Beschreibung des Vorschlags
Ab 2027 wird die Strecke zwischen Düsseldorf und Duisburg für den RheinRuhrExpress ausgebaut. Dafür ist derzeit folgendes Ersatzkonzept für die S-Bahn-Linien S1, S6 und S68 vorgesehen:
- Provisorischer Haltepunkt „Fichtenstraße“ an der Strecke 2411
- Linie S1 aus Solingen endet in Düsseldorf-Eller Mitte
- Linie S1 aus Dortmund endet in Düsseldorf Hbf
- Linie S68 aus Ratingen endet in Düsseldorf-Fichtenstraße
- Linie S68 aus Wuppertal-Vohwinkel entfällt
- die Fahrten zwischen Wuppertal-Vohwinkel und Düsseldorf Hbf werden in gleicher Fahrplanlage von der S8 übernommen
- Linie S6 aus Essen endet in Düsseldorf Hbf
- Linie S6 aus Köln-Worringen (via Köln-Buchforst) endet in Düsseldorf-Fichtenstraße
Ich schlage vor, die Linie S6 nicht zu brechen, sondern durchfahren zu lassen. Dadurch bleiben durchgängige umsteigefreie Verbindungen zwischen Düsseldorf-Hellerhof und Ratingen-Ost bestehen. Zusätzlich kann der Personal- und Fahrzeugeinsatz reduziert werden.
Einen kleinen Nachteil hat die Durchbindung allerdings: Die Haltepunkte Düsseldorf-Werhahn und Düsseldorf-Zoo und entfallen. Da diese aber weiterhin durch die Linien S1 und S11 bedient werden, sehe ich hier kein großes Problem.

Bei Derendorf kreuzt du höhengleich andere Gleise, die Strecke die du insgesamt benutzt ist nur eingleisig ausgebaut. Gibt es dafür genug Kapazität auf den jeweiligen Strecken, insbesondere wenn man andere eventuelle Umleitungen durch die Baustelle in Betracht zieht?
Die S6 fährt dann ja nicht mehr dort. Allerdings hast du Recht, dass durch das zweimalige Kopfmachen natürlich die Strecke stark belastet wird.
Sollte das so nicht möglich sein, könnte die S6 dann stattdessen den Zweig der S11 nach Düsseldorf Flughafen Terminal übernehmen und dafür fährt die S11 dann weiter nach Essen.
Die Strecke 2324 zwischen Düsseldorf-Eller und Düsseldorf-Rath wird für den Güterverkehr freigehalten.
Ich bezweifle, dass dies möglich ist, schließlich wäre dies naheliegender und auch günstiger als ein neuer temporärer Bahnhof.
Und da die Entscheidung eben dennoch so ausgefallen ist, wird dies seinen Grund haben.
Der neue temporäre Bahnhof ist in meinem Konzept auch enthalten, denn immerhin entfällt der Halt in Düsseldorf Hbf.
Hab mir mal im Trassenfinder eine Fahrt über dies eingleisige Strecke trassiert und komme ohne Halt auf eine Fahrzeit im eingleisigen Abschnitt von 8-9 Minuten. Somit blieben bei einem 20min-Takt vsl. keine Pufferzeiten übrig und die Betriebsqualität wäre unterirdisch. Allein schon deshalb sehe ich kein wirkliches Potential für den Vorschlag. Nachteil wäre ja auch, dass aus Richtung Norden der Halt in Düsseldorf entfällt – das dürfte das weitaus wichtigere Ziel der S6 sein als die Zwischenhalte auf dem Südabschnitt.
In den offiziellen Plänen ist immerhin ein zweiter Bahnsteig an der Fichtenstraße vorgesehen. Wenn man die Pläne so ändert, dass das neue Gleis ein Durchgangsgleis wird, hätte man eine Begegnungsstelle. Ich glaube allerdings, dass es für eine Anpassung der Pläne schon zu spät ist…
Bitte bedenke, dass im Bauzeitraum zwei RE-Linien in Düsseldorf-Derendorf enden sollen (RE6 und RE19). Dort müssen die Fahrgäste dann in die S-Bahn umsteigen, um zum Hbf zu kommen. Wenn nun die aus Essen kommende S6 nicht mehr zum Hbf fährt, wird die Kapazität der S-Bahn auf dem Abschnitt Derendorf<->Hbf nochmal zusätzlich knapper.
Auch das zweimalige Kopfmachen werden wohl nur die wenigsten Fahrgäste mitmachen.
Wenn, dann könnte man darüber nachdenken einen weiteren provisorischen Bahnsteig im Bereich Wehrhahn mit Umstieg zur U71/u72/U73/U83 zu schaffen (sofern dort irgendwo Platz ist) und dort die aus Richtung Köln kommenden Züge der S6 enden zu lassen. Ein Umstieg in Richtung Essen wäre dort auch möglich. Das erfordert aber ein geeignetes Betriebskonzept auf der eingleisigen Strecke und wahrscheinlich ist es für die Planung eines provisorischen Bahnhofs mittlerweile auch zu spät.