13 Kommentare zu “SFS Stuttgart-Würzburg

  1. Bitte bestehende Vorschläge (verlinken, Unterschiede/Vorteile begründen) sowie Topographie (Tunnel, Brückenbauwerke einzeichnen) beachten. Danach kann dieser Vorschlag freigeschaltet werden.

  2. Warum soll die Strecke Berlin – Stuttgart über Würzburg und nicht über Nürnberg gehen? Das halte ich zumindest aus norddeutscher Sicht für schwierig zu rechtfertigen:

    1. Ja, von Hamburg aus kommend ist das Fahren über Frankfurt – Mannheim nach Stuttgart ein Umweg. Aber wahrlich auch kein großer und mit Frankfurt wird dabei auch der zentrale Knoten im deutschen Fernverkehr für Schiene und Luft bedient, bzw. bei deiner Strecke dann halt nicht mehr bedient. Wenn der ICE Hamburg – Stuttgart Frankfurt umfährt, bleibt für Hamburg – Frankfurt nicht mal mehr ein Stundentakt ohne Umstieg. Das ist definitiv zu wenig. Die Entlastung der Kinzigtalbahn, für die ja eh eine SFS geplant ist, wird also nicht funktionieren.

    2. Aus Berlin kommend ist es von der Streckenlänge her egal, ob über Nürnberg oder über Würzburg gefahren wird. Vorteil über Würzburg ist, dass schwach ausgelastete SFSen dadurch genutzt werden (Fulda – Würzburg und Fulda – Gerstungen), gerade für letzteren Abschnitt lässt sich über die zusätzliche Nutzung vielleicht ein umfassenderer Ausbau rechtfertigen als bislang vorgesehen. Nachteil ist aber, dass Nürnberg nicht erreicht wird. Klar, nach Nürnberg gibt es schon die ganzen ICE in Richtung München, wenn es da keine Angebotskürzungen gibt, reicht das prinzipiell aus, also aus Berliner Sicht wäre das akzeptabel, wenngleich Nürnberg halt auch kein Nachteil wäre.

  3. Wie kommst du darauf dass diese Strecke irgendwas entlasten würde? Die Züge von Berlin und Hamburg via Frankfurt nach Stuttgart müssten trotzdem weiter fahren, weil sonst ja die Anbindung von Frankfurt an eine dieser Richtungen massiv verschlechtert oder ganz aufgegeben werden würde. Ist ja jetzt nicht so dass da allzuviel gefahren würde. Frankfurt-Hamburg ist ein humpeliger Halbstundentakt, Frankfurt-Erfurt-Berlin sogar nur Stundentakt. Da lässt sich nichts ausdünnen, und irgendwo müssen die Züge halt auch im Süden hin, da ist Stuttgart oftmals der ideale Endpunkt. Entlastung von Main-Kinzig- und Riedbahn geschieht sowieso durch die schon längst in Planung befindlichen NBS Frankfurt-Fulda und Frankfurt-Mannheim.

    4:10 für Stuttgart-Berlin ist auch nichts was jetzt für große Jubelstürme sorgen dürfte. Auf der aktuellen Strecke via Frankfurt sind zukünftig mit den geplanten Ausbauten und der ohnehin nötigen Ertüchtigung Berlin-Halle auf SFS-Standard auch so schon unter 4 Stunden machbar.

    1. 4:10 für Stuttgart-Berlin ist auch nichts was jetzt für große Jubelstürme sorgen dürfte. Auf der aktuellen Strecke via Frankfurt sind zukünftig mit den geplanten Ausbauten und der ohnehin nötigen Ertüchtigung Berlin-Halle auf SFS-Standard auch so schon unter 4 Stunden machbar.

      Du suggerierst, dass es via Frankfurt damit schneller ginge, das stimmt so nicht. Stuttgart-Fulda dauert im D-Takt mit den 2 NBS und Fernbahntunnel 1h45, mit diesem Vorschlag 1h17, also 28 Minuten schneller. Was auf Berlin-Halle (hoffentlich) verbessert wird, macht sich logischerweise auch bei diesem Vorschlag bemerkbar. Wenn du eine weitere Beschleunigung willst, kann ich nur auf meinen Vorschlag zur NBS Würzburg-Erfurt verweisen, womit Stuttgart-Berlin in 3h30 machbar wäre zugüglich möglicher Beschleunigungen zwischen Halle und Berlin.

