27 Kommentare zu “SFS Dortmund-Kassel

  1. Ich würde es für besser halten, wenn die Schnellfahrstrecke von Unna aus nach Dortmund-Scharnhorst führt, dort in die Bestandsstrecke einfädelt, am ICE-Betriebshof vorbeiführt, über den Dortmunder Hauptbahnhof führt und dann ab Dortmund-Dorstfeld die vorgeschlagene Streckenführung folgt. Ein Vorteil wäre, dass dadurch der Umstieg zum Fernverkehr erleichtert werden würde und dass größere Umbauarbeiten am Bahnhof Stadthaus, welche bei einer entsprechenden Führung notwendig wären, vermieden werden könnten.

    1. Wäre natürlich auch möglich, wahrscheinlich aber ein bisschen aufwändiger. Wie sollte das denn in diesem Fall aussehen? Habe mir die Strecke gerade grob angeschaut und da müsste man doch sehr viel mit Tunneln arbeiten.

      1. Von Dortmund-Scharnhorst aus könnte die Strecke östlich der Gleisanlagen von einer Abzweigung aus in einen Tunnel führen, der Dortmund-Wickede untertunnelt und auf der Höhe des Bahnhofes Unna-West endet, wo die Strecke sich wieder in die Bestandsstrecke einfädelt.

    1. Hamm-Rhewibrü-Paderborn-Kassel gefällt mir mehr als dieser Vorschlag hier. Aber: bitte nix still legen, eine RB mit mehr Halten zwischen Altenbeken und Warburg fände ich besser.
      😉

      1. Das ist auch eine gute Idee.
        Habe den Vorschlag in der Suche wohl übersehen.
        Mir wäre wichtig, dass man eben Unna besser ans Ruhrgebiet anbindet und dass man eben nicht den Umweg über Hamm mitnehmen muss, wobei dieser sich in dem Fall in Grenzen hält. Ab Paderborn sehen wir die Streckenplanung wohl relativ ähnlich, meine Streckenführung wäre vermutlich ein wenig schneller, deine Kosten- und Flächeneffizienter. Auf der Strecke zwischen RWB und PB sollte man auf jeden Fall auch noch einen Halt in Delbrück einplanen (natürlich nicht als FV), die Verbindung dorthin ist aktuell echt schlecht.

        1. Wie auch schon vorgeschlagen wurde, könnte man zwischen Bochum und Unna auch die Bestandsstrecke nutzen, allerdings hätte das diverse Probleme zur Folge:
          – Die Strecke ist schon sehr voll
          – nicht für hohe Geschwindigkeiten ausgelegt
          – müsste in Dortmund Hbf beginnen, allerdings: die Verbindungskurve hat keine Kapazität mehr, auf welchem Gleis sollte der ICE iN Dortmund starten? Gleis 1-5 sind nur für kurze Triebwagen ausgestattet, für weiteres dürfte der Platz fehlen. Eine Querung des Gleisvorfeldes wäre auch sehr ungünstig, da man dem Bahnhof einen großen Teil der Leistungsfähigkeit nehmen würde.

        2. Über einen Nahverkehrshalt könnte man auf meiner Neubaustrecke durchaus diskutieren, aber der wäre etwa 3 km vom Zentrum Delbrücks entfernt. Ob sich das dann wirklich noch lohnt, wage ich zu bezweifeln.

          1. wahrscheinlich nicht, da der nächste Bahnhof7km entfernt ist. Da wäre es vielleicht sinnvoller einen Pendelbus von Salzkotten-Scharmede fahren zu lassen, der auch den Takt der RB89 angepasst ist.

      2. Zwischen Altenbeken und Warburg wird nur in Willebaldessen gehalten, und dieser Bahnhof würde weiterhin bedient werden. Auch der Bahnhof Bonenburg könnte reaktiviert werden, da er auch an der Neubaustrecke liegen würde. Altenbeken finde ich weitaus unwichtiger, als Paderborn. Wer tatsächlich nach Altenbeken will, könnte auch in Paderborn dorthin umsteigen. Insofern sehe ich keinen Sinn darin die Altstrecke zwischen Bonenburg und Warburg zu erhalten, wenn man sie durch eine bessere Trasse ersetzt.

