Stuttgart: S-Bahn nach Denkendorf

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Beschreibung des Vorschlags

Einwohner Zollberg ≈ 5400

Einwohner Berkheim ≈ 8000

(Einwohner Nellingen ≈ 10500)

Einwohner Denkendorf ≈ 11300

Summe = 35.200 Einwohner Einzugsgebiet

Ich denke dass solch eine Einwohnerzahl eine neue S-Bahn-Strecke rechtfertigt. Nellingen ist als einziger Ort exzellent durch die Stadtbahn Stuttgart angebunden, sonst sieht es eher mau aus. Eine S-Bahn-Strecke würde eine neue, attraktive Verbindung nach Stuttgart schaffen.

Es müsste nur eine knapp 6,5 Kilometer lange Neubaustrecke gebaut werden. Diese würde am Esslinger Bahnhof starten, und dann weiter über eine Neckarbrücke den Neckar und die B10 überqueren. Bei Zollberg verbleibt die Strecke unmittelbar neben der L1192 bis Denkendorf Nord. Danach erfolgt ein kurzer Abschnitt bis in den Süden Denkendorfs.

Bis Nellingen soll die Strecke wegen Platz und Baukosten eingleisig bleiben, weiter bis Denkendorf kann sie optional zweigleisig bleiben, aber ein alleiniger zweigleisiger Ausbau der Stationen würde ebenfalls ausreichen.

Betrieb

Die Kapazitäten lassen nur eine Verlängerung der im Zielnetz verankerten S15 zu. Diese Verbindung hätte den Nachteil, das keine Verbindung in den Stuttgarter City-Tunnel besteht. Alternativ können auch ein Teil der Fahrten der S1 bis Denkendorf verkehren, und die S15 ersetzt die fehlenden Züge bis Wendlingen und weiter. 

Linie S15

Bietigheim-Bissingen¹ – Ludwigsburg – Kornwestheim² – Untertürkheim – Esslingen (Neckar) – Nellingen – Denkendorf³

– Mo-Fr HVG ¹-² T30, ²-³ T15, sonst T30

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7 Kommentare zu “Stuttgart: S-Bahn nach Denkendorf

  1. Einwohner Zollberg ≈ 5400

    Einwohner Berkheim ≈ 8000

    (Einwohner Nellingen ≈ 10500)

    Einwohner Denkendorf ≈ 11300

    Summe = 35.200 Einwohner Einzugsgebiet

    Die Bahnhöfe sind jeweils am Ortsrand.
    Du nimmst hier an, dass sämtliche Bewohner der Orte das Einzugsgebiet der Bahnhöfe darstellen, dem ist jedoch nicht so.
    Das Einzugsgebiet eines S-Bahnhofs ist gemäß Nahverkehrsplan auf 1000 m Luftlinie definiert.

    Vor allem von Berkheim befindet sich nur rund die Hälfte der Ortsfläche im Einzugsgebiet, bei Zollberg und Denkendorf ist auch ungefähr ein Drittel der Fläche unerschlossen.

     

    Auch das Betriebskonzept der S-Bahn überzeugt mich jetzt nicht so sehr, da eben keine Trassen im Tunnel mehr frei sind.

    Daher fände ich eine Verlängerung der Stadtbahn von Nellingen bis Denkendorf sinnvoller.

    1. Die Bahnhöfe sind jeweils am Ortsrand.

      Du nimmst hier an, dass sämtliche Bewohner der Orte das Einzugsgebiet der Bahnhöfe darstellen, dem ist jedoch nicht so.

      Das Einzugsgebiet eines S-Bahnhofs ist gemäß Nahverkehrsplan auf 1000 m Luftlinie definiert.

      Natürlich sind nicht alle Einwohner angebunden, natürlich fahren nicht alle Zug, selbstverständlich pendeln nicht alle nach Esslingen oder Stuttgart. Es ist selten möglich selbst mit zwei Bahnhöfen für einen Ort 80% oder mehr der Anwohner mit kurzen Fußwegen anzubinden.

