Beschreibung des Vorschlags
Mir ist aufgefallen, dass die S1/S10 eine tolle Möglichkeit ist, um von Seebrugg oder Villingen nach Freiburg zu gelangen. Jedoch bietet diese Zugkombination aufgrund dessen, dass der Abschnitt Titisee bis Neustadt wie die restliche Höllentalbahn (mit Ausnahme von Freiburg Hbf bis Freiburg-Wiehre und Donaueschingen bis Villingen) eingleisig ist das Problem, dass es nicht möglich ist, in Titisee vom Zug aus Seebrugg in den Zug nach Villingen umzusteigen und umgekehrt. Bis der Zugteil aus Seebrugg in Titisee ankommt, ist der Zugteil nach Villingen schon weitergefahren und bis der Zugteil aus Villingen in Titisee ankommt, ist der Zugteil nach Seebrugg weg. Die einzige Möglichkeit wäre eine Stunde in Titisee zu warten.
Ich schlage deshalb vor, dass zwei aneinander gekoppelte Züge in Seebrugg starten und in Bärental getrennt werden. Der vordere Zug fährt etwas früher los, kommt noch vor der S10 in Titisee an, wird vor sie gekoppelt und fährt in umgekehrter Fahrtrichtung nach Villingen. Der zweite Zugteil aus Seebrugg fährt wie gewohnt einige Minuten später als S1 nach Titisee und mit der S10 weiter nach Freiburg.
Auf dem Rückweg nach Seebrugg fährt die S1 aus Freiburg in Titisee als erstes los und wartet in Bärental auf den Zug aus Villingen. Dieser Zug fährt gemeinsam mit der eigentlichen S10 in Titisee ein, wird abgekoppelt und fährt in umgekehrter Fahrtrichtung nach Bärental, wo er an die S1 nach Seebrugg gekoppelt wird.
Eine andere Option wäre, dass bei der Mündung der Drei-Seen-Bahn in die Höllental-Bahn, zusätzlich zur Mündung in Richtung Titisee auch eine Mündung in Richtung Neustadt gebaut wird. Dadurch würden sich die unterschiedlichen Züge nach Villingen erst in Neustadt begegnen und aneinander gekoppelt werden. Dafür wäre aber wahrscheinlich auch ein zweigleisiger Abschnitt zwischen Titisee und Neustadt nötig, damit sich die Züge von Villingen nach Freiburg und von Seebrugg nach Villingen nicht gegenseitig blockieren, bzw. die Wartezeit verlängern. Jedoch hätte es den Vorteil, dass der Zug aus Seebrugg hinten angekoppelt werden könnte und so nur bis nach Neustadt (oder Löffingen) fahren müsste/könnte und dann wieder zurück Richtung Seebrugg fährt, da ab Titisee ohnehin kein langer bzw. doppelter Zug Richtung Villingen mehr nötig ist.

Als Neustädter kann ich sagen: Ein sehr sinnvoller Vorschlag. Ich fahre im Sommer gerne mal mit der Dreiseenbahn und stehe dann immer vor genau dem Problem, was du beschreibst (allerdings mit „nur“ 20 Minuten Wartezeit, weil es ja bis Neustadt noch einen Halbstundentakt gibt).
Dabei würde ich die erste Variante bevorzugen, weil man so auf allen Abschnitten zweiteilige Züge hätte – und glaub mir, zwischen Neustadt und Villingen wären die grad zu den Stoßzeiten sehr sinnvoll 😉
Bin mir nur nicht sicher, ob es dadurch auf der Dreiseenbahn oder der hinteren Höllentalbahn zu Problemen mit Bahnsteiglängen käme, aber das wäre wohl mit verhältnismäßig geringem Aufwand korrigierbar.
Der Bahnsteig in Titisee ist langgenug für drei Zugteile und die der Dreiseenbahn für zwei Zugteile.
Wenn die Bahnsteige Richtung Donaueschingen seit der Elektrifizierung nicht gekürzt wurden, müssten auch diese genug Platz für zwei Zugteile bieten, da sie vorher Platz für Triebwagen/Lok und Passagierwagen bieten mussten, die früher getrennt waren. (Die Schwarzwaldbahn und teilweise auch die Hochrheinstrecke arbeiten immer noch mit diesen Zügen).
Ich würde diese Linie auch befürworten, da dadurch die Verbindungen in dieser bislang eisenbahntechnisch eher mäßig erschlossenen Region erheblich verbessert werden !