    2. Dein Vorschlag ergibt auch deutlich mehr Sinn.

      Hier wird nämlich noch mit dem ICE-Verkehr zwischen Hamm und Bielefeld gebündelt. Da spart man sich viel Geld für eine lange, verkehrlich sinnlose NBS zwischen Dortmund und Paderborn.

  2. Vielleicht solltest du noch erörtern, was genau da fahren soll. Auf der bisher vorhandenen Strecke fährt nämlich nur genau ein ICE-Zugpaar, und nein, nicht pro Stunde, sondern pro Tag.

    1. Exakt.
      Ich verstehe besonders nicht, warum man nicht zunächst den Abschnitt bis Paderborn für höhere Geschwindigkeiten, d.h. für 200km/h ausbauen will, sondern hier gleich mit einer NBS kommt, die schön alles umgeht, was lohnenswert zu bedienen wäre (Soest, Lippstadt). Ist ja nicht so, als gäbe es dort derzeit weder getakteten noch schnellen ICE-Verkehr. Man ist hier auf die Mittelstädte-Pendler angewiesen!

      Es gab in der Vergangenheit bereits mehrfach Bestrebungen zwischen dem Ruhrgebiet und München via Kassel getakteten ICE-Verkehr anzubieten. Mit der Inbetriebnahme der KRM wurde das aber alles nicht einfacher. Und besonders in Hinblick auf den Ausbau der Magistrale für Europa ist es fragwürdig, ob da nochmal was kommen wird, denn Köln-München geht dann künftig über Stuttgart schneller und hier wird auch ständig über Sprinter diskutiert, die Ulm und Augsburg passieren, inkl. eines möglichen Bypasses für Ulm (den ich sehr befürworten würde, wenn man in Richtung Südtirol schon zuerst nach Mannheim… Egal).

      Mich wundert es aber schon ein bisschen, dass DB FV das Angebot hier nicht ausweiten will oder kann. Die beiden ICE über Paderborn sind immer gut gebucht. Man konzentriert sich aber sichtlich mehr auf Frankfurt und genau darum machen die ICE über Paderborn einen großen Bogen.

      1. Ich kann das mit der Anbindung nachvollziehen, jedoch sehe ich zwei Punkte, die dagegen sprechen. Zum einen fährt man halt die ganze Zeit Ping-Pong von oben nach unten, zum anderen gibt es auf der Strecke viel Güterverkehr, die halbstündige RB89 und den stündlichen RE11. Schon heute schaffen es die beiden NV-Linien sich häufig gegenseitig zu blockieren, wie auch immer man das schafft.
        Also ist die bisherige Strecke nicht in der Lage deutlich mehr Verbindungen aufzunehmen und eben langsam. Die RB89 hält an Orten, in denen unter 2000 Menschen wohnen, dementsprechend hoch ist da die Haltzahl. Im mittleren Ruhrgebiet hätte man da nicht einmal einen Bahnhof. Mit dem RRX ist es ja sogar geplant den Halt z.B. in Wattenscheid (mit 76.000 Einwohnern) genauso oft bedienen zu lassen wie Geseke-Ehringhausen. Aber das ist ein anderes Thema. Soest könnte man ja relativ leicht noch mitnehmen, Lippstadt wäre wieder ein ziemlicher Umweg.

        Vermutlich wären die Realisierungschancen eines Neubaus nicht sehr hoch, das stimmt schon. Eine Lücke besteht zwischen Ruhrgebiet und Kassel trotzdem ohne Zweifel.

        1. Kann man dort mit den bisherigen Kurvenradien noch höhere Geschwindigkeiten ermöglichen? Viel Fahrzeit würde es wohl auch nicht bringen. Ich stelle mir auch die Frage ob das betrieblich so leicht möglich wäre, denn der ICE wäre ja deutlich schneller als die RB89.

