Beschreibung des Vorschlags
Münster ist Deutschlands größte Gemeinde ohne kommunalen Schienenverkehr. Da Münster jedoch mit 311000 Einwohnern eine Größe hat, bei der das Hauptverkehrsmittel schienengebunden (also eher die Straßenbahn als der Bus) sein sollte, möchte ich gerne vorschlagen, dort die Straßenbahn in Form einer modernen Stadtbahn Münster wieder einzuführen.
Mein Vorschlag für einen Innenstadt-Stammstreckentunnel in Müster (Westf). An diesen können verschiedene Stadtbahnlinien, z. B. nach Sendenhorst angeschlossen werden. Der Stammstreckentunnel erlaubt es die Stadtbahn vom Hauptbahnhof durch die Altstadt zur Universität im Schloss zu führen. Eine oberirdische Straßenbahn dürfte nämlich in den engen Straßen der Münsteraner Altstadt Trassierungsprobleme haben. Außerdem habe ich insgesamt 7 Linien vorgeschlagen, die alle mindestens im 10-Minuten-Takt fahren sollen. Wenn sie alle dieselbe Route durch die Stadt fahren sollen, dann würden sie zusammen alle 85 Sekunden fahren. Da braucht man allein schon aus Kapazitätsgründen ein Tunnelsystem, was zweigleisig pro Richtung ist.
Zwischen Hauptbahnhof und Universität/Bäckergasse soll der Tunnel viergleisig auf zwei richtungsgetrennten zweigleisig ausgebauten Etagentunneln verlaufen. Dabei fahren oben die Züge vom Hauptbahnhof Richtung Universität, also von Ost nach West und unten die Züge der Gegenrichtung sprich von West nach Ost. Die U-Bahnhöfe haben alle mindestens 75 m Nutzlänge. Außerdem haben sie alle Mittelbahnsteige, was dadurch begründet ist, dass man so erstens nur jeweils ein Treppen und ein Aufzugssystem benötigt und zweitens die Tunnel richtungsgetrennt betrieben werden, sodass sich nur bei Verwendung von Mittelbahnsteigen Züge derselben Richtung den Bahnsteig teilen können, während bei einer Verwendung von Seitenbahnsteigen Züge derselben Richtung zum Teil an verschiedenen Bahnsteigen halten, die nur über eine andere Ebene miteinander verbunden sind.
Die U-Bahnhöfe des Stammstreckentunnels sind:
- Hauptbahnhof
- Der U-Bahnhof befindet sich unter dem Hauptbahnhof und dem Busbahnhof auf dem Bahnhofsvorplatz. Er verläuft orthogonal zu den DB-Bahnsteigen und dem ZOB bzw. Parallel zu dem Verbindungskorridor im Bahnhof. Er besitzt einen Ausgang direkt in den Hauptbahnhof und einen auf den Bahnhofsvorplatz.
- Auf dem Ast zum Hansaplatz wird zwischen der Soester Straße und der Schillerstraße eine Kehranlage für Züge von der Innenstadt aus kommend eingerichtet.
- Von-Vincke-Straße
- Dieser U-Bahnhof besitzt nur einen Ausgang und zwar auf die Straße, deren Namen er trägt: Von-Vincke-Straße.
- Rathaus/Ludgeristraße
- Der U-Bahnhof Rathaus/Ludgeristraße entsteht unterhalb der Klarissengasse. Er bekommt zwei Ausgänge: Der eine führt auf die Ludgeristraße, wobei er zwei Treppen – eine nach Norden zur Klemensstraße und eine nach Süden zur Ludgeristraße/Ecke Klarissengasse – besitzt, und der zweite Ausgang führt auf den Platz auf der Stubengasse. So werden die viele Geschäfte dort, sowie das Historische Rathaus und das Amt für Bürger- und Rats-Service erschlossen. In fußläufiger Distanz liegt auch die Raphaelsklinik.
- Domplatz/Aegidimarkt
- Der U-Bahnhof Domplatz/Aegidimarkt besitzt zwei Ausgänge. Der eine (Westausgang) führt in Richtung Pferdegasse auf den Platz zwischen dem Fürstenberghaus und der Pferdegasse (auf diesem Platz steht auch das Fürstenberg-Denkmal) und der andere (Ost-)Ausgang erreicht den Geisbergweg. Der Westausgang erschließt Aegidimarkt, den westlichen Domplatz, das Fürstenberghaus, in dem ein Teil der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) und das Archäologische Museum untergebracht sind, sowie weitere diverse Museen wie das LWL-Museum für Kunst und Kultur, das Geomuseum der WWU und das Bibelmuseum.
- Universität/Bäckergasse
- Der U-Bahnhof Universität/Bäckergasse liegt unterhalb der Grünfläche östlich der Hörsaalzentrums und der Bäckergasse. Er hat zwei Ausgänge. Der eine führt nach Westen auf den Schlossplatz, wobei er eigentlich direkt auf die Gasse führt, welche das Hörsaalzentrum östlich und südlich tangiert
- Der U-Bahnhof ist wie die anderen auch ein Richtungsbahnhof auf zwei Etagen. Die beiden südlichen Gleise, die übereinanderliegen führen auf die Gerichtsstraße, wobei sie dort natürlich nicht über-, sondern nebeneinander verlaufen. Die beiden nördlichen Gleise führen analog auf den Schlossplatz in Richtung Neutor.
