Beschreibung des Vorschlags
Projektbeschreibung: Straßenbahnsystem Minden – Farbgruppe Rot
Das Straßenbahnsystem in Minden soll ein wichtiger Bestandteil des öffentlichen Nahverkehrs werden. Die Linien der Farbgruppe Rot – 1, 2 und 3 – sollen zentrale Orte verbinden und den Alltag für die Anwohner einfacher und angenehmer machen.
Das vorhandene Busnetz ist relativ schlecht ausgebaut, was aber durch zeitlich abgestimmte Straßenbahnfahrten erweitert und ausgebaut werden könnte. An allen geplanten Tram-Haltestellen existieren bereits Bushaltestellen mit selbigen Namen, sodass eine Umbenennung der Bushaltestellen nicht notwendig ist.
Minden hat bereits ungefähr 84.000 Einwohner, die auch in teils stark besiedelten Gebieten eher schlecht mit dem Bus angebunden sind. Die Straßenbahn soll dafür Abhilfe schaffen und regelmäßig die wichtigsten und am dichtesten besiedelten Flächen anfahren.
Auch wenn die Stadt Minden alleine nicht über die nötigen finanziellen Möglichkeiten verfügt, soll dieses Millionenprojekt durch den Bund und dem Land Nordrhein-Westfalen gefördert werden. Das Land NRW finanziert derartige Projekte (zur Wirtschaftsförderung, SPNV-Ausbau und zum verbessern der Infrastrukturen für Tourismus) mit maximal 80%.
Eine Straßenbahn ist am besten geeignet, um die nicht so gut angebundenen Gebiete besser anzubinden. Die meisten Straßen, auf denen die Linien fahren sollen sind bereits sehr breit gebaut worden, sodass ausreichend Platz für Schienen und Haltestellen vorliegt. Das Niederflursystem soll für Barrierefreiheit und einfaches Fahren sorgen. Zusätzlich werden erheblich Kosten gespart im Vergleich zum Hochflursystem, da sonst sämtliche Haltestellen als Hochbahnsteige errichtet werden müssten. Um mögliche unfinanzierbare Kosten zu reduzieren und die Wirtschaftlichkeit dieses Millionenprojekts zu erhöhen, könnte man über den Einsatz von akkubetriebenen Wagen nachdenken, da eine Elektrifizierung in die äußeren Äste sehr kostspielig ausfallen könnte.
Überblick über die Linien
- Linie 1: Stadtmitte – Kutenhausen Die Linie 1 soll zwischen der Stadtmitte und Kutenhausen verkehren. Beginnend bei der Station „Stadtmitte“, welche auf dem Grünstreifen zwischen den Fahrspuren vom Klausenwall entstehen soll, oder alternativ innerhalb des ZOBs (wobei jedoch Einfahrten zur Tiefgarage blockiert werden würden oder die Verkehrsführung stark beeinträchtig werden würde), folgt die Straßenbahn dem Straßenverlauf vom Klausenwall in nördliche Richtung. Die Station „Weserufer“ soll in der Nähe der Kreuzung zur Weserbrücke entstehen, wo ebenfalls ausreichend Platz vorhanden ist. Anschließend folgen die Haltepunkte „Marienstraße“, bei der sich die Linie 3 Richtung Hahlen von Linie 1 und 2 der roten Farbgruppe abzweigt, und „Besselstraße“ die für eine gute Anbindung der dicht besiedelten nördlichen Innenstadt sorgen. Nachdem die Ringstraße überquert wird, werden die Schienen an die der MKB angeschlossen, die zum Bahnhof Oberstadt führen, wo eine gleichnamige Station für die Straßenbahn entstehen soll. Hier sind bereits Bahnsteige vorhanden und könnten einfach mit verwendet werden. Nach dieser Haltestelle zweigt sich die Strecke der Linie 2 von der der Linie 1 ab. Nach einer Kurve überquert die Linie 1 die Weser und folgt nun vollständig dem Verlauf der Kutenhauser Straße. Es folgen die Haltepunkte „Karolingerring“, „Saaring“, „Graf-Wilhelm-Straße“ und „Schwerinstraße“ die für gute Erreichbarkeit und Anbindung der Anwohner der gesamten Nordstadt sorgen. Schließlich wird der Endpunkt der Linie 1 „Kutenhausen“ erreicht, der direkt am dortigen Einkaufszentrum entstehen soll.
- Linie 2: Stadtmitte – Minderheide/Betriebshof Linie 2 soll die Stadtmitte mit Minderheide und dem Betriebshof verbinden. Angefangen bei der Haltestelle am Bahnhof Oberstadt, wo sich die Linie 2 von der 1 trennt, folgen die Stationen „Bierpohlweg“, „Hessenring“, „Roßbachstraße“ und „Sandtrift“. Dafür folgt die Trasse dem Straßenverlauf der Stiftsallee, die ebenfalls breit genug ist, eine zweispurige Strecke zu beherbergen. Anschließend folgt die Haltestelle „Stiftsallee“, die auf dem bisher ungenutzten Gebiet um die Kingsleyallee entstehen soll. Diese Haltestelle bietet wichtigen Anschluss für das Einkaufszentrum in Minderheide bzw. Kuhlenkamp und für die Gesamtschule, das Gymnasium sowie dem Berufskolleg der FES Minden. Danach folgt der Haltepunkt „Holzhauser Straße“ und zuletzt der Endpunkt „Minderheide/Betriebshof“. Die Endhaltestelle soll das wichtige Industriegebiet und Minderheide anbinden und gleichzeitig auch Zufahrt zum Betriebshof der Straßenbahn bieten. Der Betriebshof soll sämtliche Wagen der Straßenbahn beherbergen können und für die Wartung der Bahnen sorgen. Der Betriebshof soll auf dem ungenutzten Feld nordöstlich der Haltestelle entstehen.