      Auch das Betriebskonzept der S-Bahn überzeugt mich jetzt nicht so sehr, da eben keine Trassen im Tunnel mehr frei sind.

      Also soweit ich wüsste soll die S15 über die Schusterbahn geführt werden, nicht durch den Tunnel.

      1. Also soweit ich wüsste soll die S15 über die Schusterbahn geführt werden, nicht durch den Tunnel.

        Genau das meine ich.
        Weil die S15 nicht durch den Tunnel fährt, ist das Potential geringer.

  2. Daher fände ich eine Verlängerung der Stadtbahn von Nellingen bis Denkendorf sinnvoller.

     

    Eine Verlängerung der S2 aus Richtung Filderstadt nach Denkendorf und weiter in Richtung Plochingen/Wendlingen könnte eine weitere Option sein.

     

    Interessante Diskussion, die eine Lücke im Verkehrssystem des Stuttgarter Ballungsraums aufzeigt. Die Stadtbahn versorgt das Stuttgarter Stadtgebiet und angrenzende Gebiete gut. Für Verbindungen nach beispielsweise Nürtingen oder Leonberg (das hatten wir ja in Eurozugs Vorschlag) wäre die Stadtbahn mit ihren sehr geringen Stationsabständen und ihren Strecken in der Straße zu langsam.

     

    Kein Problem, für längere Strecken innerhalb der gesamten Metropolregion gibt es die S-Bahn, könnte man meinen. Allerdings ist durch die gemeinsame Stammstrecke kein großer Netzausbau mehr möglich – daran dürfte auch dieser Vorschlag scheitern – zumal eine zweite Stammstrecke absolut unrealistisch ist. Eine zweite Stammstrecke ergäbe, sehen wir von den Kosten und der sonstigen Machbarkeit ab, ein völlig verbautes Netz wie in München, ohne dass die entscheidenden Engpässe überhaupt beseitigt würden.

     

     

     

    Daher ist lautet Fragestellung – vor allem an die Kenner dieser Region wie Eurozug – bräuchte die Region Stuttgart ein weiteres Verkehrsmittel? Um auch Gebiete, die abseits der Bahnstrecken liegen, sinnvoll anbinden zu können? Und auch, um von der Deutschen Bahn unabhängiger zu sein? Verbindungen, die auf dem heutigen Schienenplan fehlen, könnten durch eine Express-U-Bahn hergestellt werden, die folgende Merkmale verfügt:

     

    -Vollautomatischer Betrieb

     

    -Linienreiner Betrieb

     

    -Große Stationsabstände

     

    -Punktuelle Ergänzung des Stadt- und S-Bahnnetzes – kein großes Netz erforderlich – ca drei Linien könnten genügen

     

     

     

    Kopenhagen hat seit Jahrzehnten ein S-Bahnnetz, aber hier hat man Mut bewiesen: Anstatt aus der S-Bahn eine eierlegende Wollmilchsau zu machen, die für alle Verkehrsbedürfnisse aufkommen muss, wurde ein hochmodernes, ergänzendes, kleines aber feines Metronetz auf die Beine gestellt.

     

    In der Praxis könnte eine Stuttgarter Express-Metro Gegenstand eines Konjunkturprogramms sein (Autoindustrie) und Arbeitsplätze schaffen.

    1. bräuchte die Region Stuttgart ein weiteres Verkehrsmittel?

      Sehr interessanter Gedanke, gerade für Stadtbahnsysteme kann man die Stadtbahn zu Straßenbahn und U-Bahn entflechten.

      Die U-Bahn würde dann wichtige Achsen bedienen, die Straßenbahn würde dann eine Ergänzung, gerne auch parallel zu U-Bahn-Strecken, sein.

