Beschreibung des Vorschlags
Hier gab es bereits einen ähnlichen Vorschlag, welchen ich allerdings erweitert und ergänzt habe
Grund: Die Städte Erfurt (213.000 EW) und Gotha (45.000 EW) liegen relativ dicht beieinander. Sie haben zwar beide ein gut ausgebautes Straßenbahnnetz, jedoch werden durch die S-Bahn schnellere innerstädtische sowie städteübergreifende Verbindungen geschaffen. Außerdem werden hier auch Stadtteile angebunden die noch keinen Tramanschluss haben.
Die Neubaustrecke: Die Neubaustrecke zweigt ein Stück nördlich des Bahnhofs Erfurt Nord ab und führt durch die Neubaugebiete Moskauer Platz und Berliner Platz nach Marbach.
Die neuen Stationen:
- Marbach: Dient der Anbindung der Ortschaft Marbach
- Berliner Platz&Györer Straße: Das Neubauviertel erhält hierdurch schnellere Verbindungen zum Hbf.
- Dieselstraße: Hier befindet sich Gewerbegebiet mit Einkaufsmöglichkeiten. Außerdem wird die Johannesvorstadt mit angebunden und es besteht Übergang zum Bus
- Greifswalder Straße: Hier besteht Umsteigemöglichkeit zur Tram, Außerdem werden hier nahgelegene Wohngebiete erschlossen
- Einkaufszentrum: Hier liegt, wie der Name schon verrät, ein großes Einkaufszentrum.
- Löbervorstadt: Hier herrscht Umsteigemöglichkeit zur Tram und die Löbervorstadt wird erschlossen
- Hochheim: Hier wird der gleichnamige Stadtteil erschlossen
- Ingersleben: Anbindung der Gemeinde Ingersleben
- Gotha Weimarer Straße: Hier wird Wohngebiet erschlossen, wo die Straßenbahn noch nicht fährt
Takt: Auf der gesamten Linie herrscht ein 30-Minuten-Takt, welcher Mo-Fr zur HVZ zu einem 15-30-Takt verdichtet wird Liebe Grüße Tschaki

Grundsätzlich ist eine solche Linie gar nicht mal so abwegig. Allerdings ist der Abschnitt Erfurt Nord – Marbach seit ein paar Jahren abgerissen und überbaut worden, lies mal hier. Den entsprechen Vorschlag hast du übrigens auch nicht verlinkt. Und der Abschnitt Gotha Hbf – Gotha Ost lohnt sich kaum? Wer soll denn da mitfahren? In Ost ist kaum mehr als ein Industriegebiet.
Die Städte Erfurt (213.000 EW) und Gotha (45.000 EW)
Auf der gesamten Linie herrscht ein 30-Minuten-Takt, welcher Mo-Fr zur HVZ zu einem 15-30-Takt verdichtet wird
Wie klein müssen denn die Fahrzeuge sein, damit dieser Takt erforderlich ist? Wie wäre es mit denen hier?
Ich verstehe die Ignoranz einiger User nicht, quasi zwanghhaft eine Bahnstrecke genau da durchzubauen, wo sich ein schöner und beliebter Grünstreifen befindet, der teils sogar erst recht neu geschaffen wurde. Und genau das ist in Erfurt Nord der Fall, wo deine NBS genau durch diesen Grünstreifen entlang der ehem. Strecke ginge, wo man den Marbach erst wunderbar renaturiert hat. Da verbietet sich deshalb jegliche Planung, dort nun wieder eine Bahnstrecke durchzubauen.
Vor allem finde ich in deiner Beschreibung keinerlei Begründung, die dieses riesen Bogen in Erfurt rechtfertigt. Was macht Marbach hier so besonders, dass du gerade dort die Strecke enden lassen willst? Warum kein anderer Stadtteil bzw. Ort sondern ausgerechnet Marbach?
Und das Kopfmachen in Gotha Hbf? Hier ebenfalls keinerlei Aussage von dir, ob das dort überhaupt so möglich ist, also ob die Trassenlagen dies überhaupt zulassen. Zudem: Kopfmachen ist bei einer S-Bahn nur ein Notbehelf.
Auch ist bei dir nirgendwo zu sehen, wie die Haltepunkte schematisch aussehen sollen und wie man dort überhaupt rankommt. Hier nur mal aus Beispiel dein Haltepunkt Erfurt Löbervorstadt: Wie willst du dort überhaupt einen Bahnsteig bauen? Du hast dort dafür garkeinen Raum mehr übrig, da der fünfgleisige Bahnkörper bereits links und rechts bis extrem dicht an die Bebauung rangeht. Und wie woll man überhaupt zu diesem Haltepunkt hinkommen? Du hast dort lediglich eine schmale Fußgängerunterführung und das wars. Sonst ist überall alles zugebaut. Dort ist also nicht mal Platz für ein paar Fahrradabstellplätze. Von einer korrekten und ausreichend breiten Zufahrt für Feuerwehr und Krankenwagen laut Vorschrift, ist dort erstrecht kein Weg. Wenn du also irgendwo einen Haltepunkt einplanst, dann musst du dich auch vergewissern, ob er dort überhaupt baubar ist.
Und ganz wichtig: Warum muss es ausgerechnet eine S-Bahn sein? Warum kein normaler RB/RE? Auch dazu keine Begründung.
Die Fragen in den oberen beiden Absätzen kannst du dir doch selbst beantworten: Weil dort mal eine Bahnstrecke existierte und wenn man keine U-Bahn-artige Strecke bauen will, gibt es keine andere Lösung einer schnellen SPNV-Anbindung. Und Marbach lässt sich eben damit gut anbinden.
Ist aber trotzdem keine konkrete Begründung dafür, dass man heute eine Strecke genau wieder dorthin baut – vor allem noch dazu mitten durch ein eben erst renaturiertes Bachbett.
Das stimmt, das habe ich ja oben auch schon angemerkt. Aber „zwanghaft“ oder „ignorant“ ist es eben nicht, wenn man die einzig mögliche (ohne Tunnel oder Gebäudeabriss) Fläche nutzt. Ist nun mal so, dass in jeder Stadt alle Flächen einer mehr oder weniger großen Nutzungskonkurrenz unterstehen. Komplett freie Flächen, wo man einfach so neue Infrastrukturen bauen kann, gibt es wohl nirgends. Man kann (und sollte) natürlich immer darüber diskutieren, welche Nutzung der Fläche am vorteilhaftesten ist.