7 Kommentare zu “Ringbahn München, zum Dritten

  1. Das ist genau das, was ich hier meinte. Wenn schon eine Ringlinie im Münchner U- und S-Bahnnetz, dann so. Allenfalls ein paar Details würde ich etwas anders machen. So bin ich der Meinung, dass du mit der Station am Kolumbusplatz keine Umsteigemöglichkeit zur Tram am Ostfriedhof schaffen kannst. Der U-Bf. Kolumbusplatz und die Straßenbahnhaltestelle sind über einen halben Kilometer voneinander entfernt. Auch bei Berücksichtigung eines 140 m langen Bahnsteigs würden sich immernoch sehr lange, und damit unattraktive Umsteigewege ergeben. Ich würde daher die S-Bahnstation eher westlich des Kolumbusplatz anlegen, um so auch einen Anschluss zur Buslinie 52 (mit neuer Bushaltestelle) zu schaffen und eine weitere Station am Ostfriedhof. Ohnehin würde diese S-Bahnlinie prinzipiell die Verkehrsaufgaben einer U-Bahn übernehmen, sodass nicht nachvollziehbar wäre, warum nicht auch u-bahntypische Stationsabstände anzustreben wären.

    Von daher scheint mir auch eine Station an der Dreimühlenstraße sinnvoll.

    Meinst du, dass am Ostbahnhof gemeinsame Bahnsteige mit der U5 hergestellt werden könnten? Falls nicht, könnte man überlegen, ob man den S-Bahnsteig nicht genau unter die U5 legt, um ein Umsteigen über nur eine Treppe zu ermöglichen.

    Am Heimeranplatz sollte man gemeinsame Bahnsteige mit der S7 anstreben.

    Als Umlaufzeit sollte 30 min angestrebt werden. Da sollte noch Luft sein für die eine oder andere weitere Haltestelle. Ein Zehn-Minuten-Takt wäre dann sinnvoll, wobei ich mir für den nördlichen Teilöring auch einen Fünf-Minuten-Takt vorstellen könnte, indem man zwei weitere Linien alle 20 min über den Nordring führt, und zwar in Richtung Südwesten ab Heimeranplatz nach Höllriegelskruth bzw. Deisenhofen, sowie in Richtung Südosten ab Ostbahnhof in Richtung Deisenhofen bzw. Ottobrunn. Ich bin mir sicher, dass sich auf diesen S-Bahnstrecken auch Taktverdichtungen rechtfertigen ließen, wenn sie möglich wären. Am Ostbahnhof müsste dann natürlich eine zusätzliche Rampe in Richtung Giesing errichtet werden, die auch den dortigen Linksverkehr berücksichtgt.

    1. Danke fürs Feedback. 🙂

      Ostbahnhof: Die 2. Stammstrecke (kein Freund davon, aber das Thema ist wohl gegessen) wird den Bahnhof der U5 in einer Tiefe von 35 Metern kreuzen. Ich habe leider keine Information gefunden, wie tief die U5 unter dem Orleansplatz liegt, aber rechnet man die in München obligatorische Verteilerebene hinzu, so dürfte es zumindest für einen Bahnf zwischen 2. S-Strecke und U5 ziemlich knapp werden. Ein einzelner Tunnel sollte aber gehen. Da man am Orleansplatz auch die offene Bauweise nutzen kann und die U5 durch den existierenden Mittelbahnsteig während des Baues in Betrieb bleiben könnte, halte ich einen viergleisigen Ausbau mit bahnsteiggleichen Umsteigen Ringbahn/U5 durchaus für möglich. Gute Idee, falls man das tatsächlich umsetzen kann, ich habe die zweite Tunnelröhre einmal mit eingezeichnet. Der existierende Bahnsteig der U5 könnte nach Fertigstellung entweder für Stützelemente aufgelassen, oder für eine spanische Lösung genutzt werden.

      Kolumbusplatz: Stimmt. Wird verschoben und ein Halt am Ostbahnhof nachgetragen.

      Heimeranplatz: Das kann ich nicht wirklich einschätzen. Sicher wäre es für die Fahrgäste praktisch, wenn S7 und Ringbahn bahnsteiggleich halten könnten, macht die Sache durch die zwei völlig unabhängigen Linien aber betrieblich heikler und limitiert die Menge von Ost-West-Linien auf den Teilrängen. Um einen zusätzlichen Bahnsteig kommt man so und so nicht herum, da die S7 sich ihren Bahnsteig mit den Zügen der BOB teilt. Der Heimeranplatz ist eh schon ein komplizierter Knoten von verschiedenen Schienensträngen (zu allem Überfluss in Hochlage), ob man da Ringbahn und S7 zusammen bekommt, weiß ich nicht.

      1. Missverständnis: Mit den gemeinsamen Bahnsteigen am Heimeranplatz meinte ich keineswegs gemeinsame Gleise! Ringbahn auf der einen Seite, S7 auf der anderen Seite von gemeinsam genutzten Bahnsteigen, an unterschiedlichen Bahnsteigkanten. Okay?

        Deine Lösung für den Ostbahnhof finde ich perfekt.

        1. Ach so. In diesem Falle müssten sich Südring-Fernbahn und Ringbahn irgendwo zwischen der Gleisgabelung zum HBF und Heimeranplatz kreuzen, da die Ringbahn nun mal auf der inneren Seite des Südrings gebaut werden müsste. Die Fernbahn würde dann etwas nach Westen verschoben werden. Die Rampe der S7 im Süden könnte wohl auch so umgebaut werden, dass ein bahnsteiggleiches Umsteigen möglich wäre. Im Norden dürfte es zum Entwirren aber etwas knapp werden. Zudem müsste der Heimeranplatz wohl weitestgehend gesperrt werden, da so ziemlich alle Gleisstränge ihre Position wechseln würden. Die S7 müsste dann am Harras enden, die BOB von Holzkirchen über Unterhaching zum Ostbahnhof fahren, RBs und Fernzüge aus dem Osten am Ostbahnhof enden oder (wenn unbedingt notwendig) über den Nordring zum Hauptbahnhof geführt werden.

          1. Eine komplette Sperrung der Bahnanlagen am Heimeranplatz dürfte wohl wegen ihrer Bedeutung nicht in Frage kommen. Es sollte aber möglich sein, durch Aufteilung des Umbaus in mehrere Bauphasen eine komplette Sperrung zu vermeiden. Es können auch zwischenzeitlich provisorische Lösungen eingerichtet werden.

            Wenn ich da nur an den Ostkreuzumbau denke…

            1. Ich habe mir das nochmal angeschaut. Es sollte gehen, die S7 im Südzulauf auzuteilen. Der bestehnde Bahnsteig muss dabei abgerissen werden, beim Neubau erhält die Ringbahn dann die inneren, die S7 und BOB die äußeren Bahnsteigkanten. Auch für ein Überwerfungsbauwerk im Norden sollte der Platz reichen – eingezeichnet habe ich das jetzt nicht, sonst erkennt man ja überhaupt nichts mehr.

              Am Hirschgarten könnte es übrigens sogar für eine Brücke für die Ringbahn reichen. Der Tunneleingang entsteht dann erst auf der Nordseite – das Gebiet ist dort unbebaut, den Birketweg kann man zur Not verlegen. Die Rampen müssten zwar steil sein, die S-Bahn München ist aber auf 40 Promille ausgelegt. Dazu dürfte dies billiger als der Tunnel unterm Gleisbett sein und die Ringbahn wäre auf der gleichen Ebene wie der Fußgängerverkehr auf der Friedenheimer Brücke. Was meinst du?

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