Beschreibung des Vorschlags
Wie ich gerade sehe, sind die Haltestellennamen komplett durcheinander! Bitte diese nicht beachten.
Ich entschuldige mich schonmal für den Haltestellen-Bug, aber das war mir beim Bearbeiten einfach zu langsam. Ich habe auch mal auf einen gleisgenauen Verlauf verzichtet, da ich nicht wirklich Ahnung habe, wie man das am besten gestaltet; für eine initiale Diskussion ist das glaube ich auch hier nicht soo wichtig.
Kombination aus mehreren Vorschlägen für durchgehende Verbindung:
Reaktivierung Wilster-Brunsbüttel (https://linieplus.de/proposal/nbs-entlang-der-marschbahn)
Reaktivierung Wrist-Itzehoe mit neuer Kurve (https://linieplus.de/proposal/sh-rb61-62-71-itzehoe-wrist-heide/)
Reaktivierung Neumünster-Ascheberg und Eutin-Neustadt (https://linieplus.de/proposal/rv-sh21-9-rb-neumuenster-neustadt-holst/)
Weiteres zum Verlauf:
In Itzehoe würde ich gerne auf das Kopfmachen verzichten, dazu müsste jedoch eine NBS südlich errichtet werden, wobei gleichzeit weniger Menschen erreicht werden. In Kellinghusen sind der alten Strecke mehrere Gebäude im Weg, daher habe ich dort eine südliche Umfahrung eingezeichnet. Um die Züge nach Neumünster zu bekommen, ist eine Kurve nördlich von Wrist nötig. In Neumünster könnte im südlichen Teil (Faldera, Wittorf, Padenstedt-Kamp) auch ein Halt angelegt werden, der wäre jedoch im Wald. Zwischen Ascheberg und Plön wird wohl dann ein zweigleisiger Ausbau notwendig, genauso wie kurz hinter Eutin. Dort habe ich auch den alten Verlauf eingezeichnet, sowie einen kürzeren Verlauf, der dann jedoch reine NBS ist. Einen weiteren Halt habe ich auch an der Kreuzung mit der zukünftigen neuen Strecke nach Fehmarn eingezeichnet.
Die Idee dahinter ist, eine attraktive Querverbindung zu schaffen. Angebunden werden Brunsbüttel, Itzehoe, Neumünster, Plön und Neumünster (Auswahl), welche alle nicht mit der Bahn verbunden sind. Die Bedarfshalte ermöglichen es, auch in den kleineren Dörfern zu halten, ohne dabei zu viel Tempo zu verlieren. Durch die längeren geradlinien Stücke kann oft auch eine recht hohe Geschwindigkeit gefahren werden.
Als Takt reicht, denke ich, ein Stundentakt, zumindest für die Anfang, da hier viel Bedarf erst generiert werden muss, was natürlich ohne eine solche Verbindung erst recht nicht geht. Wie schon auf anderen Regionalbahnen, z. B. Kiel-Lüneburg, können hier LINTs eingesetzt werden, bzw. im Hinblick auf den Klimaschutz würde ich z. B. Wasserstoffzüge, oder akkuFLIRTs (wobei hier ein Laden an Endpunkten erfolgen müsste, da auf der befahrenen Strecke relativ wenig Oberleitung existiert) empfehlen, letztere werden vom Land SH bereits angeschafft.

Brunsbüttel-Itzehoe:
Der Abschnitt lässt sich derzeit inklusive 10% Reserve und Halt in Wilster in 29 Minuten befahren; mit 5 Minuten Wende in Brunsbüttel also 63 Minuten hin und zurück. Sogar 64 Minuten würden passen, da der RE6 im Deutschlandtakt von (nach) Hamburg um X:24 (X:36) durch Itzehoe fährt; wenn beiden Züge am gleichen Gleis in Itzehoe stehen, sind hier Richtungsanschlüsse gegeben. Allerdings müsste wohl trotzdem irgendwo ein Ausweichgleis zwischen Wilster und Brunsbüttel hinzugefügt werden, damit die Güterzüge nach Brunsbüttel vernünftig durchkommen. Wenn man die Strecke noch ein bisschen ausbaut, könnte man den Abschnitt gut als alleinstehendes Stück im Stundentakt betreiben (25 Minuten Fahrtzeit, so dass 5 Minuten Wendezeit an beiden Enden bleiben); ohne Ausbau halt im 2-Stundentakt.