          Ob der ICE zwischen Soest und Lippstadt überhaupt die 200km/h schafft, wäre ja auch noch die Frage.

          Kapazizätstechnisch geht wie schon erwähnt auf der Strecke nicht so viel. Das zeigt ja schon die Tatsache, dass insgesamt zwei Zugpaare im Fernverkehr dort unterwegs sind, auf Kosten des RE11. Als ich dort gearbeitet habe, musste ich immer mit der RB89 bis Hamm fahren und dann umsteigen, weil zur besten Pendelzeit natürlich nur der FV fährt. Mittlerweile ist es durch die stündliche Verbindung immerhin ein bisschen besser geworden.

        2. Sagen wir mal so. Die Strecke ist relativ dicht befahren. Einen mehrgleisigen Ausbau sehe ich hier aber bei weitem nicht.

          Und auch wenn Du Kapazitätsengpässe siehst, dann halte ich von der Trassierung entlang der Autobahn wenig. Damit bindest Du dann automatisch Soest und Lippstadt vom FV ab.

          Die Bestandstrecke hat eigentlich ziemlich große Radien und Lippstadt z.B. könnte auch noch sehr schnell durchfahren werden, wenn man hier schnellen FV einführen wollte.

          Bei der Trassenführung würde ich zwischen Dortmund und Paderborn vom Bestand nicht abweichen.
          Was Paderborn-Kassel angeht, finde ich eine Direttissima auch überlegenswert. Dazu gibt es aber auch schon genügend Vorschläge.

          Außerdem ist Deine Linienführung mal gar nichts. Keine Tunnels, keine Brücken,…
          Überleg Dir vielleicht auch mal, ob man Warburg nicht miteinbeziehen könnte.

          1. Soest könnte man problemlos anbinden, Lippstadt ist ja jetzt nicht so weit entfernt. Bisher existiert ja eh kaum ein brauchbarer FV dort. Die Umwege kostet letztendlich halt sehr viel Zeit und belasten Anwohner, die bei einer Durchfahrt nichts davon haben. Die Strecke führt ja mehr oder weniger genau durch die Zentren aller Städte und Dörfer zwischen Hamm und Paderborn. Eine Bündelung mit den Autobahnen fände ich persönlich sinnvoll, denn da wohnt tatsächlich kaum jemand und es ist die direkte Strecke. Dass es wahrscheinlich total unwirtschaftlich ist diese Variante zu bauen ist mir schon klar. Die größeren Städte liegen leider total ungünstig zueinander, sodass man immer das reinste Gekurve haben wird wenn man sie anbindet. Tunnel habe ich soweit bis Paderborn eingezeichnet, für den bergigen Teil nach Kassel fehlt mir bisher die Zeit.

            Warburg könnte man noch anbinden, man muss halt schauen wie man diese Strecke nutzen möchte: Macht man daraus einen Standard-ICE oder wirklich eine Schnellfahrstrecke? Wenn man alle 20 Kilometer hält, dann baut man keine richtige Geschwindigkeit auf. Bei einem Tempo von etwa 200 km/h würde ein Neubau nicht viel Sinn machen. Strebt man aber die Richtung 250-300 km/h an (werden ja nicht mehr so oft gebaut, wäre aber für eine schnelle Ost-West Achse meiner Meinung nach drin), dann muss man neu bauen und zwar möglichst außerhalb der Orte und in der Nähe der Autobahnen.

  3. 1-2 Sachen mal als Anmerkung.

    Bei der Dichte an Vorschlägen, die zu dem Thema schon herrschen wäre eine Verlinkung durchaus angebracht.
    Auch würde ich mir ein Betriebskonzept wünschen, dass diese Strecke an Dortmund Hbf rechtfertigen kann.

