Beschreibung des Vorschlags
Dieser Vorschlag stellt eine Schnellfahrstrecke von Luxemburg über Trier nach Koblenz bzw. Mainz und Wiesbaden dar.
Hintergrund: Es ist ja nun weithin bekannt, dass Luxemburg vergleichsweise schlecht in das europäische Eisenbahnnetz integriert ist. Daher halte ich eine schnelle Verbindung einerseits vom Ruhrgebiet über die Millionenstadt Köln und die Bundesstadt Bonn und andererseits vom Ballungsraum Rhein/Main in die Großstadt Luxemburg für ziemlich sinnvoll. Unterwegs sind auch Halte in den Großstädten Koblenz und Trier sinnvoll. Da die alte linke Moselstrecke bereits heute am Limit und mit maximal (!) 130km/h relativ langsam ist und aus dem Raum Frankfurt gar keine Strecke Richtung Luxemburg existiert, ist eine Neubaustrecke für Hochgeschwindigkeit (also ungefähr 300km/h) nur logisch. Deshalb sind in diesem Vorschlag alle Neu- und Ausbaustrecken des utopischen Projekts enthalten.
Ausbaustrecken:
- Rechte Rheinstrecke zwischen Niederlahnstein und Dinkholder
- Linke Rheinstrecke zwischen Mainz-Mombach und Gau-Algesheim sowie weiter bis Ockenheim
- Obermoselstrecke zwischen Trier Süd und Konz Mitte
- Mosel-Syretal-Strecke zwischen Cents-Hamm und Luxemburg
Neubaustrecken:
- Abzw. Dinkelholder – Abzw. Kastellaun
- Abzw. Ockenheim – Abzw. Kastellaun
- Abzw. Kastellaun – Trier DB-Werk inkl. Überleitstrecke Wengerohr-Ost
- Konz-Mitte–Cents-Hamm inkl. Haltepunkt Luxemburg-Flughafen
Trassierung:
- Die Neubaustrecke Konz-Mitte–Cents-Hamm verläuft weitgehend oberirdisch, allerdings muss der ganze Flughafen untertunnelt werden. Das kann nur teilweise in offener Bauweise passieren.
- Die Neubaustrecke Kastellaun–Trier verläuft anfangs parallel zur A 1, zur Moselstrecke und zur B 50. Bevor die Strecke über das Moseltal zum Hundsrück schwenkt, bestehen zwei Verbindungen zur Moselstrecke für kurzfristige Umleitungen oder Güterzüge. Das enge Moseltal kann einfach überbrückt werden, dort sind wahrscheinlich keine Tunnel vonnöten.
- Bei Kastellaun schwenkt die Strecke nach Koblenz aus, während die Züge innen nach Mainz-Mombach weiterfahren. Alle drei Neubaustreckenabschnitte sollten auf 300km/h ausgelegt werden, auch, wenn diese aus Energiespargründen nicht immer gefahren werden müssen; etvl. kann man ja ein bisschen Verspätung aufholen sowie für den TGV und für spätere Zuggenerationen eine schnelle Strecke bereithalten. Durch die im Gegensatz zum Moseltal flache Hundsrück-Hochfläche ist eine solche Trassierung möglich.
- Die Neubaustrecke Kastellaun–Dinkelholder überbrückt das Rheintal ähnlich wie das Moseltal. Danach senkt sie sich im Tunnel auf das Niveau der Rheinstrecke ab. Durch die Vermeidung der Kurven bei Boppard können bis Lahnstein hohe Geschwindigkeiten gefahren werden.
- Die Neubaustrecke Kastellaun–Ockenheim verläuft ein Stück parallel zur A 61 und senkt sich danach auf das Niveau des Rheintals ab, wobei die Nahe noch in einer hohen Brücke überbrückt wird.
Im Westen könnte es über die Schnellfahrstrecke Luxemburg–Reims nach Paris weitergehen.

Ganz schnell nur eins: Luxemburg hat 115.000 Einwohern! Die halbe Million bringt das ganze Land Luxemburg zusammen!
Oh. Na gut. Meinetwegen. Kann man nix machen. (?=Google)
Aber dadurch, dass die großen Orte im Land eisenbahnmäßig gut erschlossen sind, kann man durch den Halt mit einer guten Ausrichtung der Anschlüsse auf den künftigen Fernverkehr doch ein ziemlich großes Gebiet erschließen. Zumindest ein größeres, als bspw. mit dem Halt in Koblenz.
