Beschreibung des Vorschlags
Die Tunnelportale sind nicht maßstabsgetreu, ich halte es lediglich für wichtig, dass man die Portale einigermaßen gut erkennen kann, ohne viel zu weit reinzoomen zu müssen.
Angeregt durch diesen Forumsbeitrag schlage ich hier eine weitere mögliche Version eines S-Bahnrings um Köln vor.
Es sind drei Infrastrukturmaßnahmen notwendig:
1. Tunnel unter K-Mülheim
2. Verbindungskurve im Bereich Geldernstraße/Parkgürtel
3. Brücke im Bereich K-Trimbornstraße.
Ich habe diesen Vorschlag als Zweisystembahn etikettiert, da von K-Mülheim bis K-Geldernstraße/Parkgürtel die Gleise der Stadtbahn benutzt werden sollen, die Fahrzeuge müssen also zwei Kriterien erfüllen:
1. Zulassung nach EBO und BoStrab
2. Kompatibel mit Stadtbahnstrom (750 V Gleichstrom) und Eisenbahnstrom (15 kV, 16.7 Hz Wechselstrom).
Da die Gleise der Stadtbahn zwischen Mülheim und Geldernstraße/Parkgürtel nicht mit dem üblichen Straßenverkehr kreuzen, halte ich es für akzeptabel, dort auch S-Bahnen fahren zu lassen.
Dieser Vorschlag hat folgende Vorteile:
1. Schnelle Ringlinie
2. Viele Verknüpfungen mit den restlichen Linien an den Bahnhöfen West (S, RB, RE), Süd (S, RB, RE), Deutz (S, RB, RE, ICE), Mülheim (S, RB, RE) und Geldernstraße/Parkgürtel (S).
3. Kein zusätzlicher Verkehr am Hbf und auf der Hohenzollernbrücke.
Diese Linie soll im 20-Minutentakt verkehren, damit der Fahrplan optimal mit dem Takt der Stadtbahnlinie 13 (Mülheim-Geldernstraße/Parkgürtel)(T10) harmoniert. Wenn die 13 ab 20 Uhr auf einen T15 ausgedünnt wird, soll diese S-Bahn auf einen T30 verdünnt werden.
An der Haltestelle Raiffeisenstraße soll die gleichnamige Stadtbahnhaltestelle etwas versetzt werden, damit die Umsteigewege kurz sind.

Ich freue mich, dass mein Forumsbeitrag eine Anregung war!
Aber leider sind die ganzen Tunnel baulich unmöglich:
Alle portale außer das bestehende an der Mülheimer Brücke und das an der Nussbaumer Str. liegen in Bereichen, wo die Trasse hoch auf einem Bahndamm über dem Straßenniveau liegt. Die Rampen müssten also sehr lang sein, was an keiner der Stellen möglich ist.
Realistischer ist da vielleicht schon eher, die 13 zu einem vollständigen Ring auszubauen ?
Bis zum Rhein ist die Trasse fest eingeplant, eine Brücke über den Rhein wäre möglich, ab da wird es schwierig.
Hab die Strecke mal überarbeitet:
1. Im Bereich Trimbornstraße ist nun eine Brücke, allerdings wird der Halt Trimbornstraße nicht mehr bedient.
2. Im Bereich Buchheim hab ich das Tunnelportal auf eine Brache / Halde geschoben.
3. Im Bereich West ist das Portal nun weiter südlich.
Danke für deine Mühe, aber leider ist das meiste immer noch nicht möglich:
1. Passt die Brücke vor der Trimbornstraße dort wirklich zwischen die Straße und die Häuser? Das ist sehr eng. Und wie sieht die Einfädelung in die Gleise in Richtung Deutz Tief aus? Die Nutzung dieser Gleise finde ich eh schwierig, da der Fernverkehr dort mit dem Deutschlandtakt deutlich zunehmen wird. Für eine S-Bahn alle 20 Minuten ist dann wahrscheinlich keine Trasse mehr frei.
2. Das Gelände wird (soweit ich weiß) bald bebaut, dann ist dort kein Platz mehr. Die Rampe wäre eh recht steil.
3. Im Bereich West wird die Strecke 6-gleisig ausgebaut, dann ist für ein Portal kein Platz mehr. Die Rampe wäre ohnehin zu steil, da sie von einer Tieflage bis in eine Hochlage führt.
Das Portal in Ehrenfeld wäre baulich möglich. Allerdings wird es dann sehr eng, wenn man links und rechts noch die Gleise für die Linie 13 nach Süden beibehalten will.
Ist nicht böse gemeint, ich will ja auch nicht nur den ganzen Tag meckern, aber diese Kritikpunkte gibt es nunmal.
Tipp für die Zukunft: In der Regel ist es sehr schwierig, aus einer Strecke in Hochlage eine Rampe für ein Tunnelportal auszufädeln, da die Rampen sehr lang sein müssen und seitlich genug Platz vorhanden sein muss.
Die Idee einer 2-Systembahn an sich finde ich gut, die gab es ja z.B. auch mal, um Bonn Hbf an den Flughafen anzubinden.
Ich würde es eher bevorzugen, die Brücke direkt über die Straße zu bauen, da so keine Bäume gefällt werden müssen.
Es wäre zwar Platz neben der Straße, allerdings müsste man dafür dutzende Bäume fällen.
Glaubst du wirklich, dass der Takt der ICEs soweit verdichtet wird, dass auf einer durchgehend zweigleisigen Strecke kein weiterer T20 zu verwirklichen ist?
