Ein Kommentar zu “Saarbrücken (Mögliche S2 Burbacher Markt – HBF – Flughafen)

  1. Ich finde die Idee einer Straßenbahn nach Burbach grundsätzlich sehr gut, man hat entlang der Route dichte Bebauung/Besiedlung und mit den Saarterrassen und Gewerbegebieten um diese herum ja auch durchaus regional bedeutsame Ziele. Damit gehe ich voll mit, das finde ich gut.

     

    Schwieriger finde ich den östlichen Streckenast, weil ich auf Basis der aktuellen Flugpläne (hier der Winterflugplan) am Internationalen Verkehrsflughafen SCN nicht den Bedarf für eine Bedienung des Flughafens durch eine Straßenbahn, geschweige denn im dichten Takt sehe. Da gibt’s Wochentage, an denen ein einziger Flug geht und die insgesamt in den letzten 20 Jahren massiv gesunkenen Fahrgastzahlen sprechen für sich. Den schwächelnden Flughafen werden Fechingen und Ensheim mit ihren zusammen rund 6.000 Einwohnern ohnehin schwerlich ausgleichen können, gerade im Hinblick auf die periphere Anbindung des größeren Ensheim. Damit diese Strecke Sinn macht wird man sich beim Flughafen SCN also bemühen müssen und mal ein paar mehr Flüge an Land ziehen. Auf der anderen Seite gibt es ein historisches Vorbild. In den 30er Jahren fuhr die von der Saarbrücker Klein- und Straßenbahn AG betriebene Linie 14 über Brebach (allerdings durch die Brebacher Landstraße), Fechingen (hier durch die Provinzialstraße) nach Ensheim und Ommersheim.  Also gab es den Bedarf ja zumindest früher mal.

     

    Was aber definitiv gar nicht geht ist den Takt in Malstatt mal eben um 50% kürzen zu wollen (T7 1/2 => T15). Die Stationen Ludwigsstraße – Siedlerheim erschließen ein Gebiet mit rund 18.000 Einwohnern, das zudem aufgrund seiner relativ schlechten sozioökonomischen Situation eine für Saarbrücken unterdurchschnittliche Pkw-Besitzquote aufweist und damit besonders auf den ÖPNV angewiesen ist (vgl. ISEK Malstatt, S. 29). In den Hauptverkehrszeiten sind nicht selten Bahnen schon von Norden kommend am Pariser Platz voll. Da kannst du nichts wegkürzen.

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