      Wie kommst du darauf dass diese Strecke irgendwas entlasten würde? Die Züge von Berlin und Hamburg via Frankfurt nach Stuttgart müssten trotzdem weiter fahren, weil sonst ja die Anbindung von Frankfurt an eine dieser Richtungen massiv verschlechtert oder ganz aufgegeben werden würde. Ist ja jetzt nicht so dass da allzuviel gefahren würde. Frankfurt-Hamburg ist ein humpeliger Halbstundentakt, Frankfurt-Erfurt-Berlin sogar nur Stundentakt. Da lässt sich nichts ausdünnen, und irgendwo müssen die Züge halt auch im Süden hin, da ist Stuttgart oftmals der ideale Endpunkt. Entlastung von Main-Kinzig- und Riedbahn geschieht sowieso durch die schon längst in Planung befindlichen NBS Frankfurt-Fulda und Frankfurt-Mannheim.

      Man könnte die nach Stuttgart fahrenden Züge aus Hamburg nach Paris und die aus Berlin nach Köln schicken, was dann für alles südlich von Berlin die schnellste Verbindung nach Köln wäre, falls man das nicht will, kann man die Linien in Frankfurt brechen.

      1. Solch eine NBS wird es aber niemals geben, und damit erübrigt sich die Diskussion. Wir können froh sein wenn wenigstens im Kernnetz die verbleibenden Schnellfahrlücken noch zu unseren Lebzeiten geschlossen werden. Und damit bleibt die einzige Möglichkeit Berlin-Stuttgart auf unter 4 Stunden zu bekommen die bestehende Routenführung über Frankfurt.

  4. Ich sehe hier kaum Vorteile. Mit dieser SFS müssten die ICE aus Berlin ja auch über Fulda fahren. Von Fulda nach Frankfurt werden es 40 Minuten Fahrzeit sein, nach Würzburg 30 Minuten. Von Frankfurt schafft man es zukünftig aber in ca. 55 Minuten nach Stuttgart. Deine SFS von Würzburg nach Stuttgart (ca. 170km Länge) schafft es bestenfalls in 55 Minuten. Folglich liegt der Geschwindigkeitsvorteil bei maximal 10 Minuten, man muss aber eine neue Strecke in anspruchsvollem Gebiet bauen und man kann wenig Verkehre dadurch bündeln. Die Strecke über Frankfurt ist hingegen deutlich attraktiver. Man sollte lieber das Geld in die SFS Erfurt-Frankfurt stecken und dort nochmal ein paar Minuten rausholen.

    1. Man sollte lieber das Geld in die SFS Erfurt-Frankfurt stecken und dort nochmal ein paar Minuten rausholen.

      Hast du solch einen Vorschlag schon in Planung? Denn ich wollte auch demnächst mal da ran gehen und tüfteln, wenn du aber schon was machst warte ich lieber erstmal ab.

      1. Mach das gerne. Ich habe dazu aktuell nichts in den Entwürfen. Ich bin Fan von der NBS Erfurt-Frankfurt vom Galaktischen. Leider ist diese doch durch die offiziellen Planungen etwas unrealistisch geworden. Ich denke aber auch dass man auf dem Korridor mit 300km/h planen sollte, um gute ITF-Zeiten zu bekommen. Dazu sollten die vielen Tunnel geradlinig verlaufen und die Trassierung angepasst werden. Auch neue Schnellfahrgleise bis zum Hauptbahnhof in Frankfurt (mit Umfahrung von Hanau) sollten gebaut werden.

        Erfurt-Fulda könnte man auf 30 Minuten kürzen und Fulda-Frankfurt wahrscheinlich auch. Dafür braucht es aber eine deutlich direktere NBS.

  5. Nette Idee, aber warum fädelst du die Strecke auf der Strecke Würzburg-Nürnberg ein und nicht Würzburg-Stuttgart? Die Strecke ist weniger überlastet soweit ich weiß und würde auf den ersten Blick einen geringeren Umweg darstellen.

  6. Die Riedbahn und die Kinzigtalbahn sind die am stärksten überlasteten Strecken Deutschlands. Jede Störung dort führt zu Dominoeffekten im bundesweiten Fernverkehrs.

    Diese Gegebenheiten um diese SFS zu rechtfertigen sind komplett haltlos.

    Die Riedbahn wird durch eiine fest geplante NBS Frankfurt – Rhein-Neckar ergänzt, welche den FV abwickeln wird, und somit der Engpass entfällt. Die Kinzigtalbahn wird durch eine NBS/ABS Fulda – Frankfurt ertüchtigt, wo bei Umsetzung auch dieser Engpasse entfallen wird. Das sind also keine Gründe für diese SFS.

