Beschreibung des Vorschlags
Hiermit schlage ich die Errichtung einer durchgehend zweigleisigen, elektrifizierten Bahnverbindung zwischen Nitra und Zvolen vor. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Neubaustrecke (NBS) zwischen Nitra und Tekovská Breznica und einem Ausbauabschnitt (ABS) von Tekovská Breznica bis Zvolen.
Die Neubaustrecke folgt weitgehend der Trasse der Autobahn R1. Dadurch können Planungs- und Baukosten reduziert werden, da vorhandene Trassenkorridore genutzt werden und bestehende Kunstbauten (Über- und Unterführungen) teilweise für die Bahn übernommen werden können. Der neue Abschnitt soll sowohl den Regionalverkehr als auch den Fern- und Güterverkehr aufnehmen und den bislang vom schnellen Bahnverkehr weitgehend abgekoppelten Raum um Nitra in das überregionale Netz einbinden.
1. Streckenführung
1.1 Neubaustrecke (Nitra – Tekovská Breznica)
Die NBS beginnr südlich des Bahnhofs Nitra hl. st., Abzweig in Richtung Autobahn R1. In Tesarske – Sever soll ein Turmbahnhof errichtet werden, da dieser an die bestehende Bahnstrecke nach Zlate Moravce (11.000 Einwohner) angebunden ist. Die Os 64 soll mit 5 Minuten Umstiegszeit an die Os 26 von Nove Zamky über Šurany nach Topolcianky und Zlate Moravce. Als Fernverkehrshalt ist auf der Strecke keiner vorgesehen.
| Entfernung | Bemerkung | + Fahrzeit | Total Fahrtzeit | Km/h |
|---|---|---|---|---|
| 0 km | Nitra Hl. St. | 00:00 | 00:00 | 80 |
| 1,31 km | Beginn NBS | |||
| 4,50 km | Nitra-Východ | 3:15 | 3:45 | 110 |
| 9,20 km | Pohranice | 3:05 | 6:50 | 110 |
| 14,18 km | Čeladice | 3:10 | 10:00 | 120 |
| 19,59 km | Beladice | 3:05 | 13:05 | 120 |
| 24,37 km | Tesárske-Sever | 3:00 | 16:05 | 110 |
| 28,36 km | Čierne Klačany | 2:45 | 18:50 | 110 |
| 30,55 km | Einfädelung 123a | – | – | |
| 34,77 km | Čaradice | 3:30 | 22:20 | 130 |
| 42,45 km | Ausfädelung 121a | – | – | |
| 44,91 km | Tekovská Breznica | 5:05 | 27:25 | 140 |
1.2 Ausbauabschnitt (Tekovská Breznica – Zvolen)
Der bestehende Streckenabschnitt wird vollständig zweigleisig ausgebaut, um eine höhere Kapazität und eine zuverlässigere Betriebsabwicklung zu gewährleisten. Die Bahnhöfe entlang der Strecke werden so angepasst, dass sie über Außenbahnsteige verfügen und mit Überholgleisen ausgestattet sind. Dadurch können Fern-, Regional- und Güterzüge voneinander getrennt geführt werden, was Verspätungsanfälligkeit reduziert und den Betriebsfluss verbessert. Zusätzlich erfolgt eine Ertüchtigung der gesamten Strecke für höhere Geschwindigkeiten. Ziel ist eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h für den Fernverkehr sowie 80 bis 100 km/h für den Nahverkehr.
Für die bestehende Strecke 123a von aktuell Podhorany über Zlate Moravce nach Kozarovce soll es zwei Optionen geben. Zwischen Kozarovce und Zlate Moravce gibt es kaum nennenswerte Halte die wichtig sind und nach Bau der NBS stillgelegt werden soll. Dabei soll im Idealfall die Strecke zwischen Zlate Moravce-Prilepy – Podhorany – Nitra erhalten bleiben, einen einfachen T60/T120 durch die Os 27 sicherzustellen, der ab Zlate Moravce weiter auf der NBS Richtung Tekovska Breznica und dort mit der Os 57 (Sturovo – Cata – Levice – Kozarovce – Zvolen) vereint werden.
Option 2 wäre die vollständige Stilllegung zwischen Nitra und Zlate Moravce, wobei nur noch die Strecke 123b in Betrieb ist mit Umstieg bei Tesarske Sever.
