11 Kommentare zu “Schnellfahrstrecke Köln – Luxemburg – Metz

  1. Kannst Du die Tunnel und Brücken in der Karte einzeichnen, damit man den Vorschlag besser beurteilen kann?

    Warum trassierst Du mit 1,25% max. Längsneigung? Willst Du auch Güterverkehr über die Strecke schicken?

    Glaubst Du wirklich das ein ICE/TGV von Berlin über diese Strecke nach Paris fährt? Wenn er über Köln fährt, wird er die die bestehende SFS über Brüssel nehmen…

    Und den Sinn der Linienführung Frankfurt-Köln-Luxemburg-Sraßburg-Lyon verstehe ich auch nicht.

    1. Hallo CS,

      Danke für deine Kommentare.

      Die Tunnel und Brücken werde ich auf jeden Fall noch einfügen. Wollte zuerst schon mal das grobe Konzept (Linienführung und Integration in das bestehende Eisenbahnnetz inkl. Bahnhöfe) veröffentlichen.

      Güterverkehr auf dieser Strecke habe ich erstmal nicht vorgesehen.  Die Trassierung habe ich gem. Richtlinie der DB umgesetzt. Natürlich gibt es, wie in den Eisenbahnprojekten üblich ist, immer Optimierungspotenzial, und kann in bestimmten Fällen auch vom anerkannten Regelwerk abgewichen werden.

      Bei den TGV/iCE zwischen Berlin und Paris ging es mir nicht darum ob die Strecke über Brüssel schneller ist als über Luxemburg. Bei der Auswahl der Linien habe ich vor allem darauf geachtet welche Linien verlängert bzw. verlegt werden können, damit auf die SFS Züge im  Stundentakt und Halbstundentakt verkehren. Damit sind zusätzliche Fern- und Regionalverkehrslinien nicht erforderlich und wetden Kapazitätsengpasse in Bahnknoten vermieden. Gleiches gilt für die Verlängerung der FV 30 von Frankfurt nach Köln.

  2. Obwohl mein Vorschlag für eine neue Hochgeschwindigkeitsstrecke mit Geschwindigkeiten von bis zu 450 km/h zwischen London, Luxemburg und Stuttgart erheblich teurer wäre, bin ich überzeugt, dass sie einen um ein Vielfaches größeren Nutzen bringen würde als der vorliegende Vorschlag, da sie nicht nur das luxemburgische Verbindungsproblem lösen, sondern auch neue Strecken vom europäischen Zentrum nach London sowie nach Brüssel und Amsterdam eröffnen und Haltestellen in den gebirgigen Ardennen und im Pfälzerwald anbieten würde, die der Region wirtschaftliche und demografische Fortschritte bringen würden.

    1. Abgesehen vom Halt in Luxemburg haben die beiden Vorschläge mal gar nichts miteinander zu tun: Dein Vorschlag verläuft in Nordwest-Südost-Richtung, dieser hier hingegen in Nordost-Südwest-Richtung.

    2. Hallo Lindenmeyer 11,

      wie Baum bereits gemeldet hat, gibt es hier wirklich Unterschiede mit deinem interessanten Vorschlag. Mein Vorschlag bezieht sich nur auf die Relation Rhein/Ruhr – Köln – Trier – Luxemburg – Metz da es auf diese Relation keine SFS gibt. Diese Vorschlag ist damit nur ein Lückenschluss des europäischen HGV Netz zwischen den bereits vorhandenen LGV-Est Paris Strasbourg und die ab Köln verlaufenden Ausbau- und Neubaustrecken in Richtung Nord- und Ostdeutschland.

      1. Ich verstehe den Unterschied zwischen den beiden Vorschlägen. Allerdings gibt es bereits direkte Züge zwischen Luxemburg und Köln, während es in eine andere, viel näher gelegene Hauptstadt (Saarbrücken) keine direkten Züge gibt (eine Verbindung dauert derzeit mehr als zwei Stunden, in meinem Projekt würde sie 20 Minuten dauern). Ich habe Zweifel, ob dieser Vorschlag sinnvoller wäre als mein Projekt. In jedem Fall ist der Vorschlag gültig und die Initiative wird anerkannt.

        1. Zwischen Luxemburg und Köln fährt wie oben beschrieben täglich nur ein direkter Zug. Diese fährt erst um 14:17 Uhr in Köln ab und kommt erst um 17:48 Uhr in Luxemburg an. Bei alle anderen Verbindungen ist immer ein Umstieg in Koblenz erforderlich.

          Es stimmt das Saarbrücken keine direkte Zugverbindung mit Luxemburg hat. Es gibt allerdings laut Fahrplan der DB Busverbindungen mit einer Reisezeit von ca. 1 Stunde und 20 Minuten zwischen beiden Städten. Jedoch mit Reservierungspflicht und nicht stündlich. Dabei ist natürlich auch darauf hinzuweisen das ein Bus längst nicht die gleichen Kapazität wie ein normalen Zug hat. Ich halte die Idee, eine direkte Zugverbindung herzustellen, sicherlich für sinnvoll an. Eine Abwägung zwischen diesen Vorschläge halte ich absolut nicht für sinnvoll da wie gesagt es um die Erschließung und Verbindung von unterschiedlichen Regionen, mit Ausnahme von Luxemburg, handelt.