    Das Ziel ist es, die Metropolen Stuttgart und Würzburg in unter einer Stunde zu verbinden und Heilbronn als schnellen Halt zu etablieren.

    • Stuttgart Hbf – Heilbronn Hbf: ca. 14 min (heute ca. 40 min)
    • Heilbronn Hbf – Tauber Franken Fernbf: ca. 19 min (heute ca 1h)
    • Tauber Franken Fernbf – Würzburg Hbf: ca. 14 min (heute ca. 40 min)
    • Gesamt Stuttgart – Würzburg: ca. 47 min (inkl. Halt)
    • Zum Vergleich Bestand heute: ca. 2:15 im NV oder 2:30 im FV via Frankfurt

     

    Wie kommst du auf diese Fahrzeiten?

    Stuttgart – Berlin

    Laufweg: (Zürich – Tuttlingen –) Stuttgart – Heilbronn – (Tauber-Franken)– Würzburg – Fulda – Erfurt – Halle/Leipzig – Berlin

    Nutzen: Sie verbindet Baden-Württemberg ohne den Umweg über Frankfurt oder Nürnberg direkt mit der VDE (Erfurt–Berlin). Damit wird die Bahn zwischen Stuttgart und Berlin (Prognose: unter 4:10 h) endgültig konkurrenzfähig zum Flugzeug.

     

    Man sollte Knotenpunkte wie Frankfurt nicht als Umwege betrachten. Frankfurt ist ein politisches, wirtschaftliches und verkehrliches Oberzentrum in Deutschland. Eine dichte Anbindung wie heute schon vorliegt ist also bitter nötig.

    Bisher ist der gesamte südwestdeutsche Raum (Schwaben, Region Stuttgart, Bodensee) verkehrstechnisch weitgehend vom Norden abgeschnitten oder nur über Umwege (via Karlsruhe/Frankfurt oder München) erreichbar.

    Wenn vernünftige Infrastruktur vorliegt ist das ja kein Problem. Sogar von öffentlicher Seite wird gerade gegrübelt.

    Grundsätzlich finde ich solche Ideen natürlich super, aber speziell bei diesem Fall denke ich dass hier an anderen Schrauben gedreht werden muss.

    1. Diese Gegebenheiten um diese SFS zu rechtfertigen sind komplett haltlos.

      Die Riedbahn wird durch eiine fest geplante NBS Frankfurt – Rhein-Neckar ergänzt, welche den FV abwickeln wird, und somit der Engpass entfällt. Die Kinzigtalbahn wird durch eine NBS/ABS Fulda – Frankfurt ertüchtigt, wo bei Umsetzung auch dieser Engpasse entfallen wird. Das sind also keine Gründe für diese SFS.

      Vollkommen gerechtfertigte Ansicht. Das passt nicht ganz zu der Argumentation, dass so etwas erst in ferner Zukunft entstehen soll. Vielleicht wurde es im Text nicht ganz klar: Für mich war es eher ein Gedankenspiel, wie man eine SFS auf solch einer Relation gestalten könnte.

      Wie kommst du auf diese Fahrzeiten?

      Ich habe ein gevibecodetes Tool, das mir die genaue Dynamikberechnung abnimmt. Nur kurz dazu: Ich gebe die Länge einzelner Abschnitte der Strecke mit Mediansteigung, Höchstgeschwindigkeit und verwendeten Zügen an, und ob am Ende ein Halt + Puffer ist. Beispiel: 8,1 km Stuttgart (tief) bis Abzweig Stuttgart-Zuffhausen, 10 Promille und 120 km/h mit dem ICE 3neo. Raus kommen knapp unter 5 Minuten.

      Grundsätzlich finde ich solche Ideen natürlich super, aber speziell bei diesem Fall denke ich dass hier an anderen Schrauben gedreht werden muss.

      In vielen Punkten kann ich die Kritik nachvollziehen, danke für das konstruktive Feedback.

  7. Ich habe da auch meine Bedenken gegen diese sehr teure Lösung. Ein Ausbau auf Neigetechnik und Einsatz derartiger Fahrzeuge von Heilbronn nach Würzburg als Zubringer zum Fernverkehr würde völlig ausreichen, um die Region besser anzubinden.

    Wer Stuttgart – Berlin erneut beschleunigen will, sollte sich auf die Realtion via Nürnberg konzentrieren.

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