Beschreibung des Vorschlags
**Dieser Vorschlag wurde in ähnlicher Form schon als Stadt-/ und Straßenbahn veröffentlicht.
Stadtbahn: https://linieplus.de/proposal/s-u1-fellbach-waiblingen/
(Tramfreund94)
Straßenbahn: https://linieplus.de/proposal/strassenbahn-fellbach-waiblingen-linie-1-und-ring-fellbach/
(Der Galaktische)
In dieser Version wurden mehr Anbindungen an den örtlichen ÖPNV, eine teilweise andere Streckenführung und ein möglichst kreuzungsfreier/Vom MIV unabhängiger Streckenverlauf eingeplant. Diese Strecke soll theoretisch Standards einer Voll-U-Bahn erfüllen können, falls Stuttgart je die Planung einer solchen wahr machen sollte. (S. Variante 2)
Ich hoffe, dass die „Neuauflage“ korrekt ist.**
Waiblingen ist die ca. 57.000 Einwohner starke Hauptstadt des Rems-Murr-Kreises, und relativ nah an Fellbach, Nachbarstadt Stuttgarts, gelegen. Dort endet die Linie U1 der Stadtbahn Stuttgart.
Zwar sind beide Städte mit der S-Bahn verbunden, die Stadtmitte beider Städte liegt aber nicht in Bahnhofsnähe. Eine Verbindung per Stadtbahn könnte Abhilfe schaffen.
Ziele sind die erstmalige Anbindung der Stadtmitte von Waiblingen, sowie die Schaffung von Direktverbindungen von den südlich des Waiblinger Bf. gelegenen (bis jetzt eher schlecht erschlossenen) Wohn-und Industriegebieten nach Fellbach und Richtung Stuttgart. Waiblingen als Wohnort/Arbeitsplatz könnte so attraktiver werden, aber auch der Standort „Waiblingen Altstadt“ könnte profitieren (mehr Einnahmen für Stadt und Unternehmen).
Als Fahrzeuge sind alle Variationen des Typs S-DT8 in Doppeltraktion vorgesehen. Da sich die U1 in Umstellung auf eben diese 80m-Züge befindet, wird dies als Bahnsteiglänge vorausgesetzt. In Tunnelstationen soll, wenn möglich, Platz für eine Bstg-Verlängerung gelassen werden.
Es werden überall Hochbahnsteige eingesetzt. Die Spurweite beträgt 1435mm (Regelspur).
Linienverlauf „Ausbau Bestand“ (Variante 1):
Die Strecke verlässt die Hst. Schwabenlandhalle und verschwindet in einen Tunnel, wo sie die für den weiteren Verlauf tiefergelegte Hst. „Fellbach Lutherkirche“ erreicht. (Für den Ausbau auf 80m-Züge sollte die ursprüngliche obererirdische Haltestelle ohnehin aufgegeben/verschoben werden.)
Nach dem Tunnel wird die Hst. „Bühlstraße“ erreicht. Diese dient der Anbindung des Stadtteils und der Zeppelinschule. Ggf. kann dort zusätzliche Wohnbebauung entstehen.
Weiter geht es entlang der B14, eine Schnellstraßenkreuzung wird unterfahren, und dann geht es in einen kurzen Hochbahnabschnitt zur Hst. „Beinsteiner Tor„. An dieser wird ein Park&Ride-Platz eingerichtet, strategisch an der Kreuzung Westumfahrung/L1193 und nahe einer B14-Abfahrt gelegen. Pendler können so den für seine Staus berüchtigten Kappelbergtunnel meiden und mit der U1 an ihr Ziel kommen. Dies entlastet nicht nur die B14, sondern auch die städtischen Straßen von Fellbach, Waiblingen und Stuttgart.
Zudem wird eine (End-)haltestelle für die Linie 207 eingerichtet, sodass zum Einkaufszentrum „Remspark“ umgestiegen werden kann. Der Abschnitt Ri. Fellbach des 207ers kann dank der Stadtbahn eingespart werden.
(Anmerkung: Die Überquerung der L1193 und der Einmündung Ziegeleistr. könnten auch Höhengleich mit BÜ erfolgen. Dann wäre die Hst. auf Straßenniveau.)
Die Strecke überquert eine Kreuzung als Hochbahn, und begibt sich auf Straßenniveau.
Es folgt die Hst. „Rötepark„, welche die umliegenden Wohngebiete anbindet. Mittels Brücke (auch hier stattdessen Bahnübergang möglich) wird die Kreuzung Jesistr./Alte Bundesstraße überquert. Bei letzterer wird eine Fahrspur gestrichen, um Platz zu gewinnen.
Auch aufgegeben wird die Einmündung der südlichen Schurwaldstraße, diese dient nur noch als Gebäudezufahrt.
Nach der Überquerung der Bahnstrecke und der Straße nach Rommelshausen folgt die Hst. „Alte Bundesstraße“ mit Umstieg zur Linie 216 ins Industriegebiet Eisental und zum Bf. Waiblingen. Diese Hst. bindet das Industriegebiet an und liegt direkt am Bosch-Werk.
