Beschreibung des Vorschlags
Momentan verkehrt zwischen beiden Städten eine RB, die früher wie heute als SE fungiert, da sie einen Art RE-Verkehr bedient zwischen Wiesbaden und Frankfurt.
Damit Wiesbaden wie Mainz besser an den schnellen SPNV angebunden wird, schlage ich vor, einen RE3 einzurichten, der nicht jede Milchkanne zwischen Koblenz und Wiesbaden bedient und zwischen Wiesbaden und Frankfurt wie gehabt Kastel und Höchst hält. Dafür sollen besonders rechtsrheinische Städte von dieser neuen Linie profitieren, da ansonsten die Fahrzeit ins unermessliche geht. Dafür sollen die wichtigsten Städte wie St.Goarshausen, Lorch, Kaub, Lorch, Rüdesheim und Eltville angebunden werden. Hinzu kommen wohl die ebenfalls nicht kleinen Städte Geisenheim und Oestrich-Winkel. Als Gegenpart zu Boppard wird der Bahnhof Kamp-Bornhofen angefahren, der Halt in Braubach kann hinzukommen, muss aber nicht.
Zum Einsatz sollen kommen Stadler Flirt 3, die vermutlich die Kapazität brauchen wie auf anderen Verbindungen, also es wird mehr Kapazität benötigt. Desweiteren wird sich ein 2-Stunden Takt ergeben und die Züge werden durchgebunden bis Frankfurt mit Wende in Wiesbaden. Der RB10 wird nur noch alle zwei Stunden weiter bis Frankfurt nehmen.

RE3 geht nicht, RE3 ist Saarbrücken – Nahestrecke – Mainz – Frankfurt
Bis vor einigen Jahren gab es mal ein ähnliches Konzept, bei dem schnellere REs nach Frankfurt durchgebunden wurden und langsamere RBs in Wiesbaden geendet sind. Wurde sicher nicht ganz ohne Grund aufgegeben. Und inwiefern sich 1,5 Züge pro Stunde lohnen, also in der einen Stunde quasi eine Verdopplung des Angebots, ist fraglich – oder zumindest ob das Land das zahlt.
Wenn das so ist, dann ist es gegenüber Wiesbaden und dem Rheingau unfair, weil diese Städte unzureichend mit attraktiven Verbindungen bedient werden.
Besonders Wiesbaden hat bei der Bedeutung als Landeshauptstadt keinen einzigen RE, was nicht geht.
Naja die Idee ist ja, dass es dadurch einen regelmäßigen Stundentakt für alle Städte gibt. Quelle
Und wenn man unterhalb der RB/SE noch die S-Bahn hat, dann ist eine RB ja quasi ein RE, Beispiel RB/SE10 Frankfurt – Wiesbaden, der ja quasi RE-Niveau hat.
Ist halt die rechte Rheinstrecke. Eine beschleunigte Trasse zu basteln die dir schnell den GV zerschießt, wenn die bestehende 30/60-RB auf keinen übermäßuigen Bedarf hinweist…
Der Rheingau ist vor allem eine wirtschaftlich wichtige Region, da viele Unternehmen dort ihren Sitz haben. Wenn man Pendler schneller nach Frankfurt bringt, ist es für sie ein RE deutlich besser als in einem RB10, der die schnellste Verbindung zwischen Wiesbaden und Frankfurt ist.
Das Mittelrheintal ist dann speziell attraktiv für die Durchbindung nach Koblenz, sodass Wiesbaden nach Norden besseren Anschluss bekommt.
Das stimmt ja alles. Wäre hier nix los, gerne, probieren wir einen rechtsrheinischen RE nach Koblenz aus und die Durchbindung nach Frankfurt ist auch nicht blöd.
Problem ist, dass rechtsrheinisch Tag und Nacht der GV entlangrauscht, und zwar dicht an dicht. Eine beschleunigte Trasse zu finden ist damit schwierig, will man die Leistung der Strecke nicht einschränken. Aus gutem Grund bedient der RE8 im Nordabschnitt wie die RB27 trotz höherer Zuggattung sämtliche Zwischenhalte.
Die Sache ist die, dass die jetzigen Bahnhöfe völlig ungeeignet für guten RV sind, sodass man die jetzigen Bahnhöfe irgendwann in Betriebsbahnhöfe umwandeln sollte und der PV einen zentrumsnahen SPNV erhält.
Beispiel Rüdesheim, hier halten die Züge am Stadtrand, obwohl es im Zentrum deutlich besser ist, einen HP zu errichten. Der Halt wird zwar kurz sein, aber GV kann am alten Bahnhof überholt werden. Genauso in Lorch und Kaub.
Langfristig wird eine Brücke in Rüdesheim nach historischem Vorbild nötig sein, damit nicht die gesamte rechte Rheinbahn überlastet wird zwischen Koblenz und Wiesbaden/Mainz. Hinzu kommen vermutlich einzelne Tunnelstrecken hinter den Ortschaften, die nicht im Rheintal mehr verlaufen.
