2 Kommentare zu “Strassenbahn Darmstadt – Pfungstadt

  1. Hallo,

    Die reaktivierte RB66 bindet Pfungstadt jedoch nur stündlich an, und seit über einem Jahr verkehrt sie teilweise sogar nur zweistündlich oder wird durch unattraktiven Ersatzverkehr ersetzt. Zudem liegt der Darmstädter Hauptbahnhof 1,5 km von der Innenstadt entfernt, während sich die meisten relevanten Ziele direkt in der City befinden. Eine umsteigefreie Straßenbahnverbindung dorthin wäre daher äußerst wünschenswert und vergleichsweise einfach realisierbar.

    Das eine stündliche Verbindung zu wenig ist, hat die Bahn bereits eingesehen. Laut dem D-Takt Hessen soll ein T30 ganzjährig entstehen.

    Mit dem Zug  braucht man zum Hauptbahnhof 11 Minuten. 6 Minuten braucht die Tram vom Hauptbahnhof zum Luisenplatz. mit einem Umstieg von 5 Minuten braucht man also 22 Minuten ins Stadtzentrum.

    Die Tram braucht 16 Minuten nach Eberstadt. Bis Pfungstadt Bahnhof kommen wohl noch 5-7 Minuten drauf.

    => Beide Verkehrsmittel hätten dieselbe Fahrzeit. Tram wäre ohne Umstieg.

    Trassenführung

    Sehr schön beschrieben, aber es gibt eine (meiner Meinung nach bessere) Alternative

    Abzw. Nördlich HSt. Moldaubrücke. Über Pfungstädter Straße (mit 2 Haltestellen) zum Bahnhof Darmstadt-Ebersbach. Dort westlich der Bahngleisezweigleisige Tram HST, dannach eingleisig. Einfädelung in unelektrifizierte Bahnstrecke. Diese wird nun mit 600V elektrifiziert. Gemeinsame Trasse mit RB. Vor Bahnhof ausfädelung von Bahnstrecke und  weiter wie bei dir beschrieben.

    VG Geomaus007

    1. Hallo Geomaus007,

      danke für dein Feedback! Die Trassenführung über die Pfungstädter Straße habe ich bereits mehrfach als Vorschlag gelesen und halte sie grundsätzlich für eine valide Alternative. Ich betrachte das Ganze jedoch eher aus einer stadtplanerischen Perspektive. Daher habe ich mich für eine Führung südlich über die derzeit ungenutzten Flächen entschieden. Diese bieten Potenzial für städtebauliche Entwicklung sowie eine Refinanzierung durch Immobilienprojekte und neue Steuereinnahmen.

      Die Kosten kann ich nicht genau einschätzen, aber ich vermute, dass mein Vorschlag günstiger wäre, da kein bebautes Land erworben werden muss und der Eingriff in bestehende Straßenräume minimal bliebe. Bei der Alternative müsste hingegen definitiv Gelände des Waibelwerks am Eberstädter Bahnhof erworben werden.

      Zudem fährt die Darmstädter Straßenbahn auf Meterspur, während der Abzweig nach Pfungstadt in Normalspur gebaut ist. Eine Verknüpfung beider Systeme würde einen kompletten Neubau des Oberbaus sowie den Einbau von Doppelspurschienen erfordern, was mit erheblichen Kosten verbunden wäre. Darüber hinaus stellt der Wechsel von BoStrab zur EBO für einen so kurzen Abschnitt ein erhebliches Hindernis dar.

      Zusätzlich müssten die Platzverhältnisse im Kreuzungsbereich der B3/B426 geprüft werden. Ein eigener Bahnkörper wäre ideal, um Stauenden zu umgehen – allerdings müssten dafür Abbiegespuren entfallen. Ob dies umsetzbar ist, bleibt fraglich.
      LG Alex

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