2. Technische Ausführung
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Zweigleisigkeit: durchgehend zwischen Nitra und Zvolen, um Engpässe zu vermeiden
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Elektrifizierung: 25 kV AC, durchgehend für beide Abschnitte
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Bahnsteige: Höhe 550 mm, barrierefreie Zugänge
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Güterverkehr: Ausweichgleise und Überholmöglichkeiten an strategisch gelegenen Bahnhöfen
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Straßenquerungen: Alle Brücken- und Tunnelbauwerke entlang der R1 werden für die Bahntrasse übernommen oder angepasst
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Geschwindigkeit:
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NBS: Auslegung für 160 km/h (Fernverkehr), planmäßiger Betrieb bei 150 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit
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ABS: Auslegung für 100 km/h
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3. Fahrzeiten
Im Fernverkehr ergibt sich für den Abschnitt Nitra hl. st. – Tekovská Breznica eine Entfernung von 44,6 Kilometern, die bei einer angestrebten Durchschnittsgeschwindigkeit von 150 km/h in rund 29 Minuten zurückgelegt werden kann. Der anschließende Abschnitt Tekovská Breznica – Zvolen umfasst 55 Kilometer, die bei einem Durchschnittstempo von 100 km/h in etwa 35 Minuten bewältigt werden
3. 1 Fernverkehr
| Abschnitt | Entfernung (km) | Fahrzeit Abschnitt | Kumulative Gesamtzeit | |
|---|---|---|---|---|
| Nitra hl. st. → Tekovská Breznica | 44,6 | 00:18:00 | 18:00 | |
| Tekovská Breznica → Zvolen os. st. | 55,0 | 00:29:00 | 47:00 |
Die Gesamtstrecke beträgt 99,6 Kilometer mit einer reinen Fahrtzeit von 47 Minuten bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 127 km/h.
3.2 Regionalverkehr
Siehe 1.1
3.3 Zeitersparnisse
Aus diesen Verbesserungen resultiert eine deutliche Gesamtzeitersparnis:
- Nitra – Zvolen: bisher ~3:25 h → neu 0:47 h (-2:38 h)
- Zlate Moravce – Zvolen : bisher ~5:26h → neu 0:44 h (-4:42h)
- Nitra – Levice: bisher ~1:58h → neu 0:53 h (-1:05h)
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Bratislava – Zvolen (über Nitra + NBS Trnovec): bisher ~3:35 h → neu ca. 2:15 h (-1:20 h)
4. Betriebskonzept
Regionalverkehr (Os 64)
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Linienführung: Nitra hl. st. – Nitra východ – Pohranice – Čeladice – Beladice – Tesárske Sever – Čierne Klačany – Čaradice – Tekovská Breznica – weiter nach Zvolen
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Bedienung: Stundentakt, Halte an allen Stationen
Fernverkehr (Rýchlik 3 – „Zvolenčan“)
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Linienführung: Bratislava hl. st. – Galanta – (über NBS Trnovec – Nitra) – Nitra hl. st. (Richtungswechsel) – (über NBS/ABS Nitra – Zvolen) – Zvolen os. st. – Banská Bystrica
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Bedienung: Stundentakt, ohne Zwischenhalte auf der NBS
5. Fazit
Die vorgeschlagene NBS/ABS Nitra – Zvolen bietet eine direkte und leistungsfähige Anbindung von Nitra an das nationale Fernverkehrsnetz, wodurch die bislang bestehende Lücke im schnellen Ost-West-Verkehr im Süden der Slowakei geschlossen wird. Die deutlich verkürzten Reisezeiten im Fern- und Nahverkehr steigern die Attraktivität der Bahn sowohl für Pendler als auch für den überregionalen Verkehr.
Zudem werden die zentralen Städte Banská Bystrica und Zvolen aus westlicher Richtung wesentlich besser erreichbar. Gleichzeitig entlastet die neue Verbindung die stark frequentierten Nordstrecken, was insbesondere dem Güterverkehr zugutekommt und die Betriebsqualität insgesamt verbessert.
Mit der durchgängigen zweigleisigen und elektrifizierten Infrastruktur entlang der Südachse entsteht eine einheitliche, leistungsstarke Ost-West-Verbindung, die langfristig sowohl wirtschaftlich als auch betrieblich Vorteile für das gesamte slowakische Bahnnetz bringt.

Sollen die bisherigen, parallel führenden Bahnstrecken stillgelegt werden?
Habe ich jetzt so hinzugefügt. Ob sich der Betrieb der 123a lohnen wird, kann ich schlecht sagen, aber wegen den Orten Slazany, Jelenec, Zirany und Podhorany befürworte ich nur die Teilweise Stilllegung.