Beschreibung des Vorschlags
Zwischen Rüdesheim (10000 Einwohner und 4000 Hotelbetten) und Bingen (8000 Einwohner in der Kernstadt) gibt es keine Brücke, dafür zwei Fähren. Die Personenfähre verkehrt nur 10mal am Tag, und hat eher touristischen Charakter. Die fleißigere Autofähre kostet für Fußgänger 2,50€ extra, Verbundtickets gelten nicht. Von den Fährstationen zu den nächsten Bushaltestellen muss man knapp 1km insgesamt laufen. Damit ist der ÖPNV deutlich unattraktiver, als das Auto.
Daher will ich eine neue Buslinie 188 einführen. Sie startet am Bingener Stadtbahnhof mit Anschluss an die RB26-Langläufer, und überquert den Rhein auf der Autofähre. Am Rüdesheimer Bahnhof hat man Anschluss von/zu RB10 Richtung Frankfurt. In Rüdesheim fährt 188 Mo-Fr über Geisenheimer Str. bis zur Hochschule. Am Wochenende fährt 188 einen Rundkurs durch Rüdesheim (wie 171).
Fahrplan:
Bingen Stadtbhf ab34 (RB26 aus Köln 27, aus Mainz 31)
Rüdesheim Bhf 48 (RB10 nach Frankfurt 53)
Ursulinen oder Hildegardisschule 59
Rüdesheim Bhf 10 (RB10 aus Frankfurt 06)
Bingen Stadtbhf an24 (RB26 nach Mainz 27, nach Köln 31)
Ein Bus genügt für einen Stundentakt. 188 verkehrt täglich bis 20 Uhr mit einem Standardbus. Die Linie soll möglichst in die Verbundtarife eingegliedert werden, und ohne Aufpreis nutzbar sein. Es profitieren Pendler, Touristen, Studierende und Nutzer der jeweils gegenüberliegenden Eisenbahnstrecke.
Alternativ könnte 188 auch den 183-Abschnitt Rüdesheim – Windeck übernehmen. Dadurch wäre der Betrieb kostenneutral realisierbar, da 183 einen Kurs an 188 abgäbe. Ich bevorzuge aber die obere Lösung.

Also die beiden Fährhaltestellen sind ja schon recht bahnhofsnah, in Rüdesheim sind es gerade mal 200 m, in Bingen auch nicht mehr als 700 m. Durch den Schlenker in Bingen wird es also insgesamt keine nennenswerten Fahrzeitvorteile für eine Fahrt zwischen den Bahnhöfen geben, lediglich für Mobilitätseingeschränkte wäre es vorteilhaft und bei schlechtem Wetter einen Komfortgewinn.
Ein höheren Nutzen sehe ich, wenn noch mehr Gebiete an- und damit direkt verbunden werden. So könnte man im Süden mindestens noch bis Büdesheim fahren, vielleicht sogar bis Gensingen. Erst so werden nennenswert Menschen erreicht, die von einer umsteigefreien Verbindung profitieren. In Geisenheim könnte man zumindest darüber nachdenken einen Endpunkt am Bahnhof zu haben, damit auch außerhalb der Vorlesungszeiten eine Nachfrage vorhanden ist.
Allerdings liegt der Bahnhof Rüdesheim etwas abseits des Ortes, und der Bahnhof Geisenheim >500m von der Hochschule entfernt. Die Fußwege summieren sich. Die Hochschule wird ausgebaut, Wohnen ist dort teurer als linksrheinisch. Önologie ist das Hauptfach, und Studenten wohnen oftmals im elterlichen Betrieb auf dem Lande.
188 könnte auf beiden Ufern noch mehr Stadtbusaufgaben übernehmen. In Bingen bietet sich eine Fusion mit 601 nach Sponsheim an. Dann wäre auch der Binger Hbf erreicht, von wo Züge nach Kaiserslautern fahren. Da 188 nach vorgeschlagenem Fahrplan Anschluss an/vom Zug nach Frankfurt hätte, wäre die Verbindung nach Geisenheim Bahnhof und weiter östlich ausreichend gegeben. Die Anschlüsse gingen verloren, wenn 188 nicht mehr Geisenheim Ursulinen kurz wendet. Daher wäre es betrieblich günstiger, entweder es so zu lassen, oder gleich weiter hinaus zu verlängern, vielleicht bis Winkel.