- Im Westen des U-Bahnhofs befindet sich eine Kehranlage. Sie verbindet das Gleis Hauptbahnhof Richtung Neutor über ein Stumpfgleis mit dem Gleis Gerichtstraße Richtung Hauptbahnhof. Die Kehranlage besteht aus einem Gleispaar Stumpfgleisen unter dem Schlossplatz und dient dem Enden von Zügen aus Richtung Hauptbahnhof.
Die Zulaufstrecke zum Ludgeriplatz, welche der Linie 1 nach Hiltrup und gegebenenfalls den Linien 6 und 7 nach Aaseestadt, Mecklenbeck und Kriegerweg dient, führt über die Bremer Straße und die Hafenstraße. Direkt zum Ludgeriplatz geht nur über die Von-Steuben-Straße, da nur dort genug Platz vorhanden ist, um eine 60-m- oder 70-m-lange Rampe zu errichten, was notwendig ist, da die Stadtbahn in Mindestens 3,50 m unter der Straße verläuft und 6 % Steigung maximal haben sollte. Genügend Platz zum Ausfädeln ist aber auch auf der Bremer Straße vorhanden, wo bereits eine Rampe notwendig ist, um die Strecke Richtung Halle Münsterland, Angelmodde und Sendenhorst anzuschließen. Und um Baukosten zu sparen, spare ich hier an einer Rampe.
Um den Tunnel zu graben, wird eine große Baugrube auf dem Parkplatz Schlossplatz (Süd) ausgehoben, welcher zwecks des U-Bahn-Baus über einige Jahre voll gesperrt wird oder teilweise gesperrt wird, wobei nur die Hälfte vom Parkplatz genommen werden, die zur Einrichtung der Baustelle notwendig sind. Die andere Hälft vom Parkplatz dient dann zum Parken. Vom Schlossplatz aus wird im Schildvortrieb bis zum Hauptbahnhof gegraben. Dort wird dann eine weitere Baustelle eingerichtet, wofür der Bremer Platz (teilweise) aufgerissen wird, um die Rampen einzubauen.
Eine oberirdische Alternative wäre der Abschnitt zwischen Schlossplatz und Hauptbahnhof von Svens Vorschlag für eine Linie 1.

Bei der Größe der Stadt und dem hohen Anteil an Studenten eine gar nicht mal so abwegige Idee. Ich würde aber aus Kostengründen nur die Stationen „Aegidimarkt“ und „Hauptbahnhof“ als Untergrundstationen realisieren. Und was soll eigentlich der große Schlenker nördlich des Bahnhofs?
Der Schlenker wird nötig, um die Südäste zum Ludgeriplatz auszufädeln. Diese kreuzen die Ost-West-Strecke senkrecht im U-Bahnhof Hauptbahnhof. Aber ich tüftele glaube ich nochmal ein wenig an der Tunnelstrecke.
So gefällt mir die Führung noch besser, aber auf die Station bei der Landesbibliothek sollte man glaube ich auch verzichten, sind ja immerhin nur 4 Minuten Fußweg vom Schloßplatz dorthin. Und am Hbf würde ich die Strecke etwas westlich direkt unter die Straße „Berliner Platz“ legen, ich denke das wäre einfacher zu bauen…
Wie stellst du dir denn genau die Rampen am Hansaring vor?
Ich würde die gesamte Strecke Richtung Süden verlegen. Die Ludgeristraße beispielsweise ist wiaso nicht angeschlossen. Zudem ist die Station Hauptbahnhof Nord eher Eisenbahnstraße oder Servatiiplatz und liegt nicht mehr in Gleisnähe.
Ich habe die Strecke mal zwischen Zentrum und Hauptbahnhof ein wenig neu trassiert und deinen Ideen entsprechend angepasst. Ich ergänze noch Hinweise zu den U-Bahnhöfen der einzelnen Linien. Am Hauptbahnhof und am Landgericht sollte ich ja auch noch Kehranlagen vorsehen. Mal sehen wie ich das am besten anstelle.
Sag mal sollte ich die Linie 4 nach St. Mauritz über den Hohenzollernring führen? Ein Nachteil natürlich wären die längere Fahrzeit und das Hansaviertel wäre insgesamt schlechter erschlossen, da es bisher im ÖPNV nur tangiert wird. Vorteile sind jedoch der Anschluss des St.-Franziskus-Krankenhaus an das Stadtbahnnetz, sowie günstigere Baukosten für die Strecke nach St. Mauritz, da der Tunnel insgesamt kürzer wird.
Ich habe den Vorschlag jetzt gekürzt. Er konzentriert sich jetzt nur auf die Tunnelstrecke. Den Abschnitt Hbf – Ludgeriplatz habe ich beim Vorschlag für die Linie 1 neu eingezeichnet.