Itzehoe-Wrist-Neumünster:
Hier wird es etwas komplizierter als inm Vorschlag angedeutet. Nicht nur in Kellinghusen stehen Gebäude im Weg, auch in Hohenlockstedt. Die südliche Schleife in Kellinghusen würde zwei Brücken über die Stör und eine SÜ der L115 erfordern; außerdem vermute ich mal, dass sie ins Überschwemmungsgebiet eingreifen würde. Da ist es wahrscheinlich billiger, die im Wege stehenden Häuser aufzukaufen und abzureißen. Dazu kommt dann noch, dass die Kommunen auch alternative Pläne für die Trasse haben. Wahrscheinlich wäre das Geld hier besser in ein attraktives Busangebot investiert.
Der Rest der Strecke ist dann noch interessant wegen der Anbindung von Itzehoe an Neumünster. Hier würde ich behaupten, dass man den gleichen Effekt erzielt, wenn man ein Beschleunigung für Itzehoe-Elmshorn findet. Die würde dann aber zusätzlich den gesamten Verkehr auf der Relation Hamburg – Steinburg/Dithmarschen/Nordfriesland beschleunigen und damit sehr viel lohnenswerter.
Insofern würde ich diesen Abschnitt komplett aus dem Vorschlag rauslassen.
Neumünster – Plön:
Hierzu gibt es bereits ein Gutachten, dass einer Reaktivierung mit Pendelverkehr Neumünster-Plön ein NKV von 1,03 bescheinigt. Die Züge würden dabei in den 30-Knoten in Neumünster eingebunden und 25 Minuten bis Plön brauchen, so dass ein Zug ausreicht.
Plön – Neustadt:
Wenn es hier Bedarf gibt, dann wahrscheinlich eher von Neustadt nach Kiel statt nach Neumünster. Allerdings sind die Gleise komplett abgebaut, eine Reaktivierung käme hier praktisch einem Neubau gleich.
Fazit:
Die beiden Abschnitte Brunsbüttel-Itzehoe und Neumünster-Plön könnten als getrennte Maßnahme interessant sein (und werden auch von den betroffenen Kommunen regelmäßig thematisiert). Der Rest erscheint mir eher sinnlos. Vor allem, weil der Bedarf an einer umsteigefreie Verbindung von Brunsbüttel nach Neumünster bzw. Neustadt nach Itzehoe zu gering sein dürfte, um größere Inverstitionen zu rechtfertigen.
Zu Brunsbüttel-Itzehoe: Was ich da am kritischsten sehe, ist die Position des Bahnhofs in Brunsbüttel auf der anderen Seite des Kanals.
Zu Itzehoe-Kellinghusen: Mh ja auf die Störbrücken habe ich gar nicht wirklich geachtet, muss ich sagen. Nur halte ich es für schwierig die im Weg stehenden Gebäude abzureißen, da dort mehrere Lebensmittelläden sind (3 von 4 in Kellinghusen, wenn ich das richtig sehe). Ob ein Tunnel, wie in einem anderen Vorschlag beschrieben, günstiger ist, kann ich nicht beurteilen.
Zu Kellinghusen-Neumünster: Als sinnvolle Alternative wäre hier sonst der Neubau entlang der A23 mit Kurve Richtung Wrist denkbar. Ist dann zwar ohne Anbindung von Itzehoe-Nord, Hohenlockstedt und Kellinghusen, aber mit Ausbau Itzehoe-Elmshorn. Itzehoe-Nord ist vielleicht eh besser nach Hamburg angebunden.
Zu Neumünster-Plön: Im Grunde möchte ich diese Verbindung ja bei mir integrieren, um Umsteigeprozesse zu reduzieren. Von Eutin nach Wrist (oder Kellinghusen) müsste man sonst 2 Mal umsteigen. Dass sich der Abschnitt alleine lohnt bezweifle ich nicht.
Zu Plön-Neustadt: Hier geht es mir vor allem um eine Verknüpfung zur Strecke nach Fehmarn (über einen neu zu schaffenden Bahnhof). Gut möglich, dass eine Verbindung nach Kiel da interessanter ist, ich kann mir aber nicht vorstellen, wie die bestehende Strecke da noch ausgebaut werden soll, das müssten dann abschnittsweise 2 Gleise werden. Zwischen Kiel und Preetz oder Plön sollen ja noch zusätzliche Regionalbahnen fahren (wenn ich das richtig verstehe – oder die fügen der vorhanden langsamen Linie die Halte hinzu), die jedoch noch langsamer sind und sich daher wohl kaum für eine Verlängerung nach Neustadt oder Fehmarn eignen. Im Zweifel müsste man oder würde man dann sowieso umsteigen. Eine anderweitige Beschleunigung ist auf der Strecke auch kaum möglich, da sie mit vielen Kurven und nah am Wasser durch die Orte verläuft, und Umfahrungen für einzelne Züge sind da einfach zu teuer – zumal der Abschnitt Ascheberg-Eutin auch noch im Naturpark Holst. Schweiz liegt.
Aber trotzdem danke für deine hilfreichen Einwände.