- Linie 3: Stadtmitte – Hahlen Linie 3 soll zwischen der Stadtmitte und Hahlen pendeln. Nachdem sich die Strecke der Linie 3 von den anderen der roten Farbgruppe hinter der Station „Marienstraße“ abzweigt, folgt nach einer relativ engen Kurve auf die Hahler Straße die Haltestelle „Herder-Gymnasium“, die das gleichnamige Gymnasium der Stadt Minden anbinden wird. Nach dem Überqueren der Ringstraße folgt der Haltepunkt „Nettelbeckstraße“. An der Kreuzung Hahler Straße/Bayernring soll die Haltestelle „Kampa-Halle“ entstehen, die das Leo-Sympher-Berufskolleg, das Besselgymnasium und die gleichnamige Sporthalle anbinden soll. Diese Haltestelle spielt eine wichtige Rolle, da Gäste des GWD Minden für Spiele einfacher anreisen können. Anschließend folgt der Haltepunkt am neu errichteten EDEKA-Campus, der die Zentrale von EDEKA-Minden-Hannover darstellt und zudem arbeiten hier über 2.000 Beschäftigte, denen die Anreise erleichtert werden würde. Danach folgt die Station „Hahler Straße“. Schließlich folgen die Haltestellen „Osterhahlen“, „Hahlen/Zentrum“, „Hahlen/Friedhof“ und der Endpunkt „Hahlen“, die alle Übergang zur Linie 4 der blauen Liniengruppe bieten.
Die Pläne zu den beiden anderen Farbgruppen und evtl ein Gesamtnetz werde ich sukzessive veröffentlichen. Linienplan des gesamten geplanten Tramnetz für Minden: Bild öffnen
Es handelt sich bei den hier gezeigten Linien um den Vollausbau, also das maximale Potenzial, wie man die Straßenbahn ausbauen könnte. Alles darüber würde den Raum der realistischen Möglichkeiten überschreiten.

Wenn ich das richtig sehe, fahren auf den 3 Strecken Busse ca. im T30. Wenn diese überlastet sind, warum reichen dann erstmal keine Taktverdichtungen? Und wenn sie nicht überlastet sind, warum braucht es dann eine Straßenbahn?
Hahlen bspw. hat 3.900 EW. Da braucht man definitiv keine Straßenbahn. Da kann man froh sein, wenn regelmäßig Busse fahren.
In einigen Fällen kann ich mir durchaus eine Straßenbahn auch in Mittelstädten vorstellen, aber Minden ist gehört da sicherlich nicht dazu. MeN braucht eine Mittelstadt, um eine Straßenbahn zu rechtfertigen, 1-2 große Wohnviertel, damit man ~50% der Einwohner auf einer Linie anbinden kann. So etwas findet man in Minden nicht. Zeigt alleine schon der Fakt, dass die Innenstadt der bevölkerungsreichste Stadtteil ist. Die einzige Verbindung in Minden, wo ich mir eine Straßenbahn vorstellen könnte, wäre Bahnhof – Innenstadt (-Nordstadt/Bärenkämpen), aber definitiv nicht in diese 3 Käffer am Stadtrand.
Zu den Kleigigkeiten: Warum legst du die Straßenbahnhaltestelle nicht in den ZOB? So muss man ja immer die Straße überqueren, um zum Bus zu kommen.
Warum heißt die Endhaltestelle der 1 Kutenhausen, wenn dieses einen Kilometer weiter nördlich liegt und sich neben der Haltestelle der Ort Todtenhausen bedindet?
Viele Grüße
Moin Werder2010!
Erstmal danke für Deine Rückmeldung. Es stimmt, eine Taktverdichtung der Busse würde durchaus auch Sinn ergeben und dabei auch erhebliche Kosten sparen – da geb ich Dir Recht. Die drei Linien würde ich auch eher als maximales Potenzial einstufen, also es würde natürlich auch gehen, dass man nicht alle davon umsetzt. Schreibe ich evtl auch nochmal in die Beschreibung rein.
Was die Haltestelle Stadtmitte angeht, weiß ich nicht wie man die Trasse durch den ZOB verlegen könnte, da man die Einfahrt zu der Tiefgarage auf der Ecke zubauen würde. Habe ich aber mit eingezeichnet.
Zum Endpunkt der 1: Geografisch gesehen liegen beide Ortschaften nördlich von der Haltestelle und mit relativ großen Abstand. Das Wohngebiet auf der rechten Seite gehört zu Eickhoff. Evtl könnte man das als Name verwenden.
Viele Grüße zurück 🙂
Ich kenne Minden leider nicht – muss definitiv mal Reiseziel werden.
In diesem Teil sticht vor allem der 3er raus. Man könnte den locker bis Hille über die Nebenbahn bis Hille durchziehen. Die Innenstadtvarianten sind sehr gut durchdacht. Man nimmt sehr viel mit, was die vorhandene Kleinbahninfratruktur nicht schafft.
Ich bin ehrlich gesagt zwiegespalten. Ich würde die Strecken einer NKU durchlaufen lassen und die mit dem besten Verkehrspotenzial zusammen mit einem auf die Stadtbahn optimiertes Busnetz realisieren. Zudem würde ich Erweiterungen ins Umland prüfen.
Danke für Deine positive Rückmeldung! Eine Erweiterung ins Umland wäre durchaus denkbar, jedoch auch kostspieliger. Ich bin da bei Dir, die Straßenbahn sollte bei Einführung an das Busnetz angepasst werden bzw. andersherum.