Ach, und dann noch eine Hochbrücke über das Welterbe Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal. Das kannst du wohl vergessen! Was da jetzt im Hunsrück an Brücken und Tunnels nötig wäre, bin ich jetzt zu faul selbst zu ermitteln. Es wäre nett, wenn du die großen Brücken und Tunneleinfahrten vielleicht noch eintragen würdest.
Der Hunsrück ist gar nicht mal so schlimm, da er eigentlich ziemlich eben ist, bis auf die Randbereiche. Ich werde heute oder morgen die Tunnel einzeichnen, das hatte ich gestern nicht mehr geschafft, aber musste die Vorschläge logischerweise noch abspeichern.
Dann wäre es schön gewesen, wenn du die aktuelle Phase deines Vorschlags auf „Erarbeitungsphase“ gesetzt hättest, damit „in Arbeit“ erscheint. Dann hätte man gewusst, dass da noch was kommt. 😉
Klar, hatte ich vergessen. Das geht aber glücklicherweise auch noch vom Smartphone aus.
Aus dem verlinkten Wikipedia-Artikel:
Diese Mittelrheinbrücke wäre für den Autoverkehr und würde den Rhein mit geringer Höhe überqueren. Du siehst jedoch eine hohe Brücke durch das ganze Tal vor. Das ist nicht vergleichbar.
Eine Hochbrücke über das Welterbe Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal. Das kannst du wohl vergessen!
Das ist völlig korrekt
jonas.borg sagt:
27. Oktober 2016 um 7:20 Uhr
Diese Mittelrheinbrücke wäre für den Autoverkehr und würde den Rhein mit geringer Höhe überqueren. Du siehst jedoch eine hohe Brücke durch das ganze Tal vor. Das ist nicht vergleichbar.
Das auch.
Dieser Vorschlag ist komplett überdimensioniert. Luxemburg ist einfach zu klein und die internationalen Verkehre laufen von Köln über Brüssel und von Frankfurt über Saarbrücken/Straßburg. Was du alles an Brücken und Tunnel vorsiehst, ist kaum realisierbar. Ein Fortschritt wäre eine NBS zwischen Trier und Luxemburg über den Flughafen, allerdings in kleinerer Ausführung. Habe ich auch schon mal gezeichnet (kann ich vom Handy nicht verlinken :/). Ein zweistündlicher IC durchs Moseltal nach Luxemburg wäre schon ein Fortschritt. Allerdings hat das Land dort gute SPNV-Leistungen (stündlicher RE1(11) und RB Koblenz-Trier) bestellt, weshalb die DB vorsichtig abwägen wird, ob sich das lohnt. Kritisch sehe ich auch, dass du noch die Nadelöhre Rechte und Linke Rheinstrecke vor Koblenz und Mainz benutzt. Erstmal müsste man da ausbauen.
Auch wenn ich den Vorschlag für insgesamt ziemlich unrealistisch halte – warum nicht das Dreieck mit einer Verbindung zwischen Emmelshausen und Rheinböllen entlang der Autobahn schließen? Damit könnte man endlich auch das Rheintal entlasten und Koblenz und Bonn besser nach Süden anbinden.
Die Bahnstrecke von Trier nach Koblenz ist eigentlich schon relativ direkt und gradlinig trassiert (wenn auch natürlich nicht hochgeschwindigkeitstauglich). In Richtung Koblenz benötigt man daher von Trier aus keine Neubaustrecke, zumal diese nach dem hier vorliegenden Vorschlag deutlich länger als die Bestandsstrecke zu sein scheint.
In Richtung Mainz sieht das schon anders aus – diese Strecke halte ich für sinnvoll, allerdings mit einer kürzeren, deutlich südlicher geführten Trasse über den Flughafen Hahn, der bei guter Verkehrsanbindung den Frankfurter Flughafen entlasten könnte.
Und noch zur Klarstellung:
Ich befürworte keine Hochbrücke über das Mosel- oder gar das Rheintal – stattdessen soll die gesamte Strecke östlich von Trier deutlich südlich des Moseltales verlaufen und weiter östlich dann durch Rheinhessen an Mainz angebunden werden.