Beschreibung des Vorschlags
Der VRR plant ab 2020 einen neuen Arm der S9 über Herten bis Recklinghausen, der – parallel zur stündlichen Verbindung GE-Buer-Haltern über die Hamm-Osterfelder Bahn Herten ans Bahnnetz anschließen soll. Meiner Meinung nach wäre eine Weiterführung dieses Arms bis Haltern am See zu einen S-Bahn-Ring durchs Vest Recklinghausen in diesem Fall zielführender. Die Bahn, die die Hamm-Osterfelder Strecke bedient kann dann über das V9-Gleis in Marl zurück nach GE-Buer. Obwohl hier nur eine eingleisige Strecke vorhanden ist benötigt die S9 an der Stelle von Haltern nach GE 16 Minuten lt. Fahrplan – genügend Zeit für einen Verkehr in beide Richtungen. Auf dem neuen Teilstück durch Herten bis RE gehe ich bei drei Haltepunkten ebenfalls von ca. 15 Minuten Fahrzeit aus, die Strecke RE-Haltern wird in 10 Minuten bedient.
Entsprechend würde die Fiktion wie folgt aussehen:
Wuppertal – Haltern ab GE-Buer-Nord über Recklinghausen
x:00: GE-Buer-Nord
x:03: Herten-Westerholt
x:07: Herten
x:11: RE-Suderwich
x:14: RE Hbf. (Ankunft)
x:20: RE Hbf. (Abfahrt)
x:25: Marl-Sinsen
x:30: Haltern Bf. (Ankunft)
x:45: Haltern Bf. (Abfahrt)
x:51: Marl-Hamm
x:54: Marl-Mitte
x:58: GE-Hassel
x:01 GE-Buer-Nord
Wuppertal-Haltern ab GE-Buer-Nord über Marl
x:30: GE-Buer-Nord
x:33: GE-Hassel
x:37: Marl-Mitte
x:40: Marl-Hamm
x:46: Haltern Bf. (Ankunft)
x:49: Haltern Bf. (Abfahrt)
x:54: Marl-Sinsen
x:59: RE Hbf. (Ankunft)
x:05: RE Hbf. (Abfahrt)
x:08: RE-Suderwich
x:12: Herten
x:16: Herten-Westerholt
x:19 GE-Buer-Nord
Würde man in Marl-Mitte ein zweites Gleis eröffnen, so könnte dieses Gleis als Ausgleich genutzt werden und den Aufenthalt in Haltern von RE-Marl-Gelsenkirchen von 15 Minuten auf 3 Minuten verkürzen, da die Züge im Ring sich nun in Marl-Mitte treffen könnten. Wie gesagt, Planspiel mit Potential – und eine Entlastung für die Straßen, zumal die S9 dann bis GE-Buer-Nord halbstündlich fahren könnte.

Diese Idee gefällt mir sehr gut
Sehr schöne Idee
Ich erachte diese Idee aus mehreren Gründen als nicht sehr sinnvoll.
1. Ab Ende 2019 wird es bereits drei anstatt bisher zwei Verbindungen in der Stunde zwischen Haltern und Recklinghausen geben. Der RE2 wird stündlich ohne Halt in Marl Sinsen zwischen Recklinghausen und Haltern verkehren der RE42 wird mit Zwischenhalt in Marl Sinsen halbstündlich verkehren.
Eine weitere Verbindung ist zwar für Fahrgäste immer nice-to-have, aber auf der Verbindung wohl eher nicht erforderlich.
2. Von der Verlängerung profitieren würden fast ausschließlich Pendler zwischen Marl Sinsen oder Haltern und Herten, da diese einen Umstieg und somit Zeit sparen. Aber wie viele sind das? Vermutlich nicht all zu viele. Außerdem fällt die Fahrzeitverkürzung mit aktuell 11 Minuten (23 Minuten nach deinem Fahrplan gegenüber 34 Minuten der aktuellen Verbindung mit Bus und RE42) nicht riesig groß aus. Es ist anzunehmen, dass diese Verkürzung mit dem S9 Ast über Herten gleich klein oder noch geringer ausfallen wird.
3. Der Fahrzeitgewinn wäre Interessant wenn dadurch Anschlüsse in Haltern erreicht würden, die sonst verpasst werden.
Allerdings ist Haltern als Knotenpunkt für den Ast der S9 über Recklinghausen nicht interessant. Alle Verbindungen die es in Haltern gibt werden auch in Recklinghausen erreicht (oder planmäßig verpasst)
4. Die Fahrzeit nach Haltern über Herten ist recht lang. Von den ohnehin recht wenigen Fahrgästen die nach Haltern wollen, werden die Meisten eher nicht eine halbe Stunde eher los fahren, um eine viertel Stunde eher anzukommen.
Ich bezweifel also, dass der Nutzen dieser Verlängerung und Durchbindung die zusätzlichen Kosten (zusätzliches Fahrzeug) rechtfertigen würde. Die Durchbindung wäre höchstens sinnvoll, um die aktuell mit 6 Minuten doch recht knappe Standzeit in Haltern zu verlängern, um Verspätungen aus vorheriger Fahrt besser ausgleichen zu können.
Auf der anderen Seite ist die Gesamtpünktlichkeit trotz der kurzen Standzeit bereits sehr gut und besagte „Verspätung aus vorheriger Fahrt“ meistens nur im Bereich von wenigen Minuten.
Wenn man unbedingt die S9 verlängern möchte, sollte man eher darüber nachdenken mit einer Verlängerung des Astes Datteln oder gar Lünen anzubinden oder Ab Recklinghausen Auf die S2 durchzubinden, um so eine umstiegsfreie Verbindung von Buer und Herten nach Herne, Castrop-Rauxel und Dortmund zu ermöglichen.