5 Kommentare zu “Rom/Vatikanstadt: Tramlinie 19 zum Bahnhof San Pietro

  1. Es ist ja schön, dass du den Vatikan in den ÖPNV Roms integrieren willst, schon alleine für die Touristenmassen, die  tagtäglich in kuschelig engen Bussen durch die Stadt rumpeln müssen (so war das zumindest bei meinem Aufenthalt vor einigen Jahren).

    Auch hier sehe ich aber Probleme. An Weihnachten oder Ostern schon mal die Tagesschau angemacht? Da gibts eigentlich immer einen Beitrag zu den Papstmessen auf einem überfüllten Petersplatz. Und da auch sonst dort immer einiges an Betrieb ist, kannst du da schlicht keine (oder nur mit großen Schmerzen samt Betriebseinschränkungen, wenn man die Tram am meisten braucht) Tramgleise durchjagen.

     

  2. Eine Strecke über den Petersplatz halte ich für unrealistisch. Wenn man alleine die Bauzeit bedenkt, stört man mindestens eine große Messe auf dem Petersplatz. Hinzu kommen zahlreiche Audienzen im Sommer. Ich glaube schon da dürfte das Projekt eher auf Gegenwehr stoßen. Dazu kommt, dass viele Touristen Vatikan mit Engelsburg verbinden und die große Prachtstraße lang schreiten. Und die Haltestelle Ottaviano der Metro ist auch nicht weit weg. Da stellt sich natürlich auch die Frage, ob die Tram so stark benutzt wird.

  3. Auch ich sehe hier erhebliche Schwierigkeiten. Die Menschenmassen bei Papstmessen wurden schon genannt, aber ich stelle auch fest, dass am Bahnhof San Pietro gar kein Platz für deine Wendeschleife ist. Ich erwähnte schon öfter, dass Straßenbahnen mindestens einen Radius von 20 m haben sollten. Sie können daher nicht so eng wenden, wie Busse!

    Sinnvoller fände ich eine Linienführung ab Risorgimento über Corso Vittorio Emanuele II zur Via di Torre Argentina, wo an die Linie 8 angeschlossen werden könnte. So würde zudem das Straßenbahnnetz wieder um die Stadt herum führen, anstatt nur dürftig über eine Außenlinie miteinander verbunden zu sein. Über deine Linie von der Piazza Venezia zum HBF wäre außerdem eine direkte Verbindung vom Vatikan zum HBF möglich, wobei diese natürlich mit etwas längeren Fußwegen, auch über die U-Bahnlinie A bedient wird.

    Auf Grund der Einbahnstraßen wäre diese Verbindung allerdings teilweise nur über getrennte Straßenzüge möglich, so ginge es in Richtung Nordwesten über Via di Torre Argentina – Corso Vittorio Emanuele II – Ponto Vittorio Emanuele – Via San Pio X – Via della Traspontina – Via di Porta Castello – Via Sforza Pallavicini – Via Crescenzio, während in der Gegenrichtung über Via Stefano Porcari – Piazza Amerigo Capponi – Via delle Fosse di Castello – Piazza Adriana – Piazza Pia – Lungotevere Vaticano – Lungotevere in Sassia – Piazza delle Rovere – Ponte Principe Amadeo Savoia Aosta – Via Acciaioli – Corso Vittorio Emanuele II – Via di Torre Argentina gefahren werden müsste.

    1. Eine solche Strecke Risorgimento – Piazza Venezia habe ich jetzt auch vorgeschlagen. Es ist nur so, dass diese Strecke nicht für das römische Straßenbahnnetz, sondern für das römische U-Bahn-Netz vorgesehen ist. Die U-Bahn-Linie C soll nämlich in ihrem Endausbau von ihrem derzeitigen Endpunkt Lodi über San Giovanni (Verknüpfung mit U-Bahn-Linie A), Kollosseum (Verknüpfung mit U-Bahn-Linie B), Piazza Venezia, Piazza San Pietro, Resorgimento und Ottaviano (zweite Verknüpfung mit U-Bahn-Linie A) bis nach Clodio-Mazzini verlängert werden. Jedoch ist der U-Bahn-Bau in einer Metropole, die schon vor 2000 Jahren eine Weltstadt war, in der Hinsicht schwierig, dass überall im Untergrund die Überreste aus dem Alten Rom, der Weltstadt und Hauptstadt des Imperium Romanums, liegen.

      1. Die U-Bahnlinie C würde aber nicht zum HBF führen. Ich frage mich, ob da die Straßenbahn nicht zumindest für den Tourismus besser wäre. Sie könnte auch besser die Feinverteilung übernehmen, als eine U-Bahn.

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