Für Sulingen ist das einfach die falsche Richtung. Was sollen die Leute im gut 30 km entfernten Diepholz? Nach Osnabrück umsteigen? Da liegt Bremen näher, aber nicht über Diepholz, sondern direkt. Für Sulingen würde mir ein RE Bremen – Bassum – Sulingen – Rahden – Bünde – Herford – Bielefeld als optimal erscheinen. Diese könnte zwar nicht durch die Bedienung von Sulingen gerechtfertigt werden, aber durch die Verbindung Bremen – Bielefeld. Zwei so bedeutende Städte miteinander zu verbinden, das wäre sinnvoll. Das Problem könnte aber die Landesgrenze sein, und die Tatsache, dass der RE von den Ländern bestellt werden müsste. Es fällt schon auf, dass die RB71 in der letzten Stadt in NRW endet. Liegt das wirklich nur am Verkehrsaufkommen? Da müssten beide Länder zusammen arbeiten.
Mach‘ aus der Idee einen Vorschlag!
Es wird doch irgendwann irgendwie möglich sein, dass die Länder miteinander kooperieren. Kleinstaaterei ist sowas von 19. Jahrhundert…
Bitteschön.
Von der Neubaustrecke halte ich auch nciht viel, die Investitionen werden ohne eine entsprechende Einwohnerzahl nicht zu rechtfertigen sein. Die Linie nach Sulingen dagegen halte ich nicht für so weit hergeholt. Die Strecke ist für die Öltransporte ja immernoch in gutem Zustand. Da diese allerdings immer mehr ausgedünnt wurden und werden ist genug Platz auf der Strecke vorhanden. Die Investitionen in anzuschaffende Dieseltriebwagen sollten gering sein.
Nun zu den Vorteilen: Die Gegend um Sulingen ist schon seit Jahren eine sehr strukturschwache, besonders von Abwanderung junger Leute gschwächter Region. Dies liegt auch daran, dass die Stadt besonders schlecht angebunden ist, die Wiedereinführung dieser Bahnverbindung könnte dieses Manko verbessern.
Zur Überprüfung der Wirtschaftslichkeit wäre ein 1-2 Jähriger Probebetrieb mit älteren Bestandstriebwagen mit provisorisch aufgeschütteten Sandbahnsteigen möglich.
Ich wäre sehr für eine Verlängerung nach Nienburg. So erhalten Lohne, Vechta und Diepholz auch Anschluss Richtung Hannover.
Nienburg habe ich bewusst nicht angeschlossen, da zwischen Sulingen und Nienburg absolut nichts liegt. Da wäre wirklich nur der überregionale Verkehr interessant.
Es freut mich, dass dich mein Vorschlag angeregt hat. Ich finde Diepholz als IC2-Halt nicht schlecht. Die Stadt hat zwar nur 17.000 Einwohner, aber in der Nähe liegen auch Damme (17.000EW), Lohne (26.000EW), Dinklage (13.000EW), Steinfeld (10.000EW) und Vechta (32.000EW). Zusammen sind das leicht über 100.000 Einwohner in einem Umkreis von 20km!In Tagesrandlage halten dort auch schon ICs, wobei diese Linien bald auf ICEs umgestellt werden sollen. Man könnte innerhalb von zwei Stunden drei ICEs und einen IC2 (und zwei RE) fahren lassen.
Nun zu deinem Vorschlag: Es sind unbedingt mehr Verbindungen in Westniedersachsen nötig. Die Regionen sind dicht besiedelt, aber die Verstädterung ist schon relativ groß (wie in den Niederlanden). Eine Verbindung Diepholz-Nienburg wäre besser, als die Strecke einfach in Sulingen enden zu lassen. Die Strecke ab Sulingen müsste man natürlich neu bauen (eingleisig, nicht elektrifiziert). In Steinfeld finde ich die Kurve zu weit. Man könnte enger am Ortskern trassieren, z.B. neben der Straße Zum Wedkamp. Am besten wäre es sogar nördlich an der Stadt vorbeizutrassieren, um dann vor dem Haltepunkt Mühlen einzufädeln, damit Diepholz-Vechta kürzer wird.
Warum möchtest du eine neue Strecke nach Nienburg bauen? Die alte reicht doch vollkommen aus.
Über eine direkte Führung nach Vechta kann man nachdenken, wobei ich eben nicht an Steinfeld vorbei fahren wollte – der Ort ist Diepholz noch am nächsten. Aber ich zeichne das mal alternativ mit ein.
Zu Nienburg habe ich mich schon bei Thorben B.s Beitrag geäußert. Zwischen Sulingen und Nienburg liegt einfach nichts wesentliches – und die Gleise fehlen natürlich auch.
Für die nördliche Variante wäre auch problemlos ein Haltepunkt an der heutigen Kreuzung Diepholzer Straße/Nordtangente/Braomweg realisierbar. Das liegt viel näher am Ort.