    Und jetzt Grundsätzliches:

    Eine SFS Ruhrgebiet – Kassel kann es nur mit extremem politischen Willen (4h-Reisezeit/Klimaschutz etc.) geben.
    Um da das KNV über 1 zu bekommen muss man wahrscheinlich kreativ in den Pro-Argumenten werden. Wie schon angemerkt fährt da noch viel zu wenig.
    Die SFS darf niemals in Kassel enden. Wenn da genug Verkehr drauf soll, reichen München – Kassel – Dortmund Sprinter nicht aus.
    Das große Ziel muss die Beschleunigung von Halleipzig/ Dresden zum Ruhrgebiet sein.

    1. Stimme ich vollkommen zu, als West-Mitte-Süd Verbindung würde die Strecke keine große Nachfrage bringen. Ost-West zu stärken ist da die sinnigste Variante.
      Sinnvoll wäre die Strecke definitiv, aber eben auch teuer.

      Frage mich da ja immer wieder, wie man noch Autobahnausbauten genehmigt bekommt mit den hohen Kosten, dem niedrigen Nutzen und den großen negativen Umweltauswirkungen.
      Gerade in Ballungsgebieten wie dem Ruhrgebiet ist es einfach sinnlos weiter Autos zu fördern. Beispiel A43: wird jetzt zwischen Bochum und Recklinghausen ausgebaut, anstatt man die Bahnstrecke für einen Regionalexpress ertüchtigt.
      https://extern.linieplus.de/proposal/bochum-recklinghausen-express/
      Probleme wird der Ausbau nicht wirklich lösen. Bei den Menschenmassen braucht man einen effizienten Schienenverkehr, der auch die Randgebiete mit den Zentren verbindet. Wir hatten so viele Strecken im Ruhrgebiet, die die Region zu perfekten ÖPNV Pendelort aufgewertet hätten, doch man baut lieber Radwege oder (viel schlimmer) Wohngebiete auf diese Trassen wie bald auf der rheinischen Bahn in Wattenscheid.
      Genügend Off-Topic jetzt 🙂

      Die anderen Vorschläge suche ich nochmal und werde sie verlinken.

    1. Ich habe mir die Vorschläge angeschaut. Bei mir wird halt mehr mit den Autobahnen gebündelt und die Anbindung bis Unna ist eine ganz andere. Hier geht es auch mehr um eine richtige Schnellfahrtstrecke als nur eine für schnellere Fahrten (~200km/h) ertüchtigte Bestandsstrecke wie in vielen anderen Vorschlägen.
      Zum Teil werden hier auch Ideen zusammengeführt. Die Vorschläge sind also insgesamt alle auch etwas anders.
      Außerdem ist hier nichts in Stein gemeißelt. Wenn wir zusammen die Strecke noch optimieren können bin ich dafür offen.

  4. Vor allem bei Zierenberg wird man bei deiner Planung nicht ohne einige Tunnel auskommen, wer die Gegend kennt, der weiß das. Deutlich einfacher wäre eine Streckenführung mit einer Kurve hinter Espenau mit weiterem Verlauf nördlich des Flughafens Kassel-Calden.

  5. Wie wäre eine Verbindung zwischen Kamen und Welver, mit deutlicher Fahrzeitverkürzung auf der Relation Dortmund-Soest (incl. Vermeidung des Fahrtrichtungswechsels in Hamm), und Nutzung der 200 km/h Strecke Welver-Soest-Lippstadt-Paderborn?

    Der Knoten Hamm ist verzichtbar, mit Verlagerung von Umsteigeverbindungen nach Soest (-Unna-Hagen) und Dortmund, sowie Regionalzügen Paderborn-Lippstadt-Soest-Hamm(-Münster).

  6. Der umgeleitete RE11 Soest–Unna–Dortmund-Hörde–Bochum(–Düsseldorf) war eine gute Anbindung von Unna ans Ruhrgebiet, und eine interessante Alternative zu Soest–Hamm–Dortmund Hbf–Bochum. Hätte man meiner Meinung nach beibehalten können…

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