      Aber ich weiß nicht ob Stuttgart das gute Testobjekt wäre, die müssen erstmal mit den Stuttgart-21-Traumata klarkommen und werden für solche Projekte viel skeptischer sein…….

    2. Verbindungen, die auf dem heutigen Schienenplan fehlen, könnten durch eine Express-U-Bahn hergestellt werden, die folgende Merkmale verfügt:

      -Linienreiner Betrieb

      -Große Stationsabstände

      -Punktuelle Ergänzung des Stadt- und S-Bahnnetzes – kein großes Netz erforderlich – ca drei Linien könnten genügen

      Und wo sollen diese drei Linien entstehen?
      Welche Korridore, die bislang weder von S-Bahn noch Stadtbahn angebunden werden, sind denn so nachfragestark, dass sich eine solche linienreine Voll-U-Bahn rentieren würde?

      Im Prinzip deckt die S-Bahn das Bedienschema ab, was deine Express-U-Bahn machen soll.
      Wenn die Kapazität im Tunnel erschöpft ist, dann baut man eben einen Zweiten.
      Und bevor das Argument kommt, eine zweite Stammstrecke sei zu teuer: Du hast hier gerade nicht nur eine zweite, sondern auch noch eine dritte und vierte gefordert.

      Kopenhagen hat seit Jahrzehnten ein S-Bahnnetz, aber hier hat man Mut bewiesen: Anstatt aus der S-Bahn eine eierlegende Wollmilchsau zu machen, die für alle Verkehrsbedürfnisse aufkommen muss, wurde ein hochmodernes, ergänzendes, kleines aber feines Metronetz auf die Beine gestellt.

      Und hast du dir das auch mal auf der Karte angeschaut? Das hat absolut gar nichts damit zu tun, was du für Stuttgart forderst.

       

      Wenn man auf einmal noch ein paar Milliarden übrig haben sollteund diese in die Schiene investieren möchte, kann man den Abriss des Kopfbahnhofs stoppen, dann hätte man reichlich Kapazität für eine drastische Taktverdichtung der MEXe.

  3. Sehr interessanter Gedanke, gerade für Stadtbahnsysteme kann man die Stadtbahn zu Straßenbahn und U-Bahn entflechten.

    Ich würde eher ein neues Netz unabhängig vom bestehenden Stadtbahnsystem errichten. Die Stationsabstände der Stuttgarter Stadtbahn sind sehr klein, ob in der Straße oder im Tunnel. Das von mir angedachte Netz soll ja, wie gesagt, eher die gesamte Region erschließen – dafür ist die bestehende Stadtbahn eben zu langsam. Und wie willst du bitte die U7 und U15 sinnvoll voneinander entflechten? Oder die U3 und U8 usw. Man sollte in Stuttgart bestimmte Achsen u-bahnartig umbauen, um längere Züge einsetzen können und Hauptkorridore in Schnellbahnqualität zu bedienen. Das ganze Netz kriegst du aber niemals umgefummelt, ohne die ganze Netzwirkung des Stadtbahnsystems zu zerschlagen. Das Stuttgarter Stadtbahnnetz wird immer überwiegend städtischen Charakter haben.

    Sonst macht man den selben Fehler wie im Ruhrgebiet, wo die Stadtbahn in der Praxis als reiner Straßenbahnersatz konzipiert wurde und daher ihre ursprüngliche zugedachte, städteverbindende Rolle nie ausüben konnte.

    Aber ich weiß nicht ob Stuttgart das gute Testobjekt wäre, die müssen erstmal mit den Stuttgart-21-Traumata klarkommen und werden für solche Projekte viel skeptischer sein…….

    Das stimmt, wobei solche Projekte heute ohnehin in ganz Deutschland schwer vermittelbar sind. Die öffentlichen Kassen sind leer und privat mag derzeit auch keiner in den ÖPNV investieren. In Stuttgart würde ich wenigstens ansatzweise Bedarf erkennen.

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