Die ICEs, die in Messe/Deutz tief halten kommen ja alle von Frankfurt über KRM nach Düsseldorf/Solingen. Selbst wenn die ICEs auf dieser Strecke im T10 fahren sollten (was für KRM definitiv überdimensioniert wäre), könnte man trotzdem noch diese S-Bahn unterbringen.
Selbst wenn das Gelände bald bebaut wird, noch ist es unbebaut.
Kann die Rampe nicht im Bahndamm nach oben geführt werden? Zur Not könnte man ja kreuzende Straßen 1-2 Meter tiefer legen.
Natürlich könnte man auch schon im Park die Strecke an die Erde kommen lassen, bei einer solchen Lösung dürfte die Akzeptanz sicherlich sehr gering sein.
Das mit der Brücke direkt in der Mitte des Deutzer Rings wäre kein Problem, da dieser breit genug ist. Wäre eine Lösung vergleichbar mit der S-Bahn-Trasse in Hamburg durch Hammerbrook Richtung Elbbrücken. Alternative wäre ein Tunnel, doch dazu müsste die Ubahn noch etwas tiefer gelegt werden. Die Ubahn liegt an dieser Stelle übrigens nicht direkt unter der Straßenoberfläche sondern bereits etwas tiefer, da dort in den 1980-er Jahren unmittelbar daneben ein Überwerfungsbauwerk als Vorleistung für einen Abzweig Richtung Köln-Poll gebaut wurde.
Trotzdem ist der Vorschlag so nicht machbar. Denn es ließe sich auf der Rampe von der Mülheimer Brücke zum Wiener Platz ohnehin kein Abzweig bauen, denn unmittelbar daneben – in dem Auffahrtsbauwerk zur Mülheimer Brücke – befindet sich der Hauptabwassersammler Richtung Klärwerk Stammhein, der beim Bau der Ubahn bereits schon einmal verlegt wurde. Aus diesem Grund wäre auch ein dreigleisiger Ausbau der Ubahn-Haltestelle Wiener Platz nicht möglich.
Das mit der Brücke direkt in der Mitte des Deutzer Rings wäre kein Problem, da dieser breit genug ist.
Es freut mich, dass ich nicht der einzige bin, der diese Brücke für möglich hält.
Trotzdem ist der Vorschlag so nicht machbar. Denn es ließe sich auf der Rampe von der Mülheimer Brücke zum Wiener Platz ohnehin kein Abzweig bauen, denn unmittelbar daneben – in dem Auffahrtsbauwerk zur Mülheimer Brücke – befindet sich der Hauptabwassersammler Richtung Klärwerk Stammhein, der beim Bau der Ubahn bereits schon einmal verlegt wurde. Aus diesem Grund wäre auch ein dreigleisiger Ausbau der Ubahn-Haltestelle Wiener Platz nicht möglich.
Könnte man nicht wasserdichte Züge anschaffen?
Spaß beiseite, ich hab in Mülheim umtrassiert. Ist es jetzt so besser?
Was die Trassierung in Mülheim anbelangt, auf jeden Fall. Ich denke trotzdem, ich werde mich mal hinsetzen und eine alternative Trassenführung als reine S-Bahn anbieten, die ohne teure Tunnelbauten auskommt und nur rund 4 km oberirdische Neubaustrecke benötigt – an Stellen, wo auch ausreichend Platz dafür vorhanden wäre.
Auf den Vorschlag wäre ich gespannt, gerne hier dann verlinken 🙂
Gerne: S-Bahn-Ring Köln – Alternative Streckenführung . Nötig wäre natürlich eine zusätzliche Rheinbrücke – hier zwischen Niehl und Flittard – auf einer ursprünglich für einen Autobahnzubringer freigehaltenen Trasse.
Hab das nochmal überarbeitet.
Die Ausfädelung beim Bahnhof Süd ist jetzt weg, allerdings zu dem Preis, dass Ehrenfeld nicht bedient wird.
Leider ist die Verbindungskurve an der Station Geldernstraße/Parkgürtel auch nicht möglich.
Die Strecken haben einen sehr großen Höhenunterschied, und Platz gibt es ohnehin nicht.
Die Zweisystembahn muss außerdem noch die verschiedenen Fahrzeugbreiten von 2,65m bzw. 3m abdecken – mit dünnem Fahrzeug und ausfahrbaren Rampen? Ich stelle mir diesen Mischverkehr sehr schwierig vor
Entweder das, oder eine kleine Gleisverschlingung im Bereich der S-Bahnstationen, damit die Bahnen näher an den Bahnsteig kommen.
Der Vorschlag ist trotzdem nicht umsetzbar: Die Verbindungsrampen in Mühlheim und am Parkgürtel sind nicht möglich zu bauen, auch wegen den großen Höhenunterschieden.
Und man wird in Köln niemals die Kapazitäten auf dem S-Bahn Netz durch vergleichsweise kleine Stadtbahn Fahrzeuge „verschwenden“. Dafür extra neue Fahrzeuge anzuschaffen wäre eh sehr teuer.
Die nördliche Verbindung über den Gürtel ist auch nicht nötig, da man an der Geldernstrasse und Mülheim ganz gut umsteigen kann.
Man sollte eher die Linie 13 zum 5-Minutentakt verdichten und die Südbrücke als zweite Stammstrecke ausbauen für mehr S-Bahnen, die über Westring, Südring und Ostring fahren.