7 Kommentare zu “Seilbahn zur Entlastung der Hörn (Ac)

    1. Ich denke dennoch, dass eine Seilbahn einfacher zu realisieren ist, zum einen weil ich den Bauabschnitt deutlich verkürzt habe, und zum anderen weil die Seilbahn direkter geführt werden kann. Über dir Kapazitäten muss man noch mal reden, besonders der unten genannte 5 Minutentakt kann ja deutlich verdichtet werden.

        1. Die Kapazität der größten Gondel beträgt 200 Fahrgäste plus Personal. Das ist natürlich völlig überdimensioniert, aber die Gondeln haben sich weiter erhwickelt und die Kapazität auch

  1. Mich würde interessieren, welche Technik Du verwenden willst. Alle Seilbahnen, die ich kenne, verwenden ein gespanntes Seil. Das hat die Eigenschaft, zwischen zwei Punkten immer die kürzeste Verbindung zu suchen, um die Spannung möglichst niedrig zu halten. Diese kürzeste Verbindung ist bekanntlich die Gerade.
    Du willst also offensichtlich eine andere, innovative, mir noch nicht bekannte Technik verwenden, denn Dein Entwurf enthält ziemlich viele Kurve, die sich mit klassischer Seilbahntechnik nicht realisieren lassen. Da wäre ich wirklich an Details interessiert.

    Und noch ein paar Anmerkungen zu einzelnen Punkten Deiner Begründung. Sie gehen von den mir bekannten Seilbahntechniken aus. Evtl. erübrigen sie sich also mit Deiner neuen innovativen Technik.

    Kostengünstig im Bau, besonders im Vergleich zu einer Straßenbahn,

    So pauschal stimmt das nicht.

    Der Kilometer freie Strecke zwischen zwei Endpunkten ist in der Tat günstiger. Und extreme Vorteile hat die Seilbahn wenn auf der Strecke Hindernisse wie Flüsse, Schluchten oder extreme Steigungen sind, die die Seilbahn einfach überspannen kann, während die Straßenbahn teure Kunstbauten für die Querung benötigt.

    Dafür sind bei der Straßenbahn die Haltestellen deutlich günstiger. Da reicht im Prinzip  ein aufgepflasterter Bürgersteig. Bei der Seilbahn brauchst Du dagegen für jeden Halt ein größeres, mehrstöckiges Gebäude.

    Zweck der Linie ist es, die Fahrgastströme während der „Pausenzeiten“ der RWTH zu regulieren. Zu den Stoßzeiten ist das Fahrgastaufkommen kaum zu bewältigen, während dazwischen oft schlecht ausgelastete Doppelgelenkbusse fahren.

    Gerade in dieser Disziplin wären Straßenbahnen deutlich im Vorteil. Du könntest dann zu Stoßzeiten mehrere lange Züge mit entsprechender Beförderungskapazität kurz hintereinander auf die Strecke schicken. (Ob sich das betrieblich rechnet, wenn man zusätzliche Fahrzeuge und Fahrer für 4-5 Stoßzeiten von jeweils 15 Minuten am Tag vorhalten soll, ist eine andere Frage.)

    Seilbahnen haben gegenüber Straßenbahnen deutlich kleinere Kabinen. Gleichzeitig ist der minimale Taktabstand größer.
    Sie eignen sich deshalb eher für gleichmäßige Belastung als für Stoßgeschäft.
    Ein Vorteil von Umlaufbahnen ist, dass man die Fahrgastmenge, die man sonst in einer Straßenbahn im 15-20 Min.-Takt befördert, auf kleinere Kabinen aufteilen kann, die dann alle 4-5 min. fahren – und dass ohne zusätzliches Personal, da nicht die Fahrzeuge sondern die Stationen besetzt sind. Aber das ist alles auf eine gleichmäßig verteilte Beförderungsleistung ausgelegt, nicht auf Stoßbetrieb.

    1. Ja gut, die Seilbahn nimmt natürlich den direktesten Weg, und aus Kostengründen sollten die Stützpfeiler auf ein Minimum beschränkt werden.

      Bei der Seilbahn brauchst Du dagegen für jeden Halt ein größeres, mehrstöckiges Gebäude.

      Das würde ich so nicht sagen, insbesondere wenn man sich in Wuppertal die Schwebebahn anschaut oder in diversen Ski-Gebieten. Sollte Carl/Audimax als finaler Endpunkt feststehen, wäre auch ein ebenerdiger oder auf Ebene 0,5 errichteter Halt möglich. Auch am Halt Informatikzentrum wäre ein Halt auf Ebene 0 (Ebene des Parkplatzes) möglich. Dadurch würde ein Teil der Parkplätze weg fallen.

      Du könntest dann zu Stoßzeiten mehrere lange Züge mit entsprechender Beförderungskapazität kurz hintereinander auf die Strecke schicken

      Problem an der Geschichte ist ja, das eine klassische Tram aufgrund der baulichen Gegebenheiten nicht in Frage kommt (auf dieser Strecke). An mehreren Stellen kann nur eingleisig gefahren werden, z.B. unterm Westbahnhof und in einigen Kurven (Seffenter Weg / Mies-V.-d.-Rohe-Str.) Damit wären auch die Taktverdichtungen nur schwer umzusetzen.

       

      Aber das ist alles auf eine gleichmäßig verteilte Beförderungsleistung ausgelegt, nicht auf Stoßbetrieb.

      Eine Möglichkeit wäre eine Gruppengondelbahn. Ein gängige Gondelgröße ist bis zu 15 Personen, bei zwei Gondeln (als Gruppe fahrend) hätte man ein Kapazität von 30 Personen. Der Takt kann auf bis zu 60 sek reduziert werden Bei einem 90 sek. Takt sind in 7,5 Minuten 300 Personen transportiert (150/ Richtung), das spart zwei bis drei Busse. Bei 30 Minuten Pausen werden nur etwa zwanzig Minuten für den Transport zur Verfügung stehen. Bei einem 120 sek Takt werden in den 20 Minuten 600 Personen transportiert, bei einem 90 sek Takt  werden bis zu 800 Personen transportiert. Außerhalb der Stoßzeiten (vor 8:00 und nach 16:30) können ganze Traktionen an einer Betriebsstation ausgehangen/ausgeklinkt werden. Zwischen den Stoßzeiten lohnt sich das wahrscheinlich nicht, zumal der Energieverbrauch geringer ist, wenn das Seil gleichmäßig belastet ist (Bergab fungiert als Gegengewicht zu Bergauf)

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