Beschreibung des Vorschlags
Die Bahnhofssituation in Kassel ist weit über die regionalen Grenzen bekannt, Problem ist die unterschiedliche Bedienung der beiden sehr bedeutenden Bahnhöfe in der Stadt. Der FV wird auf Weiteres nicht mehr am HBF halten, für den Rest möchte ich euch eine Lösung präsentieren.
Aus der Region sollte es möglich sein einfach und ohne Umstieg beide Bahnhöfe zu erreichen.
Erreicht werden soll das Konzept mit Akkutriebwagen, wie sie die Kurhessenbahn anschaffen will.
Da alle Streckenabschnitte schon in Planung des Landes/NVV oder anderen sind, möchte ich auf eine weitere Aufsplittung der Linienäste in weitere Vorschläge verzichten. Wenn jemand spezifisch auf die „RB 2“ eingehen will, kann sich dieser bei mir melden und ich eröffne dafür ein Vorschlag, weil es für diese zusammenhängende Linie noch nichts Veröffentlichtes gibt.
Weiterführende Links zur Orientierung sind:
Reaktivierung Kassel – Baunatal/Kauungen
RT/RB 2 nach Hessisch Lichtenau
Konzept:
Von jedem Bahnhof in der näheren Umgebung Kassels sollte es jede Stunde möglich sein, zu den beiden großen Bahnhöfen in der Stadt zu gelangen.
Damit einher geht eine Angebotsverdichtung auf den Außenästen, zusätzliche Züge zwischen Wilhelmshöhe und Kaufungen werden nicht betrachtet!
Alle neuen Linien werden von Akkutriebwagen betrieben, damit ist bis auf die Elektrifizierung nach Wolfhagen keine weitere Maßnahme in diese Richtung von Nöten.
RB 2:
Verkehrt zwischen HeLi und Hann. Münden. Ab Hann Münden ca. halbstündlich versetzt zur RB 5, damit nicht nur ein Halbstundentakt auf den meisten Relationen erwirkt wird, sondern auch eine neue Direktverbindung zwischen Wilhelmshöhe und den Ortschaften in der Mitte geschaffen wird. Nach HeLi fährt die RB2 dann über die Lossetalbahn und lässt zur Geschwindigkeitserhöhung gegenüber der Tram einige Halte aus.
RB(/E) 4:
Wird ab Wilhelmshöhe weiter nach Baunatal verlängert, damit man um das Kasseler Stadtgebiet eine gute Nord-Südverbindung Vellmar – Baunatal herstellen kann.
RB 90:
Fährt halbstündlich versetzt ab Baunatal zum Hauptbahnhof, damit ein attraktiver Takt Wilhelmshöhe – Großenritte (-?)
entsteht.
RB 40:
fährt halbstündlich versetzt zur RB 4 zwischen Korbach und Kassel HBF, damit diese Orte eine neue Direktverbindung erhalten.
Zusätzliche Baumaßnahmen:
neuer Bahnhof in Hessisch Lichtenau nahe dem alten Haltepunkt „Mitte“.
mittiges Ausziehgleis in Hann. Münden zur Wende der RB 2
Kreuzungsmöglichkeiten zwischen Vellmar und Korbach.
Weichenverbindung Kassel HBF – Obervellmar.

Das Konzept klingt recht sinnvoll. Ich frage mich nur, ob es sich so ein Vorortkonzept zusätzlich zu den RegioTrams lohnt, die eigentlich genau eine solche Aufgabe wahrnehmen. Es würde nämlich meiner Einschätzung zu einer ziemlichen Angebotssteigerung und tw. Doppelung führen. Kritisch sehe ich insbesondere die RB40, die zu einem Angebot von bis zu vier Züge pro Stunde und Richtung zwischen Wolfhagen und Obervellmar führt, während sie gleichzeitig am Hbf endet ohne in das Stadtzentrum weiter zu fahren. Ist da nicht ein Umstieg in die RT in Obervellmar ins Zentrum ausreichend? Die RB2 gefällt mir da schon besser, auch wenn du ein wenig außer acht lässt, dass nach Hann Münden nicht nur die RB 5 fährt, sondern auch noch zwei weitere Linien. Vielleicht noch ein zusätzlicher Haltepunkt in Bonaforth, damit sich die zusätzliche Linie mehr lohnt.
