11 Kommentare zu “S-Bahn Nürnberg: S7 Cadolzburg-Gräfenberg

  1. Die Durchbindung gefällt mir, auch wenn die Idee nicht ganz neu ist. Der Vorteil wäre, dass man die Strecke auch vorläufig als reine Diesellinie betreiben könnte, z.B. mit den S-Bahn-artigen Fahrzeugen der BR644, die momentan keine richtige Verwendung für ihren eigentlichen Einsatzzweck haben.

    1. Was ist denn der eigentliche Verwendungszweck?

       

      Und warum zum Teufel sollte man eine Regionalbahn mit Diesel zur S-Bahn umzeichnen? Die Nürnberg S-Bahn betreibt ohnehin schon genug „Etikettenschwindel“

      1. Naja die 644er wurden ursprünglich für den S-Bahn-ähnlichen Betrieb im Großraum Köln beschafft und haben gegenüber den ansonsten baugleichen 643ern neben einer erhöhten Anzahl an Türen eine bessere Beschleunigung. Nach der Ablösung durch die 623er fahren die 644er immer dort, wo gerade mal Not am Mann ist, irgendwo auf dem Land. Aber das war auch nur so ein Nebengedanke. Grundsätzlich ist natürlich anzustreben die gesamte (also beide) Strecken zu elektrifizieren, ich wollte nur aufzeigen, dass eine Elektrifizierung hier nicht zwingend als Voraussetzung für einen S-Bahn-Betrieb zu sehen ist. Und dadurch, dass beide Strecken momentan noch komplett ohne Oberleitung sind, ein Dieselbetrieb (oder meinetwegen auch gerne alternative Antriebe) durchaus ein gangbarer Weg wäre, um eine solche Linie relativ zeitnah zu realisieren. Und ob man das Ganze nun als S-Bahn oder RB bezeichnet, ist mir eigentlich ziemlich wurscht, allerdings finde ich könnte eine solche Vorort-Linie durchaus die Bezeichnung S-Bahn tragen, es würde sicherlich eher zur Fahrgaststeigerung beitragen, wenn die Bewohner der angeschlossenen Gemeinden nun mit einem Verkehrsmittel, welches den positiv besetzten Titel „S-Bahn“ trägt, in die Großstadt fahren können. Entsprechend kommunizierte Begleitmaßnahmen wie engerer Takt oder Fahrten bis spät in die Nacht, haben schon so mancher Nebenbahn zu einem unverhofften Aufschwung geführt. Da zählt dein Argument von „Etikettenschwindel“ nur wenig dagegen.

  2. Neu ist diese Idee wirklich nicht, aber es gibt schon einen Grund, warum das immer wieder hochkocht, da die einzige halbwegs realistische Möglichkeit, Rangaubahn und Gräfenbergbahn S-Bahn-artig durchzubinden. Cadolzburg – Nürnberg Hbf würde sehr aufwendige Überwerfungen im Westkopf von Fürth Hbf benötigen, und für die Gräfenbergstrecke gbit es wohl keine Route mit nicht völlig miserablen KNF, die eine Durchbindung zum Nürnberger Hbf bei konkurenzfähiger Fahrzeit zur U-Bahn erlauben würde.

    1. Naja man könnte auch den gesamten Ring für den Personenverkehr nutzen. Da müsste man zum Teil neu bauen was man in den letzten 20, 30 Jahren abgerissen hat, aber man könnte sich den reichlich fragwürdigen Abzweig der U2 Richtung Nordostpark sparen, der immer wieder mal „diskutiert“* wird .

       

      *von abgehalfterten dritte Reihe Politikern im Sommerloch an die Presse lanciert um von Tram-Projekten abzulenken, bei denen nix voran geht.

  3. Nach meiner Kenntnis ist das Problem bei der Gräfenbergbahn weswegen sich der Takt nicht verdichten lässt nicht die Höchstgeschwindigkeit sondern der Mangel an Ausweichen auf größtenteils eingleisiger Strecke. Wenn man sich schon die Mühe macht zu elektrifizieren (Diesel S-Bahn schlägt ja m.W. niemand vor), dann kann man auch in den Punkt investieren

  4. Zwei Anmerkungen:
    mp
    Die Bahn dürfte sich schlagartig leeren und zwar in Fürth und in Nürnberg-Nordost. Die Tangentialverbindung weist nicht ansatzweise das Potential der beiden Streckenenden auf. Daher werden die Züge dort halbleer fahren.

    In Cadolzburg sollte dringen darüber nachgedacht werden, die Strecke über den verwilderten Steinbruch Richtung Ortsmitte zu verlängern. Der bisherige Bahnhof liegt zu weit abseits.

  5. Weshalb sieht der Vorschlag keinen Halt in Muggenhof vor?

    Inzwischen entstehen auf dem ehemaligen VAG-Areal m.W. rund 250 Wohnungen und östlich der Strecke soll in den nächsten Jahren ein neues Quartier für rund 2.000 Menschen entstehen (hier ca. 1.000 Wohnungen, insgesamt also rund 1.250 neue Wohnungen in unmittelbarer Umgebung eines möglichen Haltepunktes!). Gerade letzteres Entwicklungsgebiet ist aufgrund der ungünstigen Haltestellenlagen von Eberhardshof und Muggenhof nicht optimal an das U-Bahnnetz angebunden.

    Dennoch hätten Reisende in Muggenhof Anschluss an die U1 (Umsteigeweg etwa 150m).

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