Beschreibung des Vorschlags
Bereits der Kasseler Architekt Fritz Stück (1881-1949) hatte in den 1920er Jahren die Idee für eine zweigleisige elektrische Ringbahn. siehe http://www.steamy.de/projekte/index.htm
Hier eine (eingleisige) Variante inklusive der Industriegebiete im Südosten der Stadt mit einem Eisenbahn- und einem Straßenbahnähnlichen Teil (Eisenbahnteil beschriftet). Überwiegend führt die Ringbahn über zur Zeit in Betrieb befindliche und ehemalige Eisenbahnstrecken (ehem. Unterstadtbahnhof an der Mombachstraße bis ehem. AEG-Werk Lilienthalstraße). Zur Unterquerung von Fulda und Weserspitze wäre ein Tunnel nötig.
Wichtige durch die Ringbahn verbundene Punkte: Fernbahnhof Kassel-Wilhelmshöhe, dez-Einkaufszentrum Niederzwehren, Messehallen Rothenbachhalle (Handball-Bundesligist MT Melsungen), Klinikum Kassel, Universität Kassel.
Für einen Haltepunkt an der Berliner Brücke müsste erst das im Rahmen der ICE-Strecke aufgegebene Gelände zurückgewonnen werden.

Was sollen bitte die Zeichen symbolisieren, die du an der Heckershäuser Straße und der Lilienthalstraße eingezeichnet hast?
Ich tippe mal auf Systemwechselstelle zum Tramsystem
Genau
Dort Wechsel von separater Führung in den Straßenverkehr -> Straßenbahn
bzw. bis dort bestehende oder ehemalige Bahntrasse
Also offensichtlich habe ich ich auch schon häufiger mit einer Ringlinie für Kassel beschäftigt und auch schon berechtigte Kritik erhalten. Mir gefallen einige Ansätze aber mir misfällt auch einiges hier insbesondere.
Der Tunnel ist mehr als utopisch. Eine Quasi – U-Bahn lohnt sich in Kassel niemals und wenn dann in der Fußgängerzone noch am ehesten, aber nicht quer durch Siedlungsgebiet und unterm Klinikum.
Baust du in Rothenditmold mit Unmengen an Kapital an bereits gebauter oder geplanter Infrastruktur vorbei und fährst am Hauptbahnhof dann doch nur knapp vorbei.
Generell ist die Sinnhaftigkeit der Ausarbeitung mehr als fragwürdig.
Da würde ich eher auf einzelne geplante Projekte/Ideen verweisen, die in den betroffenen Gebieten mehr Realisierbarkeit erspüren lassen. Bsp: Tram Mitte – Rothenditmold – Harleshausen, RT nach Kaufungen über Niederzwehren (Teilstrecke von dir). Tram nach Lohfelden etc.
Der Sinn einer Ringlinie ist ja meistens Parallelverkehr zu vermeiden und neue Verbindungen zu schaffen. Es gibt bereits genug Verbindungen über und durch die Innenstadt/Hauptbahnhof.
Nichtsdestotrotz würden sich der Kasseler Nordosten und die Studierenden vom HoPla bestimmt eine schnelle Anbindung bspw. an den Fernbahnhof Wilhelmshöhe wünschen.
Natürlich ist ein Tunnel weit hergeholt, aber bietet sich durch den natürlichen Höhenunterschied an. Gerade für Pendler erschließt der obige Vorschlag doch eine ganze Menge, wie etwa das ganze Gewerbe in Rothenditmold samt Angersbach und Kraus-Maffei-Wegmann, Jobcenter, Uni, Knipping-Schule, Klinikum, Goethe-Gymnasium, real-Markt Franzgraben und dem Gewerbegebiet in Bettenhausen. Nicht jeder will immer in die Innenstadt, dazu gibt es bereits genügend Verbindungen. Und falls doch würden an Sandershäuser Straße, Weserspitze, Halitplatz und Witzenhäuser Straße Umsteigemöglichkeiten bestehen.
Der Südring sieht machbar aus, aber warum orientierst du dich für den Nordring nicht an bestehender Infrastruktur?
Vorschlag: von der Berliner Brücke über Hbf. – Stern – Holländische Straße – Neubaustrecke Eisenschmiede – Ihringshäuser Straße – Weserspitze – Neubaustrecke Ysenburgstraße – Hafenbahn – Sandershäuser Straße – geplanter Südring.
Eisenschmiede wäre mir zu nördlich, zu großer Umweg. Wenn also nicht direkt über Wolfhager Straße <> HoPla <> Kurt-Wolters-Straße <> Katzensprung <> Schützenstraße <> Hafenbrücke als Straßenbahn vielleicht Mombachstraße <> Halitplatz <> Universitätsplatz <> Liebigstraße <> Moritzstraße <> Ysenburgstraße <> Hafenbrücke, wobei ich jedoch befürchte, dass die Steigung im Übergang der Moritzstraße in die Ysenburgstraße zu steil sein dürfte, falls dort überhaupt genug Platz für eine Straßenbahn sein würde.
Wolfhager Straße – Holländischer Platz – Katzensprung ist zu weit südlich, da lohnt es sich nicht, eine Verbindungsstrecke zu bauen, weil der Zeitgewinn gegenüber der Fahrt über Stern und Altmarkt zu gering wäre.