An der Straße nach Rommelshausen wird die nahegelegene Bushaltestelle näher an die Brücke gelegt, sodass auch ein Umstieg Richtung Rommelshausen (Bus 211) möglich ist. Eine neue Treppe soll dies ermöglichen.
Für die weitere Trasse müssen Parkplätze und evtl. die Zufahrt zu einer Tankstelle und eines Autohauses weichen (evtl. Stattdessen BÜ), sowie der Fußweg neu gebaut werden.
Direkt danach wird an der Abzweigung der Landstraße Richtung Ortsausgang in den Stadtunnel Waiblingen gefahren, da durch den Friedhof keine oberirdische, unabhängige Trasse möglich ist. An der Polizeiwache biegt der Tunnel Richtung Stadtmitte ab und erreicht endlich die U-Haltestelle „Alter Postplatz„, wo Übergang zu den Buslinien Richtung Bf., Hallenbad und weiteren Zielen besteht. Die Waiblinger Altstadt und die Geschäfte im PostplatzForum, sowie das Landratsamt sind angebunden.
Eine Verlängerung des Tunnels Richtung Waiblingen Bf. wäre theoretisch möglich, dies ist aber nicht Gegenstand dieses Vorschlags.
Linienverlauf „Alternativtrasse U-Bahn“ (Variante 2):
Diese Variante entstand aus der Tatsache, dass in Stuttgart in den 1960/70ern eine „richtige“ U-Bahn wie in Nürnberg/München… geplant war. Eine Strecke wäre die nach Fellbach gewesen. Ich wollte auch einen „U-Bahn-artigen“ Linenverlauf, mit dem Fellbach rasch unterquert werden konnte, einplanen. So entstand diese Alternativtrasse, die natürlich auch als Zusatz zum Lutherkirche-Ast und auch als normale Stadtbahnstrecke entstehen könnte. (Falls die Stadt Fellbach unverhofft zu viel Geld kommen sollte.)
Die Strecke kommt von der Hst. „Höhenstraße“ und folgt seinem Straßen-Pendant, dem Fellbacher Stadttunnel, in den Untergrund. Sie werden weitestgehend parallel verlaufen.
Optional wird die U-Haltestelle „Stuttgarter Str.“ gebaut. Je nach Tiefe des Tunnels kann die Hst. zur Kostensenkung oben offen gebaut werden. Im Fall der U-Bahn kann die Hst. „Höhenstraße“ aufgegeben werden, falls der Haltestellenabstand zu gering ist.
Kurz vor dem „Schwabenlandtower“, einem nie fertig werdendem Hochhausprojekt, verlässt die Bahn den Tunnel. Die Kreuzung Waiblinger Str./L1193 muss hierfür kompakter gestaltet werden, sowie die Richtungsfahrbahnen der L1193 näher aneinander gerückt werden, sodass Platz für die Trasse der U1 ist. Diese überquert direkt danach die Bühlstraße. Auf dieser liegt die Hst. „Rems-Murr-Center/Schwabenlandtower„. Die auf der Bühlstr. gelegene Bushaltestelle der Linie 215 wird näher an die Brücke gerückt, und ist über die wieder hergestellte Treppe von der Stadtbahn/U-Bahn direkt erreichbar. Wie an der Stuttgarter Str. kann hier auch zum Bf. Fellbach umgestiegen werden. Ein Gewerbegebiet mit kleinem Anteil an Wohnbebauung ist hiermit angebunden.
Die folgende Schnellstraßenkreuzung, sowie die Westumfahrung werden als Hochbahn überquert und die Strecke erreicht die Hst. „Beinsteiner Tor (P+R)“.
Auch hier ist die Kreuzung der Westumfahrung als Bahnübergang möglich. Weiter geht es wie in Variante 1 beschrieben.
Vor-und Nachteile
Variante 1:
+Anbindung an Bestandsstrecke
+Keine Tunnelbaustelle mitten in der Stadt
+Führung entlang der B14 möglich
-Evtl. längere Fahrzeit durch den Schlenker zur Lutherkirche
Variante 2:
+Geringere Fahrzeit möglich
+Anbindung Gebiet Rems-Murr-Center
-Bauarbeiten an der zentralen L1193 notwendig
-Ggf. mehr Konflikte mit ansässigen Grundstückseigentümern
-Stilllegung Lutherkirche-Ast oder
-Neues Linienkonzept notwendig
Die Variante 1 ist vermutlich mit dem jetzigen Stand die Bessere, da der Bestand genutzt werden kann und Konflikte mit Anwohnern eher vermieden werden können.
Weitere Varianten der U1 Fellbach-Waiblingen, sowie weitere Ideen für Stuttgart und den Rems-Murr-Kreis sind in Planung! Falls diese Sinn machen, versuche ich diese hier einzustellen.
Danke an alle, die bis zum Ende dran geblieben sind. Über Rückmeldungen und Verbesserungen freue ich mich sehr!
Grüße aus dem Ländle, Schnellbahn
