Beschreibung des Vorschlags
Bei Lauenburg und Boizenburg besteht die Möglichkeit die Strecken Lüneburg-Büchen und die Strecke Büchen-Hagenow. Diese soll in erster Linie dem Güterverkehr aus Richtung Hannover nach Mecklenburg-Vorpommern zu kommen, ohne dabei den überlasteten Knoten Hamburg durchfahren zu müssen. Die Strecke, die sich an die B5 anschmiegt, lässt sich mit geringem Aufwand erstellen, da kaum Kunstbauwerke erforderlich sind. Sie muss, wie auch die Strecke Lüneburg-Lauenburg elektrifiziert werden. Idealerweise wird Lüneburg-Lauenburg auch zweigleisig ausgebaut. Bei der ca. 10 km langen Neubaustrecke sollte eine eingleisige Ausführung ausreichen.
Auch für Personenzüge, etwa auf der Relation Hannover-Schwerin kann diese Strecke interessant sein. Nicht zuletzt können von Hannover kommende Urlauberzüge Richtung Rostock und Rügen hier abkürzen. Mit dieser Relation hat sich außerdem auch Ulrich Conrad hier beschäftigt.

Eine interessante Variante, allerdings eher für den Güterverkehr und Urlauber-ICs. Den normale Personenverkehr zieht es eher nach Hamburg, wo ohnehin viele Fahrgäste hin wollen.
Warum sie nicht schon gekommen ist: Bis 1945 gab es als Alternative die Elbbrücke Dömitz https://de.wikipedia.org/wiki/Elbbr%C3%BCcke_D%C3%B6mitz_%28Eisenbahn%29 , danach war hier Grenzregion.
Urlauber IC´s:
Das trifft den Nagel auf den Kopf.
Da kann es dann aber nur um Einzelzüge von Freitag bis Sonntag und nur im Sommer gehen. Ansonsten brauchst du die Fahrgäste aus Hamburg. Man darf ohnehin gespannt sein, was aus den ICs wird – mit 5-teiligen Dosto-ICs wird man da in Sommer nicht weit kommen.
Für den Güterverkehr wäre die Trasse vileicht auch wichtig und außerdem kann man die Fahrgäste aus Lüneburg z.B so schneller nach Schwerin bringen.
es wäre ja genug, LINT-Züge auf der Strecke Lüneburg-Schwerin einzusetzen, oder etwa nicht?
Genau das meine ich. Hier könnte der 648er ais dem Sauerland-Netz, wo bald PESA-Züge fahren, zum Einsatz kommen.
Wann können die externen Vorschläge bewertet werden?
Vermutlich gar nicht, dafür müssten erstmal weitere regionale Ableger von Linie Fünf/Plus entstehen.
Gefällt mir sehr gut!
Sehr interessanter Vorschlag! Der Personenverkehr muss ja nicht immer über Hamburg gehen. So spart man sich einen oder mehrere Umstiege.
Man könnte ja mal einen Zug probeweise die Strecke Hannover – Rostock über Büchen fahren lassen. (Wenn das in Büchen technisch möglich ist.)
Danke für den Kommentar dieses mittlerweile 6,5 Jahre alten Vorschlages! Ich habe diesen Anlass einmal genutzt, um den Vorschlag und die Beschreibung gründlich zu überarbeiten.
Einen Zug probeweise über Büchen zu schicken, dürfte schwierig werden. Dafür müsste erst die Strecke Lübeck-Büchen elektrifiziert werden. Außerdem müsste man dann auf der Hamburg-Berliner Bahn die Fahrtruichtung wechseln.
Auch ich lese von dieser Idee erst jetzt – und finde sie aus den vorgannten Gründen ebenfalls sehr interessant. Die offiziellen Bahnstreckenplaner sollten hier mal mitlesen…
Trotz der ganzen Zustimmung hier – eine hohe Nachfrage sehe ich nach der Verbindung ehrlich gesagt eher nicht. Dafür ist es einfach zu sehr eine Tangente für Hamburg. Der Fernverkehr wird von der Ostsee überwiegend via Hamburg bzw. Berlin geführt, weitere (Einzel-) Zugverbindungen sehe ich maximal noch über Magdeburg. Der Güterverkehr spielt sicher eine gewisse Rolle, aber für diesen würde auch eine kurze Kurve bei Büchen und/oder Stendal reichen um die Relation Lehrte – Ostsee an Hamburg vorbeizuleiten. Da kommt es auf ein paar Kilometer mehr oder weniger auch nicht an. Und Nahverkehr? Busse fahren dort nur relativ selten (>1h-Takt), mit Umstieg in Büchen geht es ähnlich schnell.
Versteh mich nicht falsch, die Idee ist nicht komplett verkehrt und sie dürfte aufgrund der Parallelführung zur B5 auch auf nicht allzu große Widerstände stoßen, aber so einen großen Nutzen, dass man hier einen (bisher relativ seltenen) Eisenbahnneubau durchführen würde, erkenne ich gerade nicht so.
Ich sehe jetzt auch keine allzu große Nachfrage. Wie gesagt, der Vorschlag ist über sechs Jahre alt und mein erster Vorschlag bei Linie Fünf. Könnte mir aber schon vorstellen, dass er im Güterverkehr eine Entlastung des Knoten Hamburg bringen kann. Defacto ist dieser Vorschlag ja eine große Kurve bei Büchen. Weiter nördlich wird es auch aufwendiger, da dort viel Gewässer im Weg ist.
Ich kann jetzt nicht so einschätzen wie viele Leute auf einer Relation, wie Hannover-Schwerin im Nahverkehr unterwegs sind, aber einige werden es sicher sein, denen man so zwei Umstiege ersparen kann. Die größten Profiteure dürften aber wirklich die Urlauberzüge sein, die von NRW und Süddeutschland an die Ostsee fahren. Die kommen dann voll besetzt aus dem Süden an und sollen in Hamburg keine weiteren Reisenden mehr aufnehmen, weil für die genug Regelzüge zur Verfügung stehen. Und so kann die Fahrt an die Ostsee um ca. eine halbe Stunde beschleunigt werden, weil man Hamburg auslässt.
Ich würde also sagen, dass von SPNV, SPFV und SGV jeder ein bisschen profitiert und das das große Ganze ergibt.