5 Kommentare zu “S-Bahn Saarland: S13, S14 & S15 nach Frankreich

    1. Das sind die deutschen Ortsnamen der entsprechenden Orte. Ich denke mir, dass das eventuell gerade in der Diskussion für Leute, die nicht französisch sprechen, einfacher ist (zumal ich persönlich auch schlichtweg Spaß an Geschichte habe und es ein interessantes Detail finde)

  1. Grundsätzlich eine gute Idee, den grenzüberschreitenden Nahverkehr in der Region zu stärken. Es ist echt ein Unding, dass heutzutage immer noch so ein mangelhaftes Bedienungsangebot in diesem grenzüberschreitenden Agglomerationsraum gibt. Allein eine Direktverbindung Saarbrücken – Metz ist überfällig.

    Im konkreten: Du sprichst von dem dichtbesiedelten Agglomerationsraum und starken Pendlerbeziehungen, aber zeigst nicht genauer auf, wie diese durch die angedachten Linien genau erreicht werden (können). So erreicht die Linie nach Faulqemont noch überwiegend dicht besiedelte Gebiete, gleiches gilt bis Creutzwald, weiter bis Bouzonville wird es aber schon dünn. Und zwischen Béning und Saargemünd liegen kaum Potenziale, die reaktivierten Halte liegen leider eher siedlungsfern und Saargemünd selbst hat ja schon eine schnellere Direktverbindung nach Saarbrücken. Daher sehe ich deinen angedachten Linien nur teilweise als weiter verfolgenswert an.

    1. Ja, sehe ich.

       

       

      Vielleicht als Erklärung: Wie gesagt, die Saarbahn hätte ich gerne grenzüberschreitend bis mindestens Falk, d.h. da wollte ich den Umstieg mitnehmen. Die RB auf der Niedtalbahn hätte ich auch gerne wieder bis Busendorf, wie das auch karfreitags der Fall ist, was auch schon seit Ewigkeiten immer wieder von der Plattform Mobilität SaarLorLux gefordert wird (Aktuelles) d.h. auch hier gibt es einen mitzunehmenden Umstieg.

       

       

      Ein anderer Hintergedanke war aber auch ein möglicher RE von Saarbrücken bis Luxemburg. Zwar scheint das Land gegenwärtig für das Fahren dieses REs über Konz zu plädieren, Luxemburg für über Metz, ich finde allerdings beide Varianten ehrlich gesagt etwas missraten, da sie beide recht umwegig sind, bzw. für über Konz die kurvige, entsprechend langsame Saarstrecke genutzt werden muss. Die Bisttalbahn, die immer wieder von Verbänden wie etwa der Plattform Mobilität SaarLorLux dafür ins Gespräch gebracht wird, wäre der direkteste Weg und könnte meines Erachtens auch durchaus für Geschwindigkeiten über 100 km/h fitgemacht werden, und ich gebe es zu, ich bin da auch etwas dem Wunschtraum nachgekommen, die Politik kommt dem bezüglich zur Vernunft und lässt ihn über Thionville fahren.

       

       

      Der Punkt ist aber, dass es für so einen RE verschiedene Möglichkeiten gibt. Frankreich plädiert natürlich für über Forbach (Moselle-Est. Réouverture de la ligne ferroviaire entre Forbach et Luxembourg : des questions en suspens), auf deutscher Seite plädiert insbesondere die Plattform Mobilität SaarLorLux für über Saarlouis und das Niedtal auf die Bisttalbahn. Die obige Variante wäre dafür geeignet, die Agglomeration Forbach und Freimengen-Merlenbach mit dem RE zu verbinden, sollte er über die Nied- oder den deutschen Teil der Bisttalbahn geführt werden.

       

       

      Den Zweig zwischen Beningen und Saargemünd dachte ich mir funktional vor allem als Anbindung Saargemünds an Forbach und das Val de Rosselle (und den RE nach Luxemburg, wenn er über Forbach fährt) und Forbachs und des Val de Rosselle an den Zugverkehr nach Straßburg – dass das primär als Anbindung an Saarbrücken nicht konkurrenzfähig ist, ist durch den umwegigen Laufweg quasi gesetzt. Das wäre wohl das französische Pendant zu den heutigen RBs/künftigen S-Bahnen von Homburg über Neunkirchen nach Saarbrücken, die man ja auch nie nehmen würde, um von SB nach HOM und umgekehrt zu fahren (außer der RE1 ist mal wieder eine stündliche Linie, außer wenn er’s nicht ist). Hinsichtlich des Potentials der angrenzenden Orte stimme ich dir teilweise zu, würde aber >14.000 EW bei einer intakten, im Güterverkehr genutzten Strecke jetzt nicht als so gering sehen, dass sich das partout nicht lohnt, Saargemünd selbst nicht eingerechnet. Das ist in meinem Empfinden eher eine Frage von „Wie viele Halte lohnen sich?“, es kann aber natürlich auch sein, dass ich schlichtweg die Relevanz vom Val de Rosselle und der neugeschaffenen Verbindungen überschätze. Sowas wie den Pendleratlas habe ich bisher noch nicht für Frankreich gefunden.

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