Beschreibung des Vorschlags
Dies ist ein Vorschlag für eine Schnellfahrstrecke von Pressburg (Bratislava) über Raab (Győr) und Stuhlweißenburg (Székesfehérvár) nach Budapest. Die neue Schnellverbindung nimmt alle Fernzuglinien von Budapest nach Wien sowie von Budapest nach Brünn auf. Besonders auf der Altstrecke Bratislava–Budapest kommt man aktuell wie im Bummelzug voran, was zwar im Osten Europa noch normal ist, meiner Meinung nach jedoch nicht mehr sein sollte. Durch die schnellere Verbindung gewinnt man viele Fahrgäste von der langsameren Autobahn, wodurch auch die Nachfrage steigt, was wiederum ein höheres Angebot fordert. Dadurch ist ein Halbstundentakt auf der Strecke nicht unrealistisch: Ein Stundentakt Richtung Prag und ein Stundentakt Richtung Wien. Für die Eisenbahn im Osten Europas wäre es eine extreme Aufwertung.
Der Vorschlag beinhaltet
- eine größtenteils unterirdische Neubaustrecke Bratislava-Vinohrady–Bratislava-Letisko–Bratislava-Vrakuňa für 200 Stundenkilometer
- inklusive eines Bahnhofs Bratislava Letisko unter dem Flughafenterminal;
- den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Bratislava–Komárno zwischen Bratislava-Vrakuňa und dem Gleisanschlus Slovnaft für 200 Stundenkilometer;
- eine Neubaustrecke von der Bahnstrecke Bratislava–Komárno am Gleisanschlus Slovnaft zur Bahnstrecke Hegyeshalom–Budapest bei Levél für 250 Stundenkilometer;
- eine kreuzungsfreie Einfädelung bei Levél
- einen Ausbau der Bahnstrecke Hegyeshalom–Budapest zwischen Levél und Abda für 250 Stundenkilometer;
- eine Neubaustrecke von der Bahnstrecke Hegyeshalom–Budapest bei Győrszentiván zur Bahnstrecke Komárom–Székesfehérvár bei Mór für 250 Stundenkilometer;
- einen zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Komárom–Székesfehérvár von Mór bis Szárazrét für 250 Stundenkilometer;
- einen Ausbau der Bahnstrecke Budapest–Székesfehérvár von Tárnok bis Börgönd für 250 Stundenkilometer;
- einen Ausbau der Bahnstrecke Budapest–Székesfehérvár von Budatétény bis Tárnok für 160 Stundenkilometer und
- einen Ausbau der Bahnstrecke Budapest–Székesfehérvár von Kelenföld bis Budatétény für 120 Stundenkilometer.
Wo Altstrecken ausgebaut werden, sollen je nach Platz an möglichst vielen Regionalverkehrszwischenhalten Überholmöglichkeiten geschaffen werden.
Die Streckenführung kommt bis auf den Tunnel unter Pressburg sowie die große Donaubrücke ohne nennenswerte Kunstbauten aus. Die Führung via Stuhlweißenburg ist zwar ein leichter Umweg, jedoch sollte diese Großstadt mit Anschluss ann den Plattensee nicht ausgelassen werden.
Die westliche Fortsetzung soll eine SFS Wien–Pressburg sowie möglicherweise auch eine SFS Brünn–Pressburg sein.
Fernverkehrslinien (beispielhaft)
- [Linie 27: Zweistundentakt Hamburg–Berlin–Dresden–Aussig–Prag–Brünn–Wien (Prag–Wien vertaktet mit Linie 94)]
- [Linie 94: Zweistundentakt Prag–Brünn–Wien–Wiener Neustadt–Graz (Prag–Wien vertaktet mit Linie 27)]
- Linie 29: Zweistundentakt Berlin–Dresden–Aussig–Prag–Brünn–Pressburg–Budapest (Prag–Pressburg vertaktet mit Linie 95)
- Linie 95: Zweistundentakt Prag–Brünn–Pressburg–Raab–Stuhlweißenburg–Budapest (Prag–Pressburg vertaktet mit Linie 29)
- [Linie 91: Zweistundentakt Frankfurt (Main)–Würzburg–Nürnberg–Regensburg–Plattling–Passau–Wels–Linz–St. Pölten–Wien–Pressburg (in Pressburg Direktumstieg in Linie 29 nach Budapest)]
- [Linie 93: Zweistundentakt Venedig–Udine–Villach–Klagenfurt–Graz–Wiener Neustadt–Wien–Pressburg (in Pressburg Direktumstieg in Linie 29 nach Berlin)]
- Linie 90: Zweistundentakt München–Rosenheim–Salzburg–Wels–Linz–St. Pölten–Wien–Pressburg–Budapest (Salzburg–Pressburg vertaktet mit Linie 92)
- Linie 92: Zweistundentakt Innsbruck–Wörgl–Salzburg–Wels–Linz–St. Pölten–Wien–Pressburg–Raab–Stuhlweißenburg–Budapest (Salzburg–Pressburg vertaktet mit Linie 90)
- Linie …: Vierstundentakt Budapest–Stuhlweißenburg–Plattensee–Groß-Kanizsa–Tschakathurn–Cilli–Laibach–Radmannsdorf–Villach
- Linie …: Vierstundentakt Budapest–Stuhlweißenburg–Plattensee–Groß-Kanizsa–Tschakathurn–Warasdin–Zagreb

Sieht soweit machbar und gut aus. Das wirkt gut geplant, da könnte Bedarf daran bestehen. Einzig, ich würde die Strecke fast noch ein wenig weiter nach Budapest reinverlängern. Wie sieht es denn damit aus? Eventuell ein wenig Tunnel in Budapest, weil nach Keleti ist’s halt schon noch eine kleine Stadtrundfahrt… Aber sonst gut so.
Ja, du hast recht, aber so ein Projekt könnte sich wohl auch unabhängig von dieser SFS lohnen, umgekehrt würde diese SFS auch ohne eine Lösung in Budapest lohnen. Daher sehe ich die Projekte strikt getrennt, auch, wenn eine parallele Ausführung gut denkbar ist.
Das stimmt, das würde sich auch beides unabhängig voneinander lohnen.