  3. Prinzipiell freue ich mich über jeden Vorschlag, der der Eifel zugute kommt. Ich finde den Vorschlag technisch und konzeptionell sehr schön ausgearbeitet. Besonders möchte ich loben, dass Verknüpfungspunkte mitgeplant wurden.

    Dennoch habe ich große Sorgenfalten bezüglich der Nachfrage. Hier streitet niemand ab, dass Luxemburg schlecht an das deutsche Netz angebunden ist. Aber eine Hochgeschwindigkeitsstrecke aus einer bestimmten Richtung ist vermutlich nicht die Antwort? Dass sich ein TGV nach Paris rechnet, liegt auch an der zentralistischen Struktur Frankreichs. Nach Deutschland wiederum verstreut sich die Nachfrage im Fernverkehr auf mehrere Ballungsräume (primär Rhein-Ruhr vs. Rhein-Main, sekundär Hamburg vs. München vs. Berlin vs. Rhein-Neckar).  Ich würde auch wagen zu behaupten, dass die Nachfrage aus dem Saarland Richtung Rhein-Ruhr größer ist als von Luxemburg.

    Hauptproblem der Großregion ist, dass sie mit der Eröffnung der KRM von der zweiten in die dritte hintere Ecke des deutschen Bahnnetzes gerückt ist. Ich votiere klar für einen Ausbau von Luxemburg Richtung Köln und Richtung Frankfurt. Ich denke aber, dass sich mit einem möglichen zweigleisigen Ausbau der Eifelstrecke und möglichen punktuellen Neutrassierungen im Südteil auch viel für weniger Geld erreichen lässt.

    1. Hallo Lichraumprofil.

      Danke für den Lob und die Kommentare. Natürlich ist die Verbesserung der Anbindung von Luxemburg aus einer Richtung nicht die einzelne richtige Lösung.  Dazu gehören natürlich auch immer Lösungen für das bestehende Streckennetz sowie, in dieser Forum bereits vorgeschlagen, neue Verbindungen zwischen Saarbrücken und Luxemburg bzw. Metz. Einer zweigleisigen Ausbau würde auch schon mal hilfreich sein um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Eine Anpassung der Linienführung (Begradigung) für höheren Geschwindigkeiten ist auch eine Möglickheit. Jedoch muss dabei darauf geachtet werden, das wahrscheinlich mehrere Tunnelbauwerke erforderlich sind. Dies würde auxh zu höheren Kosten führen. Weiterhin kommt dazu, wie ich beim bisher letzten Kommentar erwähnt habe,  dass die Strecke im nördlichen Abschnitt für die S-Bahn Köln ausgebaut wird wobei die S-Bahn-Züge zwischen Köln und Kall in 20-Minuten-Takt verkehren sollen. Einige davon werden weiter in Richtung Gerolsteiner fahren. Die zwei Regionalverkehrslinien von Köln nach Trier werden dadurch schon beschleunigt. Aber ob ggf. dann zussätzliche (Fern)züge die noch schneller sind im Fahrplan eingetaktet werden können bezweifele ich.

  4. Sehr ambitionierter Vorschlag! Zwei Anmerkungen:

    • Hast du dir die aktuellen Planungen zum Lückenschluss der A1 angeschaut? Du planst die Bahnstrecke in einem ziemlich geraden Korridor zwischen den beiden Autobahnenden – die Autobahn wird aber in einem relativ großen Bogen geplant. Ich vermute, dass dort gewisse Schutzgebiete liegen, die eine direkte Linienführung unmöglich machen.
    • Auf den Abschnitt nördlich von Satzvey würde ich verzichten. Das spart rund ein Viertel der nötigen Neubaustrecke Köln-Wittlich. Kall <-> Erftstadt ist der aktuell schnellste Abschnitt der Eifelstrecke – der Geschwindigkeitsvorteil der Neubaustrecke wäre hier also am geringsten. Vielleicht kann man auch durch punktuelle Maßnahmen weitere Geschwindkeitserhöhungen auf der Bestandsstrecke auf 130-160 km/h erreichen. Im Bereich Fischenich ist es ohnehin geplant, die Strecke ohnehin aus dem Ort herauszuverlegen.
    1. Hallo Capybara. Danke für deine Kommentare. Der Lückenschluss habe ich tatsächlich berücksichtigt. Jedoch muss dabei angemerkt werden, dass infolge der Linienführung der Autobahn keine durchgängige Parallelität geschaffen werden kann. Die Schutzgebiete mit genauen Grenzen habe ich ehrlicherweise  nicht ins Detail betrachtet. Eine  Optimierung durch Anpassung der Höhenlage, evtl. durch zusätzlichen Tunneln, muss auf Basis genauere digitale  Geländemodelle untersucht werden. Ein Verzicht auf den nördlichen Abschnitt würde ich auf jeden Fall nicht für sinnvoll halten. Nicht aus dem Grund bzgl. deiner genannten Geschwindigkeitserhöhung. Sondern auf Grund von Kapazitätsengpasse. Die Strecke zwischen Köln  und Kall wird für die S-Bahn ausgebaut die in einem 20-Minuten-Takt verkehren sollen. Dazu kommen auch noch zwei Regionalexpress-Linien. Dazu kommen auch noch zusätzliche Haltepunkte.

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