Und in Nordshausen siehst du wohl einen neuen Haltepunkt vor? Wäre einer an der Uni nicht auch gut geeignet?
„Weichenverbindung Kassel HBF – Obervellmar.“
Wie und wo stellst du dir die vor? Kommt man nicht heute schon durch den Rbf von Obervellmar zum Hbf?
Danke für deine Kritik!
Die RB 40 ist wahrscheinlich wirklich das strittigste. Bedenke aber, dass die RT nur stündlich bis Wolfhagen fährt. Wenn man mit der Elektrifizierung vielleicht halbstündlich dorthin fährt und man dann ordentlich umsteigen kann, sollte die RB 40 auch ersetzbar sein. Aber bereits jetzt gibt es eine Express-RT ohne Halt zwischen Obervellmar und Hbf, das Konzept scheint also zu überzeugen.
Die RB2 gefällt mir da schon besser, auch wenn du ein wenig außer acht lässt, dass nach Hann Münden nicht nur die RB 5 fährt, sondern auch noch zwei weitere Linien. Vielleicht noch ein zusätzlicher Haltepunkt in Bonaforth, damit sich die zusätzliche Linie mehr lohnt.
Weiß ich. So hätte man dann einen Halbstundentakt ab Hann. Münden aber alle anderen Haltepunkte (Bonaforth möglich) erhalten ihre erste Direktverbindung. Hann Münden ist einfach als geeigneter Endpunkt drin, vielleicht könnte man auch bis Witzenhausen fahren.
Und in Nordshausen siehst du wohl einen neuen Haltepunkt vor? Wäre einer an der Uni nicht auch gut geeignet?
Wenn mich nicht alles täuscht will die Uni den Standort dicht machen und alles an den Hauptstandort verlagern. Ob sich dann der Zusatzhalt noch lohnt? Ich weiß es nicht.
Kommt man nicht heute schon durch den Rbf von Obervellmar zum Hbf?
Richtig, man müsste durch den RBf schleichen und das über teils nicht elektrifizierte Abschnitte, das scheint mir doch schon stark unpraktikabel im Alltagsbetrieb. Streckengleise gibt’s nur durch Harleshausen, die Gleise sind aber mit der RT voll. Am einfachsten wäre eine Weichenverbindung an der Stadtgrenze zu Vellmar.
Für wen genau ergeben sich da Verbesserungen?
Das Lossetal ist durch die Straßenbahn bereits jetzt an die Innenstadt und Wilhelmshöhe angebunden und die vorgeschlagene RB2 dürfte durch den langen Umweg über Niederzwehren auch nicht nennenswert schneller in Wilhelmshöhe sein als die Express-Straßenbahnen, die jetzt schon einige Halte auslassen.
Von Wolfhagen, Zierenberg, Ahnatal und Vellmar aus sind der Hauptbahnhof und Wilhelmshöhe jetzt schon erreichbar, von Korbach aus fährt zwar nur die RB nach Wilhelmshöhe, aber in Zierenberg gibt es direkten Anschluss an die RT zum Hauptbahnhof.
Zwischen Baunatal und Wilhelmshöhe gibt es eine sehr gute Straßenbahnverbindung mit direktem Anschluss in Oberzwehren Mitte. Außerdem ist auf der Eisenbahnstrecke intensiver Güterverkehr von und zum VW-Werk und um von Baunatal aus zum Hauptbahnhof zu kommen, muss man das komplette Bahnhofsvorfeld von Wilhelmshöhe queren, was sich fahrplantechnisch schwierig gestalten dürfte.
Profitieren könnten höchstens die VW-Angestellten, die in Vellmar wohnen (denn wer sonst will von Vellmar nach Baunatal oder umgekehrt?), ansonsten ist die Anbindung mit Straßenbahn, Regiotram und Regionalbahn mehr als ausreichend.