Beschreibung des Vorschlags
Die Zuganbindung Wiesbadens ist bekanntlich suboptimal. Es hilft natürlich auch nicht, dass viele erstmal mit dem Bus durch halb Wiesbaden fahren müssen, um überhaupt zum Hauptbahnhof zu gelangen (zwar gibt es weitere Bahnhöfe, jedoch sind diese aufgrund ihrer Lage und Anbindung jeweils nur für eine Handvoll Menschen nützlich). Daher schlage ich eine (zweite) Strecke zwischen Wiesbaden Hauptbahnhof und Niedernhausen über Bierstadt, Sonnenberg, Rambach und Naurod vor.
Kurz zum 1. Abschnitt, da dieser am kompliziertesten ist:
Diese Strecke würde kurz vor dem Hauptbahnhof mit einer Rampe in einen Tunnel zum neuen Tiefbahnhof unter den jetztigen Bahnhofsgebäude bzw -vorplatz beginnen. Hierfür müsste eventuell ein Bahnsteig oben wegfallen. Von dort aus geht es durch den Tunnel in einen Bogen Richtung Bierstadt, wobei dieser schon auf der New-York-Straße enden und in eine normale Strecke parallel dazu übergehen soll, mit einer Unterführung kurz vor der Kreuzung mit der Texasstraße. Die Strecke sollte auch in Bierstadt so weit wie möglich die Hauptstraße folgen, spätestens vor der Kreuzung aber in einen weiteren kurzen Tunnel bis kurz nach Rheinlandstraße übergehen. Unter der größeren Kreuzung entsteht ein weiterer Tunnelbahnhof. Von dort aus geht’s relativ unkompliziert über Sonnenberg, Rambach und Naurod zur Einfädelstelle in die teils auszubauende Ländchesbahn bzw über eine Verbindungskurve zur SFS KRM (eingleisig dürfte hier reichen).
Die gesamte Tunnellänge wäre vermutlich circa 2,5 bis 3 Kilometer.
Ich habe erstmal 4 Halte eingezeichnet, aber weitere z.B Bierstadt-Nord, Erbsenacker, New-York Straße wären auch denkbar. Die Halte in Naurod und Rambach können auch verschoben werden.
Folgende Linienänderungen würde ich dementsprechend vornehmen:
Rhein-Main S1: Verlängerung nach Niedernhausen (halbstundentakt)
Rhein-Neckar S6: Verlängerung (von momentan Mainz) nach Niedernhausen (halbstundentakt)
RB22: Flügelung in Niedernhausen – jeweils ein Zugteil nach Frankfurt bzw nach Mainz über Wiesbaden. Müsste nicht überall halten. (Stundentakt)
ICEs von / nach Köln – statt über NBS Wiesbaden-Breckenheim über diese vorgeschlagene Strecke. Die Wallauer Spange sollte es aber auch geben, sodass die ganze teure Strecke immernoch zumindest teilweise benutzt wird.
RB21 – Verlängerungen nach Limburg entfallen
Hierdurch erhielten Bewohner des Wiesbadener Ostens (durch bestehende Busverbindungen auch einige außerhalb von den Orten mit Bahnhöfen) schnelle, attraktive Direktverbindungen richtung Frankfurt, Mainz, Worms und Limburg sowie ggf innerhalb Wiesbaden – besonders mit der Reaktivierung der Aartalbahn könnte die S-Bahn bzw die Regionalbahn auch für innerstädtische Verbindungen in Frage kommen. Zusätzlich würden (auch in Mainz) viele von den verkürzten Reisezeiten und umstiegsfreien Verbindungen richtung Norden bzw zum Knotenpunkt Limburg profitieren. Im Fernverkehr würde man auch ein paar Minuten sparen.

Die Idee an sich finde ich an sich ganz reizvoll, ich bitte gerade den Tiefbahnhof am Hbf noch etwas genauer zu zeichnen, da die baulichen Eingriffe sehr hoch sind. Gleiches gilt für die teils doch recht engen Kurven.
Die Anbindung der SFS sehe ich nicht als notwendig an. Durch den längeren HGV-Abschnitt wird sich das ggü. der Wallauer Spange zeitlich wenig bis gar nichts nehmen, und es entfallen die Kopfschmerzen, ICE-Trassen fahrplanmäßig zwischen die S-Bahnen zu prügeln.
Hab die Rampe zum Tiefbahnhof noch verlängert, müsste auch ohne Demolierung einer der aktuellen Bahnsteige machbar sein. Die Gleise zur Ländchesbahn bzw zur SFS wären eher nicht angebunden, bräuchte man aber auch nicht wirklich. Der Bahnsteig wäre quer unter 1, 2 und 3 (ein Inselbahnsteig).
Die Kurve zwischen Sonnenberg und Rambach ist schwierig, ich versuche halt durch die kleine Lücke zwischen Am Gänsberg und die paar Häuser auf Am Burgacker zu kommen. Da müsste evtl was weg…
Die Anbindung der SFS ist nicht so wichtig, jedoch meine ich es würde sich trotzdem lohnen – auch durch das Vermeiden des Kopfmachen beim Hbf würde man ein paar Minuten (und etwas Arbeit) sparen.
Verkehrlich Sinnvoll für Wiesbaden, wäre auch ein Tunnel-S-Bahnhof im Bereich des Dernschen Geländes, denn das ist wenn man so will Wiesbadens zentraler ÖPNV-Knotenpunkt. Allerdings hat diese schlechte Eisenbahnerschließung Wiesbadens sein Gründe: Die Stadt heißt Wiesbaden, weil sie auf heißen heilklimatischen Thermalquellen gebaut ist. Das erschwert dort massivst den Tiefbau.
Ach Kiki, wenn du willst, kannst du dich bezüglich deiner Idee mal mit meinem Vorschlag für eine S-Bahn-Infrastruktur Wiesbaden vertraut machen.
Ein Tunnel zum Dernschen Gelände wäre sicherlich auch eine gute Sache, aber würde meiner Meinung nach eine ziemlich andere Rolle erfüllen. Dernsches Gelände ist ja nicht für alle besser als der Hbf erreichbar, und eine S-Bahn Verbindung dorthin würde denke ich Besucher bzw Touristen, die schnell in die Innenstadt wollen am meisten helfen.
Die Quellen könnten wirklich ein Problem werden. Ganz unmöglich ist der Tunnelbau anscheinend nicht – die Unterführung Mainzer Straße sowie die beim Hbf fallen mir spontan ein – aber ob sowas wirklich realisierbar wäre weiß ich nicht.
Ein ganzes S-Bahn Netz wäre natürlich noch besser. Ich habe halt bei diesem Vorschlag versucht die Tunnel eher kurz zu halten, auch wenn dafür die Halte nicht immer ganz zentral liegen.