Beschreibung des Vorschlags
Hallo liebe Planergemeinde 🙂
Hier nun die erste Strecke meines Stadtbahn-Konzeptes für die Stadt Potsdam. Die Linie 91 wird im Stadtbereich in einem Takt von 10 Minuten befahren. Ausserhalb fährt nur noch jeder 3 Zug durch. Die Linie verbindet die Neuen Wohngebiete Fahrland und Krampnitz im Potsdamer Norden. Zumindest bis Krampnitz West ist die Straßenbahn auch bereits in der Planungsphase, da dort ein Wohngebiet für etwa 15.000 neue Einwohner auf dem ehemaligen Kasernengelände errichtet wird. Im Süden wird das ebenfalls wachsende Bergholz-Rehbrücke, sowie im ausgedünnten Takt auch Saarmund angebunden. Im Einzugsbereich wohnen aktuell etwa 120.000 Menschen, Tendenz – besonders im Norden – steigend.
Informationen zum Konzept an sich:
Das Stadtbahn-Netz Potsdam ist eine Erweiterung der existierenden Straßenbahnlinien in die Vororte, kombiniert mit unterirdisch geführten Streckenabschnitten in den Innenstadtbereichen. Potsdam ist durch seine Nähe zu Berlin eine schnell wachsende Stadt (etwa 7000 Einwohner im Jahr), weshalb ich auch aktuelle Planungen mit aufgenommen habe. Die kulturhistorisch bedeutsame Innenstadt ist dabei besonders Schützenswerte und sollte daher von einer weiteren Zunahme des Straßenbahnverkehrs – analog zu Städten wie Bielefeld – aus den Strassen der Innenstadt verbannt werden. Die Tunnelabschnitte werden, auf Grund der Bodenbeschaffenheit (Grundwasser), in einer Tiefe von über 50 Metern ausgeführt, weshalb die Tunnelrampen auch entsprechenden Abstand zu den folgenden Tunnelstationen haben. Die Stationen selbst sind an den neuralgischen Punkten platziert um so möglichst effiziente Umsteigemöglichkeiten zu bieten.
Als alter Potsdamer konnte ich für meine Planungen auch die baulichen Gegebenheiten vor Ort für die Streckenverlängerungen mit einbeziehen. Einige der ausgeführten Strecken sind so oder sehr ähnlich auch bereits in den Konzeptionen der Verkehrsbetriebe bereits aufgetaucht und stehen auch zum Teil bereits vor ihrer Realisierung (besonders im Norden in Richtung Krampnitz).
Die Stadtbahn wird im Zuge der Umwandlung auf Hochbahnsteige umgerüstet. Die Bahnsteiglänge wird auf 100m (unterirdisch) und 70m (oberirdisch) ausgebaut. Als Wagen kommen die auf der Hannoverschen Stadtbahn verkehrenden Züge zum Einsatz, um insbesondere in den Aussenstrecken schnelle Reisegeschwindigkeiten mit hohem Fahrgastkomfort zu gewährleisten.

Die Strecke gefällt mir.
Die Umstellung auf Hochbahnsteige halte ich jedoch für völlig unangebracht. Heutzutage macht man sowas einfach nicht mehr. Die hochflurigen Stadtbahnsysteme sind doch nur entstanden, weil man einen ebenen Einstieg erreichen wollte, zu einer Zeit, als die Niederflurtechnik noch nicht ausgereift war.
Ich verstehe auch nicht, was es für einen Sinn haben soll, in den Tunnels längere Bahnsteige, als an der Oberfläche zu errichten. Willst du am Tunnelende stets einen Wagen abkuppeln?
Dass Hochbahnsteige im Stadtgebiet immer nur sehr schwer zu integrieren sind, muss ich wohl nicht noch erwähnen, das sollte bekannt sein. Hochbahnsteige vor dem Holländischen Viertel oder an der Alexandrowka stelle ich mir schrecklich vor. Dafür müsste man Potsdam dann wirklich den Status als Weltkulturerbe aberkennen.
Ich orientiere mich an dem wie in anderen Stadtbahn-Systemen die Bahnhöfe vorgebaut wurden. Man baut da unten ja nicht einfach mal noch ein paar Meter an, sollte man sie mal brauchen. Ich halte Bahnen in Hochbauweise als sicherer (siehe Hauptbeitrag auf Frage von Rob). Wer schon mal jemanden unter so einer Nieder-Flurbahn hat zermalmen sehen, der weiß wovon ich spreche. Auch bei einem Unfall mit einem PKW sind die Insassen wesentlich besser geschützt.
Ergänzung: In der gesamten Innenstadt sind die Bahnsteige unter der Erde. Sie stören also keineswegs das Stadtbild. Im Gegenteil: sie fallen gar nicht mehr auf.
Ach ja, richtig, das hatte ich übersehen.
Okay, das ist natürlich völlig unrealistisch.
Übrigens: Wenn jemand unter einer Hochflurbahn „zermalmt“ wird, sieht er oder sie sicher auch nicht besser aus.
Du hast unter den Wagen einen Sicherheitsabstand von etwa 30cm, was zusammen mit dem Schotterbett ausreichend sein kann um zu überleben. Es gibt ja dafür nicht ohne Grund Sicherheitsvorschriften. Bei einer Niederflur-Bahn fallen diese allesamt aus 😉