Beschreibung des Vorschlags
Der aktuelle Personenverkehr zwischen der Slowakei und der Ukraine ist aufgrund des Ukraine-Krieges stark eingeschränkt und insgesamt sehr dürftig. Dennoch zeigt die Region Transkarpatien, dass trotz der geopolitischen Situation ein reger Verkehr möglich ist und diese bis jetzt ziemlich verschont blieb vom Krieg, insbesondere auf der Straße. Die bestehende Zugverbindung zwischen Košice und Mukatschewe ist mit sechs Stunden für 150 Kilometer viel zu langsam, und der bisherige Betrieb leidet unter kurvenreichen Streckenabschnitten, unterschiedlichen Spurweiten sowie zeitaufwändigen Verfahren wie Drehgestell- oder Zugwechseln.
1. Notwendigkeit
Aktuell verkehren etwa drei Züge täglich zwischen Košice und Mukatschewe, wobei die Fahrt bei 150 Kilometern ganze 6 (!) Stunden beträgt. Natürlicherweise verändert sich durch einen Krieg die Priorität des Individuellen Personenverkehrs, und zielt dieser Vorschlag auf eine langfristige ÖPNV Lösung hin. Trotzdem bleibt bei Verlauf der Strecke klar, dass die Züge zu langsam für attraktiven Verkehr sind.
Ganz auszulassen davon ist Uzhorod, Grenzstadt und nur 75 Kilometer Luftlinie entfernt außerhalb Reisebussen nicht an die Slowakei angebunden. Dies ist auch dem geschuldet dass die Spurweiten verschieden sind. Zwischen Košice US Steel bis in die Ukraine gibt es eine Trasse in Russischer Breitspur, die jeweils über Trebisov nach Uzhorod verläuft.
Die Strecke von Kosice vor allem bis Trebisov ist sehr kurvenreich und weißt eine sehr lange Fahrtzeit auf.
Bisherige Verfahren wie die Kuppelwechsel oder Zugwechsel sind oft sehr Zeitraubend und nicht mehr Zeitgemäß. Laut Wikipedia gibt es automatische Wechslung der Spurweite, die Technologie ist natürlich wünschenswert aber bis die Salonfähig ist, dauert dies noch. Daher setze ich wenigstens auf eine direkte und schnelle Anbindung beider Transkarpatische Städte an Košice, Oberzentrum des Ostens der Slowakei. Kosice trennt sich nur 75 Kilometer von Uzhorod und etwa 125 Kilometer von Mukatschewe in der Luft.
2. Vorschlag
Strecke Košice – Trebišov – Uzhorod
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Zweigleisiger Neubau ab Nizna Hutka – Slanec (18 km)
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Kurvenreiche Abschnitte bisher 60–100 km/h → Neubau: 180 km/h auf geraden Abschnitten, Kurvenradius 600 m → 130 km/h
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Zweigleisiger Neubau Slanske Nove Mesto
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Kurvenbegradigung, bisher 60 km/h → Höchstgeschwindigkeit 160 km/h
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Zweigleisiger Neubau Slivnik – Trebišov
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4 km Neubau statt 9 km Altstrecke, Maximalgeschwindigkeit 160 km/h
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Grenzüberschreitender Abschnitt Matovce – Uzhorod
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Neubau zweigleisiger Normalspurstrecke neben der bestehenden Breitspur
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Direktverbindung ohne Spurwechsel, Höchstgeschwindigkeit 140 km/h
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Mukatschewe: neuer Bahnsteig für Normalspurzüge
Zusätzliche Maßnahmen
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Modernisierung der Bahnhöfe Trebišov, Uzhorod und Mukatschewe für schnelle Abfertigung
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Signalisierung und ETCS Level 2 für höhere Betriebssicherheit
2.1 Strecken
2.1.1 Strecke Kosice – Uzhorod
Als Halt des Rychlik 6 sind die Halte Košice, Trebišov und Uzhorod angesehen.