Der Wiederaufbau der Hindenburgbrücke in Rüdesheim soll genau was bringen? GV von rechts nach links und wieder zurückzuschieben hilft nix, wenn auch links alles voll ist (und durch viel Mischverkehr mit komplexerem Fahrplan). Nochmal: prinzipiell wäre rechtsrheinischer beschleunigter Verkehr gut. Geht aber nicht, solange der GV die Anwohner im Rheintal quält (die Situation in Gemeinden wie Rüdesheim, St. Goar oder Bacharach ist unzumutbar). Bevor also der GV nicht aus dem Rheintal geholt werden kann (Westerwaldbasistunnel, Entlastungs-GüterNBS A61, Ausbau Siegkorridor oder Eifelstrecke, was auch immer), geht hier einfach nicht viel.
Und so nebenbei, bei Ortschaften wie Gau Algesheim und St.Goar wird nicht gehalten, obwohl diese Ortschaften durchaus ein Halt wert sind.
Deswegen soll der Lauf erheblich schneller sein als die RB, oder es wird mehr gehalten, aber der RE2 hält auch öfter.
Ja, links gibt es „echte REs“ und FV. Und? Nochmal: auf der allgemein schnelleren linken Strecke werden die beschleunigsten Trassen gesammelt, um den GV mit seinen langen Zügen (die auch mal zu lang für die Überholgleise sind) rechts nicht zu stören. Eine überall haltende RB kann da noch gut mitschwimmen, aber sobald ein Zug anfängt zu schieben, wird es spannend. Siehe: das allgemeine Chaos, wenn der FV mal wieder rechtsrheinisch umgeleitet wird.
Trotzdem ist es wirtschaftlich auf alle Fälle eine Option, das Angebot auszuweiten.
Technisch müssen aber ÜBf errichtet werden, die eine Behinderung beider Zuggattungen verhindern.
Und dann willst du den GV an die Seite nehmen, um ihn durch einen RE zu überholen? Bis der wieder in Schwung ist, schieben schon die nächsten drei Züge von hinten. Das wird nichts ohne irgendwelche anderen Maßnahmen.
Also technisch wird es extrem schwer zu machen sein. Womöglich wird aber der Rheingau an die S-Bahn Rhein-Main angebunden, womit ein dreigleisiger Ausbau mit S-Gleis durchgeführt wird und der RE dieses Gleis zusätzlich bedient.
Also die Alternative mit der NBS ähnlich wie bei der Inntalbahn würde den GV und PV direkt an der Quelle senken und keine großen Verkehrsverschiebungen verursachen wie andere Maßnahmen.
Erste Maßnahmen sollen auf links ein Tunnel Boppard-Koblenz und rechtsrheinisch Braubach nach Kamp-Bornhofen werden.
Aber anders als beim Inntal wird der GV aus dem Rheintal verschoben ins Randgebirge.
Finde Ich super!
Die Länder RLP und Hessen planen tatsächlich einen solchen RE, dieser soll allerdings zur Beschleunigung nicht in WI-Hbf halten, was erstmal nicht so schlimm ist. Was mich bei der Planung des Landes RLP aufregt, ist das kein Halt in Kamp-Bornhofen geplant ist, welcher hier eingezeichnet ist. In den Planungsdaten zum Deutschland-Takt ist ein RE verzeichnet, der RLP die Halte Kaub, St. Goarshausen, Braubach, Ober- und Niederlahnstein sowie Koblenz Hbf, also insg. 6 Stationen. das Land hingegen hat mir auf Anfrage mitgeteilt, das nur 5 Stationen möglich sind und daher nur ein Halt in Lahnstein geplant ist. Laut Land RLP würde ein 6. Halt (Kamp-Bornhofen) dafür sorgen, dass der RE den Taktknoten in Koblenz nicht mehr einhalten kann. Mich wundert jetzt aber, dass in den Plänen zum Deuschland-Takt der Taktknoten in KO erreicht wird, obwohl 6 Halte eingeplant sind.
(Auf meinem Insta-Acc „nahverkehr_facts_vrm“ habe ich dieses Thema auch aufgegriffen)
UPDATE
Ich habe gerade seit längerem mal wieder in LiniePlus geschaut und bin dabei auch über meine alten Vorschläge gestolpert. Ich habe auch mal einen RE für diesen Abschnitt vorgeschlagen. Häufig wurde jedoch fehlende Kapazität bemängelt.
Es gibt jedoch erfreuliche Nachrichten, weshalb ich ein kurzes Update geben möchte.
Im Dezember 2025 nimmt die VIAS GmbH mit neuen Flirts den Betrieb auf dem RE19 auf. Dieser verkehrt mit 6 – 7 täglichen Zugpaaren alle 2 Stunden. Halte sind u.a. Niederlahnstein, Braubach, Kamp-Bornhofen, St. Goarshausen, Lorch, Assmannshausen, Rüdesheim, Geisenheim und Oestrich-Winkel. Wiesbaden Hbf wird ausgelassen, wie beim derzeitigen RE9. Der RE19 (rechtsrheinisch) wird immer versetzt zum RE2 (linksrheinisch) angeboten, sodass zwischen Koblenz und Frankfurt dann stündlich REs unterwegs sind.
Die Pressemitteilung ist hier verlinkt.