| Entfernung | Bemerkung | + Fahrzeit | Total Fahrtzeit | Km/h |
|---|---|---|---|---|
| 0 km | Uzhorod-1 | 00:00 | 00:00 | 80 |
| 12,8 km | Grenze UA/SK | 11:00 | 11:00 | 140 |
| 15,1 km | Matovce | 1:00 | 12:00 | 140 |
| 34,1 km | Budkovce | 8:55 | 20:55 | 140 |
| 51,7 km | Trebišov | 10:25 | 31:20 | 140 |
| 57,0 km | Einfädelung NBS | 2:40 | 34:00 | 160 |
| 62,3 km | Ausfädelung NBS | 2:00 | 36:00 | 140 |
| 65,5 km | Einfädelung Slanske | 1:35 | 37:35 | 140 |
| 68,7 km | Einfädelung Hradisko | 1:30 | 39:05 | 140 |
| 77,5 km | Einfädelung Nizna Hutka | 4:25 | 43:30 | 130 |
| 89,4 km | Košice Hl. St. | 8:00 | 51:30 | Halt |
2.1.2 Strecke Kosice – Mukatschewe
Für den Rychlik 7 zwischen Košice und Mukatschewe soll es idealer Weise kein Zwischenhalt geben, da die Strecke vollständig in 1435mm gebaut ist geben. Die Höchstgeschwindigkeit soll auf allen Strecken auf 140 km/h angehoben werden, was bei den aktuellen 120 keine große Schwierigkeit darstellen soll. In Mukatschewe soll ein neuer Bahnsteig mit einem 1435mm Gleis gebaut werden, wo der Rychlik 7 endet.
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Entfernung |
Bemerkung |
+ Fahrzeit |
Total Fahrtzeit |
Km/h |
|
0 km |
Mukatschewe |
00:00 |
|
80 |
|
41,5 km |
Tschop |
19:00 |
19:00 |
140 |
|
49,5 km |
Cierna nad Tisou |
5:00 |
24:00 |
140 |
|
82,5 km |
Slovenske Nove Mesto |
17:00 |
41:00 |
140 |
|
109,5 km |
Einfädelung Kalša |
11:00 |
52:00 |
140 |
|
132 km |
Ausfädelung Nizna Hutka |
7:30 |
59:30 |
160 |
|
143,9 km |
Košice Hl. St. |
8:00 |
1:07:30 |
Halt |
3. Betriebskonzept
Auf der Strecke Košice – Kalša sollen die Rychlik 6 und 7 zusammen verkehren mit der Os 51
Doch da die Ukraine nicht in der EU ist müssen entweder Tschop oder Cierna nad Tisou als Grenzhalte genommen werden. In Mukatschewe sollen Umstiege an die Fernzüge Richtung Kiew und in Uzhorod an die Fernzüge Richtung Lemberg. Alle Züge aus Bratislava kommen planmäßig um :53 an und fahren :07 ab. Der Musterfahrplan zeigt einmal die 2 Frühsten und 2 Späteste Abfahrten. Die dazwischen erübrigen sich zu zeigen. Beim Fahplan Košice – Uzhorod ist bei Zeiten von 5 in Uzhorod und 7 in Košice recht wenig Umstiegszeit da eine Umlaufzeit 104 Minuten beträgt. In Mukatschewe gibts eine Wendezeit von 36 Minuten.
Kosice – Uzhorod
|
Haltestelle |
K1 |
K3 |
K4 |
K9 |
K10 |
|
Abfahrt Košice |
4:03 |
6:03 |
8:03 |
20:03 |
22:03 |
|
Trebišov |
4:23 |
6:23 |
8:23 |
20:23 |
22:23 |
|
Ankunft Uzhorod |
4:55 |
6:55 |
8:55 |
20:55 |
22:55 |
|
Abfahrt Uzhorod |
5:00 |
7:00 |
9:00 |
21:00 |
– |
|
Trebišov |
5:35 |
7:35 |
9:35 |
21:35 |
– |
|
Ankunft Košice |
5:55 |
7:55 |
9:55 |
21:55 |
– |
Kosice – Mukatschewe
|
Haltestelle |
K1 |
K3 |
K4 |
K9 |
K10 |
|
Abfahrt Košice |
05:03 |
07:03 |
9:03 |
21:03 |
23:03 |
|
Ankunft Uzhorod |
06:11 |
08:11 |
10:11 |
22:11 |
00:11 |
|
Abfahrt Uzhorod |
06:47 |
08:47 |
10:47 |
22:47 |
– |
|
Ankunft Košice |
07:55 |
09:55 |
11:55 |
23:55 |
– |
4. Fazit
Insgesamt stellt dieses Konzept einen wichtigen Schritt dar, um den grenzüberschreitenden Personenverkehr zwischen der Slowakei und der Westukraine effizient, schnell und modern zu gestalten, die Region stärker zu vernetzen und die Abhängigkeit vom Straßenverkehr zu verringern. Die geplanten Maßnahmen sind realistisch umsetzbar und bieten sowohl für Pendler als auch für Fernreisende eine erhebliche Verbesserung der Mobilität.
